

Sonntag, 14.12.2008, 13.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
13 : 4 (1:0 7:1 5:3)
1:0 (07:15) Schubert PP1
2:0 (21:29) Gasde (Lüttcher) UZ1, 3:0 (23:47) Schubert (Ullrich), 4:0 (23:54) Tüllmann, 5:0 (24:17) Schubert (Tüllmann), 6:0 (27:28) Srinamueang, 7:0 (28:09) Kislat (Tüllmann), 7:1 (29:23) Ehrhardt (Adam), 8:1 (39:00) Reiche (Hemprich)
9:1 (43:53) Srinamueang, 10:1 (48:08) Bohn (Lüttcher) PP1, 11:1 (48:43) Settele (J. Paulick), 12:1 (31:22) Schubert (Tüllmann), 13:1 (50:13) Tüllmann (Schubert), 13:2 (54:48) Winkler (Albrecht) PP1, 13:3 (56:19) Adam, 13:4 (57:07) Winkler (Kolberg) PP1
FASS: 16 - 2/6/8
SGHL: 17 + SpD (Kolberg) - 2/4/31
"Außer dem ersten Drittel und den 4 Gegentoren bin ich sehr zufrieden. Die neuen Spieler haben sich gut in die Mannschaft integriert, die Reihen gut zusammengespielt."
(Jörg Dymke, Tr)
"Das Spiel war ganz o. k. Nur die Chancenverwertung im ersten Drittel war schlecht, da waren wir zu nervös wegen des knappen Ergebnisses des zweiten Spieles und der zwei neuen Spieler (Carl Hemprich und Paul Lüttcher). Ich fand die Leipziger im zweiten Drittel schwach. Unser Zusammenspiel war dann auch besser. Nach der Auszeit waren wir kurz unkonzentriert. Aber dann hat es Spaß gemacht."
(Bastian Tüllmann, #5)
Wollte uns der Stadionsprecher auf das kommende Fest einstimmen? Ein klein wenig nervten die Weihnachtsschlager vor Beginn des Warm up. Das Erika-Hess-Eisstadion ist doch nun mal kein Weihnachtsmarkt und schon gar nicht, wenn FASS Berlin hier Eishockey spielt! Den Fehler schnell eingesehen ging es dann musikalisch deutlich sportlicher weiter.
Das Eis war gut gefüllt, 38 Spieler schickten die Trainer von FASS und den Young Lions aus Leipzig/Halle zum Erwärmen auf die Eisfläche. Beide Mannschaften gingen mit große Erwartungen in das Spiel, hatte doch FASS die beiden ersten Aufeinandertreffen gewonnen, doch die jungen Löwen aus dem Süden gestalteten das Letzte sehr spannend.
Nach der Eisbereitung füllte sich die Halle, ca. 50 Zuschauer wollten an diesem Sonntag Schüler-Eishockey im Wedding sehen. Zur Freude der Berliner kamen einige Knaben, die am Vortag mit der Unterstützung von Vanessa und Jessica das Derby gewonnen hatten, und auch ein Verletzter fand den Weg zu seiner Mannschaft.
Das Spiel begann wie das letzte endete. Nach nur zwei Minuten Chancen für beide Teams. Die Nervosität war zu spüren. Es sah so aus als sollte es noch einige Minuten dauern, bis es zu einem Spiel werden würde. FASS kam ins Drittel der Young Lions, aber weder Basti Bohn noch Jeremy konnten den Puck einnetzen. Dann die sechste Minute, FASS in Unterzahl, die Leipziger drückten ins FASS Drittel, aber ein schöner Check unserer 17 (Max) gegen die der Lions ging eindeutig an die Heimmannschaft. Dies war wie ein Weckruf, dachte wir an der Bande, denn keine zwei Minuten später konnte Moritz einen verunglückten Abwehrversuch der Löwen nutzen und schoss endlich das erste TOR! Aber nichts mit Weckruf: Fast im Gegenzug musste Paul im Tor zeigen warum er da stand. Die Weddinger kombinierten weiter ganz gut – aber die Chancenverwertung ... Ehrlicherweise muss man dem Torwart von Halle/Leipzig für seine Leistung aber Respekt zollen, vereitelte er doch die eine oder andere FASS Chance. Auch deshalb ging es mit dem 1:0 in die Drittelpause.
Skeptische Blicke der FASS Eltern, Kopfschütteln der Trainer auf dem Weg in die Kabine. Was sollten sie den Spielern für das Mitteldrittel mitgeben? Tore können sie von der Bank nun mal nicht schießen. Die Mannschaften kamen pünktlich auf das Eis. Unser Trainer Jörg stapfte auf die Bank, die Hände vor der Brust verschränkt. Die Young Lions brüllten sich noch einmal Mut zu, die Schiedsrichter warteten noch ein wenig. Als sie dann aber kamen und anpfiffen, gab es gleich die nächste Strafe für FASS. Davon ließ sich Vanessa aber nicht beeindrucken: 22. Spielminute TOR für FASS BERLIN, und Paul Lüttcher mit dem ersten Assist im ersten Spiel für seinen neuen Verein. Nun begannen denkwürdige Minuten im Erika-Hess-Eisstadion zu Berlin. Nur zwei Minuten später passte Jan zu Moritz 3:0, in der gleichen Minute Bastian Tüllmann auf dem Weg zum gegnerischen Tor 4:0. Bei dieser Aktion verletzte sich der gute Gästetorwart, nach kurzer Unterbrechung machte er aber tapfer weiter. Nur eine Minute danach eine schöne Kombination: hinterm Tor den Kopf hochgenommen, geschaut, der freie Spieler vorm Tor 5:0 - Moritz und Bastian Tüllmann.
Die Hände des Trainers wanderten in die Taschen; immer ein gutes Zeichen ... Als die Young Lions in der 27. Minute eine Strafe kassierten, wollte Ta auch mal. Von rechts mit Zug zum Tor, Schuss, abgefälscht über den Torhüter ins Tor. Dann aber die 29. Minute, der schönste Spielzug des Spieles: Bastian Tüllmann und Moritz ließen den Puck laufen, Pass hinters Tor, dann wieder nach links, niemand beachtete Erik und der hatte wenig Mühe zum 7:0 zu verwandeln. Der Leipziger Trainer hatte genug und nahm völlig verständlich eine Auszeit. Noch im Torrausch fehlte nach Wiederanpfiff die Konzentration, 7:1. Aber die FASS Schüler ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Diesmal war es die Reihe mit Vanessa, Paul und Basti Bohn, die die Löwen im eigenen Drittel einschnürten. Auch die Strafe gegen FASS brachte keinen zählbaren Erfolg für die Hallenser/Leipziger, die Verteidigung stand sehr solide. Kurz vor Ende des Mittelabschnittes passte Carl wunderschön zu Dennis, der sich zielstrebig durchsetzte und zum 8:1 in der 39. Minute traf.
Nun weiß ich was der Trainer in der ersten Drittelpause in der Kabine gemacht hat: Jedem Einzelnen wurde noch einmal ganz genau erklärt, wo das gegnerische Tor stand und wie man es trifft. Auf dem Weg zum Pausen-Kaffee sah ich den Trainer in den Gängen des Stadions mit einem Lächeln stehen – ein schönes Bild.
Das letzte Drittel begann wie das zweite aufgehört hatte: FASS machte Druck, erst Max von der blauen Linie, dann Paul aus allen Positionen. Die Löwen konnten sich kaum befreien. Folgerichtig Bully im Angriffsdrittel. Ta am Punkt und BULLY – TOR! 9:1 in der 44. Minute. So richtig wollten die Young Lions das Spiel aber noch nicht herschenken. Als Fass in Unterzahl war, kamen sie gefährlich ins FASS Drittel, machten Druck, erarbeiteten sich Chancen aber die Abwehr stand. Kurzes Aufatmen, danach Strafe Lions. Die Powerplay Aufstellung war schnell gefunden, der Puck lief gut, und dann stand Basti Bohn frei und konnte die Vorlage von Paul verwerten: 10:1! Kurz darauf Danjel von der blauen Linie: 11:1, dann wieder mal Moritz auf Vorarbeit von Bastian Tüllmann und kurz darauf legte Moritz für Bastian Tüllmann auf, 13:1!
51 Minuten waren gespielt, das Spiel entschieden. Die Konzentration ließ nach, die tapferen Löwen kamen noch zu drei weiteren Treffern, einige FASS Schüler versuchten sich noch auf den Spielberichtsbogen zu bringen, aber das gelang leider eine (!) Sekunde vor Schluss des Spiels nur den Lions, eine kleine Rangelei vor unserer Spielerbank mit Basti Bohn und einem Junglöwen nutzte ein anderer, um den am Boden liegenden FASS-Spieler, die Rangelei war längst vorbei, das Spiel unterbrochen, von hinten mit den Fäusten am Kopf zu attackieren. Die verdiente Spieldauerdisziplinarstrafe wurde von den Hallensern/Leipzigern nicht akzeptiert und führte nach Spielende noch zu unschönen Aktionen auf dem Eis, den Gängen und in den Gästekabinen.
Unsere Spieler ließen sich davon nicht beeindrucken. Nach der herzlichen Gratulation für Moritz, der sich mit einem guten Spiel das schönste Geschenk zum Geburtstag gemacht hatte stimmte unser Kapitän Jeffrey zum UFTA im Wedding an. Die Feierlichkeiten dauerten an ...
Axel Schwenzer