Schüler
Archiv 2008/09

FASS - Young Dragons Erfurt

Sonntag, 22.03.2009, 12.00 Uhr, Deutschlandhalle

 

7 : 11 (1:3 2:5 4:3)

Tore

1:0 (07:18) Schubert (Tüllmann) PP1, 1:1 (10:26) Rößger (Keil) PP1, 1:2 (10:44) G. Feßer (R. Feßer, Seifert), 1:3 (14:53) G. Feßer (Dobberstein, Pix) PP1

 

1:4 (20:07) Keil, 1:5 (29:26) Oechsner (Schutke, Rößger) PP1, 2:5 (34:14) Tüllmann (M. Paulick), 2:6 (36:11) G. Feßer (Dobberstein, Seifert), 2:7 36:44) Rößger (Keil) PP1, 3:7 (37:03) Schubert (Tüllmann, Ullrich) PP1, 3:8 (39:45) Schulke (Rößger, Keil)

 

4:8 (41:58) Kislat (M. Paulick, Lüttcher), 5:8 (50:03) Schubert (Srinamueang, Tüllmann), 6:8 (52:17) Lüttcher (Fischer), 6:9 (54:19) Samsonow (Keil, Schulke) PP1, 6:10 (55:53) Schulke (Seifert), 6:11 (56:00) Keil, 7:11 (57:32) Kislat

 

Besonderheit: Paul Schwenzer hält in der 40. Minute einen Penalty von Maurice Keil.

PIM

FASS: 10 - 4/4/2

YDE: 13 + 2 x 10 (Keil, damit autom. SpD) + SpD (Rößger) - 2/16/35

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Fotos zum Spiel

Berichte

Komisches Eishockey in Charlottenburg

Das seltsame letzte Drittel des Vortages noch im Kopf, gab es einen Tag später in der Deutschlandhalle das vierte Aufeinandertreffen zwischen den FASS-Schülern und den Young Dragons aus Erfurt. Wie hatten die Weddinger das letzte Drittel verkraftet? Wurden daraus Schlussfolgerungen gezogen? Oder ging es so weiter? Für Heiterkeit sorgte das Bambini Training von FASS, das am frühen Sonntagmorgen stattfand. Einige verklärte Blicke auf die Winzlinge auf dem Eis: Ach, so haben wir auch angefangen ...

 

Etwas irritiert ging es in das erste Drittel. Keine Uhr. Wurde etwa schon Abwrackprämien für Eishockeyuhren beschlossen? Die im Paul-Heyse-Eisstadion hat ja auch schon bessere Zeiten gesehen. Aber auch in Charlottenburg? Die Verantwortlichen hatten viel zu tun. Handstoppung ... Zeitansagen ...

 

Was dann aber kam war seltsam. Ohne Dynamik agierten beide Mannschaften. Mal im Drittel der Erfurter mal im Drittel der Weddinger, aber so richtig los ging es nicht. In der sechsten Minute Strafe Erfurt. FASS versuchte Druck aufzubauen, Erfurt befreite sich, dann wieder ins gegnerische Drittel, Moritz versuchte es hinterm Tor – und Tor! Den Torwart angeschossen, 1 : 0. Dann wurde kurz Eishockey gespielt. Die Führung im Rücken wurde das Tor der Erfurter unter Dauerbeschuss genommen aber der gute Torwart hielt. Dann Strafe FASS, und damit begann das Ungemach. Eine schöne Kombination der ersten Erfurter Reihe, Ausgleich in der elften Minute. Nur kurz darauf Fehler im eigenen Drittel 1 :2, Chaos im FASS-Drittel nichts ging mehr, Strafe FASS, 1 :3 . Es waren erst 15 Minuten gespielt aber alle dachten, ach wäre dieses Spiel nur endlich vorbei. Viele sahen schon ein Desaster kommen. Das Beste am Ende des ersten Drittels war der Schlusspfiff und das kein weiteres Gegentor fiel. Lange Gesichter bei den Berliner Zuschauern. Was sollte man als Trainer diesen FASS-Schülern in der Drittelpause sagen, und kam es in ihren Köpfen an?

 

Scheinbar nicht. Erfurt gewinnt das erste Bully, Alleingang, 1 : 4. Auch als der Kapitän der Erfurter eine Disziplinarstrafe erhält keine Besserung im FASS-Spiel. Einfachste Pässe kommen nicht an, keine Körpersprache, etliche Mal wird der Puck einfach hergeschenkt. Als dann noch in Überzahl das 1 : 5 fällt, denken einige Zuschauer schon an den Heimweg. Wären sie gegangen hätten sie das kurze Aufbäumen der Weddinger nicht gesehen. Basti Tüllmann auf Vorarbeit von Max in der 34. Minute zum 2 : 5. Die Hoffnung auf eine Wendung des Spiels währte nur kurz, 36. und 37. Minute und es stand 2 : 7. FASS wechselt den Torwart, ein Signal? Die folgende Strafe wurde überstanden. Dann Strafe Erfurt. Sofort ins gegnerische Drittel, und Moritz zum 3 : 7, aber auch nur kurz danach 3 : 8. Wenigsten der Penalty am Ende des Mittelabschnittes führte zu keinem weitern Torerfolg für die Thüringer. Das war schon harte Kost für die anwesenden Berliner. So eine „Leistung“ und das am Saisonende ...

 

Das letzte Drittel begann wie der Mittelabschnitt. Die Young Dragons erspielten sich Chancen, aber auf einmal kam auch FASS vors Tor und 4 : 8, Erik stocherte den Puck ins Tor! Naja, dachten wir auch nur ein kurzes Glimmen der Hoffnung, aber es wurde besser. Leider konnten die FASS-Schüler eine fünfminütige Überzahl nicht nutzen, aber die lange Unterzahl hatte Kraft gekostet. FASS besann sich auf einfachen Sachen, spielte auch mal wieder Eishockey. Und so kam es wie es kommen musste. 51. und 53. Minute Moritz und Paul und schon stand es 6 : 8. Ging noch was? Dann Strafe FASS, aber jetzt wurde auch in der Verteidigung gekämpft. Eric in seinem ersten Schülerspiel warf sich auf jeden Puck, und wenn er nicht da war, versuchten die Verteidiger jetzt einen besseren Job zu machen. Aber die individuelle Stärke einzelner Erfurter entschied das Spiel schlussendlich. Die Gegentreffer neun bis elf in drei Minuten waren dafür Beweis. Auch das Tor von Erik zum Schlussstand von 7 : 11 sei erwähnt. Die Aufeinandertreffen der Young Dragons und FASS in dieser Spielzeit waren meistens sehr torreich, aber elf Gegentore? Man hatte ja auch sieben geschossen.

 

Am nächsten Wochenende geht es gegen den Charlottenburger Lokalrivalen, 60 Minuten zu Wiedergutmachung.

 

Axel Schwenzer