

Sonntag, 08.03.2009, 09.30 Uhr, Eisstadion Neukölln
2 : 15 (0:5 1:5 1:5)
1:10 (39:04) Schulz
2:10 (43:04) Schulz - die Treffer der Gäste folgen noch ...
FASS: 10 - 2/6/2
YSBH: 8 - 4/4/0
Nach dem Power-Training vom letzten Mittwoch läuft unsere Mannschaft zum Heimspiel gegen Tabellenführer Halle in Neukölln auf.
Die Erwartungen zum heutigen Spiel waren hoch auf beiden Seiten. Nach der bitteren Niederlage gegen Halle mit immerhin 12:4 will Fass Berlin dies in keinem Fall ein zweites Mal zulassen, aber die Spieler von Halle haben sich vorgenommen, dies zu wiederholen. Die Spannung war hoch auf beiden Seiten. Trainer Pascal hat die Erfahrungen der letzten Begegnung mit in die Aufstellung der Reihen eingebracht.
Bereits in der dritten Spielminute zeigt Halle, wer das Sagen hat und geht mit 0:1 in Führung. Nach diesem doch unglücklichen Tor fällt es unserer Mannschaft schwer, ins Spiel zu finden. Immerhin gelang es der Mannschaft in einigen Fällen erfolgreich u stören. Dies reicht aber nicht aus, um den Treffer zum 0:2 in der 6. Spielminute zu verhindern.
Das Spiel wird klar von Halle dominiert und in den eigenen Reihen fällt es immer schwerer, sich erfolgreich gegen die stetigen Angriffe der Gäste zu wehren. So verwunderte es nicht, dass Halle in der 8. Minute zum 0:3 einschießt. Die Knaben werden von Halle weiterhin stark unter Druck gesetzt und das Spiel verlagert sich mehr und mehr vor dem eigenen Torraum. Findet Fass die Tür, um hier wieder raus zu kommen? Es gelingt mehr und mehr, das Spiel der in schwarz spielenden Gegners zu stören. Dies reicht aber nicht aus, körperlicher Einsatz ist das einzige, was die Spieler von Halle noch aufhalten kann. Dustin Schulz erhält die erste Strafzeit für Fass und muss für zwei Minuten vom Eis. In Unterzahl versucht Fass sich vom stetigen Druck der Hallenser Spieler zu befreien, muss aber doch den Treffer zum 0:4 in der gleichen Spielminute hinnehmen. Der Tabellenerste baut seine Führung aus, in der 18. Minute folgt das 0:5. Fass wird ständig überfallen mit gut funktionierenden Zuspiel. Ein Spieler von Halle muss in der 19. Minute auf die Strafbank, kurz darauf folgt ein weiterer. Ist dies die Chance für Fass? Kann das Team nun sein Überzahlspiel umsetzen? Es sieht zumindest danach aus, denn Fass kann den Druck erhöhen. Halle nur mit 3 Spielern - dies reicht aber nicht aus, um noch im 1. Drittel einen Anschlusstreffer zu erzielen.
Können nun die Worte der Trainer in der ersten Drittelpause Wunder bewirken? Schaffen sie es, die Spieler von Fass aus dem Loch zu ziehen?
Zum zweiten Drittel scheint Fass nun tatsächlich aufgewacht sein und der Druck auf das Tor von Halle nimmt zu. Da! - super Torchance - doch leider abgewehrt durch den Torhüter von Halle, der den Puck nicht fängt, sondern gleich nach vorne spielt. Halle kontert - nur der Einsatz von Dustin Schulz konnte eine weiteres Tor durch Halle verhindern, was ihm allerdings eine Strafzeit in der 23. Spielminute einbrachte. Der Tabellenführer Halle nützt das Powerplay und erzielt in der 25. Minute das 0:6. Kurz darauf ein Abwehrfehler bei Fass und das 0:7 in der 27. Minute. Fass kann kein Spiel aufbauen, schon der Versuch verläuft fruchtlos. Fass verzweifelt vorm eigenem Tor. Ein Bandencheck bringt weitere 2 Strafminuten ein. In Unterzahl spielt nun Fass in der 29. Minute stark in der eigenen Definsive. Mit der 32. Spielminute wird der Torhüter von Fass gewechselt. Der Druck von Halle bleibt unvermindert. Man spürt förmlich, dass der Tabellenführer noch nicht genug hat und fällt weiter über das Tor von den Knaben her. Christopher mit der Spielernummer 23 geht für 2 Minuten vom Eis wegen Bandenchecks - zeitgleich geht der Spieler mit Nummer 4 von Halle wegen unsportlichen Verhaltens vom Eis. Die Spielnummer 20 von Halle muss in der 35. Minute vom Eis wegen Hakens. Ist dies die ultimative Chance zum ersten Anschlusstreffer für Fass? Kann nun Fass sich eine Torchance erspielen und die Spieler von Halle zurück drängen? Ein erheblicher Abwehrfehler verhilft Halle in der 35. Spielminute zum 0:8. Es hört nicht auf - ganz im Gegenteil, es ist kein Ende in Sicht. Halle knallt den Puck rein in der 37 Minute zum 0:9. Noch nicht genug fällt in der 39. gleich das 0:10. Nicht zu fassen!(?) - 0:10 in der 39. Spielminute. Kurz vor der Drittelpause erzielt Dustin den ersten Treffer für die Knaben. 1:10, verständlicherweise sind die Gesichter lang und die Mundwinkel zeigen zur Pause nach unten.
Dies hilft alles nicht - Halle ist klar die bessere Mannschaft, hat das bessere Zuspiel und kann seine Chancen verwandeln.
Zu Beginn des letzten Drittels übernimmt Halle sofort das Spiel und drängt Fass zurück in die eigenen Reihen. Fass spielt in der 41. in Unterzahl, Halle nutzt dies und baut seinen Druck in Richtung des Tores der Knaben weiter auf. Die Strafzeit endet in der 43. Minute, Dustin kommt auf das Eis zurück - Zuspiel - Treffer für Fass Berlin zum 2:10. Gefährliche Angriffe auf beiden Seiten folgen. Quantensprung! Die Spieler von Fass Berlin sind nicht mehr zu erkennen steigt. Warum nicht so von der ersten Minute an, fragt sich so mancher. Vorwärtsspiel, wie man sich das vorstellt, das Zuspiel klappt und Spielzüge bauen sich auf., gut so -denkt mancher, der noch Hoffnung trägt. Aber es war nur ein kurzer Ausflug dorthin, wie es anders sein könnte. Wahrlich ein kurzer Ausflug, denn zwischen 47. und 49. Spielminute fallen die Tore bis zum 2:13. Nach demletzten Seitenwechsel soll es gleich munter für Halle weiter gehen mit dem 2:14 in der 51. Minute. Wie in einem Trainingsspiel ziehen die Spieler von Halle beinahe mühelos durch unsere Reihen und hauen die Dinger rein, eins nach dem anderen. Zu Beginn der letzten beiden Spielminuten der Begegnung rundet Halle noch zum 2:15 auf.
Ein wahrer Torregen für Halle. Mit einem verdienten 2:15 fährt die Mannschaft vom Eis. Sieg für den Tabellenführer in einem hoch überlegenen Spiel gegen Fass Berlin. Doch Sportsgeist scheint man bei Halle nicht zu kennen. Die Spieler von Fass stellen sich für die Verabschiedung auf, doch die Spieler von Halle haben es scheinbar gar nicht mehr nötig, sich von den Gastgebern zu verabschieden und fahren hochmütig vom Eis.
Rainer Groß