Regionalliga
Archiv 2008/09

EHC Jonsdorf - FASS Berlin

Sonntag, 11.01.2009, 17.00 Uhr, Jonsdorf

 

5 : 4 n. P. (2:1 1:3 1:0 - 1:0)

Tore

0:1 (06:09) Aicher (Kugler), 1:1 (12:22) Kohl (Marnota, Vait) PP2, 2:1 15:59 Havlik (Marnota, Kohl) PP1

 

2:2 (21:14) Fritschken (Aicher, Seelisch), 2:3 (29:30) Aicher, (Patrzrek, Fritschken) PP2, 2:4 (32:23) Fritschken (Seelisch, Patrzrek) PP1, 3:4 (35:40) Kohls (Klante, Kolleck) PP1

 

4:4 (46:25) Hähnel (Kohls, Rösler) PP1

 

5:4 Marnota (GWS)

PIM

EHCJ: 20 - 4/16/0

FASS: 30 - 6/14/10

Berichte

FASS wird mit Punkt belohnt

Mit einer knappen 5:4 Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Jonsdorfer Falken beendeten die Akademiker ihre 0-Punkteserie in der Regionalliga Ost. Gleich vom Beginn der Partie an zeigten die Weddinger nachhaltig ihren Aufwärtstrend.

 

Konzentriert ging das Team vom Trainer Seppo Alander ins Spiel und setzten die Falken mit gefährlichen Kontern ständig unter Druck. Der wiedergenesene Kapitän Lucien Aicher konnte in der 7. Minute zur verdienten 1:0 Führung für die Akademiker einnetzen. Dann folgte ab der 12. Minute eine Phase von diversen Strafzeiten, die das Team der Falken auch gnadenlos ausnutzte und mit einem Doppelschlag zur eigenen 2:1 Führung nutzte. Mit diesem Stand ging es dann in die erste Pause.

 

Das Mitteldrittel gehörte den Berlinern und der Ausgleich in der 22. Spielminute durch Marc Fritschken war nicht unverdient. Die Falken wurden unter Druck gesetzt und so fielen verdientermaßen auch die weiteren Berliner Tore. Nach Treffern von Lucien Aicher und Marc Fritschken gingen die Akademiker mit 4:2 in Führung. Kurz danach eine strittige Szene: Die Jonsdorfer stocherten aus dem Gewühl vor dem Gehäuse von Benjamin Nitschke den Puck an den Pfosten (36. Min.), wobei ein rot-schwarzer Spieler im Berliner Torraum stand. Nach langen Diskussionen der drei Unparteiischen und trotz Berliner Proteste wurde auf Tor entschieden – sehr zum Leidwesen der Akademiker. Die Weddinger waren bis zum Drittelende am Drücker, doch die schwarze Hartgummischeibe wollte nicht mehr ins Jonsdorfer Tor.

 

Im letzten Drittel setzten die Jonsdorfer alles auf Angriff und ihr Goalie Benjamin Dirksen musste bei den gefährlichen Kontern Kopf und Kragen riskieren, um nicht den wahrscheinlich vorentschiedenen sechsten Treffer zu kassieren. Ab der 45. Minute griff dann mal wieder der Schiedsrichter ins Spielgeschehen ein und änderte seine Linie völlig. Mit sehr kleinlichen Entscheidungen schickte er von der 45. bis zur 56. Minute reihenweise Berliner Spieler für „Kleinigkeiten“ auf die Strafbank. Die Falken konnten dann mit ihren 4. Überzahltreffer den viel umjubelten Ausgleich erzielen. Die Berliner stemmten sich gegen die nächste drohende Niederlage und wurden fast noch um den verdienten Lohn gebracht. Nach Ablauf der Spielzeit schlug ein Schlagschuss von Pavel Vait im Berliner Kasten ein aber Schiedsrichter Morlock endschied zu Recht auf „kein Tor“. So musste das Penaltyschiessen über Sieg und Niederlage entscheiden. Im ersten Durchgang konnten beide Goalies nicht überwunden werden, erst in der zweiten Runde traf Jonsdorfs Milan Marnota zum glücklichen Sieg der Jonsdorfer Falken.

 

In der umkämpften Partie bestimmten die Akademiker das Spiel und legten damit den Grundstein für den Punktgewinn. Die Akademiker beendeten damit ihre Serie von 13 Spielen ohne Punktgewinn in Folge. Zwar belegt das Studententeam den mit Abstand letzten Platz, doch das Team hat sich für den Rest der Saison die ein oder andere Siegesserie vorgenommen. Ziel ist es vom letzten Tabellenplatz wegzukommen. Rechnerisch ist sogar noch ein Play-Off-Platz drin, aber an diesen mathematischen Fall glauben in dieser ausgeglichenen Liga noch nicht mal die Studenten …

 

Gerald Hagen

Falken lassen unerwartet Federn, ein Ei rollt mit nach Berlin

Die Falken retten zwei Punkte gegen die bislang sieg- und punktlosen Fässer aus Berlin. Am heutigen Abend lief einfach nichts so, wie man es aus den letzten Spielen gewohnt war. Aber das kann man sicher auch nicht immer erwarten. Die Frage ist nur, ob man den Gegner von vorn herein unterschätzte und deshalb zu überheblich an die Partie heran ging. Aber diese Frage müssen sich die Spieler selbst stellen.

 

Nun zum Spiel. Den Falken fehlten mit D. Wolters und Th. Ganer zwei etatmäßige Verteidiger sowie die Förderlizenzspieler Lehnigk und Ortolf. Schon nach den ersten Spielminuten herrschte das erste Mal Chaos im Falkendrittel. M. Kohl versucht die Scheibe rauszuspielen, was ihm misslingt und zwei Minuten wegen Spielverzögerung einbringt. Zum Glück können die Berliner das Überzahlspiel nicht nutzen, sorgen aber für ordentliche Hektik um das Tor von B. Dirksen, der heute auch nicht seinen besten Tag hatte. So kam das 0:1 durch Aicher in der siebten Spielminute nicht ganz unerwartet. Spielerisch lief bei Jonsdorf nicht viel zusammen. Da kam die fünf gegen drei Überzahlsituation nach 12 gespielten Minuten gerade Recht, um den Anschlusstreffer zu markieren. M. Kohl kann völlig unbedrängt auf Zuspiel von M. Marnota sauber rechts oben einschießen. Danach folgen einige Chancen auf beiden Seiten. In der 16. Minute dann erneut Überzahl für die Falken und diesmal ist es Jan Havlik, der auf Vorlage von M. Marnota den 2:1 Führungstreffer erzielt. Dies war dann auch der Pausenstand nach dem ersten Drittel.

 

Kurz nach dem Wiederanpfiff können die Berliner (Fritzschken) zum 2:2 ausgleichen; sie spielen einfach konsequenter. Die Falken wirken ideenlos und versuchen sich immer wieder mit Distanzschüssen, die dem Berliner Schlussmann aber keine Probleme bereiten. Zu viele Strafen wurden im zweiten Spielabschnitt kassiert, so dass Aicher in der 30. min die Fässer erneut in Führung bringt und wenig später Fritzschken sogar auf 4:2 erhöht! Nicht viel war zu sehen von der mannschaftlichen Geschlossenheit aus den letzten Spielen. Zum Glück schwächten sich die Berliner durch etliche Strafen selbst und Jonsdorf kann ein weiteres Überzahlspiel zum 4:3 Anschlusstreffer durch P. Kohls nutzen. Mit diesem knappen Rückstand ging es dann in die Kabine.

 

Das letzte Drittel begann, die Falken zwar häufig in Scheibenbesitz aber ohne den nötigen Druck nach vorn. Das Aufbauspiel dauerte zu lange, die Berliner störten immer wieder frühzeitig. So war es erneut ein Überzahlspiel der Jonsdorfer in der 47. min, als M. Hähnel vor dem Tor stehend zum 4:4 einnetzt. Bezeichnend für das Spiel des EHC, dass heute kein Treffer im fünf gegen fünf Spiel erzielt wurde. Es lief einfach nicht viel zusammen. Dass der Schuss von P. Vait kurz vor der Schlusssirene am nicht reagierenden Berliner Goalie vorbei, die Torlinie überquerte, hat das heute gut agierende Schiedsrichtergespann übersehen. Somit musste der Sieger der Begegnung wieder einmal mit Penaltyschießen ermittelt werden.

 

Für Jonsdorf traten M. Pešek, M. Kohl und Ch. Rösler an, doch die ersten drei Schützen beider Teams können nicht verwandeln. Nun geht es eins gegen eins und für die Berliner läuft Patrzek an und zimmert die Scheibe über das Gehäuse. Jetzt hat es unsere # 15 M. Marnota in der Hand, er läuft auf links, schießt ein und wird glücklicher Matchwinner für den EHC.

 

Positives Fazit sind fünf gewonnene von sechs möglichen Punkten an diesem ersten Doppelwochenende, dem noch zwei weitere in diesem Monat folgen.

 

Quelle:  Jonsdorfer Falken