

Sonnabend, 15.11.2008, 15.30 Uhr, Jonsdorf
10 : 1 (0:0 1:0 9:1)
1:0 (37:16) Sommer (Krall, Jäckel), 1:1 (41:18) Tüllmann, 2:1 (44:38) Kolleck (Breite), 3:1 (47:01) Krall (Bartsch) UZ1, 4:1 (47:23) Krall (Jäckel, Sommer) UZ1, 5:1 (48:10) Breite (Reinelt, Kolleck) PP1, 6:1 (50:11) Sommer, 7:1 (50:41) Reinelt (Bartsch, Krall), 8:1 (55:03) Reinelt (Breite), 9:1 (56:43) Jäckel (Krall, Sommer), 10:1 (57:10) Breite (Kolleck, Reinelt)
EHCJ: 16 + 10 (Weise) - 6/12/8
FASS: 15 + SpD (Gottwald) - 4/4/27
Ist eine Niederlage auch wirklich eine? Diese Frage muss man sich stellen, wenn man das zweite Auswärtsspiel unserer Jugendmannschaft bei den Jonsdorfer Falken sieht. Insbesondere dann, wenn man die 1:29-Bestrafung fünf Wochen zuvor noch im Hinterkopf hat. Sicherlich ist das 1:10 von diesem Wochenende auch nicht das Ergebnis, welches man sich unter dem Begriff "knappe Niederlage" vorstellt, es bestätigt aber den Aufwärtstrend des Teams.
Am Sonnabend ging das Spiel eigentlich erst in der 38. Minute so richtig los, als die Jonsdorfer durch Jakub Sommer in Führung gingen. Bis dahin hatte das Team mit hohen kämpferischen Einsatz die läuferische Überlegenheit der Gastgeber ausgeglichen und dabei sogar eigene Chancen erspielt, leider jedoch ohne das dabei erforderliche Glück zu haben.
Mit der knappen Führung für die Falken-Kids ging es dann in den letzten Spielabschnitt und der hatte es in sich. Kurz nach Drittelbeginn tankte sich Bodo Tüllmann im Überzahlspiel durch und netzte zur Überraschung aller zum Ausgleich ein. Doch die Freude währte gerade mal drei Minuten, bis die Gastgeber durch Pierre Kolleck erneut in Führung gingen. Was dann ab der 48. Minute passierte, dürfte wohl in die Kategorie "dem Kräfteverschleiß Tribut zollen" gehören. Die Jungs und das Mädel kassierten innerhalb von 220 Sekunden fünf (5) Tore, davon zwei bei eigener Überzahl und eins in Unterzahl. Das Spiel war entschieden, der Widerstand gebrochen. Kraft sowie Motivation waren weg und die Jonsdorfer schraubten das Ergebnis noch auf 10:1. Vielleicht wäre es sogar einstellig geblieben, doch Marius Treutler im Tor der Jugend war durch seinen kurz zuvor gebrochenen Schläger gehandicapt, so dass er beim letzten Treffer nicht den Hauch einer Chance hatte.
Ach ja, die Spieldauer von Dennis Gottwald in der 48. Minute trübt etwas den Eindruck einer zwar hart umkämpften, aber überaus fairen Partie. Aber bei Check gegen Kopf und Nacken ist das Mindestmaß schon 2 + 10 und gerade im Nachwuchsbereich reagieren die Schiedsrichter bei solchen Fouls noch empfindlicher. Und sie war auch mit Sicherheit nicht entscheidend für den Ausgang des Spiels, da das Team lediglich ein Tor in der fünfminütigen Unterzahl kassierte.
Letztendlich ein verdienter Sieg für die Gastgeber in einem Spiel mit einem Verlierer, der diesmal erhobenen Hauptes vom Eis gehen konnte.
Nach dieser Partie traten dann auch einige Jonsdorfer Anhänger auf die kleine Schar von FASS-Fans zu und fragten, ob das das neue Jugendteam von FASS ist, da es im Vergleich zum ersten Spiel überhaupt nicht wiederzuerkennen war.
War diese Niederlage wirklich eine?
Die Redaktion