Regionalliga
Archiv 2007/08

FASS Berlin - Wedemark Farmers

Sonnabend, 19.01.2008, 16.00 Uhr, Sportforum

 

3 : 2 (1:1 2:1 0:0)

PIM

FASS: 12 + 10 (Aicher) - 6/2/14

ECWF: 18 - 2/6/10

Berichte

Knappe Besetzung, knappe Ergebnisse (Teil 2)

(...) Auch beim zweiten Spiel knapp 18 Stunden später hatte man wieder mit erheblichen Ausfällen zu kämpfen. Nun fehlte auch noch der gesperrte Hecker sowie Daniel Kuch (privat verhindert) und Susan Götz, die mit den Eisladies unterwegs war. Auch Fiedler, Teichert, Thielsch fehlten weiterhin, dafür waren neben Masche, Maxi Müller auch Christopher Kasten und Jens Heyer von den Eisbären Juniors wieder mit dabei. Da die genaue Zusammensetzung bzw. Verfügbarkeit einzelner Spieler zum Teil erst relativ kurzfristig feststand, stellte sich auch Coach Awizus zur Verfügung, was sich letztlich bei einem Tor und einer Vorlage als richtige Entscheidung erwies. Auch auf Wedemarker Seite konnte man diesmal den Trainer in Aktion vor der Bande bewundern, Peter Willmann lief als Verteidiger mit der #24 auf, konnte aber keinen Punkt verbuchen.

 

Abgesehen von den zwei Trainern auf dem Eis und der veränderten Zusammensetzung, erinnerte das Spiel stark an das Hinspiel in Wedemark. FASS eigentlich die überlegenere Mannschaft mit deutlich mehr Spielanteilen und vor allem Torchancen, die aber zum überwiegenden Teil vom wieder hervorragend agierenden Stephan Miskovic im Farmers Gehäuse zunichte gemacht wurden. Stefan Leibrandt hatte dagegen auf der anderen Seite wenig zu tun, insbesondere im Schlussdrittel hatte man bei den insgesamt nur zwei Torschüssen Angst, dass er bei weiteren etwaigen Angriffen aus Bewegungsmangel zu kalt sein würde, um angemessen zu reagieren.

Zu diesem Zeitpunkt stand es 3:2, ein klares Missverhältnis von Chancen und Toren, wie leider so oft bei den Akademikern und wie auch schon im Hinspiel, wo Wedemark bei ihren gelegentlichen Kontern ebenfalls oft ein Tor gelang. Nur auf Miskovic kann die teils eklatante Abschlussschwäche der Weddinger dabei übrigens nicht zurückzuführen sein, versäumte man es am Ende doch auch, das von Wedemark zugunsten eines 6. Feldspielers verwaiste Gehäuse zu treffen - drei Mal. Selber in Unterzahl, kassierte man aber immerhin bei 4 gegen 6 nicht noch einen Ausgleichstreffer und konnte sich aber am Ende über knappe, aber verdiente 3 Punkte freuen.

 

Damit steht man nach diesem Wochenende und insgesamt drei Spielen momentan auf Platz 4, punktgleich (6) mit Schönheide (2.) und Niesky (3.) sowie dem ECC (5.), die aufgrund der besseren bzw. schlechteren Tordifferenzen den jeweiligen Platz belegen.

 

Nächste Möglichkeit, Meisterschaftspunkte zu sammeln hat FASS Berlin am kommenden Samstag, den 26. Januar. Dann geht es um 19:00 gegen die Beach Boys aus Timmendorf, diesmal wieder an gewohnter Heimspielstätte, dem Erika-Hess-Eisstadion. (...)

 

 Kerstin Moritz für Kufennews - Teil 1 beim ECC-Spiel (18.01.08)

Knappe Niederlage in Berlin

Die Farmers haben auch das dritte Spiel der Meisterrunde verloren. 3:2 hieß es am Ende für FASS Berlin in einer Partie, die über die gesamten 60 Minuten spannend blieb. Nach exakt 12 gespielten Minuten trafen die Berliner mit einem Schlagschuss von Andre Berger im Powerplay zur 1:0 Führung. Diese konnten die Farmers kurz darauf ihrerseits ebenfalls mit einem Schlagschuss ausgleichen. Reiko Berblinger gelang dieser wichtige Treffer bei 5 gegen 3 Überzahl. Mit diesem Spielstand ging es in die erste Drittelpause.

 

Das Spiel blieb weiterhin ausgeglichen, doch die Berliner waren im Powerplay einfach effektiver als die Farmers, denn auch der zweite Berliner Treffer resultierte aus einem Schlagschuss in Überzahl (31.). Das Berliner Fortune im Überzahlspiel setzte sich auch mit dem dritten Tor fort. Verteidiger Jan Kammeyer, der gerade eine 2-Minuten-Strafe abgesessen hatte, hatte die Strafbank noch nicht ganz verlassen, da klingelte es erneut hinter Farmers-Goalie Stephan Miskovic, der auch den dritten Gegentreffer des Abends in Form eines Schlagschusses hinnehmen musste (38.). Doch im direkten Gegenzug gelang den Farmers das 3:2 durch Klaas Feser (38.).

 

Die Farmers versuchten im letzten Abschnitt alles, um noch den Ausgleich zu erzielen, scheiterten jedoch am Abschlusspech und dem Schiedsrichter, der die Farmers immer wieder in Unterzahl brachte. 5 ihrer 9 Strafzeiten fingen sie sich im letzten Drittel ein, so dass sie praktisch die Hälfte des Drittels dezimiert absolvieren mussten. Doch 85 Sekunden vor Schluss stellte der Schiri einen Berliner vom Eis, so dass die Farmers die restliche Zeit in Überzahl gestalten konnten. Spielertrainer Peter „Piwi“ Willmann nahm nach einer Auszeit dann auch den Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch es brachte nichts mehr. Im Gegenteil, anstatt sich mit zwei Mann mehr im gegnerischen Drittel festzusetzen, konnten sie froh sein, nicht noch ein Empty Net Goal zu kassieren. Dieses letzte Powerplay war armselig und legte einen Schatten auf das zuvor gute Spiel der Farmers, dass sie mit etwas mehr Glück durchaus hätten gewinnen können. Einmal mehr muss man die Leistung der Indians-Junioren hervorheben, die sich von Spiel zu Spiel besser integrieren.

 

Schlimmer als die Niederlage ist jedoch ein personellen Verlust. Stürmer Johannes Theilmann wurde im ersten Drittel unglücklich vom Puck eines Mitspielers im Gesicht getroffen und sank mit einem markerschütternden Aufschrei aufs Eis. Nachdem die Sanitäter erste Hilfe leisteten und ihn vom Eis führten, wurde er mit dem Krankenwagen in die nächstgelegene Berliner Augenklinik gebracht, da das rechte Augenlid zu dreiviertel abgetrennt war, daher genäht und das Auge auf weitere Schäden untersucht werden musste, Derart zusammengeflickt kam er nach dem Spiel aber dennoch im Teambus mit nach Mellendorf, von wo aus er umgehend in eine hannoversche Klinik zur weiteren Behandlung gebracht wurde. Glücklicherweise ist „nur“ die Netzhaut am Auge angeschrammt und es liegt entgegen erster Befürchtungen auch kein Jochbeinbruch o.ä. vor, so dass eine vollständige Genesung sichergestellt ist.

 

Die Farmers wünschen Johannes alles Gute und eine rasche Genesung.

 

 hockeytreff.de

Sieg im Duell der Spielertrainer

Knapp 18 Stunden nach dem Derby beim ECC ging es für die Akademiker von FASS Berlin bereits um die nächsten Meisterschaftspunkte. Diesmal empfing man an ungewohnter Stelle, dem Wellblechpalast, und zu ungewohnter Stunde, 16:00 Uhr, die Wedemark Farmers.

 

Die Personallage bei FASS auch zu diesem Spiel angespannt, denn im Vergleich zum Vortag fielen nun auch noch Benjamin Hecker (gesperrt) und Daniel Kuch (privat verhindert) aus. Außerdem fehlten weiterhin Markus Paulick, Paul Fiedler und Susann Götz, die mit den Eisladies in Bayern um Punkte spielte. Wenigstens konnte man wieder auf Rumid Masche zurückgreifen. Auch Maximillian Müller stellte sich zur Verfügung, was in der Meisterrunde nicht oft der Fall sein wird. André Berger spielte trotz Pferdekuss. Von den Juniors waren Jens Heyer und Christopher Kasten dabei. Da es diesmal an Stürmern mangelte, schnürte Coach Heiko Awizus die Schlittschuhe und stürmte fleißig mit. So konnte man immerhin noch 19 Feldspieler und 2 Goalies aufbieten. Und noch etwas sieht man nicht alle Tage, da auch Wedemarks Trainer Peter Willmann aktiv am Spielgeschehen teilnahm, trafen beide Trainer auf dem Eis aufeinander.

 

Das erste Drittel glich dem des Hinspiels. Die Akademiker zwar optisch überlegen, man konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Chancen hatte man zwar, nur scheiterte man zunächst an Stephan Miskowic im Tor der Gäste. Die Farmers ihrerseits hatten, wie schon im Hinspiel, ebenfalls ihre Chancen. Das erste Tor sollte allerdings erst in der 13. Minute fallen. Beim ersten Überzahlspiel für die Gastgeber findet ein Hammer von André Berger den Weg an Freund und Feind vorbei zur verdienten Führung. Das man nach dem 1. Drittel nicht in Führung lag, hatte man sich wieder selbst zuzuschreiben, denn Torchancen hatte man genug. So aber kamen die Gäste bei doppelter Überzahl durch einen Schlagschuss von der blauen Linie von Reiko Berblinger zum Ausgleich (15.).

 

Im 2. Drittel verflachte die Partie zunächst. Beide Teams zerstörten den Spielaufbau des Gegners, so kam so etwas wie Spielfluss erst gar nicht auf. Erst in der 31. Minute fiel das nächste Tor. Wieder war es ein Überzahlspiel und wieder war es ein Schlagschuss, der zum Erfolg führte. Absender diesmal Jens Heyer, die Vorlage zu diesem Tor gab Heiko Awizus. Nach diesem Tor ging es wieder etwas munterer zu. Und es gab noch Tore - in der 38. Minute gab es innerhalb von 15 Sekunden gleich derer zwei zu bewundern. Zunächst erhöhte FASS-Coach Heiko Awizus mit einem platzierten Schuss auf 3:1, vom Bully weg aber gleich die Antwort der Gäste. Klaas Feser wusste nicht so recht, was er vor dem Tor mit der Scheibe anfangen sollte, also schlenzte er selbigen einfach zur Verblüffung aller ins Tor. So ging es dann auch mit einem Spielstand von 3:2 ins letzte Drittel.

 

Eigentlich erwartet man bei solch einem Spielstand und mit dem Wissen, dass die Gastgeber ein schweres Spiel in den Knochen haben, dass die Gäste das Berliner Tor bestürmen würden. Stattdessen musste man Angst haben, dass Stefan Leibrandt vor dem Tor von FASS festfrieren würde. 18 Minuten bestimmten die Akademiker den Spielabschnitt. Allerdings sah man auch hier wieder die alte Schwäche von FASS, die Chancenverwertung. Spannend wurde es dann noch einmal in den letzten 2 Minuten. Strafe gegen André Berger, Auszeit Wedemark. Diese nahmen dann auch den Goalie vom Eis. Doch statt selbst Chancen zu haben, waren es wieder die Gastgeber, die mit ihren Befreiungsschlägen nur knapp das leere Tor verpassten. So blieb es vor 130 Zuschauern beim verdienten 3:2 (1:1/2:1/0:0) Sieg für die Gastgeber, die damit nach 3 Spielen auf 6 Punkte kommen und bleiben damit im Rennen um einen Play off Platz.

 

Zuschauer: 130

 

Schiedsrichter: Gregorius - Metzkow, Posacki

 

Tore:

 

12:00 1:0 Berger (Aicher) 5-4

14:02 1:1 Berblinger (Reiffen) 3-5

30:31 2:1 Heyer (Awizus) 5-4

37:18 3:1 Awizus (Masche, Heyer)

37:33 3:2 Feser

 

 Norbert Stramm für Radio Eiskalt