Knaben
Archiv 2008/09

FASS - 1. EV Weiden

Sonnabend, 31.01.2009, 12.00 Uhr, Deutschlandhalle

 

4 : 14 (0:2 1:6 3:6)

Tore

0:1 (16:20) Zierock PP1, 0:2 (19:48) Siller (Zierock) UZ1

 

1:2 (21:33) Gasde (Zimmermann), 1:3 (24:44) Siller (Smazal) UZ1, 1:4 (27:16) Nelson, 1:5 (28:42) Kraemer (Siller, Steinberg) PP1, 1:6 (31:06) Zierock, 1:7 (34:39) Siller PP1, 1:8 (39:06) Siller (Smazal)

 

2:8 (43:09) Schumann), 2:9 (45:09) Smazal (Siller, Zierock), 2:10 (48:34) Zierock, 2:11 (49:11) Smazal (Siller), 3:11 (49:30) Zimmermann (Gasde), 4:11 (54:30) Gasde), 4:12 (54:42) Smazal (Siller), 4:13 (55:07) Kraemer (Smazal), 4:14 (59:38) Siller (Smazal. Zierock)

PIM

FASS: 16 - 4/10/2

YBDW: 6 - 2/4/0

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Fotos zum Spiel

Berichte

Immer nach vorn

 

Der EV Weiden gewinnt verdient gegen die FASS Knaben

 

Abwechslung von der ostdeutschen Eishockeykultur gab es heute für den FASS-Nachwuchs. Im Gästeblock herrschte bayerischer Dialekt statt der sonst gewohnten sächsischen Töne. Die Knabenmannschaft des EV Weiden hatte sich zum All-Star-Game in der O2-Arena aufgemacht, und benutzte den freien Nachmittag in der Hauptstadt nicht zu einem Museumsbesuch, sondern standesgemäß zu einem Freundschaftsspiel gegen die Weddinger.

 

Gespielt wurde in der braunen und baufälligen Deutschlandhalle, und am Ende konnten alle froh sein, dass das Dach wieder einmal gehalten hatte. Die Gäste aus Weiden konnten sich am Ende auch über ein schönes Eishockeyspiel und einen klaren Sieg (14:4) gegen die Berliner Nachwuchscracks freuen.

 

Im ersten Drittel sah es gar nicht nach einem deutlichen Leistungsunterschied zwischen beiden Teams aus. Zwar waren die Oberpfälzer feldüberlegen und kamen zu einigen guten Möglichkeiten. FASS stand jedoch diszipliniert in der Abwehr und erspielte sich immer wieder gute Konterchancen. Das 0:2 nach dem ersten Spieldrittel versprach noch spannende weitere 40 Spielminuten.

 

Wie schon in der Vorwoche gegen Halle brach die Ordnung bei FASS jedoch zusammen, als die Spieler mit Macht auf den Ausgleich drängen wollten. Nun wurde plötzlich nach dem Motto „immer nach vorne“ gespielt, drei oder vier Spieler positionierten sich gleichzeitig zum gegnerischen Tor und für die Absicherung nach hinten blieb nur ein daheim gebliebener Defender übrig. Das war schon gegen die schnell kombinierenden Hallenser zu wenig, und die starke erste Reihe des EV Weiden nutzte diese optimistische Spielweise genauso konsequent aus. Typisch für das kopflose Anrennen der Gastgeber: zwei der Gegentore bekam FASS in dieser Phase bei eigener Überzahl. Auch in diesen Situationen waren die FASSler wohl so sehr mit dem Planen des eigenen Torerfolgs beschäftigt, dass sie übersahen, dass auch noch Gegner auf dem Eis standen. Erst als die Partie schon entschieden war, fanden die Berliner wieder zu ihrer Ordnung zurück, und die Partie konnte mit einigen schönen Tricks und Kombinationen auf beiden Seiten abgeschlossen werden.

 

Die Zuschauer konnten sich über ein rundherum gelungenes Freundschaftsspiel freuen. Es gab faires Eishockey mit hohem Tempo, Teamgeist und herausragenden Einzelkönnern bei beiden Mannschaften zu sehen. Disziplin über sechzig Minuten und unspektakuläres Arbeiten nach hinten gehören aber auch dazu, wenn FASS wieder in die Erfolgsspur zurückkommen will.

 

EG/31. Januar 2009