

Sonnabend, 21.03.2009, 19.30 Uhr, Deutschlandhalle
7 : 4 (1:2 2:0 4:2)
0:1 (01:34) Sauer (Voigt). 1:1 (06:01) Windler UZ1, 1:2 (11:05) Connolly (Streidt)
2:2 (29:19) Wilson (Windler) PP2, 3:2 (30:17) Jurczok PP2
4:2 (42:22) Plack, 5:2 (44:26) Wilson (Jurczok), 5:3 (48:08) Streidt (Reinert), 5:4 (48:15) Reinert, 6:4 (52:45) Hans, 7:4 (55:53) Plack (Wilson, Windler)
Walter Connolly (# 9 FASS Berlin) wurde in der 57. Spielminute am Kopf verletzt, verlor kurzzeitig das Bewusstsein und wurde daraufhin in ein Krankenhaus verbracht. Nach ersten Informationen erlitt er eine Gehirnerschütterung. Es geht ihm aber wieder besser und er konnte nach der Untersuchung nach Hause entlassen werden.
Die Redaktion, 22.03.09, 00.45 Uhr
SCC: 26 + 10 (Plack) - 18/8/10
FASS: 20 + 10 (Sauer) - 2/18/10
„Die Charlottenburger holen nach starker Saison den Meistertitel“ oder „von Taschenspielertricks und anderen Unsportlichkeiten“
Eine spannende Saison sollte am Samstagabend zur besten Eishockeyzeit und vor einer respektablen Kulisse ihren Höhepunkt finden. Leider war der Rahmen durch die ausgefallene Uhr für alle ein wenig getrübt. Eine weitere Trübung mussten die Akademiker hinnehmen, als sie merkten, dass ohne die Kenntnis von Mannschaftsleitung oder Trainer eine sonst unübliche Eisbereitung arrangiert worden war und sich dadurch die Einlaufzeit für sie erheblich verkürzte. Aber auch ohne das adäquate Aufwärmprogramm erwischten die Akademiker den besseren Start und führten schon 1:0 bevor alle Reihen einmal auf dem Eis waren. Der SCC dagegen kam schwer ins Spiel und so entschied man sich auf die Taktik des letztjährigen Halbfinales zurückzugreifen und die Gesundheit des gegnerischen Topscorers nachhaltig in Angriff zu nehmen. Kaum zum Dritten mal auf dem Eis wurde er derart in die Band gescheckt, wie das landesligaweit nur von einem Spieler zu erwarten ist. Für den Schiedsrichter war hier die schwierigste Entscheidung ob er Bandencheck, Check von hinten oder Check gegen den Kopf pfeift. Wohl nicht wenige in der Halle sahen hier eine Verletzungsabsicht, die Schiedsrichter allerdings glaubten an das Gute im Menschen und gaben die kleinstmögliche Strafe für Check gegen Kopf: 2+10. Im folgenden Powerplay konnte Harald Windler ein Break nutzen und zum Ausgleich einnetzen. Dieser hielt aber nicht lang. Nur 5 Minuten später konnte der angeschlagene Walter Connolly die Führung wiederherstellen. So ging das erste Drittel auch zu Ende.
Warum die Schiedsrichter in der Pause scheinbar ausgetauscht wurden, ist im Nachhinein nicht mehr zu klären, jedenfalls verloren sie jede Linie und das Spiel war völlig zerfahren. Mit insgesamt 18 Strafminuten gegen die Akademiker pfiffen sie sich geradezu in einen Strafzeitenrausch. Trotz der vielen Gelegenheiten in Überzahl, darunter auch einige 5 gegen 3 Situationen konnte der SCC allerdings nur 2 Tore erzielen, was aber immerhin dazu reichte das Spiel zu drehen.
Im letzten Drittel schaffte es FASS wieder ohne eine einzige Strafe auszukommen (im ersten Drittel war es eine gewesen), fand aber nicht zurück ins Spiel. Der SCC zog durch zwei Tore durch Plack und Wilson davon und das Spiel schien zunächst entschieden. Doch FASS kam durch einen Doppelschlag zurück. Zwei Tore innerhalb weniger Sekunden durch Streidt und Reinert brachten die Akademiker wieder in Schlagdistanz. Die Charlottenburger schafften es aber durch eine Auszeit wieder Ruhe in ihr Spiel zu bringen und konnten die anstürmenden Akademiker nun auskontern. Das 6:4 durch Hans entschied die Partie. Das 7:4 nach einem verdeckten Sonntagsschuss aus dem neutralen Drittel hatte keine spielentscheidende Bedeutung mehr. Kurz vor Schluss erreichte der SCC dann auch noch sein im ersten Drittel offenbar gewordenes Ziel, als Walter Connolly nach einem Check, dem er nicht ausweichen konnte, da er erstens stand und zweitens von einem anderen SCC’ler bedrängt wurde bewusstlos auf dem Eis liegen blieb. Kein großer Schock allerdings für den vom SCC gestellten Hallensprecher, der während der Behandlungspause weiterhin fröhlich belanglose Durchsagen machte. Jeder hat eben seinen eigenen Stil…
Wolf-Dietrich Kindt