Regionalliga
Archiv 2008/09

FASS Berlin - ECC Preussen

Sonnabend, 28.02.2009, 19.00 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion

 

3 : 12 (1:4 1:4 1:4)

Tore

1:0 (03:02) Tittus (Reuter, Rentzsch), 1:1 (03:45) Fritschken (Leibrandt, Gensel), 1:2 (07:10) Rentzsch (Krüger, Reuter), 1:3 (10:55) Reuter (Krüger, Rentzsch), 1:4 (15:39) Tittus (Rentzsch, Reuter) PP1

 

2:4 (23:05) Fritschken (Aicher, Patrzek), 2:5 (28:10) Krüger (Tittus, Reuter), 2:6 (32:42) Hurbanek (Schertz, Ciganovic) PP2, 2:7 (35:53) Ciganovic (Mix, Hurbanek), 2:8 (39:28) Krüger (Tittus, Reuter) PP1

 

3:8 (40:58) Patrzek (Fritschken, Aicher), 3:9 (45:25) Tittus (Rentzsch), 3:10 (49:01) Rentzsch (Tittus, Ciganovic), 3:11 (50:17) Schertz (Ciganovic, Hurbanek), 3:12 (57:53) Konietzky (Wunderlich, Berger)

PIM

FASS: 14 - 2/6/6

ECC: 8 - 2/2/4

Berichte

ECC macht das Dutzend voll

Auch im letzten Derby dieser Saison war FASS klar unterlegen: Das 3:12 (1:4, 1:4, 1:4) gegen die Preussen gibt das Kräfteverhältnis korrekt wieder. Tittus mit drei Toren und Rentzsch mit sechs Scorerpunkten waren die auffälligsten Spieler.

 

Auswärtssiege sind schön, sogar beim überforderten Tabellenletzten: Die 450 mitgereisten Fans des Spitzenreiters hatten im Wedding ihren Spaß, schmähten den Erzfeind "Dynamo Ost-Berlin" und bekamen in feinster Regelmäßigkeit vier Tore pro Drittel serviert. FASS mühte sich im Rahmen seiner Möglichkeiten, hatte aber nur wenige Aktivposten. Nach vier herben Derby-Niederlagen mit insgesamt 13:42 Toren sind die Akademiker, die noch vor zwei Jahren die Nase vorn hatten, auf ihren Platz verwiesen worden. Nun wäre es am besten, die Wege der beiden Teams würden sich bald trennen. Denn dem neutralen Beobachter bietet dieses Duell nicht mehr viel sportlichen Unterhaltungswert. Die wieder erwachten Fans der Preussen träumen ohnehin längst von einem anderen Derby ...

 

Es hätte ein wenig anders kommen können, wenn FASS in Führung gegangen wäre. Kugler auf Pass von Hecker hatte in der 3. Minute die große Chance, scheiterte aber allein vor Leonhardt. Schon im Gegenzug erzielte Tittus das 1:0 für den ECC. Es war das erste von drei Toren für den langjährigen FASS-Spieler, der im Januar zu den Charlottenburgern gewechselt war. Dann hatte wieder der Gastgeber eine Gelegenheit, aber Fritschken vergab freistehend in bester Position, auch Gensels Nachschuss saß nicht. Die alte FASS-Krankheit! Mehr Glück hatte Fritschken mit einem halbhohen Schlenzer, der überraschend im Preussen-Tor einschlug. Und als die flinke Nummer 77 von FASS noch Mix in einem Laufduell geradezu demütigte, Leonhardt weit aus dem Kasten musste und ziemliches Chaos beim ECC herrschte - da sah es nach einer spannenden Partie aus.

 

Doch in der 8. Minute machte der Favorit Ernst: Bei angezeigter Strafe für FASS netzte Rentzsch zum 1:2 ein, als Nitschke einen Schuss von Krüger einladend abprallen ließ. Keine Schuld traf den FASS-Torwart am dritten Gegentreffer, als Krüger in einem schnellen Konter uneigennützig auf Reuter ablegte, der mühelos verwandeln konnte. Allmählich wurde der Klassenunterschied deutlich. Wie Zander in der 13. Minute den Riesen Dierksen mit Leichtigkeit vom Puck trennte, das hatte aus Sicht der Gastgeber schon tragische Züge. Auch das 1:4 zeigte, dass viele Spieler von FASS zu unbeweglich waren: Ein Schlagschuss von Rentzsch klatschte an die Bande, rutschte vors Tor, Nitschke ließ seine linke Ecke offen, Tittus hielt die Kelle hin. Damit war die Sache entschieden, zumal FASS das erste Überzahlspiel schlimm vergeigte und froh sein konnte, dass Reuter an diesem Abend ständig zaubern wollte.

 

Im zweiten Drittel kam eine zweite Phase, die dem Spiel noch eine Wendung hätte geben können. FASS begann sehr engagiert. Aicher, schlitzohrig von Fritschken angespielt, lief in der 23. Minute allein auf Leonhardt zu. Er verzog den Puck rechts am Tor vorbei - bitter! Doch tatsächlich fiel jetzt der Anschlusstreffer zum 2:4, Fritschken staubte einen Abpraller ab. Seine Sturmreihe mit Patrzek und Aicher war der einzige Mannschaftsteil von FASS, der voll dagegenhielt und "in einer Liga" mit dem Gegner spielte; auch Gensel rackerte und kämpfte. Wenig bis gar nichts zu sehen war von Hecker. Er hatte eine Riesenchance in der 28. Minute, doch nach seinem Alleingang setzte er den Puck freistehend über das Tor. Das verdirbt natürlich die Spiellaune. Danach spulte Hecker nur noch seine möglichst kurzen Einsätze ab, ohne Laufbereitschaft, ohne Biss. Andere konnten nicht besser, er wollte nicht.

 

Der ECC schoss die weiteren Tore nach Belieben. Mal mit schnellem Powerplay wie beim 2:6, mal mit freundlicher Assistenz von Nitschke, der beim 2:8 sogar einen Schuss über die rechte Schulter passieren lassen musste. Beim 3:9 wurde Torschütze Tittus von Rentzsch zum gemeinsamen Jubel vor die Kühlbox von FASS beordert. Dort saß nämlich der bärtige Rowdy Glöden, dem sein Ex-Trainer eine erzieherische Maßnahme verordnete: Boxen wird bestraft! Glöden fand das gar nicht witzig und brauchte eine Eskorte auf dem Weg zur Mannschaftsbank. Erwähnenswert bleibt neben dem ganz vorzüglich herausgespielten dritten Treffer von FASS und kleineren Privatfehden (Berger gegen Fritschken, Thomas Leibrandt gegen Werner) das Comeback von Konstantin Stephan beim ECC, der nach langer Verletzung erste Gehversuche machte und sogar eine große Torchance hatte.

 

 Sven Crefeld für Radio Eiskalt

Preussen weiter auf Meisterkurs

Mit einem klaren 12:3 Sieg gegen den Lokalrivalen FASS Berlin festigten die Preussen Platz eins in der Tabelle und konnten mit vier Siegen in vier Spielen auch die Führungsposition in Berlin beweisen. Interessant wäre jetzt noch ein Vergleich mit dem Tabellenletzten der nächst höheren Spielklasse, der Oberliga, den Eisbären Juniors. Aber sollte der Aufstieg gelingen, wird es spätestens in der nächsten Saison zu diesem Duell kommen.

 

In der Mannschaftsaufstellung gab es doch noch Probleme, da nach Basti Geistler (Studium) und Yann Jeschke (Spielsperre) mit Patrick Neugebauer (Fieber) noch der dritte Verteidiger ausfiel. Also musste Trainer Marco Rentzsch wieder den Platz von der Bande aufs Eis wechseln, was sich aber am Ende als sehr klug erwies.

 

Das Spiel gestaltete sich zunächst offen, die Preussen gingen durch den Ex Fassspieler Nico Tittus in der 4. Minute in Führung, doch noch in der gleichen Minute erzielte FASS durch Marc Fritschken den Ausgleich. In der 8. Minute wr es dann eben Marco Rentzsch, der die 2:1 Führung für die Preussen erzielte und damit ein Zeichen für die Mannschaft setzte. Die Preussen erhöhten die Führung im ersten Drittel auf 4:2 durch Philip Reuter und erneut Nico Tittus und zu beiden Treffern steuerte Rentzsch die Vorlagen bei.

 

Im zweiten Drittel schwanden dann bei FASS wohl Kraft und Konzentration und die Preussen konnten durch Treffer von zweimal Marvin Krüger, Kapitän Kay Hurbanek und Philip Reuter, bei einem Gegentreffer, erneut durch Marc Fritschken, die Führung auf 8:2 schrauben.

 

Zum letzten Drittel wechselte dann Torwart Stefan Leibrandt ins Tor der Preussen, um weiter Spielpraxis für den Notfall zu sammeln. Es erwischte ihn auch nach 59 Sekunden Spielzeit im letzten Drittel eiskalt und er musste hinter sich greifen, Fabio Patrzek erzielte den Dritten und letzten Treffer für FASS. Die Preussen hatten zwischenzeitlich die klare Oberhand und erneut Nico Tittus und Marco Rentzsch, sowie Jan Schertz und Paul Konietzky erzielten die Treffer für die Preussen zum 12:3 Endstand.

 

Es bleibt noch positiv für FASS festzustellen, dass man nie aufgegeben hat und ein kleines Handgemenge zwischen Lino Werner, ECC Preussen und Thomas Leibrandt, FASS, zu keinen weiteren Problemen führte.

 

Quelle: <http://www.eccpreussen.de/News/NewsDetails.aspx?NewsID=1103>K. W. Riemer für den ECC, wo ihr auch den gesamten Bericht lesen könnt.