Regionalliga
Archiv 2007/08

FASS Berlin - ESC Braunlage

Donnerstag, 20.03.2008, 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion

 

5 : 4 (4:0 0:3 1:1)

Tore

1:0 (03:02) Masche (Awizus), 2:0 (08:38) Tittus PP1, 3:0 (12:47) Kugler (Gensel) UZ1, 4:0 (18:18) Awizus, 4:1 (20:08) Elzner (Bippus), 4:2 (20:15) Westerkamp (Stütz), 4:3 (21:43) Schock (Westerkamp, Hiendlmeyer) PP1, 4:4 (54:22) Pedevilla UZ1, 5:4 (59:33) Hecker PP1

PIM

FASS: 14 - 6/4/4

ESCB: 14 + 10 (Westerkamp) + SpD (Macke, ML - Off.) - 4/6/34

Hinweise

Der ESC Braunlage traf verspätet (20.20 Uhr) zum Spiel ein. Spielbeginn war um 20.45 Uhr. (Zusatzmeldung)

Der Mannschaftsleiter des ESC Braunlage, Herr Macke, erhielt eine Spieldauerdisziplinarstrafe. (Zusatzmeldung)

Die Mannschaft des ESC Braunlage verließ vor Spielende (59:33) geschlossen die Eisfläche und kehrte nach kurzer Zeit zur Fortsetzung des Spiels zurück. (Zusatzmeldung)

Der ESC Braunlage legte Protest gegen die Spielwertung ein. (Zusatzmeldung)

Berichte

Ein guter Hüter seines Bruders

Eine Niederlage mit fadem Beigeschmack: Mit 4:5 (0:4, 3:0, 1:1) verloren die „Harzer Wölfe“ am Donnerstagabend bei FASS Berlin. Aus Sicht der Gäste beträchtlichen Anteil daran hatte Schiedsrichter Frank Awizus, Bruder von FASS-Spielertrainer Heiko.

Nachdem Florian Pedevilla die Aufholjagd der Gäste nach dem 0:4-Rückstand in der 55. Minute in Unterzahl zum 4:4 ausgeglichen hatte, rückte Awizus in den Mittelpunkt. Zunächst kassierten die Wölfe eine eher fragwürdige Zwei-Minuten-Strafe. Dann wurde bei Unterzahl Richard Stütz im eigenen Drittel in die Bande gecheckt und blieb regungslos liegen. „Der Schiedsrichter muss da einfach abpfeifen. Das war ein klares Foul“, ereiferte sich Trainer Bernd Wohlmann. Der Unparteiische dachte jedoch gar nicht daran, die Partie zu unterbrechen. Stattdessen nutzte FASS-Stürmer Benjamin Hecker die Verwirrung 27 Sekunden vor Abpfiff zum Siegtor.

Damit endete das Spiel genauso grausam, wie es begonnen hatte. Da die Harzer auf der Hinfahrt auf der A 2 in etliche Staus geraten waren, fing die Partie nach nur wenigen Minuten Aufwärmzeit mit reichlich Verspätung an. Ehe sie sich versahen, lagen sie auch schon in Rückstand. „Das erste Drittel war schlecht, allerdings nicht zuletzt aufgrund der Umstände. Da gehst du einfach nicht richtig drauf“, sagte Wohlmann, der dann allerdings nach zwei Treffern in den ersten 15 Sekunden des zweiten Abschnitts eine erhebliche Steigerung sah.

„Das zweite und dritte Drittel haben wir gut und diszipliniert gespielt. Es war alles sehr eng und spannend. Das hatte schon Play-off-Charakter“, sagte der Trainer, dem allerdings das Verständnis für diese Schiedsrichteransetzung fehlte. „Das ist in einem solch wichtigen Spiel schon fahrlässig und ohne Fingerspitzengefühl. Als ich vor Spielbeginn die Ligenleitung angerufen habe, hat man mir gesagt, dass man von dieser Ansetzung nichts wisse.“

Diese Niederlage führt nun möglicherweise dazu, dass die Harzer in ihren beiden ausstehenden Heimspielen gegen die Wedemark Farmers (Ostermontag, 19 Uhr) und FASS Berlin (Freitag, 20 Uhr) unter dem Druck stehen, gewinnen zu müssen. Es sei denn, ihnen gelingt am Samstagabend um 18 Uhr beim EHV Schönheide eine positive Überraschung.

 

 goslarsche.de

Knappes 5:4 gegen Nordmeister Braunlage

Nach dem 5:4 Sieg gegen den Nordmeister aus Braunlage haben die Akademiker im Kampf um die Play-Off Plätze mit den Konkurrenten aus Timmendorf und Braunlage punktemäßig gleichgezogen. Allerdings mussten die 300 Fans in der Erika-Hess-Eishalle lange auf die Partie gegen die Harzer Wölfe warten. Bedingt durch die verspätete Anreise konnte das Spiel erst mit 75 Minuten Verspätung angepfiffen werden.

 

Im ersten Drittel brachte Rumid Masche mit einer schönen Einzelaktion nach 182 Sekunden die Akademiker mit 1:0 in Führung. Torjäger Benjamin Hecker und der agile Janis Glöden hatten weitere Großchancen für das Weddinger Team. Verteidiger Nico Tittus erhöhte in der 9. Min. auf 2:0 Die Harzer standen einer Berliner Angriffswelle ausgesetzt. In Unterzahl lief Jörn Kugler aus dem eigenen Drittel allen Harzern auf und davon und netzte kurz entschlossen zur 3:0 Führung ein. Braunlages sportlicher Leiter Bernd Wohlmann nahm darauf erstmal eine Auszeit. Danach ließen es die Weddinger etwas langsamer angehen. In der 19. Min erhöhte Spielertrainer Heiko Awizus auf 4:0. Mit dieser beruhigen Führung ging es in die erste Pause.

 

Im zweiten Drittel sorgten die Akademiker mit einem kollektiven Ausfall der Konzentration für Spannung. Innerhalb von 108 Sekunden kassierten die Akademiker 3!!! Tore und sorgten so für eine unnötige Spannung in einem eigentlichen schon entschiedenen Spiel. Die Wölfe witterten wieder eine Chance und stürmten was die Beine hergaben, aber mehr Treffer fielen im 2. Drittel nicht mehr. Im Schlussabschnitt standen dann beide Goalies im Mittelpunkt. Erst ein Fehler in der Berliner Verteidigung brachte die Harzer Fans wieder zum Jubeln. Florian Pedevilla in der 55. Min. nahm die Chance zum 4:4 Ausgleich dankend an. Braunlage drückte auf eine vorzeitige Entscheidung, zumal Nico Tittus in der 57. Min sich noch eine 2 Min. Strafe wegen Behinderung holte. Aber der Berliner Abwehrriegel hielt stand und 48 Sekunden vor Spielende musste Braunlages Thomas Pape ebenfalls für 2 Min. auf der Strafbank Platz nehmen. FASS nun im Angriff und Richard Stütz blieb nach einem Check (59:27) liegen, aber Hauptschiedsrichter Frank Awizus ließ gemäß Regel 416 weiterspielen, da die Akademiker gerade in aussichtsreicher Position vor dem Tor waren und Torjäger Benjamin Hecker auch den Treffer zum entscheidenden 5:4 um 59:33 erzielen konnte.

 

Die Harzer verließen daraufhin die Eisfläche und Mannschaftsleiter Uwe Macke erhielt eine Spieldauerstrafe. Nach einigen Diskussionen kamen die Harzer wieder zurück auf die Eisfläche und beendeten das Spiel.

 

Die Akademiker empfangen nun am Ostermontag um 13.30 Uhr den Tabellenachten Adendorfer EC in der Erika-Hess-Eishalle.

 

Gerald Hagen

Tolle Aufholjagd nicht belohnt: Wölfe unterliegen bei FASS 4:5

Am Ende standen die Harzer Wölfe in Berlin trotz einer phänomenalen Aufholjagd mit leeren Händen dar. Aus einem 0:4-Rückstand hatten die Braunlager ein 4:4 gemacht, nur um kurz vor Schluss durch ein höchst umstrittenes Tor noch mit 4:5 zu verlieren.

 

Doch der Reihe nach: Zunächst gerieten die Wölfe auf der Hinfahrt auf der A2 in etliche Staus, die Partie fing mit reichlich Verspätung an. Und ehe die Harzer richtig auf dem Eis waren, lagen sie auch schon in Rückstand. „Das erste Drittel war von uns schlecht, allerdings nicht zuletzt auf Grund der langen Busfahrt und der dann entsprechend kurzen Aufwärmphase“, sagte anschließend Sportchef Bernd Wohlmann. Mit einem heftigen 0:4 ging es schließlich in die Drittelpause.

 

Was dann zu Beginn des Mittelabschnitts geschah, dürfte wieder in die Kategorie „Historisches“ fallen: Mit zwei Treffern in den ersten 15 Sekunden (!) kamen die Wölfe auf 2:4 heran. Nur eine Minute später verkürzte Christian Schock sogar auf 3:4, die Hoffnung, das Spiel noch drehen zu können, wuchs. Peter Westerkamp und Marc Garthe hatten den Ausgleich noch vor der zweiten Pause auf dem Schläger, scheiterten aber an Berlins Torwart.

 

So dauerte es letztlich bis zur 55. Minute, ehe Florian Pedevilla in Unterzahl tatsächlich das 4:4 markierte. „Das zweite und dritte Drittel haben wir gut und diszipliniert gespielt. Was dann aber in den letzten zwei Minuten passierte, geht gar nicht“, war Wohlmann auch lange nach dem Spiel noch aufgebracht. Zunächst kassierten die Wölfe eine eher fragwürdige Zwei-Minuten-Strafe. In Unterzahl wurde Richard Stütz im eigenen Drittel übel in die Bande gecheckt und blieb regungslos liegen. „Der Schiedsrichter muss da einfach abpfeifen. Ein klares Foul!“ sagte Wohlmann. Der Unparteiische Frank Awizus, Bruder von FASS-Spielertrainer Heiko Awizus, machte jedoch keine Anstalten, die Partie zu unterbrechen. Berlins Stürmer Benjamin Hecker nutzte die Chance und schoss sein Team gegen irritierte Wölfe zum Sieg.

 

Das Wort Betrug wollte Wohlmann anschließend nicht in den Mund nehmen, klare Worte fand er allerdings für den Berliner Eissportverband, verantwortlich für die Schiedsrichteransetzung: „Da fehlt mir das Verständnis. In einer solch wichtigen Partie eine solche Ansetzung ist fast schon fahrlässig und ohne Fingerspitzengefühl. So werden Spekulationen nur Tür und Tor geöffnet.“

 

 Robert Koch für den ESC Braunlage

Die Aufholjagd in Richtung Play-Off geht weiter

Mit einem 6-Punkte-Wochenende hat der FASS Berlin die Entscheidung um den Play-Off-Einzug in der Regionalliga Nord/Ost weiter offen gehalten und damit Fans und Verantwortliche in eine lange nicht dagewesene Euphorie versetzt.

 

Auch FASS-Coch Heiko Awizus war mit den Ergebnissen des Wochenendes zufrieden: "Die Jungs haben super gespielt." Die auffälligsten Spieler an diesem Wochenende waren neben Stefan Leibrandt Benjamin Hecker und Tim Harloff. Ein Extralob verteilte der Coach auch noch: "Hervorragend war die Leistung von Daniel Kuch, der nach 6-wöchiger Verletzungspause erstmals wieder dabei war und zu den Besten auf dem Eis gehörte. Wir werden unter der Woche wieder hart arbeiten und nächstes Wochenende weitere sechs Punkte holen", so der Trainer weiter.

 

Gegen den Nordmeister aus Niedersachsen rechnen sich die Akademiker gute Chancen aus. FASS-Coach Awizus konnte beim Spiel gegen den Lokalkonkurrenten ECC das von Insolvenz bedrohte Team um Trainer Bernd Wohlmann beobachten. "Die sind schlagbar, sowohl zu Hause als auch Auswärts", so Awizus. "Am Ostermontag gegen den Tabellenachten aus der Lüneburger Heide zählt nur der Sieg. Die Adendorfer sind zwar giftig, aber ebenfalls schlagbar."

 

Nun gilt es, die wichtigen Punkte auch einzufahren. Gelegenheit dazu gibt es zuerst am Donnerstag, dem 20.03.2008, wenn um 19:30 Uhr die zuletzt krisengeschüttelten Harzer Wölfe aus Braunlage zu Gast im Erika-Hess-Eisstadion Wedding sind und am Ostermontag um 13:30 Uhr. Zu Gast an gleicher Stelle ist dann der Adendorfer EC.

 

Gerald Hagen

Spannung pur: FASS Berlin empfängt Wölfe zum Duell um die Play-Offs

Spannung pur bietet derzeit die Meisterrunde der Eishockey-Regionalliga Nord-Ost. Vier Mannschaften streiten sich um nur noch zwei freie Play-Off-Plätze. Mittendrin sind auch die Harzer Wölfe. Nach den Big-Points aus dem Sieg über Tabellenführer Schönheide wollen die Wölfe nun auch am Osterwochenende kräftig zuschlagen und die Play-Off-Teilnahme festzurren.

 

Los geht das Kraft raubende Programm – drei Spiele sind in fünf Tagen zu absolvieren – am Gründonnerstag mit der Auswärtspartie bei FASS Berlin. Beginn in der Erika-Hess-Eishalle ist um 19:30 Uhr. Mit den freien Akademikern treffen die Wölfe auf einen der drei weiteren Play-Off-Aspiranten. In 14 Spielen sammelten die Berliner bisher 25 Punkte und liegen somit drei Zähler hinter den Harzern. Ein Sieg in der Bundeshauptstadt wäre daher natürlich enorm wichtig.

 

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Beim ersten Saison-Duell gegen FASS Berlin erwartet die Wölfe eine schwere Aufgabe. Schließlich konnten ebenfalls die Berliner gegen Schönheide gewinnen. Auch am vergangenen Wochenende präsentierten sich die FASS-Akteure in guter Form und fuhren nach Siegen über Niesky und Jonsdorf sechs Punkte ein. Topscorer in der von Heiko Awizus trainierten Mannschaft ist Benjamin Hecker, der nach etlichen Jahren in der DEL, zweiten Liga und Oberliga nun in seine Heimatstadt zurückkehrte. Neben Hecker ragen die Routiniers wie der ehemalige Braunlager Daniel Kuch oder der letztjährige Erfurter Rumid Masche heraus. Leistungsträger sind aber auch jüngere Spieler wie Stürmer Nico Thielsch und Torwart Stefan Leibrandt.

 

(...)

 

 Robert Koch für den ESC Braunlage, wo ihr auch den gesamten Bericht findet.