Regionalliga
Archiv 2008/09

Black Dragons Erfurt - FASS Berlin

Sonntag, 15.03.2009, 16.30 Uhr, Erfurt

 

5 : 3 (3:1 0:1 2:1)

Tore

1 : 0 (00:21) Marak (Otte, Schmidt), 1 : 1 (01:57) Patrzek (Aicher, Leibrandt) PP1, 2 : 1 (15:24) Dimitrovici (Vavroch, Nickel), 3 : 1 (19:03) Fischer (Dimitrovici)

 

3 : 2 (31:08) Aicher (Masche, Patrzek)

 

4 : 2 (54:26) Nickel (Vavroch), 5 : 2 (57:01) Marak (Otte), 5 : 3 (58:47) Schmidt (Aicher)

PIM

BDE: 14 + 10 (Vavroch) - 6/16/2

FASS: 23 + MS (Kuch) + 10 (Masche) + 10 (Paulick) + 10 (Gensel) - 6/45/22

Berichte

Von Blinden, Lamas und Schreiberlingen

Eigentlich standen vor dem Spiel der Akademiker gegen die Black Dragons die Vorzeichen für einen ruhigen Vorrundenabschluss ganz gut, denn für beide Teams ging es um nichts mehr. Es kam aber trotzdem zu einem spannenden Eishockeyspiel. Nur schade, dass sich daran die Hauptschiedsrichterin Pencun nicht beteiligen wollte.

 

Die Erfurter starteten wie die Feuerwehr und mit dem zweiten Torschuss ging der Tabellenzweite bereits nach 21 Sekunden mit 1:0 in Führung. Doch die Köpfe ließen die Berliner nicht hängen, Fabio Patrzek glich in bereits der 2. Minute aus. Es ergaben sich nun Torchancen auf beiden Seiten. Das bessere Schusshändchen hatten aber dabei die Erfurter, die mit Treffern in der 16. und 20. Min für den beruhigenden 3:1-Pausenstand sorgten.

 

Im zweiten Drittel überschlugen sich dann die Ereignisse. Zuerst wurde bemerkt, dass auf dem Spielbericht ein gesperrter Spieler stand und der Assist des ersten Erfurter Tores fehlte. Überraschend war allerdings, dass Schiedsrichterin Pencum die Überprüfung des Spielberichts mehrfach verweigerte. Dann erhielt Daniel Kuch eine Matchstrafe wegen „versuchten Schlittschuhtritts“, Na ja, diese Situation - versuchter Tritt, während er gecheckt wurde - kann man auch anders sehen. Nur wenige Zeit später kam es zu einem Faustkampf zwischen Rumid Masche und Robert Vavroch, nachdem der Tscheche ihn angespuckt hatte. Masche siegte im Kampf und stieg vom liegenden Vavroch auf. Darauf hin strampelte dieser mit den Beinen nach oben und trat nach Masche sowie anderen Spielern, die im Rund standen. Dieses Treten wertete Frau Pencun als „Abwehrhaltung“ und es wurde nicht bestraft. Ein Schelm, der vor den Play off Böses dabei denkt. Ach ja, Eishockey wurde auch noch gespielt. Kapitän Lucien Aicher verkürzte in der 32. Min auf 3:2.

 

In der zweiten Drittelpause wurde dann die Geschichte „Spielbericht“ um Teil 2 verlängert. Wo nichts stand, stand nun was und warum das da stand, wurde nicht aufgeklärt. Bei der Überprüfung durch FASS-Offizielle beim Kampfgericht erschien nun Robert Schmidt - handschriftlich nachgetragen und ohne Passnummer - auf dem Spielbericht. Die Passnummer befand sich dafür dann nach dem Spiel im vorgesehenen Kästchen des Berichtes.

 

Im letzten Drittel wurde wenig Eishockey vom den Gastgebern gespielt, aber die vielen Torchancen konnte nur noch Jan Schmidt nutzen. Da die Erfurter aber auch zweimal trafen, endete die Partie mit 5:3

 

Nach dem Spiel wurden dann noch - neben sechs Zusatzberichten mit insgesamt sieben Seiten - die üblichen Wünsche für die Play off und den Sommer ausgetauscht und damit war die Saison für die Akademiker beendet.

 

Gerald Hagen

Nur zum Auftakt furios

Die Luft war nach dem freitäglichen Sieg gegen FASS Berlin wohl raus, denn die Playoffs hatte man im Kasten. Dennoch verabschiedeten sich die Black Dragons gestern mit einem recht mühevollen 5:3-Heimsieg gegen den selben Gegner.

 

Der Sekundenzeiger war auf dem Zifferblatt noch nicht unten angekommen, da schlug Maraks Hammer beim Tabellenletzten ein. Die Akademiker wollten da nicht zurückstehen: 1:1, und noch keine zwei Minuten waren um. Doch dann zog Zurückhaltung ein. Erfurt legte zwar noch zwei Tore nach und es schien alles gelaufen. Aber das zähe Mitteldrittel zerstörte die Illusion. Der Schwung des Auftaktes war dahin. Viele Fehler, viel Eigensinn, keine Kombinationen - gutes Eishockey sieht anders aus. Dazu kamen undurchsichtige Entscheidungen der erneut nicht sicheren Schiedsrichterin Pencun - fertig war das zeitweise Durcheinander.

 

Im Schlussdurchgang konnten sich die Drachen aber wieder etwas straffen und durch zwei schön herausgespielte Tore von Nickel - wunderbar die Vorarbeit von Vavroch - und Marak die Vorentscheidung erzwingen und sich auf die Playoffs gegen Schönheide freuen. Solche Fehlerserien wie diesmal im grottenschlechten zweiten Drittel können sich die Marak-Schützlinge dann allerdings nicht mehr erlauben.

 

Quelle:  Thüringer Allgemeine