Regionalliga
Archiv 2007/08

ECC Preussen - FASS Berlin

Freitag, 04.04.2008, 19.30 Uhr, Deutschlandhalle

 

6 : 1 (2:1 1:0 3:0)

Tore

1:0 (07:53) Leciejewski (Krüger, Hermle), 2:0 (11:51) Ciganovic (Hurbanek) PP1, 2:1 (15:46) Berger (Masche, Awizus), 3:1 (35:41) Krüger (Hermle, Watzke) PP1, 4:1 (47:17) Leciejewski (Leonhardt), 5:1 (55:18) Leciejewski (Hermle, Segmüller) PP1, 6:1 (59:33) Jeschke (Ciganovic, Rentzsch) PP2

 

Besonderheit: Stefan Leibrandt hält einen Penalty von Doug Murray (44:35).

PIM

ECCP: 12 - 2/6/4

FASS: 19 + 10 (Hecker) + SpD (Gensel) - 2/8/39

Berichte

Akademiker unterliegen starken Preussen

Mit 6:1 (2:1, 1:0, 3:0) mussten sich die Weddinger Akademiker am Freitag dem ECC Preussen geschlagen geben. Damit steht der Mannschaft von Trainer Heiko Awizus am Sonntag eine sehr schwere Aufgabe bevor.

 

Im ersten Drittel legten die Charlottenburger los wie die Feuerwehr und bestürmten vehement das Tor von Stefan Leibrandt. In der 8. Minute erzielte Stefan Leciejewski die Führung für den ECC. In Überzahl war es Oliver Ciganovic, der die Charlottenburger mit 2:0 in Führung brachte. Die Freude währte jedoch nur kurz, denn André Berger verkürzte mit einem krachenden Schlagschuss für die Akademiker auf 2:1. Mit dieser Führung ging es in die erste Drittelpause.

 

Im zweiten Drittel scheiterten die Akademiker immer wieder am gut aufgelegten Björn Leonhardt im Tor der Preussen. Wie es geht, demonstrierte der ECC zum Schluss des Drittels nochmals eindrucksvoll und konnte durch Marvin Krüger auf 3:1 davonziehen.

 

Im dritten Drittel versuchten die Akademiker das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen, aber trotz guter Chancen gelang keine Ergebnisverbesserung. Stattdessen erhöhte Stefan Leciejewski auf 4:1. FASS warf nun alles nach vorn, wurde aber klassisch vom ECC ausgekontert. Stefan Leciejewski mit seinem dritten Treffer und Yann Jeschke erhöhten zum verdienten 6:1.

 

Nach der verdienten Niederlage im ersten Play-Off-Spiel sind die Akademiker nun unter Zugzwang, denn nur mit einem Heimsieg am Sonntag könnte die Mannschaft von Heiko Awizus die Serie weiter offen gestalten. "Sonntag heißt es Hopp oder Top", so der Trainer zur Ausgangssituation.

 

Wichtiger Hinweis für alle Eishockeyfans. Der Spielbeginn am Sonntag ist um 15:00 Uhr und nicht wie im Preussen-Programmheft angegeben um 18:00 Uhr.

 

Gerald Hagen

Regionalliga Play Off Derby: ECC siegt klar - Spielbeginn am Sonntag um 15:00 Uhr!!!

Mit einem klaren 6:1 (2:1/2:0/2:0) Sieg gegen FASS Berlin startete der ECC Preussen Juniors Berlin in die Play Off Halbfinalrunde der Regionalliga Nord/Ost.

 

Für den ECC war es ein rundum gelungener Abend. Denn nicht nur, dass man FASS Berlin nicht den Hauch einer Chance ließ, mit 1144 zahlenden Zuschauern stellte man auch einen neuen Zuschauerrekord auf. Der alte Rekord lag bei 1123 Besuchern, erreicht am 17.09.2005, ebenfalls gegen FASS. Die Gastgeber bis auf Jan Kamenik und Marc Fritschken, deren Verträge Ende März ausliefen und nicht verlängert wurden, in Bestbesetzung. Auch bei FASS konnte man aus dem Vollen schöpfen. Sogar Maximillian Müller konnte mit auflaufen.

 

Die Gäste hatten zwar nach 14 Sekunden die erste Chance des Spiels, danach aber spielte nur noch der ECC. Folgerichtig, wenn auch unter Mithilfe der Gäste, kam der ECC im ersten Abschnitt zu Toren durch Stefan Leciejewski (8.) und Oliver Ciganovic (12.). Hoffnung keimte beim Anhang der Gäste auf, als André Berger in der 16. Minute auf 2:1 verkürzen konnte, denn vielleicht diente der ja als Weckruf.

 

Im 2. Drittel schienen die Gäste wirklich etwas munterer zu sein als im ersten Abschnitt. Nur vor dem Tor von Björn Leonhardt passierte einfach zu wenig. Anders die Gastgeber. Immer wieder tauchten diese gefährlich vor dem Gehäuse von Stefan Leibrandt auf. Marvin Krüger (36.) schaffte es dann auch, auf 3:1 zu erhöhen.

 

Auch im letzten Abschnitt bestimmten die Gastgeber das Spielgeschehen. Erst vergab Doug Murray einen Penalty (45.), dann sorgten Stefan Leciejewski (48., 56.) und Yann Jeschke (60.) für klare Verhältnisse. Verzichten muss FASS beim 2. Spiel am Sonntag auf Hardy Gensel, der in der 59. Minute für einen Stockendenstich eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt.

 

Womit wie beim Unangenehmen wären. Leider benahmen sich einige Zuschauer völlig daneben. Während im Gästeblock einige nicht zum FASS-Anhang gehörenden Leute mit Feuer spielten und bei ihrer Entfernung aus dem Block Widerstand leisteten, meinten einige Besucher der Südtribüne, sie müssten FASS-Spieler Hardy Gensel nach dessen Spieldauerdisziplinarstrafe beim Verlassen des Eises mit Getränken überschütten und bespucken. Leider war da von einem Ordnungsdienst nichts zu sehen. Nach dem Spiel meinten dann noch einige Leute, man müsse versuchen, Streitereien anzuzetteln. Man kann nur an die Verantwortlichen beider Vereine appellieren, dafür Sorge zu tragen, dass solche Typen schnellstmöglich aus der Halle entfernt werden.

 

Hier noch ein Hinweis: Im Programmheft des ECC hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Spielbeginn ist am Sonntag nicht wie im Heft angegeben um 18:00 Uhr, sondern wie bei Sonntagsspielen gewohnt um 15:00 Uhr. Die Redaktion Kufennews bedauert diesen Fehler und wünscht, genau wie wir, allen Besuchern am Sonntag ein schönes und spannendes Eishockeyspiel.

 

 Norbert Stramm für Radio Eiskalt

Die Tür steht weit offen

Mit dem klaren 6:1 Sieg der Preussen gegen den Lokalrivalen FASS steht die Tür in Richtung Meisterschaft weit offen. Doch am Sonntag findet das Rückspiel an gleicher Stätte der Deutschlandhalle statt und auch dieses Spiel müssen die Preussen erst für sich entscheiden.

 

Zu Beginn des ersten Drittels waren die Preussen wohl von den Worten Ihres Trainers Marco Rentzsch noch etwas beeindruckt und haben die defensive Einstellung falsch verstanden. FASS brachte die Preussen und vor allem Torwart Björn Leonhardt arg in Bedrängnis. Das Läuten der Alarmglocken haben alle

 

Spieler wohl verstanden und ab der dritten Minute bestimmten die Hausherren das Geschehen auf dem Eis. Doch wie meist in den vergangenen Spielen, gab es Chancen zu Hauff, aber die zählbaren Tore fehlten. In der achten Minute brach Stefan Leciejewski den Bann und konnte auf Vorlage von Marvin Krüger und Marcel Hermle die 1:0 Führung erzielen. Nach vielen weiteren Chancen war es dann Oliver Ciganovic, der auf Vorlage von Kay Hurbanek den Vorsprung auf 2:0 erhöhen konnte.

 

Ob die Preussen wohl jetzt etwas zu überheblich wurden sollen andere entscheiden, doch in der 16. Minute fiel der Anschlusstreffer zum 2:1 gegen die Preussen, Ex Ur-Preusse Andé Berger war der Torschütze auf Vorlage von Rumid Masche und „Trainer“ Heiko Awizus.

 

Das zweite Drittel gestaltete sich insgesamt als nicht sehr positiv für die Preussen, eine 3:5 Überzahl konnte man gut überstehen, doch eine folgende 5:3 Überzahl wurde nicht genutzt. Erst in der 36 Minute war es Marvin Krüger, der auf Vorlage von Marcel Hermle und Björn Leonhardt auf 3:1 erhöhen konnte.

 

Im letzten Drittel nahmen die Preussen weitestgehend das Spielgeschehen in die Hand und konnten mit zwei Treffern von Stefan Leciejewski und einem von Yann Jeschke den Endstand von 6:1 erzielen.

 

Das Spiel bot zwar eine gute Leistung der Preussen, doch im Rückspiel gilt es aufzupassen, um nicht in einen Rückstand zu geraten. Das dritte Spiel am Dienstag sollte schon jetzt aus den Köpfen gestrichen werden.

 

Wer Torhüter Jan Kamenik und Stürmer Marc Fritschken vermisst hat, wird auf beide Akteure weiter verzichten müssen. Die Spielvereinbarungen für beide Spieler, wie auch für alle anderen, endete zum 31.03.2008. Private Verpflichtungen und Unstimmigkeiten mit dem Vorstand führten zur Absage der Spieler am weiteren Spielbetrieb der Regionalliga.

 

Packen wir es an, das nächste Spiel am 06.04.2008 Beginn 15:00 Uhr, in der Höhle des Löwen, in der Deutschlandhalle !

 

 kw. riemer für den ECC

Der verfrühte Leckerbissen

Es ist das Play-off-Duell, auf das viele Westberliner Eishockey-Fans insgeheim gehofft haben. Doch die Halbfinal-Serie in der Regionalliga Nordost zwischen dem ECC Preussen und F.A.S.S. Berlin kommt eine Runde zu früh. “Diesen Leckerbissen hätte man sich gern für das Finale aufgehoben”, so der Charlottenburger Teamchef Klaus-Werner Riemer. Doch besser vorzeitig aufeinander treffen als gar nicht, denn das Lokalderby verspricht zusätzliche Einnahmen und schlägt mit null Euro Reisekosten zu Buche. Nicht einmal in den Wedding muss der ECC, denn das Erika-Hess-Stadion der Akademiker hat schon auf Sommerbetrieb umgestellt. So finden alle Partien der Best-of-3-Serie in der Deutschlandhalle statt. Spiel 1 beginnt am Freitag um 19:30 Uhr, die zweite Begegnung steigt Sonntag ab 15 Uhr - und das vor für Amateur-Eishockeyverhältnisse vermutlich großem Publikum: “Wir hoffen, die tausender Marke bei den Zuschauerzahlen zu knacken”, äußert sich Riemer durchaus optimistisch. Dabei scheint die Rollenverteilung des Duells vorab klar: auf der einen Seite träumt der ECC mehr als nur heimlich, still und leise von der Oberliga. Demgegenüber steht der vermeintliche Underdog F.A.S.S., der “dem Top-Favoriten im Kampf um den Aufstieg Paroli bieten” möchte, wie es Pressechef Gerald Hagen ausdrückt. Das scheint zumindest nicht ganz aussichtslos, denn die vier Derbys in Vor- und Meisterrunde waren allesamt hart umkämpft. Einmal konnten die Weddinger sogar in der Deutschlandhalle gewinnen. Gegen die zuletzt gleichermaßen torhungrigen wie abwehrstarken Preussen ist allerdings eine äußerst disziplinierte Leistung in der Defensive und eine beinahe schon hundertprozentige Chancenverwertung notwendig, wenn es für F.A.S.S. mit einer Überraschung klappen soll. Die hätten aber vermutlich keine Folgen im Hinblick auf einen möglichen Aufstieg, denn der Verein hat in der Vergangenheit stets betont, sich nicht auf ein “finanzielles Abenteuer” einzulassen. Und das wäre angesichts eines für die Oberliga notwendigen Etats von etwa einer halben Million Euro wohl unvermeidlich. Auch beim ECC ist man sich der Größe der (wirtschaftlichen) Aufgabe bewusst und konzentriert sich daher erst einmal auf seine sportlichen Hausaufgaben. Und die wären im Falle eines Weiterkommens gegen den Stadtrivalen noch nicht erledigt, wartet danach doch entweder Schönheide oder Braunlage in der Endspielserie. Und nur die Meisterschaft berechtigt in der Regionalliga Nordost - zumindest auf dem Papier - tatsächlich auch für höhere Aufgaben.

 

 Jörg Leopold für den Tagesspiegel online/Weblogs

Eishockey in Charlottenburg soll mit Lokalderby aufleben

Im Play-off gelten Heimspiele als besonders wichtig. Wer aufgrund der Resultate in der Punkterunde mehr K.o.-Partien in eigener Halle austragen darf, der wähnt sich gern im Vorteil. Insofern hat Fass Berlin ohnehin keine guten Karten, als Dritter der Meisterrunde in der Eishockey-Regionalliga steht den Weddingern im Play-off-Halbfinale nur ein Heimspiel zu. Da aber im Erika-Hess-Stadion wegen einer Karate-Veranstaltung bereits das Eis abgetaut worden ist, gibt es für Fass jetzt nur noch Auswärtsspiele.

 

Die Reise dorthin ist kurz, nur etwa elf Kilometer entfernt in der Deutschlandhalle kommt es zum Duell mit dem ECC Preussen. In maximal drei Spielen ermitteln die Lokalrivalen ab morgen den Finalteilnehmer (19.30 Uhr).

 

Eigentlich wären die Charlottenburger lieber in der Endrunde auf die Weddinger Kollegen getroffen. Doch auch die Begegnung im Halbfinale kommt den Preussen entgegen. "Wir hoffen auf 1000 Zuschauer", sagt Mannschaftsleiter Klaus-Werner Riemer. Ein bisschen von der alten Eishockey-Begeisterung, die über Jahrzehnte in Charlottenburg herrschte, soll wieder aufleben.

 

Einige der alten Fans, die sich nach der Pleite der Capitals 2002 vom Eishockey abgewendet haben, kehren inzwischen nach und nach zurück. "Das sieht man an den Trikots, da kann man wieder Namen wie Tony Tanti lesen", erzählt Riemer.

 

Ansonsten will der Nachfolgeverein nichts mehr zu tun haben mit der alten Zeit. Die Nachwirkungen von Misswirtschaft und Pleiten sind noch immer zu spüren. "Das macht die Sponsorensuche nicht leicht", sagt Riemer. Man bemüht sich um Transparenz und ein solides Geschäftsgebaren.

 

Deshalb ist ein möglicher Aufstieg in die Oberliga, zu dem die Regionalligameisterschaft berechtigt, ein heikles Thema. Ein Etat von etwa 500 000 Euro wäre nötig, gut doppelt so viel, wie die Preussen jetzt aufbringen. Bei Fass gibt man sich gar keinen Illusionen hin. "Wenn jemand vorbeikommt und das Geld auf den Tisch legt, würden wir gern aufsteigen. Sonst nicht", sagt Vorstandsmitglied Gerald Hagen.

 

Ob sich Fass überhaupt mit dem Thema Aufstieg befassen muss, ist ohnehin noch zu weit gedacht. Die Weddinger betreiben "professionelles Hobby-Eishockey", wie Hagen sagt. Kein Spieler erhält Geld, der Gesamtetat des Vereins liegt etwa im Bereich des Regionalliga-Budgets der Preussen, die teilweise Profispieler beschäftigen. Nicht nur deswegen gelten die Charlottenburger als Favorit im Duell mit den Weddingern, sie haben in der bisherigen Saison auch drei der vier Duelle für sich entschieden. Und sie haben natürlich den Heimvorteil.

 

Quelle:  Marcel Stein für die Berliner Morgenpost.de und die Printausgabe vom 03.04.08

Das Play-off-Fieber bei den Akademikern steigt

Das Play-off-Fieber steigt. Am Freitag, 04. April, um 19:30 Uhr spielt der FASS Berlin in der Deutschlandhalle das erste Halbfinale der Play-Off-Runde beim ECC Preussen. Das Rückspiel, in dem die Akademiker Heimrecht haben, findet am Sonntag, 06. April, um 15.00 Uhr ebenfalls in der Deutschlandhalle statt. Eine Play-Off-Serie, die sicherlich schon im Vorfeld viel Spannung verspricht.

 

Der ECC Preussen, die Mannschaft mit der besten Abwehr der Meisterrunde, verpasste mit 42 Punkten knapp den ersten Platz und spielt somit gegen den Drittplatzierten aus dem Wedding. In den bisherigen 4 Lokalderbys musste der Favorit aus Charlottenburg nur eine einzige Niederlage gegen den Lokalkonkurrenten hinnehmen.

 

Für die geballte Offensivkraft der Preussen stehen Spieler wie der Kanadier Doug Murray, der kroatische Nationalspieler Oliver Ciganovic, Kay Hurbanek, Marcel Schwind und die beiden Ex-Akademiker Marc Fritschken und Stefan Leciejewski. Der Aktivposten in der Abwehr ist natürlich Ex-Nationalspieler Marco Rentzsch, der in der vergangenen Saison ebenso wie Nils Watzke noch das FASS-Trikot trug. Natürlich darf man aber Yann Jeschke, Bastian Geistler, Patrick Neugebauer und Lino Werner auch nicht unterschätzen.

 

Viel wird in den Partien von der Form von FASS-Goalie Stefan Leibrandt und der kompromisslosen Defensivarbeit seiner Vorderleute André Berger, Hardy Gensel, Niko Tittus, Heiko Reinert, André Winkler und Phillip Kulczynski abhängen. Im Sturm ruhen die Hoffnungen auf der Hecker-Awizus-Masche-Reihe, wobei sich in den letzten Spielen auch Lucien Aicher, Jörn Kugler, Tim Harloff und Daniel Kuch äußerst offensivstark zeigten.

 

Mit einer konzentrierten und disziplinierten Leistung sowie einer optimalen Verwertung der sicher nicht zahlreichen Torchancen wollen die Akademiker dem Top-Favoriten im Kampf um den Aufstieg Paroli bieten.

 

Gerald Hagen

Playoff – Halbfinale Preussen Berlin : FASS Berlin

Die Entscheidung ist gefallen, die Preussen beginnen die Playoffs im Halbfinale gegen den Lokalrivalen FASS.

 

Mit FASS hat es für die Preussen nicht ganz den Wunschgegner im Halbfinale gegeben, diesen Leckerbissen im Berliner Amateureishockey hätte man gerne für das Finale aufgehoben. Doch die Jungs um Trainer Heiko Awizus haben nach einem Durchrutscher auf Platz sieben wieder gut den Anschluss nach oben gefunden und mit einer Punktlandung noch Platz drei in der Meisterschaftsrunde erreicht. Sind zwei Mannschaften punktgleich, zählt der direkte Vergleich, erst

 

nach Punkten, dann nach Toren. Mit den Harzer Wölfen aus Braunlage bestand so noch immer ein ausgeglichenes Verhältnis. Als nächstes zählt die Tordifferenz aller Tore in der Meisterrunde und auch hier gab es Gleichstand. Erst die Anzahl der geschossenen Tore brachte FASS auf Platz 3 und die Harzer Wölfe auf Platz 4 und deren Gegner ist der Tabellenerste EHV Schönheide. Die Wölfe aus Schönheide haben allerdings auf der Ziellinie noch gepatzt, gegen den Tabellenletzten EHV Bremerhaven verlor man im Penaltyschießen mit 9:8 und dieser eine Punkt im Penaltyschießen sicherte den Platz eins, bei einer normalen Niederlage wäre dieser Platz an die Preussen gegangen. Zur Erinnerung, die Preussen gewannen am Vortag 16:3 gegen Bremerhaven.

 

Das Derby Preussen gegen FASS bringt noch einige Höhepunkte mit sich. Beide Trainer, Marco Rentzsch bei Preussen und Heiko Awizus bei FASS sind gute Freunde und haben bereits im Nachwuchs und den Junioren beim „BFC Preussen“ gespielt und auch bei den Capitals gemeinsam auf dem Eis gestanden. Beide sind nicht nur Trainer, sondern in Notfällen auch als Spieler auf dem Eis und dieser Fall kann durchaus im Derby auftreten und man darf gespannt sein, wie Verteidiger Rentzsch und Stürmer Awizus ihre Mannschaften unterstützen können.

 

Auf dem Papier gibt es Vorteile für die Preussen, in der Meisterschaftsrunde konnten beide Partien 2:1 und 6:4 gewonnen werden. Die Preussen haben offensichtlich um Torhüter Björn Leonhardt die stärkste Abwehr mit den wenigsten Gegentoren in der Liga und mit 114 Toren 34 Tore mehr geschossen als die Akademiker von FASS.

 

Aber alles Papier nützt nichts, wenn am Freitag um 19:30 Uhr in der Deutschlandhalle beide Mannschaften auf dem Eis stehen, dann zählen nur noch die Tore dieses Spieles.

 

Eine weitere Besonderheit dieser Playoffs, FASS muss seine Heimspiele ebenfalls in der Deutschlandhalle austragen, da die Heimspielstätte in Wedding bereits geschlossen ist. So werden die Fans beider Teams dann am Freitag, Sonntag und ggf. Dienstag nach Eichkamp pilgern, um Ihre Teams zu bejubeln. Die Organisation der Spiele liegt in der Verantwortung der jeweiligen Heimmannschaft.

 

Freuen wir uns auf spannende und faire Spiele und ein Aufruf an die Freunde und Fans beider Seiten, mindestens die tausender Marke bei den Zuschauerzahlen zu knacken.

 

 K. W. Riemer für den ECC