

Sonntag, 01.02.2009, 09.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
5 : 4 (2:2 1:1 2:1)
1:0 (0047) Kloster (Müller), 2:0 (03:12) Schwitalla (Connolly, Trach), 2:1 (03:28) Thiele (Töppich) PP1, 2:2 (11:48) Thiele (Töppich, Berner)
3:2 (36:55) Weiß (Connolly), 3:3 (38:39) Schmidt (A. Kulis)
3:4 (51:21) T. Kulis (Schmidt), 4:4 (52:13) Bastian (Connolly, Ritter) UZ1, 5:4 (59:48) Müller (Bastian, Ritter)
FASS: 8 - 4/0/4
BSGE: 10 - 0/4/6
Die Vorzeichen dieses Spiels hätten kaum klarer sein können. Der Tabellenzweite traf zu Hause auf den Tabellenletzten, der bislang noch keine Punkte in der laufenden Saison für sich verbuchen konnte.
So begannen die Akademiker auch standesgemäß nach nur 47 Sekunden Spielzeit mit dem frühen Führungstreffer durch Alex Kloster. Die Wirkung musste jedoch überraschen. Denn statt die mannschaftliche Überlegenheit auszuspielen, zeigten die Weddinger wenig planvolle Aktionen und ließen den angemessenen Einsatz vermissen. Dagegen fand Eternit nun besser ins Spiel und ließ sich auch durch die kurzfristige 2:0 Führung von FASS nicht entmutigen sondern verkürzten im unmittelbaren Anschluss auf 2:1. Dabei machte die über die Saison hervorragend arbeitende Verteidigung der Akademiker ebenso keine gute Figur wie auch das allgemeine Defensivverhalten, dass Eternit zu viel Raum auf dem Eis überlies. Folge war der Ausgleich in der 12. Spielminute, wiederum durch Nico Thiele.
Nach der Drittelpause gingen die Weddinger das Spiel konzentrierter an. Während Eternit im Anfangsdrittel noch den Schlagabtausch suchte, besann man sich nun auf alte Defensivstärken und beschränkte sich auf einzelne Konter. Obwohl damit der Druck auf das Tor von Eternit erhöht wurde, dauerte es bis zur 36 Spielminute, bis Denis Bastian das zu diesem Zeitpunkt bereits in der Luft liegende Führungstor erzielte. Alle vorangegangenen Bemühungen scheiterten an dem großartig aufgelegten Dennis Heyll, im Tor von Eternit. Dennoch ging auch das 2. Drittel mit einem Unentschieden zu Ende, da Eternit wiederum eine Konterchance zu nutzten wusste.
Im letzten Drittel stand eigentlich nur noch ein Spieler im Fokus, Dennis Heyll. Obwohl Fass einen wahren Torschussregen auf ihn abließ (über 30 Schüsse im letzten Drittel), vereitelte er ein ums andere Mal den Torerfolg. Das Spiel hatte sich zu einer Abwehrschlacht gewandelt, bei der Fass anrannte und Eternit alles entgegen warf, was möglich war. Während Eternit den erhofften Punktgewinn bereits vor Augen hatte, nahm Fass 40 Sekunden vor Spielende die Torhüterin raus und brachte damit die Entscheidung. 12 Sekunden vor Ende gab das „Bollwerk“ Heyll nach und machte Jörg Müller zum gefeierten Matchwinner auf Seiten der Akademiker.
Insgesamt ein aus Ergebnissicht spannendes Spiel, bei dem Fass zwar jederzeit dominierte, jedoch beinahe an der herausragenden Leistung des Torhüters von Eternit gescheitert wäre.
Andreas Schreiber