

Sonnabend, 20.10.2007, 20.00 Uhr, Jonsdorf
2 : 3 (0:1 2:2 0:0)
Jonsdorf: 25 + MS (Reichardt) - 8/8/29
FASS: 22 - 6/8/8
"Ein erkämpfter Sieg. (...) Junte (Jörn Kugler, d. Red.) wurde an der Lippe genäht, es sieht nicht so schlimm aus."
(Heiko Awizus nach dem Spiel)
Bis zur letzten Sekunde hofften ca. 800 begeisterte Zuschauer auf den Ausgleich, der hätte das Spiel der Falken gekrönt.
Vor Spielbeginn wurde Günter Goldberg (77), viele Jahre Trainer, Co-Trainer und gute Seele der Falken, durch den Präsidenten des Kreissportbundes, Karl Heinz Brunsch, mit der goldenen Nadel des Landessportbundes für sein Jahrzehnte langes Engagement im Jonsdorfer Eishockey geehrt.
Die als Favoriten angereisten Berliner waren sich ihrer Sache vielleicht zu sicher und sahen sich von der ersten Minute an, einer aufopferungsvollen Falkenmannschaft gegenüber, die dem Gegner am heutigen Abend Paroli bieten wollte. Neu im Aufgebot war als Förderlizenzspieler der "Fuchs" Johann Geddert. Der schnelle Führungstreffer der Gäste erschien den Falkenfans zu unrecht gegeben worden zu sein, da Sie den Pfiff des Schiris bereits zu hören glaubten, bevor Niko Thielsch die Scheibe ins Falkentor drückte. Was war geschehen? Bei einem Gedränge vorm Tor kam Ivonne Schröder ob mit oder ohne gegnerische Einwirkung zu Fall. Auf dem Eis liegend, konnte Sie den Tumult sekundenlang nur verfolgen, ohne die Chance zu haben, sich wieder aufzurichten, da sie behindert wurde. Nachdem die Scheibe endlich ins Netz gestochert war, gaben die Schiris den Treffer. Am Ende spielentscheidend? Im weiteren Verlauf des ersten Drittels gab es Chancen auf beiden Seiten, die die Goalies jedoch zunichte machten. Pausengespräch Nummer eins war das aus Sicht der Falken unglückliche Tor zum 0:1.
Der zweite Abschnitt sah selbstbewusste Falken aus der Kabine kommen. Besonders Rene Landgraf mühte sich zu Beginn dieses Abschnittes und konnte in der 25. Minute nur auf Kosten eines Penaltys gebremst werden. Diesen vergab er dann zwar unter dem Getöse der Fans, nutzte aber in der 27. Minute seine Chance zum Ausgleich, als er einen Breakpass von Markus Adamsky an der Mittellinie aufnahm und eiskalt einnetzte. Fast im Gegenzug konnten die Gäste zum 1:2 vollenden (27.’). Die Jonsdorfer blieben offensiv und so konnte Thomas Ganer in der 32. Minute seinen Treffer zum 2:2, nach Zuspiel von David Wolters, erzielen. Dass es wieder nur kurze Zeit brauchte, bis FASS zum Gegentreffer kam (34.’) zeigt eine der Schwächen der Falken an diesem Abend. Übermotiviert wird nach einem Torfolg auf die Sicherung des Zwischenergebnisses verzichtet. So brachten sich die Falken schlussendlich um den verdienten Lohn.
Im letzten Drittel war es fast nur noch ein Spiel auf ein Tor. Die mit Kontern gefährlich bleibenden FÄSSer konnten die sich nur mit Gymnastik warm haltende Schröder nicht bezwingen. Die Falken kämpften, drückten in das gegnerische Drittel, vermochten aber selbst im Powerplay keinen zählbaren Erfolg zu verbuchen. So blieb es beim 2:3 und dem bitteren Beigeschmack durch eine Matchstrafe, die die Schiris auf Grund eines "Checks gegen Kopf und Nacken" aussprachen, ohne dass Sie das "Foul" gesehen oder angezeigt hatten, sondern nur auf Zureden der gegnerischen Spieler und der tatsächlichen Verletzung des FASS-Spielers. Da nach dem Spiel keiner der befragten den Tathergang zu schildern vermochte, bleibt die ausgesprochene Strafe eine "Tatsachenentscheidung" mit fadem Beigeschmack.
Wenn nach dem Spiel Trainer Sekera sagt: "Wir haben heute nicht schlecht mitgespielt", kann man bei dem vom Ehrgeiz beseelten Falkentrainer ein Lob heraushören und das macht Mut für die Zukunft.
Im zweiten Saisonspiel ging es für die Akademiker zu den Falken nach Jonsdorf. Die Aufsteiger aus der Sachsenliga hatten ihr Saisonauftaktspiel eine Woche zuvor beim ECC Preussen mit 1:11 mehr als deutlich verloren. Allerdings war dort schon zu erkennen, dass es der nächste Gegner nicht so einfach mit ihnen haben würde. Nun scheint der zweimalige Sachsenpokalmeister in der Regionalliga angekommen zu sein, präsentierte sich auf heimischen Eis wesentlich besser als in der Hauptstadt und verlor am Ende vor 603 Zuschauern in der Sparkassenarena nur mit 2:3 (0:1,2:2,0:0).
Zum einen lag das daran, dass Trainer Sekera im Gegensatz zum Preussenspiel Torfrau Ivonne Schröder diesmal von Anfang an ins Tor stellte. Sie war es dann auch, die zum größten Teil für die nur so knappe Niederlage ihrer Mannschaft mitverantwortlich war, verhinderte sie doch mit ihren großartigen Paraden einen höheren Rückstand. Auch hatten sich die Sachsen in der Zwischenzeit noch in der Abwehr verstärkt, vom Bundesligisten Lausitzer Füchse holte man per Förderlizenz den 21jährigen Verteidiger Johann Geddert, kam so auf 16 Feldspieler.
Bei FASS Berlin sah die Personallage dagegen weniger gut aus, mit Rumid Masche, Susi Götz (beide verletzungsbedingt) sowie Nicolai Tittus, Thomas Leibrandt und Julian Teichert (alle berufsbedingt) fehlten Trainer Awizus gleich 5 Akteure, man trat mit nur 13 + 2 Spielern an. Nichtsdestotrotz hatten die Berliner die Partie die meiste Zeit im Griff, spielten ihrem Kader angemessen kräftesparend und taktisch. Das Ergebnis hätte von Spielanteilen und Torchancen her weitaus höher ausfallen können, doch scheiterte man oft an der überragenden Schröder.
Beim ersten Gegentreffer war sie allerdings schon vorher außer Gefecht gesetzt, musste am Boden liegend hilflos mit ansehen, wie Niko Thielsch in Überzahl zum 0:1 ins leere Tor einnetzte (4.). Diese Situation sorgte bei den Falkenfans für einige Diskussionen, zumal das Spiel letztlich mit nur einem Treffer Differenz entschieden wurde. Das Tor wurde von Hauptschiedsrichter Morlock aber zu Recht gegeben, war er doch völlig regelkonform zustande gekommen. Im Gedränge vor dem Tor wurde Schröder von einem ihrer eigenen Mitspieler, der nach einem Zweikampf mit FASS-Spieler Benjamin Hecker das Gleichgewicht verlor, zu Fall gebracht. Kein Abpfiff, FASS in Scheibenbesitz und Thielsch konnte die Scheibe eine Sekunde vor Ablauf der Strafzeit ins verwaiste Tor schieben.
Auf den nächsten Treffer mussten die Zuschauer dann lange warten, trotz zahlreicher Chancen vor allem auf Seiten der Gäste fiel das nächste Tor erst im nächsten Drittel. Nachdem René Landgraf in der 25. Minute nach einem Break nur per Notbremse von Daniel Kuch gebremst werden konnte, hatten die Hausherren mit dem resultierenden Penalty ihre erste große Chance an diesem Abend. Während Landgraf da noch an Stefan Leibrandt scheiterte, machte er knapp zweieinhalb Minuten später seine Sache besser und erzielte nach einem aufgenommenen Breakpass den Ausgleichstreffer (28.). Die Antwort der Berliner folgte aber prompt, nur 19 Sekunden später konnte Jörn Kugler wieder auf 1:2 erhöhen. Ein gleiches Bild dann bei den nächsten Treffern. Zunächst konnten die in Überzahl spielenden Jonsdorfer einen Konter erfolgreich zum erneuten Ausgleich abschließen (Ganer, 33.), die Gäste brauchten in der Folge diesmal 50 Sekunden, um den alten Abstand wiederherzustellen. Kapitän Lucien Aicher erzielte ebenfalls in Überzahl das 2:3 (34.).
Im Schlussdrittel spielten die Berliner verstärkt defensiv, viele gefährliche Angriffe gab es aber nicht abzuwehren. Erst in den letzten 5 Minuten musste Stefan Leibrandt vermehrt Einsatz zeigen, konnte alle Schüsse aber souverän parieren. Auch eine Auszeit 35 Sekunden vor Schluss brachte nicht den gewünschten Erfolg, zumal Jonsdorf die letzten 5 Minuten mit einem Mann weniger auf dem Eis stand. Grund dafür eine Matchstrafe gegen Benjamin Reichardt bei 56:51 wegen eines bösen Fouls an FASS-Verteidiger Jörn Kugler, der einen Crosscheck aus vollem Lauf frontal ins Gesicht bekam. Stark blutend lag er einige Minuten auf dem Eis und wurde erst von zwei Sanitätern vor Ort behandelt und später im Krankenhaus mit 10 Stichen genäht. Reichardt wollte sich fairerweise gleich persönlich entschuldigen, wurde aber verständlicherweise in dieser Situation vom Betreuer nicht zum Spieler vorgelassen.
Alles in allem „ein hart erarbeiteter, aber verdienter Sieg“, so Trainer Heiko Awizus im Anschluss. Damit nehmen die Akademiker bis zum kommenden Wochenende erneut die Spitzenposition der Tabelle ein. Am kommenden Samstag empfängt dann der ECC den ELV Niesky, bei FASS steht am Sonntag ein weiteres „Auswärtsspiel“ auf dem Plan. Weit muss man da allerdings nicht fahren, denn man ist um 16:15 Uhr beim Berliner Schlittschuh-Club im Paul-Heyse-Stadion zu Gast. Bis dahin wird sich die Verletztenlage hoffentlich gebessert haben, so dass sowohl Susann Götz und Rumid Masche als auch Jörn Kugler schon wieder antreten können. (...)
Nach 3:2 Auswärtssieg wieder Tabellenführer
Auch im zweiten Saisonspiel verliessen die Akademiker von FASS Berlin siegreich die Eisfläche. Im Auswärtsspiel gegen den Aufsteiger EHC Jonsdorf konnte das Team von Heiko Awizus mit einem Mini-Kader (nur 13 Feldspieler) siegen. Mit Rumid Masche, Susann Götz (beide verletzungsbedingt) sowie Nicolai Tittus, Thomas Leibrandt und Julian Teichert (alle berufsbedingt) fehlten Trainer Awizus gleich 5 Akteure.
Jonsdorf präsentierte sich mit vor heimischen Publikum selbstbewusst und agierte mit Neuzugang Geddert (Förderlizenz Füchse Lausitz) mit einer starken Defensive. Die erfahrenen Berliner konterten den Aufsteiger aus und gingen im ersten Drittel durch Niko Thielsch mit 1:0 in Führung. Im zweiten Drittel konnte der Aufsteiger zweimal FASS-Goalie Stefan Leibrandt zum jeweiligen Ausgleich überwinden, aber die Akademiker nutzten ihre Erfahrung und stellten jeweils in der gleichen Spielminute ihre Führung wieder her. Im letzten Drittel fielen dann keine Tore mehr und die Weddinger konnten siegreich die Heimreise antreten. Unschön war nur das Faul des Jonsdorfers Benjamin Reichert an Jörn Kugler. Der Berliner musste nach einem Cross-Check mit 10 Stichen genäht werden.
Damit nehmen die Akademiker bis zum kommenden Wochenende erneut die Spitzenposition der Tabelle ein. Am kommenden Sonntag ist man dann zum ersten Derby gegen den Berliner Schlittschuhclub 07 zu Gast.
EHC Jonsdorfer Falken vs. FASS Berlin 2:3 (0:1, 2:2, 0:0)
Tore: 0:1 03:47 Nico Thielsch (Gries, Hecker) 4-5 , 1:1 26:37 René Landgraf (Adamsky, Haack), 1:2 26:56 Jörn Kugler (Fiedler, Aicher) 2:2 32:13 Thomas Ganer (Wollers, Adamsky) 5-4, 2:3 33:03 Lucien Aicher (Kuch, Kugler) 4-5
Gerald Hagen
• Wir entschuldigen uns nochmal, daß es mit dem Liveticker heute nicht in gewohnter Weise lief und wünschen ein schönes Wochenende.
• Nächstes FASS-Regio-Spiel: Sonntag, 28.10.2007 um 16:15 Uhr beim Berliner Schlittschuh-Club im Paul-Heyse-Stadion.
• 22.40 Uhr: Spielende. FASS gewinnt knapp mit 3:2, obwohl man höher hätte gewinnen müssen wenn man die Spielanteile berücksichtigt. Einzige unschöne Szene des Spiels war ein Check des Jonsdorfer Verteidiger Reinhardt gegen den Kopf von Jörn Kugler, der verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
• 21:55 Uhr: Beginn 3. Drittel.
• 21:35 Uhr: Ende des 2. Drittels. FASS führt mit 3:2. Johnsdorfs Tore fielen beide durch Konter. In der 25.Minute hielt Leibrandt einen Penalty von Landgraf. FASS weiterhin spielbestimmend, aber eine glänzend haltene Yvonne Schröder verhindert einen höheren Rückstand ihres Teams.
• 20:52 Uhr: Beginn 2. Drittel. Neuere Infos gibts in der nächsten Drittelpause.
• 20:35 Uhr: Ende des 1.Drittels. Schönes Spiel mit guten Spielzügen. Es geht hin und her, FASS mit mehr Spielanteilen und verdiente Führung.
• Entschuldigt, daß es zur Zeit nichts Aktuelles zu lesen gibt, aber wir haben im Moment Probleme mit der Leitung aus Jonsdorf.
• Susann Götz fehlt heute verletzungsbedingt. Sie hat sich beim Abschlußtraining am Ellenbogen verletzt.
• Sturm: Fiedler, Kuch, Aicher, Thielsch, Gries, Hecker, Dirksen.
• Abwehr: Kugler, Paulick, Müller, Berger, Müller, Winkler.
• Tor: Leibrandt - Vegelahn
• Spielbeginn 20:00 Uhr.