Kleinschüler
Archiv 2007/08

FASS - EHC Dresden

Sonntag, 16.12.2007, 13.15 Uhr, Paul-Heyse-Eishalle

 

0 : 12 (0:5 0:4 0:3)

Berichte

Schade, schnell abhaken, nach vorne schauen

Das 2. Spiel an diesem Wochenende. Nach dem gestern leider unglücklich verlorenem Spiel gegen Erfurt haben sich auch heute am 3. Advent erneut 14 Kinder der Kleinschüler-Mannschaft in der Halle an der Paul-Heyse-Straße im Prenzlauer Berg mit Ihren Familien eingefunden. Nichts mit anheimelnder Adventsromantik, die gestrige Niederlage war gut verdaut und obwohl allen durchaus bewusst war, dass heute gegen den Tabellenzweiten aus Dresden nicht allzu viel zu erwarten ist, war die Mannschaft wieder gut gelaunt zusammengekommen.

Schnell war auch wieder das Buffet routiniert von Birgit Nickel aufgebaut, die Vorbereitungen waren gut verteilt, auch sehr zu loben der aktive Einsatz diesmal nicht nur von Müttern, sondern auch von Vätern! Die Spieloffiziellen fanden sich auch schnell in der für uns als Gastgeber neuen, unbekannten Halle zurecht, während die Mannschaft aus Dresden ankam. Diese waren sichtlich erholt mit dem Bus in Dresden zu einer für Eishockey-Aktive durchaus humanen Zeit um 8:30 gestartet.

 

Die Taktik des Spiels wurde durch Mike, unseren Trainer diesmal klar auf Verteidigung festgelegt.

Pünktlich kamen die Mädchen und Jungs von Fass um 13:00 unter Anfeuerung am Buffet vorbei aufs Eis. Nach der ersten Begutachtung während des Warmlaufens konnte man feststellen, dass die Dresdener wenigstens körperlich nicht als überlegen einzustufen waren: Dann folgte, bevor die Schiedsrichter anpfeifen konnten, eine wirklich schöne Aktion: In ein zartes „Happy Birthday“, das auf der Bank von FASS gestartet wurde, stimmte ziemlich schnell fast alle Anwesenden in der Halle ein, ohne zu wissen, wer eigentlich Geburtstag hatte. Aber bald konnte man am Kopf mit der leuchtendsten Röte erkennen: Der Schiedsrichter hatte Geburtstag und war sichtlich gerührt.

 

13:15 Anpfiff für beide Mannschaften, FASS wurde heute durch einen neuen Kapitän angeführt – Julien -, der seine Rolle heute tadellos absolvierte und dessen Aufgeregtheit somit unbegründet war. Die Mannschaft hatte keinerlei Probleme sich auf ihn einzustellen.

Dass Spiel selber verlief, so wie erwartet.

In der dritten Minute fiel das erste Tor für Dresden, bei 5:40 erste Strafzeit für Dresden, in der 8. Minute hat sich Björn als erster unserer Mannschaft in Richtung gegnerisches Tor aufgemacht und der erste richtig gute Torschuss kam von Felix bei 8:48, doch obwohl der Dresdener Torwart durch die wenigen Torschüsse eigentlich festgefroren sein müsste, ließ er unseren Schützen keine Chance. Aber auch unser Torwart Björn Nickel hat heute, auch wenn das Endergebnis das nicht widerspiegelt, seinen Job wirklich gut gemacht. Einige Tore waren nach guten Paraden durch ihn, irgendwie doch noch durch Nachschüsse und Rumwuseleien vor unserem Tor in seinem Kaste gelandet. Der FASS-Fanblock war zum ersten Mal in der zwölften Minute zu hören, die rabenschwarze 13. Minute brachte leider 2 Tore gegen uns. Besser wurde es auch nicht in der 14. Minute, als unser Kapitän Julien mit lädierter Schulter vom Eis musste. Doch schon beim Schlusspfiff des ersten Spielabschnitts war der größte Schmerz überstanden. So ging unsere Mannschaft mit einem Rückstand von 0:5 in die Kabine.

 

Leider ging das zweite Drittel unverändert weiter. Vor allem Spiel auf unser Tor, durchsetzt von vereinzelten Vorstößen in Richtung Dresdener Tor, die einzelnen Torschüsse wurden weiter tadellos vom Keeper gehalten. Weitere Strafzeiten für Dresden, wonach unsere Mannschaft leider den Vorteil des Überzahlspiels nicht nutzen konnten. Das zweite Drittel endete dann 0:9, d.h. es fielen in diesem Drittel nur noch vier Tore, was weiterhin auf die gute Arbeit durch Torwart Björn zurückzuführen war.

 

Nach der fünfminütigen letzten Drittelpause ging es weiter wie gehabt, wobei die Anzahl der Angriffe durch Fass stiegen, leider auch die Spielhärte der Gegner. Etwas unverständlich bei einem so klaren und ungefährdetem Vorsprung, dass es weiterhin grobe Fouls gab. So wurde Felix zwei Minuten vor Spielschluss mit einem Crosscheck in den Rücken „niedergestreckt. Unnötig und auch nicht zu verstehen.

Anzumerken ist der weiter unermüdliche Einsatz aller Beteiligten und weitere Einzelaktionen von Tim, Max oder Björn ließen auf den Anschlusstreffer hoffen. Leider vergebens, das Spiel endete mit einem...na ja, muss wohl erwähnt werden, 0:12.

Ziemlich enttäuscht verschwand FASS schnell in der Kabine, doch schon als die Kabinentür nach ein paar Minuten wieder geöffnet wurde, weil die Sanitäter immer noch Blessuren mit Eis behandeln mussten, konnte man schon wieder die gewohnte Stimmung in der Kabine vernehmen.

 

Zusammenfassend kann gesagt werden, der Mannschaft hätten wenigstens ein, besser zwei, drei Anschlusstreffer gut getan.

Auf Nachfrage resümierte Mike über das Spiel: Es war ein hartes Spiel. Für ihn aber viel erstaunlicher und bemerkenswerter war die gute Leistung von unserem Torwart Björn, der im Laufe des Spiels nicht nachließ, sondern seine Leistung steigern konnte. Und Mike betonte besonders die heutige Leistung von Tim, der durch das Fehlen von Tarek heute richtig aufblühte und zeigen konnte, was er wirklich kann. Und auch Julien hat heute das Fehlen von Tarek als Kapitän sehr gut ausgeglichen.

Als die Stimmung in der Kabine dann sichtlich besser wurde, waren sogar die Spielerinnen und Spieler bereit zu Interviews: So hielt sich die Enttäuschung über die Niederlage in Grenzen, Julien, Björn Nickel und Tim fanden das Spiel sogar ganz gut, wobei sie wenigstens den Anschlusstreffer durchaus als verdient angesehen hätten. Nur die Härte der Gegner fanden sie nicht so toll.

Mit Blick in die Zukunft kann man sagen, da ist ein Team, das in dieser Saison zusammenwächst, um in der nächsten Saison zeigen zu können, was wirklich in ihnen steckt. So ist dieses Spiel, dass mit einer Niederlage gegen ein favorisiertes Team endete, als „Schade, schnell abhaken, nach vorne schauen“ zu sehen. Jetzt steht aber erst mal das Wichtigste vor der Tür, nämlich ...

 

W E I H N A C H T E N !

 

Allen Spielerinnen und Spielern, dem Trainer, der Mannschaftsleitung, den Betreuerinnen, den Eltern und allen weiter Beteiligten alles Liebe und Gute zu Weihnachten, viele dicke Geschenke, eine schöne, erholsame Zeit mit gutem Essen, noch besserer Laune und die besten Wünsche und Erfolge fürs neue Jahr 2008.

 

Antje Gall