Regionalliga
Archiv 2007/08

FASS Berlin - ELV Niesky

Sonnabend, 06.10.2007, 19.00 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion

 

4 : 2 (0:2 3:0 1:0)

PIM

FASS 22 + 10 (J. Müller) - 10/6/16

ELV 26 - 10/12/4

 

 

Berichte

Ein hartes Stück Arbeit

... war am Sonnabend im Erika-Hess-Eisstadion beim Auftaktspiel zur RL N/O, Vorrunde Gruppe Ost, erforderlich, um den ELV Tornado Niesky mit 4 : 2 (0:2,3:0,1:0) zu bezwingen. Letztendlich ein verdienter Sieg, der der Mannschaft im Vergleich zu den vergangenen Jahren (Auftaktspiele verloren) mit Sicherheit Auftrieb verschaffen wird.

 

Vor dem Spiel galt es jedoch einem Mann zu ehren, der dem Verein über viele Jahre vorstand. Reinhard Schröter wurde als erster Vorsitzender verabschiedet - die symbolische Eröffnung des Spiels durch Einwurf des Pucks war wohl seine letzte "offizielle" Amtshandlung.

 

Betrachtet man das Spiel an sich, sollte der FASS-Fan das erste Drittel einfach vergessen. Das Team präsentierte sich nervös, was sich in diversen Abspiel- und Annahmefehlern des Pucks zeigte. Eigene Überzahlsituationen ließ man ohne Erfolg verstreichen und baute damit auch die Gäste auf, die dann bei eigener Überzahl in der 15. Minute (Hudec, +2) und 20. (Melchior, +2) in Führung gingen.

Mit dem 0:2 im Rücken ging es dann im zweiten Abschnitt dementsprechend weiter. Das Team erarbeitete sich zwar nun die Chancen, Erfolg war jedoch gleich Null. Bis zur 34. Minute. Neuzugang Benjamin Hecker setzte im Powerplay nach Zuspiel von Andre Berger und Rumid Masche trotz eines Abwehrversuches des starken Thomas Bresagk nach und erzielte den Anschlußtreffer. Danach zeigte sich die Moral dieses Teams. Die Gäste wurden - abgesehen von Kontern - in die Defensive gedrängt, was dann auch in der 38. (Aicher, Tittus - EQ) und 40. Minute (Hecker, M. Müller, Tittus) mit den Toren zur 3:2-Führung belohnt wurde.

Das letzte Drittel ist schnell erzählt:

Man merkte beiden Mannschaften den Einsatz an. Durch Jörn Kugler (Fiedler, Aicher, 57., EQ) gelang das erlösende 4:2. Niesky hatte zwar noch seine Chancen, das Ergebnis blieb jedoch und die Mannschaft wurde nach dem Spiel von den eigenen Fans gefeiert.

 

Fazit: Drei Punkte vor einer eher enttäuschenden Zuschauerkulisse. Man darf hierbei jedoch nicht das heutige Heimspiel eines Erstligisten in einer anderen Sportart vergessen.

Die Mannschaft hat sich bewiesen und zwei weitere Neuzugänge kann man jetzt auch vermelden. Susann Götz und Benjamin Dierksen spielten am heutigen Abend für das Team. Es war eine von den vielen kleinen Überrraschungen, die sich am heutigen Abend zutrugen. Hier bewegt sich was ...

 

"Die Mannschaft hat Moral bewiesen und in ihrem Spiel Disziplin gezeigt."

(Heiko Awizus, Tr)

 

"Mit dem Ergebnis und der Einstellung der Mannschaft bin ich zufrieden."

(Peter Wagenfeldt, ML)

Sieg zum Auftakt – Verwirrungen um Kommissionsbeschluss

Mit einem 4:2 (0:2/3:0/1:0) Erfolg über Tornado Niesky startete FASS Berlin in die kurze Vorrunde der Regionalliga Ost. Bevor es sportlich zur Sache ging, gab es allerdings einige Verwirrungen.

 

Denn die Gäste legten ein Schreiben der Niedersächsischen Eishockey Kommission vor, wonach Niesky während der Vorrunde statt der vorgesehenen 6 U 23 Spieler nur 4 pro Spiel aufbieten muss. Das verwirrende dabei ist, dass dieser im August gefällte Beschluss zwar den Tornados, anscheinend nicht aber den anderen Teilnehmern der Regionalliga zugegangen ist. So hatte bisher noch kein Verein eine Möglichkeit zu reagieren. Denn diese Regelung war genauso umstritten wie der Modus. "Was sollen wir denn machen, wir bekommen keine 6 Spieler zusammen. Einige eingeplante Spieler haben uns verlassen. Einzige Alternative wäre ein Rückzug gewesen." so Gästecoach Steffen Thau. Das mag ja auch alles stimmen. Warum hat man das nicht den anderen Vereinen mitgeteilt? Und warum dann nicht gleiches Recht für alle? Denn auch andere Vereine haben mit der Umsetzung dieser Regelung so ihre Schwierigkeiten. Eine sehr strittige Entscheidung, die noch für einige Unruhe sorgen könnte. Aber das ist in den letzten Jahren im Bereich der Regionalliga Nord/Ost auch nichts Neues.

 

Nachdem dem ehemaligen 1. Vorsitzenden Dr. Reinhardt Schröter für seine zehnjährige Amtszeit gedankt wurde und ihm als erste Person überhaupt die goldene Ehrennadel überreicht wurde, ging es dann auch sportlich in die neue Saison.

 

Ein Blick auf den Spielberichtsbogen bot die nächsten Überraschungen. Denn statt der nun erlaubten 4 U23 Spieler standen bei den Gästen nur deren 3. Der vierte im Kader der Gäste, Michel Groba, fehlte bei den Gästen ebenso wie Neuzugang Marcel Levya und Jaroslav Hlavnicka. Letzterer würde aber eher in eine Ü 40 Regelung. Eine weitere Farce in dieser Liga. Bei FASS hingegen nicht nur genügend U 23 Spieler (8), sondern auch zwei weitere Neuzugänge. Vom OSC stießen Benjamin Dierksen und Susann Götz, mit Doppellizenz OSC Eisladies/FASS, neu zum Team. Und die Nationalspielerin legte eine ordentliche Partie hin. Allerdings brauchte sie, wie das gesamte Team, ein Drittel, um den richtigen Rhythmus zu finden. Auch die Gäste hatten ihre Mühe die richtige Form zu finden. Das gelang erst nach 15 Minuten. Da hatten die Tornados eine 5-3 Situation. Und nutzten diese durch Josef Hudec zur 0:1 Führung. 45 Sekunden vor der ersten Drittelsirene dann das 0:2. Wieder doppelte Überzahl für die Gäste. Diesmal war es Dennis Melchior, der Marcel Vegelahn im Tor von FASS überwinden konnte.

 

Im Mittelabschnitt bekamen die Gastgeber das Spiel immer mehr in den Griff. Man erspielte sich immer mehr Torchancen, scheiterte aber zunächst an Thomas Bresagk im Gästetor. Erst in der 34. Minute gelang es dem überragenden Benjamin Hecker den längst fälligen Anschlusstreffer zu erzielen. 4 Minuten später dann endlich der Ausgleich durch Kapitän Lucien Aicher. Und das sollte noch nicht alles gewesen sein, 49 Sekunden vor Drittelende der völlig verdiente Führungstreffer für die Akademiker. Torschütze wiederum Benjamin Hecker.

 

Im letzten Drittel versuchten die Gäste zwar noch einmal den Ausgleich zu erzielen, aber der in der 30. Minute eingewechselte Stefan Leibrandt präsentierte sich ebenso gut wie zuvor Marcel Vegelahn. Erlösung gab es für die Berliner Anhänger unter den 323 Zuschauern erst 4 Minuten vor dem Ende, als Jörn Kugler einen Schuss von Nicolai Tittus unhaltbar zum 4:2 Endstand abfälschte.

 

Ein verdienter Sieg einer sehr kompakt auftretenden Berliner Mannschaft. "Ab dem 2. Drittel war ich mit der Mannschaft zufrieden." So FASS-Coach Heiko Awizus nach dem Spiel. Auch Gästecoach Steffen Thau war mit 2 Dritteln seines Teams zufrieden. "Wir haben das Spiel im 2. Drittel verloren. Da haben wir zu viele unnötige Strafen bekommen. Mit den anderen beiden Dritteln war ich zufrieden."

 

Das nächste Spiel der Akademiker findet am 20. Oktober statt. Dann sind die Berliner zu Gast in Jonsdorf.

 

Spieldaten:

Schiedsrichter: HSR S. Schulz, LSR Betnerowicz, Metzkow

 

Strafen:

FASS 22 + 10 J. Müller (Check gegen Kopf- oder Nackenbereich), Niesky 26

 

Tore:

14:52 0:1 Hudec (Schwabe, Volek) 3-5

19:15 0:2 Melchior

33:53 1:2 Hecker (Berger, Masche)

37:49 2:2 Aicher (Tittus) 4-4

39:11 3:2 Hecker (M. Müller, Tittus) 4-4

56:06 4:2 Kugler (Tittus, Aicher)

 

 Norbert Stramm für Radio Eiskalt

Tornados schnuppern beim Favoriten am Punkt

Nach einem optimalen Start und einer Zwei-Tore-Führung unterliegen die Tornados in Berlin noch.

 

Ohne den arbeitsbedingt verhinderten Jaro Hlavnicka und ohne den verletzten Neuzugang Marcel Leyva fuhren die Nieskyer zum ersten Saisonspiel nach Berlin. Angesichts des starken Gegners, der sich unter anderem mit Benjamin Hecker (der mehrere Saisons in der zweiten Bundesliga gespielt hat) verstärkt hat, waren die Tornados Außenseiter, zumal die Berliner wesentlich mehr Trainingseinheiten auf dem Eis hinter sich haben.

 

Hudec und Melchior treffen

 

Aber dann waren die Tornados ganz nah dran am Punktgewinn. Schuld daran war ein optimales erstes Drittel. Trainer Steffen Thau dazu: „Wir waren zwar spielerisch nicht überlegen, haben aber sehr diszipliniert gespielt und auf unsere Chancen gelauert.“ Und die wurden dann auch genutzt: Josef Hudec erzielte im Nachschuss in 5:3-Überzahl den Führungstreffer, der über Alf Papproth und Jens Schwabe schön herausgespielt war. Und in der nächsten 5:3-Überzahlsituation setzte sich Dennis Melchior auf der rechten Seite energisch durch und hämmerte den Puck unter die Torlatte. Die Nieskyer hatten in einigen Situationen auch das nötige Glück (Pfostenschuss der Berliner) und zudem einen stark haltenden Thomas Bresagk im Tor, aber die Führung nach dem ersten Drittel war nicht unverdient.

 

Dem starken ersten Spielabschnitt folgte aber ein umso schwächerer zweiter. „Dabei habe ich gewarnt, dass das hier keineswegs gelaufen sei“, ärgerte sich Steffen Thau nach dem Spiel. Die Tornados „nahmen“ völlig unnötige Zeitstrafen in Spielsituationen in der neutralen Zone, bei denen keine Torgefahr bestand, und diese Undiszipliniertheiten, die vom korrekt pfeifenden Schiedsrichter konsequent gepfiffen wurden, wurden bestraft. Einmal direkt durch den Anschlusstreffer und andererseits durch den Kraftverlust, der in diesen Situationen gerade bei den Leistungsträgern entsteht. Kurz vor der zweiten Drittelsirene mussten die Tornados zwei weitere Gegentreffer hinnehmen und gingen so mit einem Rückstand in die Kabinen.

 

Eiskalt ausgekontert.

 

Das hatte natürlich taktische Auswirkungen: Die Tornados mussten im Schlussdrittel versuchen, selbst das Spiel zu machen und konnten nicht mehr auf Konter warten. Die Nieskyer rannten zwar an, aber der Ausgleich wollte nicht gelingen. Im Gegenteil: Aus dem Konter mussten die Tornados das letztlich spielentscheidende Tor hinnehmen. Steffen Thau war am Ende trotzdem nicht unzufrieden: „Wir haben gegen einen der Favoriten zwei wirklich gute Drittel hingelegt und nur knapp verloren. Wir wissen jedenfalls, das wir die Berliner auch schlagen können, erst recht zu Hause.“

 

Am Rande: Auf Berliner Seite spielte auch die aus Weißwasser stammende Susann Götz mit und erhielt in der dritten Reihe einige Eiszeiten. Steffen Thau hält nicht viel davon: „Nichts gegen ihre Fähigkeiten, aber wir wissen ja wer die Nummer 12 ist und der eine oder andere nimmt Rücksicht…“.

 

 "Murks" für den ELV Niesky

Geretteter Saisonauftakt

Ist es sonst oft der Fall, dass das angereiste Gästeteam eine gewisse Zeit braucht, um die mehr oder minder lange Fahrt aus den Knochen zu schütteln, brauchten beim offiziellen Saisonauftaktspiel von FASS Berlin die Gastgeber eine Weile, um ins Spiel zu finden. 0:2 lag die Akademiker deshalb auch verdient nach dem ersten Drittel zurück, fanden aber im weiteren Spielverlauf glücklicherweise in ihre Form zurück und konnten die Partie letztlich mit 4:2 (0:2, 3:0, 1:0) für sich entscheiden.

Passend zu den Querelen um Gruppeneinteilung, Spielanzahl und schwindender Teilnehmerzahl gab es auch im Vorfeld des ersten Spiel der Ostgruppe in der Regionalligasaison 2007/08 einige Konfusion. Niesky legte eine ausgedruckte Email von Ligenleiter Torsten Kluin vor, in dem von einem Beschluss der Eishockey-Komission über eine Sonderregelung für den ELV die Rede war. Demnach dürften diese anstelle der geforderten sechs U23-Spielern mit nur Vieren antreten. Der Grund: Niesky hätte diese Anforderung auf keinen Fall erfüllen können, die Gruppe Ost hätte einen weiteren Teilnehmer verloren. Das mag zutreffen, nichtsdestotrotz hätte man FASS Berlin sowie alle anderen Vereine zumindest über diesen Beschluss informieren müssen. Aber auch manch anderer Vereine hat die U23-Spieler nicht gerade im Keller gestapelt, so dass wenn überhaupt eine allgemeingültige Reduzierung von sechs auf vier gerecht gewesen wäre. Darüber wird bestimmt noch an anderer Stelle zu diskutieren sein, bleibt nur noch zu erwähnen, dass Niesky nicht einmal ihrer eigenen Sonderregelung gerecht geworden ist, standen doch sogar nur drei U23-Spieler auf dem Spielberichtsbogen.

Für den verspäteten Anpfiff gab es allerdings auch noch eine positivere Ursache, wurde doch der nun ehemalige 1. Vorsitzende Dr. Reinhardt Schröter nach 10jähriger Amtszeit mit einer kurzen Zeremonie auf dem Eis und der ersten goldenen Ehrennadel von FASS verabschiedet.

 

Dann wurde an diesem Abend noch Eishockey gespielt, auch wenn es im ersten Drittel teilweise nicht wirklich danach aussah. Bei den Akademikern lief da noch nicht wirklich viel zusammen, in den ersten beiden Überzahlsituationen beispielsweise erspielte man sich nicht eine einzige Torchance, die Gäste dagegen schon. Die erste richtige Torchance seitens der Gastgeber hatte dann ausgerechnet die neue Frau im Team, Susann Götz, in der 9. Spielminute. Ein Tor war der 24jährigen Nationalspielerin aber nicht vergönnt. Vom amtierenden Meister, den OSC Eisladies kommend, wird die Stürmerin in Zukunft per Doppellizenz wenn zeitlich machbar für die Herrenmannschaft spielen und hat am heutigen Abend einen guten Eindruck hinterlassen.

Zählbares hinterließen zunächst aber nur die Gäste, auch wenn dazu beide Male doppelte numerische Überlegenheit nötig war. Sowohl beim 0:1 durch Josef Hudec (15.) als auch dem 2:0 durch Dennis Melchior (20.) standen die „Tornados“ mit zwei Mann mehr auf dem Eis.

 

Im Mittelabschnitt wendete sich dann aber das Blatt und während FASS zusehends ins Spiel fand, war von den Gästen bis auf eine Handvoll Torchancen nicht viel zu sehen. Die Weddinger wechselten fast genau zur Hälfte planmäßig den Torwart, für Marcel Vegelahn kam Stefan Leibrandt, der ausgerechnet gleich in eine Unterzahlsituation kam. Einen gefährliche Schuss musste er da allerdings nur abwehren, sein Gegenüber Thomas Bresagk war gut 4 Minuten später nicht so erfolgreich: Gleich der erste Versuch im Powerplay war ein Treffer, Benjamin Hecker verkürzte auf 1:2 (34.). Zuvor hatte Bresagk allerdings schon eine Vielzahl von Chancen zunichte gemacht, doch vor dem nächsten Pausenpfiff musste er sich noch zwei weitere Male geschlagen geben. In beiden Fällen befanden sich die Teams mit je einem Mann weniger auf dem Eis und der zusätzliche Platz schien den Akademikern entgegenzukommen. Zunächst erzielte Kapitän Lucien Aicher den Ausgleichstreffer (38.), 82 Sekunden später brachte der an diesem Abend überragende Hecker sein Team erst mal in Front (40.).

 

Das Schlussdrittel gestaltete sich dann wieder ausgeglichener, das Spiel war noch lange offen. Doch die Tornados konnten den Kampf- und Siegesaufforderungen ihrer zahlreich mitgereisten Fans nicht entsprechen und mit dem 4:2 knapp 4 Minuten vor der Schlusssirene fiel auch die Vorentscheidung: Jörn Kugler fälschte einen Schuss von Nicolai Tittus unhaltbar ab (37.). Einige Male tauchten die Tornados zwar noch vor dem Berliner Gehäuse auf, als sie zwei Minuten vor Ende dann allerdings noch eine Strafe kassierten, war die Partie gelaufen. FASS ging nach einem schwachen Anfang im ersten Punktspiel vor 323 Zuschauern als Sieger vom Eis, und ist nun zumindest bis zum nächsten (für sie spielfreien) Wochenende Tabellenerster. (...)

 

 Kerstin Moritz für Kufennews