Regionalliga
Archiv 2007/08

FASS - ECC Preussen Juniors

Sonnabend, 23.02.2008, 19.00 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion

 

4 : 6 (1:0 1:2 2:4)

Tore

1:0 13:25 Hecker (Berger) PP1, 1:1 25:32 Rentzsch (Neugebauer, Hurbanek), 2:1 32:46 Masche (Hecker), 2:2 34:12 Ciganovic (Murray, Giermann) PP1, 3:2 42:13 Aicher (Gensel), 3:3 45:49 Murray (Giermann, Hurbanek), 3:4 47:27 Krüger (Leciejewski, Fritschken) PP1, 3:5 53:59 Krüger (Leciejewski, Fritschken), 4:5 55:16 Oblinger (Aicher), 4:6 59:35 Fritschken (Leciejewski) ENG

PIM

FASS: 21 + SpD (Tittus) - 6/31/4

ECC: 16 + 10 (Werner) - 4/18/4

Berichte

Spannendes Derby vor toller Kulisse

Das eventuell letzte Derby der Saison zwischen FASS Berlin und dem ECC Preussen Juniors Berlin hielt, was man sich davon versprach. Es war ein spannendes, aber meist faires Spiel, auf den Rängen herrschte gute Stimmung und zehn Tore gab es auch zu bewundern.

 

Die Vorraussetzungen waren für beide Teams relativ gleich. Bei FASS fehlten neben Daniel Kuch und Maximillian Müller nur Spielertrainer Heiko Awizus, beim ECC musste Yann Jeschke (Leistenzerrung) nach dem Aufwärmen auf eine Teilnahme an diesem Spiel verzichten. Außerdem fehlte Bastian Geistler. Also schnürte Coach Marco Rentzsch wieder die Schlittschuhe. Nach dem 8:3 Sieg gegen Schönheide und der damit verbundenen Tabellenführung, ging der ECC als Favorit in dieses Spiel.

 

764 Besucher konnte FASS Berlin zu diesem Spiel begrüßen und die sahen ein abwechslungsreiches Spiel. FASS wie gewohnt mit Kontereishockey, der ECC mit Offensiveishockey. Dadurch hatten die Gäste aus Charlottenburg zwar mehr Spielanteile, Chancen gab es aber auf beiden Seiten. Allerdings waren Stefan Leibrandt (FASS) und Björn Leonhardt (ECC) auf den Posten. So dauerte es bis zur 14. Minute, ehe es zum ersten Mal Torjubel gab. Benjamin Hecker (FASS) war es vergönnt, das erste Tor der Partie zu erzielen. Mit dieser Führung ging es auch in die erste Pause.

 

Der ECC ließ sich von dem Rückstand nicht beeindrucken. Wie schon am Vortag gegen Schönheide spielte man geduldig weiter und wartete auf eine Torchance. In der 26. Minute war es dann soweit. Marco Rentzsch war es, der für seine Farben den Ausglich erzielte. Doch die Akademiker schlugen zurück. Rumid Masche konnte FASS in er 33. Minute erneut in Front bringen. Das wiederum gefiel natürlich dem ECC überhaupt nicht. Diesmal war es Oliver Ciganovic, der Stefan Leibrandt mit einem harten Schuss überwinden konnte (35.). Mit einem Spielstand von 2:2 ging es in die zweite Pause.

 

Den besseren Start in das Schlussdrittel hatten die Gastgeber, denn Lucien Aicher schaffte in der 43. Minute die erneute Führung für FASS. Was allerdings danach folgte, war Toreschießen mit Einladung - plötzlich führten die Charlottenburger mit 3:5. Doug Murray (46.) und Marvin Krüger (48., 54.) drehten das Spiel zu Gunsten des ECC. Und bei allen Toren halfen die Gastgeber durch Fehler kräftig mit. Zwar erzielte Alexander Oblinger noch einmal den Anschlusstreffer (56.), mehr ließ die Abwehr der Gäste allerdings nicht mehr zu. Stattdessen folgte 25 Sekunden vor dem Ende ein Empty Net Goal von Marc Fritschken zum 4:6 (1:0/1:2/2:4) Endstand, natürlich unter freundlicher Mithilfe der Gastgeber.

 

Ein verdienter Sieg der Charlottenburger, die einfach weniger Fehler machten, und die Fehler von FASS gnadenlos ausnutzten. Der ECC kann damit seine Tabellenführung ausbauen, während FASS nun wieder um einen Playoff Platz bangen muss. Die Möglichkeit wichtige Punkte zu gewinnen gibt es bereits am Sonntag, wenn das Team bei den Beach Boys aus Timmendorf antritt. Der ECC hat am Freitag Gelegenheit die Tabellenführung weiter auszubauen. Da empfängt man die Harzer Wolfe aus Braunlage.

 

 Norbert Stramm für Radio Eiskalt

Super Preussen gewinnen erneut Lokalderby

Mit einem grandiosen 6:4 gewannen die Preussen am Samstag auch das 2. Lokalderby der Meisterschaftsrunde, das erste Spiel endete 2:1.

 

Vor Spielbeginn gab es etwas Sorgen bei den Preussen. Basti Geistler, der wieder zum Einsatz kommen sollte, meldete sich mit einer Erkältung ab, Yann Jeschke brach das Warmlaufen vorzeitig wegen einer Leistenzerrung ab und es war gerade 24 Stunden her, dass man den Tabellenführer mit 8:3 geschlagen hatte. Würde da die Kraft für ein weiteres Spitzenspiel reichen?

 

Es kam aber genau, wie wir erhofft hatten. Preussen knüpften nahtlos an ihre Leistungen vom Freitag an und bestimmten das Spielgeschehen. FASS hielt natürlich dagegen und konnte ebenfalls viele gute Torchancen erzielen, die aber spätestens durch Leo jun. zunichte gemacht wurden. In der 14. Minute war es dann doch soweit, in Überzahl konnte Benjamin Hecker unbedrängt in Richtung Preussentor laufen und unhaltbar zur 1:0 Führung einschießen.

 

Im zweiten Drittel fast das gleiche Bild, FASS versuchte mit seinen vier Oberligaspielern von den Eisbären Heyer, Kasten, Oblinger und Dreischer eine vorzeitige Entscheidung herbeizuführen. Doch die Preussen behielten einen klaren Kopf und konnten in der 26. Minute zum 1:1 durch den Boss Marco Rentzsch ausgleichen, Vorlagen Patrick Neugebauer und Kay Hurbanek. In der 33. Minute die erneute Führung zum 2:1 für FASS, Rumid Masche verwandelte auf Vorlage von Benjamin Hecker. Die Freude währte allerdings nicht lange, in der 35. Minute konnte „Cigo“ Oliver Ciganovic in Überzahl den erneuten Ausgleich herstellen, Vorlagen Doug Murray und Rick Giermann. Eine unschöne Szene gab es in der 36. Spielminute, FASS Verteidiger Nicolai Tittus checkte Tobias Riemer in die Bande und dieser verließ stark blutend das Eis. Er wurde vom Fass Mannschaftsarzt am Auge genäht, konnte jedoch im letzten Drittel wieder mitspielen. Tittus erhielt folgerichtig eine Spieldauer-Disziplinarstrafe.

 

Der 2:2 Pausenstand war eigentlich ein gutes Omen. Beim Spiel am Freitag gab es die gleiche Torfolge und den gleichen Spielstand in der zweiten Pause, so musste es doch erfolgreich weitergehen.

 

Der Beginn des letzten Drittels war nicht so nach den Vorstellungen der Preussen, in der 43. Minute ging FASS durch Lucien Aicher erneut in Führung. Doch Doug Murray bewies in der 46. Minute sein ganzes Können und verwandelte zum 3:3 Ausgleich, Vorlagen Rick Giermann und Kay Hurbanek. Erstaunlich war, woher die Preussen noch die Kraft schöpften, das hohe Tempo mitzugehen. Die größten Reserven steckten wohl in der Reihe Leciejewski, Fritschken und Krüger. Marvin Krüger konnte auf Vorlagen seiner Sturmreihe Treffer 4 und 5 für die Preussen erzielen und Preussen übernahm erstmals die Führung. In der 56. Minute konnte FASS durch Alexander Oblinger noch einmal verkürzen, aber als 30 Sekunden vor Schluss FASS Torhüter Leibrandt das Tor zugunsten eines sechsten Feldspielers verließ, fing Leciejewski die Scheibe ab, passte auf Fritschken und der traf das leere Tor zum Endstand von 6:4 für die Preussen.

 

Ein großer Dank auch wieder an die Fans der Preussen! Von den 764 Zuschauern dürfte weit mehr als die Hälfte den Sieg der Preussen bejubelt haben. Nun muss sich die Mannschaft erst einmal ausruhen und am Freitag geht es dann um 19.30 Uhr in der Deutschlandhalle gegen die Harzer Wölfe aus Braunlage.

 

  k. w. riemer für den ECC Preussen

Derbyspannung bis zur letzten Minute - Tolle Kulisse im Wedding

Das letzte Regionalliga-Derby der Saison zwischen FASS Berlin und dem ECC Preussen Juniors Berlin hielt, was man sich davon versprach. Es war ein spannendes, aber zumeist faires Spiel, auf den Rängen herrschte gute Stimmung und zehn Tore gab es auch zu bewundern. 764 Besucher konnte FASS Berlin zu diesem Spiel begrüßen. Und die sahen ein abwechslungsreiches Spiel. FASS wie gewohnt mit Kontereishockey, der ECC mit Offensiveishockey. Dadurch hatten die Gäste aus Charlottenburg zwar mehr Spielanteile, hochkarätige Chancen gab es aber auf beiden Seiten.

 

Zwei Drittel lang gab es ein völlig offenes Spiel, das erst im letzten Drittel entschieden wurde. Preussens 41jähriger Kanadier Doug Murray nutzte einen Fehlpass im eigenen Drittel und sorgte mit seinen Treffer für die Wende im Spiel. Für die endgültige Entscheidung sorgte Marc Fritschken in der 60. Minute mit seinem Empty-Net-Goal zum 6:4 für den ECC.

 

Ein verdienter Sieg der Charlottenburger, die einfach weniger Fehler machten und die Fehler von FASS gnadenlos ausnutzten. Der ECC kann damit seinen Vorsprung auf die Akademiker ausbauen, während FASS nun unbedingt am Sonntag beim Auswärtsspiel gegen Timmendorf punkten muss, um den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten.

 

Gerald Hagen