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F.A.S.S. e.V. Berlin
Freier Akademischer Sportverein Siegmundshof
Junioren
Archiv 2007/08

OSC - FASS Berlin

Sonntag, 11.11.2007, 13.30 Uhr, Eisstadion Neukölln

 

0 : 5 (Wertung)

 

Zu diesem Spiel erfolgte eine Wertung gegen den OSC. Der Spieler Falco Drews (OSC) war nicht spielberechtigt (3 x 10´), deshalb die Wertung. Das ursprüngliche Ergebnis lautete 8 : 5 (4:3 0:1 4:1).

PIM

OSC: nicht wenig

FASS: genauso viel oder mehr

Berichte

Stimmen zum Spiel

"Der HSR hatte keine Kontrolle über das Spiel. Ich hatte ernsthaft Sorgen um die Gesundheit meiner Spieler. Er gab es völlig aus der Hand."

(Hamid Linke, Tr OSC)

 

"Der HSR war nicht in der Lage, dieses Spiel zu leiten. Ich teile die Meinung von meinem Kollegen. Er verlor die Kontrolle."

(Sebastian Dymke, Co-Tr FASS)

Meinung vom Rande der Bande

Ich möchte hier nicht auf das Ergebnis eingehen. Der Sieg des OSC geht völlig in Ordnung und war auch verdient.

 

Es dreht hier vielmehr um einen Protagonisten, der nicht zum ersten Mal ein völlig "harmloses" Spiel in ein Chaos verwandelte; sodass es außerhalb der Eisfläche beinahe zu handgreiflichen Auseinandersetzungen gekommen wäre. Und damit ist der Hauptschiedsrichter gemeint.

 

In der nun folgenden Darstellung gebe ich auszugsweise Situationen wieder, die sich während dieses Spiels zugetragen haben:

 

Das Spiel ging eigentlich gut los. Der HSR ahndete Fouls bis zum 4:1 des OSC auf Basis einer Null-Toleranz-Regelung. Es erfolgte aber schon im ersten Drittel eine Resultatsverbesserung bis auf 4:3 und dann im zweiten der Ausgleich. Und das bereits von mir angesprochene "Chaos" nahm seinen Lauf.

 

In der 33. Minute erhielt der Spieler Ufnowski (#18, OSC) von einem Spieler von FASS einen Check mit dem Ellenbogen in das Gesicht. Der genannte Spieler stürzte und zog sich dabei eine Verletzung (sichtbar) zu. Es rechneten alle mit einer SpD gegen FASS. Der HSR, der im Abstand von maximal drei Metern daneben stand und Blickrichtung zu der Situation hatte, entschloß sich zu einer 2'-Strafe wegen Unsportlichkeit (Schwalbe) gegen den gefoulten Spieler und gab im Anschluß noch eine Bankstrafe gegen den OSC, da sich der Trainer des OSC beschwerte.

 

38. Minute: Die Uhr steht bei 17:05, kleine Strafe FASS Berlin bei 1:53. Das Spiel wird mit einem Bully fortgesetzt. Nach ca. 15 - 20 Sekunden erfolgen von den anwesenden Zuschauern Hinweise. dass die Uhr steht. Es erfolgt ein Unterbruch und der HSR begibt sich zu den Off-Ice-Offiziellen. Dort erteilte er die Anweisung, dass die Uhr korrigiert wird und weitere zehn Sekunden stehenbleiben soll. Das Spiel wurde fortgesetzt und die Uhr lief dann auch nach zehn Sekunden weiter. Ein Mißverständnis oder Übermittlungsfehler muss hier ausgeschlossen werden, da der HSR nach Spielfortsetzung nicht eingriff. Zudem erfolgte das Bully zur Fortsetzung nicht im Mittelkreis, sondern an der Stelle des Unterbruchs. Das bescherte der Mannschaft von FASS einen weiteren Nachteil, da sich die Stelle des Unterbruchs im eigenen Drittel befand.

 

Zum letzten Drittel:

Ein Spieler (#10) von FASS Berlin erhält nach einem Foulspiel erkennbar mit den Zeichen für die Regelverstöße eine kleine Strafe und eine Disziplinarstrafe. Der Spieler begibt sich auf die Strafbank und verbleibt dort 2', nimmt dann wieder am Spiel teil. Im Spielbericht wird auch keine 10' zum Zeitpunkt dieses Verstoßes erwähnt. Ein Mißverständnis muss auch hier ausgeschlossen werden, da sich kein weiterer Spieler zum Absitzen der 2'er auf die Bank begab.

 

In zwei Situationen stand FASS Berlin erkennbar (Uhr/Strafzeiten) mit einem Spieler zuviel auf dem Eis. Trotzdem wurde das Spiel nach Unterbruch fortgesetzt und jeweils nach ca. fünf Sekunden abgepfiffen. Ein Jeder rechnete nun mit einer kleinen Strafe wegen "zu vieler Spieler" auf dem Eis. In beiden Fällen (!) wurde lediglich ein Spieler (also der, der zuviel war) von FASS durch den HSR zurück auf die Spielerbank geschickt. Anschließend wurde das Spiel fortgesetzt - ohne Konsequenzen.

 

Es gipfelte letztendlich darin, dass die Linienrichter mit ihrem Signalgerät (Pfeife) nach einem Foul eines OSC-Spielers an einem Spieler von FASS eingriffen und das laufende Spiel beendeten. Hier ist jedoch festzustellen, dass der HSR in der genannten Situation freie Sicht hatte, jedoch nicht reagierte. Es ist hier den Linienrichtern zu verdanken, dass es nicht eskalierte; zumal der FASS-Spieler schon bei dem Foul (gesehen als Stockstich, geahndet später als Haken) schon die Kelle und die Handschuhe weggeworfen hatte.

 

Nach dem Spiel waren sich alle Beteiligten einig:

Ein Zusatzbericht gegen den HSR ist zu fertigen. Als dieser fertig war, wurden die Vertreter beider Mannschaften bei der Übergabe in der SR-Kabine mit den Worten empfangen:

"Es ist 32 Minuten nach Spielende; ich muss diesen Bericht nicht mehr entgegen nehmen."

Wie wir dann kurz darauf erfuhren, nahm er ihn doch an.

 

Keiner ist fehlerfrei, das gebe ich zu. Jeder hat auch seinen schlechten Tag, das ist auch klar. Irgendwann ist aber mal Schluss. Es war ja nicht das erste Mal. Das Spiel war - bedingt durch die (in Auszügen beschriebenen) Entscheidungen des HSR - letztendlich so sehr von Fouls geprägt, dass man wirklich eine Gesundheitsgefährdung der beteiligten Spieler befürchten musste.

 

Dieser HSR war ab der 15. Minute schlichtweg überfordert.

 

Ich möchte darauf hinweisen, dass es sich hier nicht um eine Aussage des F.A.S.S. e. V. Berlin handelt, sondern lediglich die private Meinung des Verfassers wiederspiegelt.

 

Matthias "Matze" Penk


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