

Sonnabend, 03.01.2009, 16.00 Uhr, Sportforum
13 : 0 (5:0 3:0 5:0)
1:0 (06:19) Haase (Konopatzki, Müller), 2:0 (09:33) Wagner (Ratajczyk), 3:0 (13:57) Haase (Konopatzki), 4:0 (17:06) Haase (Konopatzki), 5:0 (19:11) Ratajczyk
6:0 (29:16) Quaas PP1, 7:0 (36:22) Ratajczyk (Olleff), 8:0 (39:37) Barth (Virch)
9:0 (42:31) Noack (Kluge) PP1, 10:0 (43:15) Matthäs, 11:0 (43:24) Ratajczyk (Olleff), 12:0 (49:39) Haase (Matthäs, Konopatzki), 13:0 (50:54) Wagner (Noack) PP1
EBJB: 4 - 0/2/2
FASS: 18 - 0/12/6
"Ich habe eine klare Steigerung zum ersten Spiel gegen die Eisbären gesehen. Wir haben gut gekämpft, aber leider zu viele Strafen kassiert."
(Jörg Dymke, Tr)
"Eigentlich hatte ich ja gar keine Lust. Nach der Faulenzerei zu Weihnachten gleich ein Spiel gegen die Eisbären. Aber wenigstens war es in der Halle wärmer als draußen. Als es dann aber los ging war es ganz o. k. Die Schiedsrichter habe ich öfter nicht verstanden. Aber die Mannschaft hat gut gekämpft."
(Paul Schwenzer, #1)
Wer hat sie nicht? Wie lange werden sie eingehalten? Lohnen sie überhaupt?
So viele Fragen am vorletzten Ferientag nach dem Jahreswechsel. Die Antwort liegt, zumindest beim Eishockey, bekanntlich auf dem Eis. Das erste Spiel der FASS-Schüler 2009 fand in Hohenschönhausen statt. Und da war sie wieder, die verschiedenen Sichtweisen der älteren Generationen auf das Berliner Eishockey; einige schauten verklärt im Welli umher, andere taten immer noch so, als sei es immer noch ein wirkliches Auswärtsspiel ...
Unseren Schülern war das egal, alle wollten das Ergebnis des ersten Aufeinandertreffens verbessern. Eine Niederlage mit einer Tordifferenz von „17“ hieß es zu verhindern.
Aber es ging wie erwartet los. Die Eisbären-Knaben schnürten unsere Schüler im eigenen Drittel ein, Befreiung gab es nur kurz. Ein Bully in der zweiten Minuten im gegnerischen Drittel und die nachfolgende Chance konnte nicht verwertet werden. Die taktische Einstellung war ganz klar: Defensive. Und das wurde anfangs ganz gut gemacht. Konzentriert warfen sich alle in die Schüsse der Hohenschönhausener. Leider hielt das Bollwerk nur bis zur 6. Minute, das erste Gegentor. Danach entwickelte sich wieder die in dieser Saison schon öfter gesehene Verteidigungsschlacht unserer Spieler, wenn gegen überlegene Teams gespielt wird. Die Einstellung war vorbildlich, diese Truppe steht zusammen, egal gegen wen gespielt wird und wie es steht. Das erste Drittel ging klar 0 : 5 an die besseren Jungbären, auch wenn es Paul L. kurz vor Ende noch einmal versuchte.
Es gab viel zu besprechen. Die Trainer versuchten alles, um die Mannschaft für den Mittelabschnitt besser einzustellen.
Und scheinbar hatten sie die richtigen Worte gefunden. Die konzentrierten und überlegenden Angriffe des Gegners wurden abgewehrt. Wenn Paul abprallen ließ, war ein Verteidiger da der abräumte, die Stürmer ackerten, und man sah heute deutlich, wie wichtig die Defensivarbeit der ganzen Mannschaft war. Erst eine doppelte Unterzahl ermöglichte den Hohenschönhausenern den sechsten Gegentreffer in der 30. Minute.
Waren bis jetzt die Schiedsrichterentscheidungen noch nachvollziehbar, ab jetzt reagierten viele an der Bande nur noch mit Kopfschütteln. Ganz zu Schweigen von unseren Schülern. Bis zur 19. Minute spielte FASS eigentlich immer mit einem Spieler weniger, manchmal in doppelter Unterzahl, aber sie kämpften. Der Mittelabschnitt ging mit 3 : 0 verloren und hatte viel Kraft gekostet.
An der Bande wurde diskutiert, einige Eltern machten den Vorschlag, dieses Spiel nur noch in Unterzahl zu spielen ...
Dieser Substanzverlust war am Beginn des Schlussabschnittes zu sehen. Nach nur vier Minuten drei weitere Gegentore. Die Weddinger standen im Verteidigungsdrittel und wehrten sich nicht. Wo war die Einstellung der ersten 40 Minuten geblieben? Sollte jetzt ein Debakel folgen? Ein schöner Save von Paul und die anschließende Klärung durch Jessi in der 47. Minute waren wie ein Weckruf. Ein kurzes Schütteln ging durch die Mannschaft, es wurde wieder konzentriert gespielt. Nach vorne ging es aber, wenn überhaupt, nur selten und wenn, dann leider ungenau. Der Kräfteverschleiß durch die vielen Strafen und der Ausfall von Moritz waren spürbar. Exemplarisch dafür der 12. Gegentreffer: durch die ganze Verteidigung gespielt und den freien Mann vor dem Tor gesehen ...
Das war in der 50. Minute. Bange Blicke zur Uhr: Noch zehn Minuten. Wie lange reichen die Kräfte? Schon öfter hatten die FASS-Schüler am Ende eines Spieles konditionelle Probleme. War es die gute Kost zum Weihnachtsfest, der Traubenzucker in den Drittelpausen oder doch eher das intensive Training der letzten Wochen – außer dem letzten Tor in der 51. Minute in Unterzahl wurde nichts mehr zugelassen.
Verhaltener Beifall am Ende des Spieles. Das Ergebnis sicher besser als im ersten Aufeinandertreffen, leider keine Tore. Der Vorsatz besser zu werden haben unsere FASS-Schüler also erfüllt – und darum geht es.
Axel Schwenzer