

Sonntag, 05.10.2008, 09.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
1 : 8 (1:2 0:3 0:3)
0:1 (01:36) Tischendorf. 1:1 (04:38) Gasde (Schulz, Kleber), 1:2 (16:36) Fischer (Tischendorf), 1:3 (28:20) Miethling (Fischer), 1:4 (29:31) Vogt (Fischer), 1:5 (35:45) Gehlert, 1:6 (45:21) Fischer (Gehlert), 1:7 (54:47) Fischer (Pietschmann, Meinicke), 1:8 (57:38) Pietschmann (Fischer, Meinicke) PP1
FASS: 10 - 4/4/2
YSBH: 8 - 4/0/4
Die FASS Knaben stehen vor intensiven Trainingswochen
Strahlende Gesichter gab es im Wedding am Sonntagmorgen. Aus Sicht der Berliner waren es aber die Falschen, die jubelten: die Gästefans aus Halle. Sie feierten einen verdienten Sieg ihres ESV gegen die Knabenmannschaft von FASS.
Trotz der offensichtlichen Vorfreude auf das Spiel schafften es die FASSler nicht, mit der notwendigen Konzentration und Entschlossenheit das Spiel zu beginnen. Während die Heimatmannschaft noch etwas ungeordnet über das Eis kurvte, hatte es schon zum ersten Mal hinter Torwart Björn Nickel eingeschlagen. Als dann Vanessa Gasde in der 5. Minute der 1:1 Ausgleich gelang (Vorlage von Dustin Schulz und Tarek Kleber), lag ein ausgeglichenes Spiel in der Luft. Aber es gelang den Berlinern im Verlauf der Partie nie, die Angriffe der Hallenser schon im Ansatz zu unterbinden. So blieb der ESV feldüberlegen und mit zunehmender Spielzeit häuften sich die Stellungsfehler bei FASS.
Während das erste Drittel noch vom Einsatz auf beiden Seiten gezeichnet war, löste sich im zweiten Drittel die Ordnung in den Reihen von FASS immer mehr auf. Der Wille zum Kampf war den Berlinern anzumerken, aber Übereifer gemischt mit Unsicherheiten führten zu unnötigen Gegentoren und zu einer letztlich klaren Niederlage. Noch die auffälligsten Spieler bei FASS waren ausgerechnet Vanessa Gasde und Dustin Schulz, die sich am Vortag schon bei den Schülern eingeschossen hatten.
„Der Gegner hat verdient gewonnen“ räumte Coach Pascal Kube nach dem Spiel ein. „Wir haben unser Können nicht abgerufen. Wir hatten Probleme mit dem Positionsspiel und den Siegeswillen habe ich bei meiner Mannschaft auch vermisst. Einstellung und Selbstvertrauen stimmen bei der Mannschaft noch nicht“. Ein zufriedener Trainer klingt anders. „Für uns kamen die ersten beiden Spiele zu früh in der Saison. Ich bin froh, dass wir jetzt vier Wochen Zeit haben, um intensiv zu trainieren.“
FASS spielte mit Björn Nickel (T; bis 55. Minute), Leif-Eric Meißner (T; ab 55. Minute); Björn Bögner, Patrick Fritz, Jessica Fischer, Aaliyah Sarauer, Heidi Bruce, Richard Grossmann (C); Max George (A), Victor Grossmann, Norman Schumann, Leon Zimmermann, Dustin Schulz, Tarek Kleber, Vanessa Gasde, Nico Hartmann, Christopher Groß (A)
EG/05. Oktober 2008
Nach dem Spiel stand uns Richard Grossmann, heute Kapitän bei FASS, noch für ein kurzes Gespräch zur Verfügung.
Richard, bist Du zufrieden mit dem Spiel Deiner Mannschaft?
Nein, gar nicht. Wir haben nach vorn zu wenig abgespielt und uns bei der Rückwärtsbewegung zu wenig am Gegner orientiert.
Und Eure Verteidigung?
Das fängt schon bei den Außenstürmern an. Die müssen nun mal die gegnerischen Verteidiger abdecken - das sollten wir eigentlich inzwischen nicht mehr vergessen.
Was hast Du Dir für die kommenden Wochen vorgenommen?
Wir müssen aggressiver auf den Puck gehen und in die Zweikämpfe.
Du hast ja heute Verteidiger gespielt. War das das erste Mal für Dich?
Ich bin früher schon ab und zu mal als Verteidiger aufs Eis gewechselt. Es war aber das erste Mal, dass ich von Anfang an in der Verteidigung war.
Und wie war es?
Na, ich spiele schon lieber Stürmer, aber Verteidiger ist auch in Ordnung. Und natürlich spiele ich das, was der Trainer sagt.
Wie geht es jetzt weiter?
Wir müssen jetzt einfach mal die vielen neuen Spieler integrieren, das Passspiel verbessern, und die nächsten vier Wochen voll Gas geben im Training. Dann werden wir uns schon verbessern. Da bin ich ganz sicher. Wir haben eine gute Stimmung im Team; jetzt müssen wir halt noch intensiver im Training arbeiten.
EG/5. Oktober 2008