Jugend
Archiv 2007/08

FASS - SG Schönheide/Chemnitz

Sonntag, 21.10.2007, 13.15 Uhr, Paul-Heyse-Stadion

 

2 : 12 (0:5 2:5 0:2)

PIM

FASS: 32 + 10 (Gast) - 6/16/20

SG Schönheide/Chemnitz: 29 + SpD (Kranz) + 10 (Dietz) - 2/45/12

 

 

 

Berichte

Eine völlig misslungene Revanche

Am Sonntagmittag trafen sich dieses Mal ganze 19 Spieler, 2 davon aus der Schülermannschaft, um sich für die Niederlage vom vergangenen Sonntag zu revanchieren. Doch schnell stellte sich leider heraus, dass die beiden Schülerspieler umsonst so früh kamen. Es wurde versäumt, die möglichen Kandidaten aus der Schülermannschaft rechtzeitig zu melden. So blieben aber immer noch 16+1 Spieler übrig. Mit etwas Verspätung ging es dann auch los.

 

Doch es ging für uns sehr schlecht los. Noch in der ersten Minute fingen wir uns das erste Tor. Und so ging das fröhliche Toreschießen für Schönheide weiter. 0:5 stand es schon nach dem 1. Drittel. Unsere Defensive existierte praktisch nicht. Wir sahen zu, wie die Schönheider sich in aller Ruhe die Scheibe hin und her spielten. Vom Körperspiel her erinnerte es ein bisschen an Fraueneishockey (nicht abwertend gemeint…). Nur nicht zu dicht an den Gegner, nur nicht dem Körperkontakt suchen.

 

Daher fand Christian in der Kabine auch die richtigen und deutliche Worte. Wir stellten die Reihen um, so wurden aus 3 kompletten Reihen 3 Sturm- und 2 Verteidigungsreihen. Mit neuer Motivation gingen wir das 2. Drittel an. Nach nur 50 Sekunden zeigten wir, wie einfach Eishockey sein kann. In Überzahl gewann Robert Klemm das Bully im gegnerischen Drittel, spielte auf Richard Gast in der Mitte, der legte an die blaue Linie zu Kevin Salewski und sein Schuss ließ der Torwart durch die Beine ins Tor rutschen. 1:5 stand es also. Aber nicht lange. 2 Minuten später klingelte es leider erneut in unserem Tor. Aber, wir schienen uns gefangen zu haben. Nach Vorlage von Jan Carollo und Michael Reinhardt traf ich mit einem flachen Schlagschuss aufs lange Eck von der blauen Linie zum 2:6 (4:01). Es schien also so, als hätten wir uns gefangen. Doch nach einem Faustschlag gegen Jerome Manteufel in der 9. Minute, für den der Schönheider 5 + 20 kassiert, hagelte es regelrecht Strafzeiten. Jerome selber bekam für sein „theatralisches Fallen“ 2 Minuten wegen unsportlichem Verhalten. Doch damit nicht genug, von der 9. Spielminute bis zum Ende des Drittels wurde praktisch jeder Zweikampf abgepfiffen. Unser aggressiveres Spiel, welches wir uns in der Pause vorgenommen hatten, wurde somit von den Schiedsrichtern völlig zu unrecht bestraft, da wir keineswegs unfair spielten. Wir bekamen in dieser Phase ganze 8 Strafzeiten, Schönheide 4. Da wir bis zum Ende des Drittels nicht mehr komplett spielen durften, fingen wir uns 4 weitere Tore, sodass wir mit einem 2:10 in die Pause gingen.

 

Im letzten Drittel passierte nicht mehr viel. Es gab auf beiden Seiten weitere 6 Strafen und Schönheide erzielte noch 2 Tore zum 2:12 Endstand. Für mein persönliches Highlight sorgte Schiedsrichter Möhring 5 Minuten vor Schluss, als er Richard Gast eine Disziplinarstrafe wegen Reklamieren gab. Auf Nachfrage von unserem Kapitän Robert Klemm sagte SR Möhring, dass Richard nach einer Strafzeit gegen ihn hinter seinem Rücken über die Entscheidung gegrinst habe. Dass der Herr Möhring etwas Besonderes ist war mir ja schon immer irgendwie klar, aber, dass er sehen kann, was hinter seinem Rücken passiert, war für mich neu und sehr überraschend. Meinen Respekt dafür….

 

Aber, man muss trotzdem sagen, dass unsere Leistung insgesamt völlig inakzeptabel war. Mit solchen Leistungen werden wir auch in den kommenden Spielen nichts reißen können. Bleibt nur zu hoffen, dass wir uns schon am kommenden Sonntag steigern können. Denn da wartet Johnsdorf um 15 Uhr in der Deutschlandhalle.

 

Jonathan Maier