Regionalliga
Archiv 2008/09

FASS Berlin - ERV Chemnitz

Sonnabend, 08.11.2008, 19.00 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion

 

5 : 6 (3:4 1:1 1:1)

Tore

1:0 (03:54) Hecker (Patrzek, Fritschken), 1:1 (04:57) Stiegler (Löffler, Hrbek). 1:2 (07:32) Hrbek (Antos, Stiegler), 2:2 (09:05) Patrzek, 2:3 (14:12) Antos (Hrbek, Stiegler), 3:3 (16:41) Hecker (Patrzek, Reinert) PP1, 3:4 (19:13) Geier (Schubert, Löffler), 4:4 (26:11) Kugler (Kuch, Schmidt), 4:5 (29:19) Hrbek (Löffler, Seidl), 4:6 (44:05) Seidl (Hrbek, Antos) PP1, 5:6 (46:36) Hecker (Tittus, Fritschken) PP1

PIM

FASS: 26 - 8/10/8

ERVC: 20 - 6/8/6

Berichte

Fast den Tabellenführer gestürzt

Auch im sechsten Spiel konnten die Akademiker nicht siegen. Zu Gast im Weddinger Erika-Hess-Eisstadion war der Tabellenführer ERV Chemnitz, dem sich die Berliner knapp mit 5:6 (3-4, 1:1, 1:1) geschlagen geben mussten.

 

Unerwartete Hilfe bekamen die Akademiker vom rumänischen Ex-Nationalspieler Valentin Toader. Nach 20 Monaten Pause holte der vierfache WM-Teilnehmer die Schlittschuhe wieder von der Wand und wie selbstverständlich lenkte der 36jährige die Verteidigung der Akademiker. Apropos Verteidigung, im ersten Drittel wurde hundertprozentiges Offensiveeishockey von beiden Mannschaften gespielt und so sahen die knapp 200 Zuschauer sieben Tore im ersten Drittel. Mit einer 4:3-Führung ging der Tabellenführer aus Chemnitz in die erste Pause. Diese Führung gaben sie auch nicht mehr her. Egal, was die Akademiker auch machten, die beiden Top-Stars der Chemnitzer, der tschechische WM- und Olympiateilnehmer Petr Hrbek sowie der aus der Extraliga stammende Milan Antos (Slavia Prag, Dugla Iglau, HC Pilsen, HC Slovan Usti nad Labem) wirbelten übers Eis und brachten FASS-Goalie Benjamin Nitschke oftmals in Verlegenheit. Erst im letzten Drittel konnten die Berliner die Wild Boys in Bedrängnis bringen, aber Chemnitz-Goalie Tim Schnelle rettete seinem Team den Sieg.

 

Das Fazit kann nur lauten: Gut gespielt und trotzdem verloren. Eine Leistungssteigerung ist bei den Akademikern zu sehen, auch die Selbstdisziplin stimmte, ob dies aber am kommenden Sonntag gegen den amtierenden Regionalliga Meister EHV Schönheide reichen wird, bleibt abzuwarten. Denn dort wirbeln die beiden Tschechen Daniel Jun und Miroslav Jenka über das Eis.

 

Gerald Hagen

FASS verliert weiter

Auch Saisonspiel Nr. 6 konnte FASS Berlin nicht gewinnen. Gegen die Wild Boys Chemnitz unterlagen die Akademiker mit 5:6 (3:4/1:1/1:1).

 

Beide Teams traten ersatzgeschwächt an. Während FASS allerdings immer noch 21 Spieler aufbieten konnte, waren es bei den Gästen nur 14. Dazu kam, dass die Wild Boys am Vortag ein schweres Spiel in Erfurt bestritten hatten.

 

FASS begann sehr druckvoll und ging verdient durch Benjamin Hecker in Führung (4.). Sicherheit gab dieses Tor allerdings nicht, denn schon in den ersten Minuten fiel auf, was am heutigen Tage die Schwachstelle sein würde: die Abwehr. Die Berliner waren wieder einmal spendabel und luden die Gäste zum Toreschießen ein. Die Chemnitzer wollten eigentlich nur auf Konter spielen, aber diese Einladungen musste man einfach annehmen. Das dachte sich auch Michael Stiegler und machte eine Minute nach der Führung der Akademiker den Ausgleich. Es ging weiter mit der Gastfreundlichkeit, denn beim Führungstor der Gäste stand Torschütze Petr Hrbek völlig allein vor Berlins Keeper Benjamin Nitschke (8.). Diesmal schlug allerdings FASS in Form von Fabio Patrzek zurück. Dieser erzielte in der 10. Minute den Ausgleich. Doch wieder hielt die Freude nur kurz, Milan Antos brachte die Gäste erneut in Front (15.). In einem abwechslungsreichen 1. Drittel sorgte Benjamin Hecker wieder für den Ausgleich (17.). Dann die letzte Minute des ersten Abschnitts: Wieder war von einer Abwehr nicht viel zu sehen und so sorgte Kevin Geier für den 3:4 Pausenstand.

 

Ab dem Mittelabschnitt passte sich FASS dann dem behäbigen Tempo der Gäste an. Spielerisch lief auch nicht mehr so viel zusammen. Konnte man im 1. Drittel noch für einige Gefahr vor dem Gehäuse von Gästekeeper Tim Schnelle sorgen, gab es nun nur noch wenige Chancen. Eine nutzte Jörn Kugler zum 4:4 (27.), doch Chemnitz hat ja Petr Hrbek - an insgesamt 5 Toren beteiligt, sorgte dieser in der 30. Minute für das 4:5. Die Gäste hingegen sorgten mit Breaks für helle Aufregung vor dem Tor der Gastgeber. Das es nach dem 2. Drittel bei diesem Spielstand blieb, verdankten die Akademiker allein ihrem Goalie, der einige gute Paraden zeigte.

 

Als der Chemnitzer Kapitän David Seidl nach 45 Minuten das 4:6 erzielte, schien die Partie gelaufen. Doch Benjamin Hecker weckte mit dem 5:6 Anschlusstreffer in der 47. Minute noch einmal die Lebensgeister der Berliner. Zumal die Gäste nun konditionell stark abbauten. Man versuchte noch einmal alles und stellte den Abwehrbetrieb nun völlig ein, doch trotz aller Bemühungen und einiger guten Chancen blieb es beim 5:6.

 

Ein Wort noch zu Schiedsrichter Dennis Krah: Dieser pfiff sehr gut. Der Schiri pfiff 60 Minuten konsequent auf einer Linie und machte nur wenig Fehler. An ihm lag es nicht, dass FASS auch das sechste Saisonspiel verlor. Diesmal war es ein extrem schwaches Abwehrverhalten. Entweder standen die Verteidiger viel zu weit weg vom Gegner oder die Gäste wurden durch katastrophales Passspiel zu Angriffen eingeladen. Im Offensivspiel zeigten die Berliner eine gute Leistung und auch kämpferisch könnte das Team wieder an gewohnte Leistungen anknüpfen.

 

Die Chemnitzer bleiben damit Tabellenführer in der Regionalliga Ost. Auf den Tabellenletzten FASS kommen nun schwere Zeiten zu. Das Saisonziel Play Off scheint in weite Ferne zu rücken.

 

 Norbert Stramm für Radio Eiskalt

Wild Boys erkämpfen vierten Saisonsieg und kehren auf die Erfolgsspur zurück

Mit einem hart erkämpften 6:5 (4:3,1.1,1:1) Sieg kehrten die Wild Boys von ihrem zweiten Spiel bei FASS Berlin zurück.

Nur ca. 20 Stunden nach der Niederlage in Erfurt standen die Chemnitzer nun also erneut auf fremden Eis. Dabei konnte Coach Jozef Kovacik auf nur 12 Feldspieler zurückgreifen. Kurzfristig fiel mit Martin Maskarinec auch noch ein Leistungsträger aus.

 

Nach dem Erfurtspiel, welches er bekanntlich schon angeschlagen absolvierte, reichte es einfach nicht mehr für ein zweites Spiel in so kurzer Zeit. Doch was die Chemnitzer aus der Situation machten war aller Ehren wert.

 

Man ging vor knapp 200 zuschauern couragiert in die Partie und hatte auch die erste Chance, doch den ersten Treffer erzielten die Berliner. Dem ehemaligen Spielertrainer Benjamin Hecker gelang in der vierten Minute die 1.0 Führung. Nur eine Minute später besorgte Jugendspieler Michael Stiegler mit seinem ersten Treffer für die Männermannschaft den schnellen Ausgleich. Nun sollte es ein offener Schlagabtausch werden. Der erstmaligen Chemnitzer Führung durch Petr Hrbek folgte durch Fabio Patrzek der Ausgleich zum 2:2. Dann war es Milan Antos der das 3:2 für die Wild Boys besorgte. Auch diesmal hielt die Führung nicht lange und die Akademiker glichen durch Benjamin Hecker erneut aus. Als alles nach einem Pausenremis aussah gelang es Kevin Geier die Blau-Gelben zum dritten Mal in Führung zu bringen.

 

Im Mitteldrittel standen beide Torhüter wieder im Brennpunkt. In der 26. Minute war dann Tim Schnelle geschlagen und die Berliner hatten wieder ausgeglichen. Die Wild Boys liessen es jedoch nicht zu das die Gastgeber die Partie drehen konnten und sorgten durch Petr Hrbek wiederum für eine Führung. Weitere Treffer sollten in diesem Drittel nicht fallen, wobei Chancen dazu vorhanden waren. Die größte hatte Petr Hrbek kurz vor der Pausensirene. In Unterzahl erwischte er einen Pass und machte dann fast alles richtig. Er spielte den Berliner Keeper in gewohnter Manier aus, setze die Scheibe dann jedoch an den Pfosten. So blieb das Spiel weiter spannend.

 

Im Schlussabschnitt dann erstmals eine Zwei-Tore-Führung für die Wild Boys. Endlich gelang es eine Überzahl zu nutzen, dabei war es David Seidl vorbehalten den Fördelizenzkeeper der Eisbären, im Kasten der Berliner, zu überwinden. Nun mussten die Gastgeber noch mehr riskieren. Schließlich wollte man nach fünf Spielen ohne Sieg endlich Punkte auf die Habenseite bringen. Dies machte natürlich den Chemnitzer Fans Hoffnung auf Kontermöglichkeiten. Eine davon hatte wiederum Petr Hrbek, der aber am großartig reagierenden Benjamin Nitschke scheiterte. So war es dann Benjamin Hecker mit seinem dritten Treffer, der Spiel wieder völlig offen gestaltete. Den Wild Boys merkte man nun an das die beiden Partien in so kurzer Zeit ihre Spuren hinterlassen hatten. Doch nun kämpfte jeder für jeden und man brachte mit viel Glück und Geschick den knappen Sieg über Zeit. Dabei nutze es den Akademiker auch nichts mehr ihren Keeper in der Schlussphase vom Eis zu nehmen.

 

Am Ende sprach der Chemnitzer Coach von einem heroischen Sieg seines Teams. Diese geschlossen kämpferische Leistung und Einstellung der Mannschaft lässt Aufsteiger Chemnitz wieder von den Play-Offs träumen. Auch wenn die Saison noch lang ist, die bisher erzielten 12 Punkte sind den Chemnitzern nicht mehr zu nehmen. (...)

 

Quelle:  ERV Chemnitz