

Sonntag, 17.02.2008, 09.30 Uhr, Eisstadion Neukölln
0 : 11 (0:2 0:4 0:5)
0:1 Gasde 3. Minute, 0:2 Zimmermann (Bohn) 17., 0:3 Bohn (Zimmermann) 24. (PP1), 0:4 Soyka (Esche) 27., 0:5 Esche 28., 0:6 Esche (Gasde) 34., 0:7 Germershausen (Drews) 46., 0:8 Gasde 50., 0:9 Zimmermann (Olbert) 51., 0:10 Olbert (Bohn) 52., 0:11 Gasde 56. (UZ1)
OSC: 6 - 2/4/0
FASS: 8 - 4/0/4
"Im dritten Drittel sah man teilweise richtig gutes Eishockey."
(Jörg Dymke, Tr)
"Ich fand gut, dass wir zusammen gespielt haben und die Positionen gehalten wurden."
(Korbinian Drews)
Zum mit Spannung erwarteten Derby der Knabenmannschaften der Spielgemeinschaft OSC/BSC und FASS traf man sich am Sonntagmorgen, den 17.02.2008 im Werner-Seelenbinder-Sportpark zu Neukölln. Mit Spannung erwartet, da diese Partie immer wieder ein Gradmesser für den Leistungsstand zwischen den teilweise sehr gut befreundeten Mitgliedern beider Mannschaften ist. Doch mit einem klaren 0:11 aus Sicht der jungen Hirsche ging dieser Kräftevergleich eindeutig zu Gunsten der freien Akademiker aus.
Ging das erste Drittel mit 0:2 noch relativ hoffnungsvoll für die Kinder der Spielgemeinschaft zu Ende, so mussten im zweiten Drittel innerhalb von zehn Spielminuten vier Tore verarbeitet werden. Damit nicht genug, legten die Kinder von FASS im letzten Drittel nochmals einen drauf und watschten die Spielgemeinschaft mit 0:5 ab.
Dabei drückt dieses klare Ergebnis bei weitem nicht den Spielverlauf wieder. Immer wieder konnten die Kinder der Spielgemeinschaft gefährlich vor dem Tor der Akademiker auftauchen, doch was der gute Torwart nicht sicher unter sich begrub, konnten die Verteidiger unseres Gegners durch hohen Einsatz vom Tor fern halten. Was unsere Kinder an Pech vor dem eigenen Tor hatten, fehlte ihnen am Glück vor dem gegnerischen. Doch nicht nur eine Frage des Glücks war die Überlegenheit unseres Gegners, sondern auch die läuferischen Fähigkeiten und die technische Überlegenheit am Schläger ließen unsere Kinder immer wieder alt aussehen, obwohl einige einen gewaltigen Leistungssprung zeigten. So erfüllte Janine und Tobias in der Verteidigung ihre Aufgaben mit großer Übersicht und einem hohen läuferischen
Pensum. Yoshua war heute wie verwandelt und konnte den Gegner immer wieder erfolgreich stören. Lilly, Max, Kaja, Erik und Patti waren auf ihren Positionen wie immer eine große Stütze für die Mannschaft und Norman meisterte seine Aufgaben als Mittelstürmer für den ab der zweiten Hälfte verletzt ausscheidenden Erik hervorragend. Jeremia glänzte ebenfalls als Mittelstürmer und trotz seiner eher kleinen Körpergröße hatten die Gegner es schwer, an Robert vorbeizukommen. Dennis, Philip, Jonas und Tanja beschäftigten den FASS - Torhüter immer wieder bei gefährlichen Angriffen, allerdings ohne zählbaren Erfolg.
Nun heißt es, dieses Spiel zu vergessen und sich auf die letzten großen Aufgaben in dieser nicht gerade einfachen Saison vorzubereiten, denn am kommenden Wochenende erwartet uns bereits der Tabellenführer aus Erfurt zu zwei schweren Spielen.
Voller Tatendrang und Freude sprang ich heute Morgen um 6:30 aus dem Bett, der Wecker hatte noch nicht einmal geklingelt (über die Spieltermine müssen wir uns wirklich noch mal unterhalten). Auch die –4 Grad waren ein echter Stimmungswecker.
Mit etwas Überheblichkeit ging es aufs Eis. Das sah man auch im 1. Drittel. Trotz des schlechten Zusammenspiels fiel in der 3. Minute durch Vanessa im Alleingang das 0:1. Doch dabei blieb es. Es wurde kein vernünftiges Eishockey gespielt, ich musste mehr als einmal halten. Es dauerte bis zur 17. Minute, bis Leon endlich auf Vorarbeit von Basti zum 0:2 erhöhte. Damit ging es in die Kabine.
Nach einigen eindrucksvollen Worten von Trainer Jörg ging es aufs Eis.
Der OSC begann das Drittel mit einer Strafe, die Basti auf Vorarbeit von Leon, endlich mal im schönen Zusammenspiel nutzte, um das 0:3 zu schießen. Dann wurde es besser, selbst die dritte Reihe machte Druck. Doch die Erste machte die nächsten Tore: erst Danny im Alleingang, dann Ta, wunderschön um die Torhüterin herum! Der OSC nahm eine Auszeit, um den erschöpften Spielern eine Ruhepause zu gönnen.Die Worte des Trainers erreichten die Gehirne unserer Gegner, sie machten Druck, doch mein Kasten blieb sauber. Nach einer Strafe gegen den OSC schoss Ta in der 34. Minute das 0:6. Erleichtert ging es in die Pause. Dieses mal fielen die Worte des Trainers eher lobend aus.
Das dritte Drittel begann mit einer Strafe gegen Fass, der OSC stand gut vorm Tor, dennoch stand die 0. Die mannschaftliche Geschlossenheit und die Steigerung im dritten Drittel zeigte sich vor allem in der 46. Minute, als Korbinian wunderschön ins gegnerische Drittel startete und Paul G. schön zum 0: 7 erhöhte. Die dritte Reihe hatte endlich getroffen!
Es ging gut weiter, der Puck lief, Kombinationen gelangen, die Positionen wurden gehalten, endlich sah man das Potential der Mannschaft. In nur drei Minuten gelang es Vanessa, Leon und Philipp auf 0: 10 zu erhöhen. Aber der OSC wollte noch den Ehrentreffer. Eine Strafe in der 54. Minute gegen uns machte es noch spannender. Der Gegner drückte, doch solide Abwehrarbeit von allen Mannschaftsteilen verhinderte einen Gegentreffer. Meine 2 Liter Cola aus dem letzten Spiel wurden immer realer. Als dann Vanessa in Unterzahl noch das 0: 11 gelang, war der Shut Out, und damit meine Cola sicher. Mit einem Handschuhhagel bedankten wir uns nach Spielende bei den frierenden Eltern.
Paul Schwenzer