

Sonntag, 30.11.2008, 13.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
1 : 9 (1:4 0:2 0:3)
0:1 (08:04) Hahn (Reimann, 0:2 (12:39) Heise (Rutsatz, Kratz), 1:2 (13:37) Schubert (Tüllmann), 1:3 (15:46) Weber, 1:4 (18:26) Lenk (Heise, Rutsatz)
1:5 (28:58) Ruiter (Seifert), 1:6 (34:46) Ruiter (Kneuse) PP1
1:7 (44:00) Ozom (Ruiter), 1:8 (54:22) Ozom (Spitzner, Rutsatz) PP1, 1:9 (56:20) Richter
FASS: 12 - 0/6/6
SGSC: 8 - 0/0/8
"Ich habe eine deutliche Steigerung zum ersten Spiel gesehen. Die Aggressivität meiner Mannschaft hat mir heute gut gefallen, aber das Zusammenspiel müssen wir noch verbessern."
(Jörg Dymke, Tr)
"Wir haben das ganze Spiel gut gekämpft und wären nicht so unglückliche Tore gefallen, hätten wir auch gewinnen können."
(Jeffrey Mann, #8)
"Beide Torhüter haben gut gearbeitet. (...) Die Einstellung der ganzen Mannschaft hat gestimmt. Aber das Passspiel müssen wir noch verbessern."
(Uwe Vegelahn, Torwarttrainer)
Geht das denn oder ist der Anspruch bei FASS mittlerweile so niedrig, dass man sich schon über eine nicht zweistellige Niederlage freut? Ging das erste Spiel gegen die SG doch mit 1: 17 verloren.
Nein, es war heute anders. Angetreten mit allen Spielern, die Reihen durchaus gleichwertig besetzt, war die Devise: So leicht wie beim ersten Aufeinandertreffen machen wir es den Sachsen heute nicht. Die zarte Flamme der Hoffnung wurde arg geschüttelt, als es hieß die SG war mit einigen Schüler-Bundesligaspielern angereist, aber egal raus aufs Eis und los.
So begann auch das erste Drittel. Die ersten fünf Minuten gingen komplett an die Gäste. Kaum, dass wir uns einmal aus unserem Verteidigungsdrittel befreien konnten. Aber die Abwehr stand. Ein Alleingang von Ta wurde abgefangen, im Gegenzug die SG allein vorm Tor, aber da stand ja noch Paul. Es war eine Abwehrschlacht, kein Zentimeter des Eises wurde hergeschenkt. Es dauerte bis zur neunten Minute, bis die SG einen Rebound zum ersten Tor nutzen konnte. Das Spiel beruhigte sich kurz. Zeit zum Verschnaufen. Ab der zwölften Minute ging es weiter, Schüsse und Kombinationen der Sachsen, unsere Verteidigung bestand aus fünf plus eins - in der 13. Minute schon fast folgerichtig das 0:2 . Irgendwie vermissten wir unsere Stürmer, Offensivaktionen bis hierher Mangelware. Das dachten sich auch Basti Tüllmann und Moritz, endlich mal vors gegnerische Tor und nicht gleich wieder abdrehen - und das war es 1: 2, der Puck ging unter dem Torwart der SG ins Netz! Das brachte neue Kraft, auf einmal waren die FASS-Schüler längere Zeit im Angriffsdrittel. Leider aber nur kurz und dann hinten zu offen, am Ende des ersten Drittels stand es 1 : 4.
Ich weiß nicht warum, aber Trainer Dymke erschien sehr früh wieder auf der Bank. Wollte er sich jeden einzelnen der über 40 Zuschauer genau anschauen oder hatte er der Mannschaft schon alles gesagt? Was er ihr gesagt hatte, sah man zu Beginn des Mittelabschnittes. Hellwach aus der Kabine gekommen wollten sich die Weddinger der Niederlage nicht ergeben. Erik und Moritz versuchten in der 21. Minute den Anschlusstreffer, aber das leidige Thema Chancenverwertung - die SG drückte weiter. Dann auch noch Unterzahl, aber jeder warf sich in den Puck und wenn das nicht half, kam ein anderer. Das Spiel der FASS-Schüler wurde besser. Auch das 1 : 5 in der 35. Minute brachte sie nicht aus dem Konzept. Philipp, Vanessa und Max in der 32. Minute, Kombinationen vor dem Sachsen-Tor – aber der beste FASS-Spielzug wurde leider nicht belohnt. Die sich anschließende Strafe gegen FASS nutzte die SG cool zum 1: 6. Aber weiter ging es. Neue Chancen wurden erarbeitet, die nächste Unterzahl konzentriert verteidigt, leider konnte Basti Bohn die erkämpfte Chance nicht verwerten. So ging es zum Pausentee.
Das letzte Drittel begann bitter: Nachdem Philipp im zweiten Drittel schon einen Schlagschuss vom eigenen Mann an eine ungeschützte Stelle des Arms bekam, knallte er in der 42. Minute mit einem Gegenspieler an die Bande. Die Schreie konnte man bis auf die Tribüne hören. Noch wissen wir nicht, was genau geschah, aber unsere besten Genesungsgrüße für Dich, Philipp! Danach ging es etwas zerfahren weiter. Der Schreck der Verletzung saß tief. Die Konzentration ließ nach. Gegen einen Alleingang der SG konnte Nils, der im dritten Drittel das FASS-Tor hütete, nichts ausrichten. Weitere Strafen und Verletzungen auf beiden Seiten beschleunigten den Spielfluss auch nicht sonderlich. So war es die läuferische und individuelle Überlegenheit der SG an diesem Tag die in der 55. Und 57. Minute die Gegentore acht und neun brachte. Als nach 60 Minuten Schluss war im Wedding, war allen Beteiligten klar: eine solche geschlossene kämpferische Leistung hatten wir von unseren FASS-Schülern in dieser Saison noch nicht gesehen.
Axel Schwenzer