Schüler
Archiv 2008/09

FASS - Young Dragons Erfurt

Sonnabend, 21.03.2009, 14.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion

 

3 : 5 (0:1 3:0 0:4)

Tore

0:1 (18:34) Keil

 

1:1 (22:09) Kislat (Gasde), 2:1 (24:36) Lüttcher UZ1, 3:1 (35:28) Kislat (Gasde, Lüttcher)

 

3:2 (43:13) Pix, 3:3 (47:17) Oechsner (Rößger, Keil), 3:4 (55:37) Feßer (Rößger), 3:5 (59:21) Keil ENG

PIM

FASS: 12 - 2/6/4

YDE: 6 - 4/2/0

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Fotos zum Spiel

Berichte

Stimmen zum Spiel

"Ich verstehe das nicht. Das sind wir die bessere Mannschaft, aber im Schlussabschnitt haben wir alles falsch gemacht."

(Jörg Dymke, Tr)

 

"Im ersten Drittel waren wir sehr sicher die Pässe kamen an aber die Chancenverwertung war nicht gut. Wir haben den Gegner souverän beherrscht und wenige Chancen zugelassen. Das letzte Drittel: Naja eindeutig Selbstüberschätzung, dem Gegner zuviel Platz gelassen, nicht gekämpft, in der Verteidigung zu unsicher."

(Erik Kislat, #20)

Frühling in Berlin

Wenn die Tage länger werden und nicht jede Eiszeit im Dunkeln endet, beginnen im Eishockey die Play-offs. So ein wenig dieser besonderen Stimmung hätte aufkommen können bei unseren FASS-Schülern. Ging es doch innerhalb von 24 Stunden zwei mal gegen die Young Dragons aus Erfurt, unserem Tabellennachbarn. Die Situation war vor den Spielen klar. Wir können uns tabellarisch nicht mehr verbessern, sie nicht mehr verschlechtern. Also ein Prestige-Duell?

 

Daran dachten aber wenige. Munter ging es los. Erfurt wirkte am Beginn des ersten Drittels etwas wacher. Die Verteidigung auf beiden Seiten machte ihre Arbeit gut. Wenige Unterbrechungen, dann Strafe gegen die Thüringer in der siebenten Minute. Es folgte ein gutes Überzahlspiel, aber der Puck wollte nicht ins Tor. Dann Strafe FASS, aber in Unterzahl kämpften die Berliner heute gut. Wenn die Erfurter sich mal im gegnerischen Drittel festsetzen konnten, half entweder der Defensivverbund oder der Zufall. Strafe abgelaufen. Bei gleicher Anzahl der Spieler auf dem Eis waren die FASS-Schüler die bessere Mannschaft. Immer wieder gelang es ihnen in das Drittel der Dragons zu kommen. Pässe wurden vor das Tor gespielt, aber das immer wieder kehrende Thema der Chancenverwertung ... So kam es wie es kommen musste: Kurz vor Ende des ersten Drittels schnappte sich der Kapitän der Dragons den Puck und ab ins FASS-Tor: 0:1. So ging es in die erste Pause.

 

Den besseren Start in den Mittelabschnitt hatte FASS. In der 23. Minute sah Vanessa Erik völlig einsam vor dem gegnerischen Tor stehen, dagegen hilft ein Puck, und wenn der dann schön über den Torhüter gelupft wird, steht es 1:1! Dann Strafe FASS. Die Erfurter versuchen einen Aufbau, dabei bleibt es aber auch. Paul L. schnappt sich den Puck, hinters Tor der Erfurter, mal was versuchen, und schon das 2:1 in Unterzahl! Den sich anschließenden Torwartwechsel der Auswärtsmannschaft verstand so richtig niemand. Was solls, weiter im Spiel. Die Hauptstädter waren jetzt das klar bessere Team. Strafen wurden cool runtergespielt, bei eigener Überzahl sofort Druck aufs gegnerische Tor gemacht. Die Truppe von Trainer Dymke und Co-Trainer Vegelahn zeigte was sie gelernt hatte. Fast schon folgerichtig das 3:1 von Erik auf Vorarbeit von Vanessa und Paul L. in der 36 Minute. Wie wäre das Spiel verlaufen, hätte Basti Tüllmann im Anschluß seine Riesenchance genutzt, alleine vorm Torwart? Aber dieser fing die Scheibe abgeklärt mit der Fanghand. So ging es in die zweite Pause. Zufriedene Gesichter an der Bande.

 

Aber es gab ja noch das Schlussdrittel. Der Trainer der Jungen Drachen holte seine Spieler noch einmal an die Bande. Anscheinend hatte er die richtigen Worte gefunden. In der 44. Minute der Anschlusstreffer. Keine vier Minuten später der Ausgleich. Sollten die Weddinger dieses Spiel noch hergeben? Anschließend Chancen auf beiden Seiten. Die Verunsicherung bei FASS wurde spürbar. Die einfachen Sachen, die ein Eishockeyspiel entscheiden klappten nicht mehr. Die Verteidigung wurde unkonzentriert und in der 56. Minute die erneut Führung für die Young Dragons. Nur noch vier Minuten. Wie konnte das passieren? Hatten die FASS-Schüler das Spiel in der zweiten Drittelpause schon als gewonnen „abgehakt“? Ungläubige Blicke der Trainer und der anwesenden Eltern. Man versuchte es weiter. Aber auch eine Auszeit und ein zusätzlicher Feldspieler konnten nichts mehr retten. Das sich anschließende Bully gewannen die Erfurter und ihr Kapitän schoss ins leere FASS-Tor.

3:5 verloren, so unnötig wie irgendwas. Da schenken die FASS-Schüler ein Spiel her, in dem sie 50 Minuten klar besser waren. Schade.

 

Axel Schwenzer