Regionalliga
Archiv 2008/09

ELV Niesky - FASS Berlin

Sonnabend, 21.02.2009, 18.30 Uhr, Niesky

 

8 : 5 (2:2 3:2 3:1)

Tore

1:0 (04:27) Schwabe (Schwarz, Wimmer), 1:1 (11:17) Dierksen (Harloff, Götz), 2:1 (15:34) Brill (Jankovych, Greulich), 2:2 (18:20) Fritschken (Patrzek) PP1

 

3:2 (30:02) Jahnke (Schwabe, Greulich) PP1, 3:3 (32:13) Patrzek (Aicher, Fritschken), 4:3 (33:01) Brill (Jankovych), 4:4 (34:40) Fritschken (Leibrandt, Patrzek), 5:4 (36:15) Brill (Jankovych, Jahnke)

 

6:4 (52:29) Greulich (Schwarz) UZ1, 7:4 (53:20) Brill (Jankovych, Wimmer), 8:4 (57:03) Wahne (Jankovych, Rädecker), 8:5 (59:57) Patrzek (Fritschken, Aicher) PP1

PIM

ELVN: 6 - 2/0/4

FASS: 8 - 2/2/4

 

Berichte

Erneut kein Glück in Niesky – in 51 Sekunden Siegchance verspielt

Mit einem kleinen Kader musste Trainer Seppo Alander gegen Tornado Niesky am Samstagabend bei gutem und trockenem Eishockeywetter (-4 Grad) antreten. Bereits in den ersten Minuten entwickelte sich ein schnelles Spiel, bei dem die Lausitzer in der fünften Minute durch „Theo“ Schwabe erstmals in Führung gingen. Benjamin Dierksen konnte nach klasse Vorarbeit von Susann Götz in der 12. Minute ausgleichen. In der offenen Partie überbrückten die Teams schnell die neutrale Zone und beide Goalies konnten sich nicht über mangelnde Arbeit beschweren. Nur vier Minuten später ging Niesky durch Andreas Brill erneut in Führung, aber noch vor der ersten Drittelpause konnten die mitgereisten Fans aus Berlin über den Ausgleich jubeln, als Marc Fritschken mit einem satten Schuss Thomas Bresagk im Tornado-Tor überwand. Mit dem Unentschieden ging es dann in die erste Pause.

 

Nach Wiederbeginn zeigten beide Mannschaften erneut schönes Angriffshockey. Mitte des Drittels ging es dann Schlag auf Schlag. In der 31. Minute erhöhte Niesky durch Sebastian Jahnke im Powerplay auf 3:2. Nur zwei Minuten später dann der 3:3-Ausgleich durch Fabio Patrzek, der wiederum durch Andreas Brill postwendend zur erneuten 4:3 Führung egalisiert wurde. Nur eine Minute später glich Marc Fritschken zum 4:4 aus. Das war Andreas Brill aber noch nicht genug. Er setzte wiederum nur eine Minute später mit seinem dritten Treffer dem Spiel endgültig seinen Stempel auf und traf in der 37. Min zum 5:4 für Niesky. Bei dem Versuch, diesen Treffer zu verhindern, verletzte sich FASS-Goalie Marcel Vegelahn am Knie und musste durch Benjamin Nitschke ersetzt werden. Trotz weiterer guter Torchancen auf beiden Seiten ging es dann mit einer Nieskyer Führung in die zweite Pause.

 

Im letzten Drittel zeigten die Akademiker dann deutlich mehr Engagement und plötzlich brannte es lichterloh vor dem Nieskyer Tor, das der sichere ELV Keeper Robert Wolfermann aber zunächst sauber hielt. Mitten in diese Berliner Drangperiode kam dann in der 50. Minute der „letzte“ Seitenwechsel. Dort gab es einen Bruch in Konzentration und in einem der wenigen Powerplayspiele gab es einen leichtfertigen Puckverlust, den der sichere Sebastian Greulich zum spielentscheidenden 6:4 nutzte. Andreas Brill nutzte die Unentschlossenheit in der Berliner Abwehr und krönte seine starke Leistung mit seinem vierten Treffer zum 7:4. FASS versuchte, sich nun noch mal aufzubäumen und stemmte sich gegen das drohende Debakel, aber das 8:4 durch Daniel Wahne konnten sie nicht verhindern. Den Schlusspunkt setzte dann aber Fabio Patrzek zum 8:5

 

Binnen 51 Sekunden zwischen der 53. und 54. Minute kassierten die Weddinger durch unverständliche Nachlässigkeiten und Unkonzentriertheiten zwei vermeidbare Gegentore. Durch diese Gastgeschenke war die Partie vorzeitig entschieden und man kann von Glück sagen, dass die Lausitzer nicht weiter nachlegten und dieses Spiel zweistellig ausging. Und so fand dieses Spiel ein Ende, wie bereits so viele in dieser Saison: Gut gespielt, lange mitgehalten und am Ende durch eigenen Konzentrationsfehler verloren.

 

Gerald Hagen