

Sonnabend, 07.02.2009, 13.00 Uhr, Erfurt
0 : 13 (0:3 0:6 0:4)
0:1 (04:39) Eichhorn (Kornmüller) 0:2 (04:44) Eichhorn (Kornmüller) 0:3 (08:01) Eichhorn (Sa. Wyrwas, So. Wyrwas)
0:4 (16:19) Eichhorn (Schulz, Engelmann) PP1, 0:5 (18:32) Schulz (Engelmann, Meintz), 0:6 (20:12) Eichorn (Kornmüller, Kohnert), 0:7 (25:04) Eichhorn, 0:8 (26:22) Kornmüller (Eichhorn, George), 0:9 (29:06) Meintz
0:10 (30:57) George (Sonsalla, Kornmüller), 0:11 (33:41) Küller (George, So. Wyrwas), 0:12 (38:48) Eichhorn (Kornmüller, Kohnert), 0:13 (38:48) Eichhorn (Kornmüller, Kohnert)
YDE: 2 - 0/2/0
FASS: 0
FASS Kleinschüler feiern beim EHC Erfurt ihren (bis jetzt) höchsten Saisonsieg
Die Teilnahme an der Ostdeutschen Meisterschaft hat für die Kleinschüler von FASS bei ihren Auswärtsfahrten schon manche lehrreiche Erfahrung gebracht: frühes Aufstehen, fast endlose graue Winterlandschaften und die vorsichtige Benutzung schon lange nicht mehr gesäuberter Sanitärräume zum Beispiel. Gestern konnte die Mannschaft auf ihrer Auswärtsfahrt nicht nur lernen, sondern auch feiern. Der EHC Thüringen Erfurt erwies sich als perfekter Gastgeber. Die Berliner Spieler wurden gastfreundlich mit einem appetitlichen Gemüseimbiss empfangen. Für die mitgereisten Fans gab es zum Kaffee ein nettes Lächeln am Verkaufsstand. Das Spiel wurde von Schiedsrichtern geleitet, die nicht nur die wenigen strittigen Szenen richtig entschieden, sondern den Spielern auch noch mit großer Geduld die richtigen Positionen beim Bully erklärten. Aus Sicht der Berliner war aber die größte Freundlichkeit, dass die Erfurter Mannschaft auf dem Eis so viel mit sich selbst zu tun hatte, dass für FASS ein überlegenes 13:0 (3:0, 6:0, 4:0) heraussprang.
Vor dem Spiel sah es für die Berliner nicht besonders gut aus und die Sorgenfalten bei Trainer Mike Schroeder waren deutlich. Wegen der Grippewelle trat FASS nur mit knapper Spielerzahl an. Bei Erfurt dagegen war die Bank gut besetzt. Insgesamt konnte der Gastgeber vier Reihen aufbieten. Ungläubige Gesichter gab es deswegen im Berliner Fanblock nach den ersten beiden Wechseln. FASS war nicht nur feldüberlegen, sondern konnte den Gegner in seinem Drittel einschnüren. Entscheidend dafür: die Berliner Verteidiger (Anton Sonsalla, Sarah-Sophie Wyrwas, Felix Meintz und Dan Erik Engelmann) hielten ihre Position an der blauen Linie und damit den Puck im Angriffsdrittel. Als dann der Center der ersten Reihe, Julien Eichhorn, innerhalb von fünf Sekunden mit einem Doppelschlag das 2:0 erzielte, waren die Rollen im Spiel schon fast verteilt. Die junge Erfurter Mannschaft kämpfte mit ihrer Unerfahrenheit und Nervosität, und die Berliner Gäste wurden immer selbstsicherer.
Besonders im zweiten Drittel konnte FASS Intensität und ein Tempo in das Spiel bringen, dem die Erfurter gestern nichts entgegen zu setzen hatten. So konnten die Berliner ihre Spielzüge aufbauen und an ihrem Stellungsspiel arbeiten. Auffallend dabei, dass die Verteidiger (meist) besser standen als in den bisherigen Spielen und die Außenstürmer (oft) noch Schwierigkeiten haben, ihre Seite zu halten, statt sich stets zum Puck zu orientieren. Der Einsatz war bei allen Spielern groß. Der Lohn war eine deutliche 9:0 Führung für FASS nach dem zweiten Drittel.
Im Schlussabschnitt waren die Berliner nicht mehr ganz so spritzig wie in den ersten dreißig Spielminuten, und die Mannschaft konzentrierte sich darauf, in der Abwehr sicher zu stehen. Der Erfurter Trainer nutzte weiter die Gelegenheit, manchen seiner Spieler ihre offensichtlich ersten Spielminuten auf großem Eis zu ermöglichen. Diese Investition in die Zukunft zahlt sich ja meistens aus. Sicher ist der EHC Thüringen schon beim Rückspiel in Berlin (am 15. März) eingespielter als am gestrigen Tag.
Nach dem Spiel waren die Sorgenfalten bei FASS-Trainer Schroeder nicht ganz verschwunden, aber auch er verließ mit einem Lächeln das Erfurter Stadion: „Die Zusammenarbeit im Team war dieses Mal deutlich besser. Das hat mich am meisten gefreut. Wir hatten wirklich nur wenig einsatzfähige Spieler. Die Kinder haben sich alle sehr tapfer geschlagen. Einige Spieler mussten zum Schluss an ihre Grenzen gehen oder sogar darüber hinaus, um uns diesen Sieg und Benny seinen Shutout zu sichern. Glückwunsch an meine Mannschaft!“
Nach der Schlusssirene jubelten die Berliner lautstark. Mit einem vielstimmigen „Spitzenreiter“ verabschiedete sich der FASS Fanblock aus dem an diesem Tag sehr gastfreundlichen Erfurt. Helau in Thüringen, so lautet die derzeitige Schlagzeile der Tourismuswerbung des ostdeutschen Bundeslandes. Die Fans der FASS Kleinschüler feierten gestern schon Karneval.
FASS spielte mit: Benedikt Stöckl (Torwart); Anton Sonsalla, Sarah-Sophie Wyrwas; Felix Meintz, Dan Erik Engelmann; Lars Kornmüller, Julien Eichhorn, Helen George; Sonja-Maria Wyrwas, Jonas Küller, Marvin Schulz, Tobias Kohnert.
EG/8. Februar 2009
Neben Topscorer Julian Eichhorn stand beim Jubel Torwart Benedikt Stöckl im Mittelpunkt. Nach dem Spiel konnte er trotzdem auf einige Fragen antworten.
Du konntest Dein Tor dicht halten. Wie war das so für Dich?
Gut natürlich.
Hattest Du viel zu tun?
Drei Schüsse insgesamt und einmal musste ich einem Puck entgegen kommen.
Zählst Du so etwas mit?
Ich kann Dir noch jede einzelne Situation schildern. Als Torwart muss man sich ja konzentrieren.
Und zwischendurch? War Dir nicht langweilig, wenn Du so wenig Arbeit hattest?
Ich habe einfach die Bandenwerbung gelesen. Die kann ich jetzt auch auswendig.
Einmal am Anfang des Spiels hat der Schiedsrichter kein Icing gepfiffen, obwohl es doch für alle deutlich nach Icing aussah. Weißt Du, warum?
Klar. Da habe ich mich zu sehr bewegt. Die entsprechende IIHF Regel lautet so ungefähr: „No icing shall be called once the goalkeeper leaves his goal crease or when the goalkeeper is outside his goal crease during icing situation and moves in the direction of the puck.” Die Regel muss ich als Torwart kennen, aber Du als Eishockeyreporter solltest das doch eigentlich auch wissen.
Stimmt, das ist IIHF Regel 460, aber ich war mir nicht ganz sicher, ob das alle mitbekommen haben. Du hast ja eine beeindruckende Regelkenntnis. Vielen Dank für die Aufklärung und das Gespräch.
EG/8. Februar 2009
Am vorletzten Ferientag ging es mit der Mindestzahl an Spielern nach Erfurt. Im Bus wurden die Kids mit einer Zusammenfassung der NHL-Woche auf das Spiel vorbereitet.
Angekommen ging es ab in die Kabine und danach zum Aufwärmen. Die meisten Eltern nutzten die Zeit bis zum ersten Bully um sich mit Currywurst und Pommes zu stärken.
Jetzt sollte es endlich losgehen. Die Erfurter waren mit 20+1 Spielern sehr gut besetzt. Den Fans wurde schon ganz mulmig und wir hofften, dass unsere Jungs und Mädels das Spiel konditionell überstehen.
Dann ging es endlich los und die Akademiker legten los wie die Feuerwehr. Die Dragons kamen gar nicht aus ihrem Drittel heraus. Doch es dauerte 5 Minuten, bis Julien die mit einem Doppelschlag die Weichen auf Sieg stellte. Leider fiel bis zur ersten Pause nur ein weiterer Treffer.
Im 2. Drittel ging es genauso weiter. Die Akademiker zogen auf 9:0 davon neben Julien (3x) trafen auch Lars, Marvin und Felix.
Im letzten Drittel trafen neben Julien (2x) auch Helen und Jonas.
Das 13:0 ist ein schöner Erfolg für unsere Kids.
Ich glaube unser Goalie Benedikt hatte noch nie so wenig zu tun, 3 Saves stehen in seiner Statistik.
Zum Abschluss gab es dann noch eine nette Belohnung, neben dem ersten Tabellenplatz. Simone und Helene luden die Mannschaft zu Pommes und Burger ein.
RM