

Sonnabend, 28.03.2009, 18.30 Uhr, Paul-Heyse-Str.
0 : 8 (0:1 0:4 0:3)
0:1 (08:05) Kubail PP1
0:2 (20:12) Braun (Preis, Butzer), 0:3 (22:07) Joselowitsch (Kubail, Volynec), 0:4 (31:40) Joselowitsch (Romachkov, Butzer), 0:5 (32:14) Romachkov (Joselowitsch)
0:6 (53:18) Volynec PP1, 0:7 (54:31) Mehl (Butzer, Beutel), 0:8 (56:22) Romachkov (Beutel) PP1
FASS: 18 - 8/2/8
ECC: 16 - 2/6/8
Obwohl eigentlich noch zwei Spiele für unsere FASS-Schüler in dieser Saison anstehen, war das wiederholte Aufeinandertreffen mit den ECC Juniors aus Charlottenburg am Samstag der Abschluss der Punktspiele.
Nach den eher mageren Ergebnissen der letzten Spiele und der sehr hohen Niederlage vom zweiten Spiel gegen die Charlottenburger (0:17) , schien das Motto eigentlich nur: ordentliche Verabschiedung aus der Saison.
Das Spiel begann eigentlich wie immer, der ECC versuchte schnell zum ersten Treffer zu kommen. Aber dagegen hatten die Weddinger anfangs ein gutes Mittel. Den Puck vom eigenen Tor fern halten, ins gegnerische Drittel passen und mal schauen. Die ersten Minuten waren ein ständiges Hin und Her. Als FASS dann in der vierten Minute in Überzahl spielte und sich gut aufstellte und auch Chancen hatte schauten die ersten Zuschauer etwas verwundert. Aber die zahlenmäßige Überlegenheit konnte nicht zum Torerfolg genutzt werden. Der ECC wurde wütender und auch besser. Als dann auch noch ein Weddinger auf die Strafbank musste, kam was kommen musste, 0 : 1 in der achten Minute. Kurz danach schon wieder Strafe FASS. Aber konzentriert und mit viel Einsatz wurde die Unterzahl überstanden. Bei gleicher Anzahl der Spieler auf dem Eis wieder Möglichkeiten für FASS, aber was habe ich in dieser Saison schon zum Thema Chancenverwertung geschrieben ... Dann schon wieder Strafe FASS, der ECC wollte unbedingt das zweite Tor, es fiel auch, aber Torraumabseits. Kaum war diese Unterzahl überstanden, schon wieder ein rätselhafter Pfiff der Schiedsrichter. Aber auch davon ließen sich die hart kämpfenden FASS-Schüler nicht beeindrucken. Auch diese Unterzahl wurde überstanden und kurz vor Ende des ersten Abschnittes noch einmal der Versuch zum Ausgleichstreffer. Kämpferisch und zum Teil auch spielerisch hatten wir eines der guten Drittel unserer Schüler gesehen. Aber als erfahrene FASS Beobachter hatten wir ja schon so viele unterschiedliche Spielabschnitte gesehen, dass es doch mit etwas Skepsis in die Drittelpause ging.
Leider sollten die Skeptiker Recht behalten. Der Mittelabschnitt begann, unsere FASS-Schüler schienen noch zu schlafen und das nutze der ECC eiskalt. 0 : 3 nach drei gespielten Minuten. Die sich anschließende Überzahl konnte nicht genutzt werden - da war sie wieder die Verunsicherung nach schnellen Gegentoren. Alles das was im ersten Drittel klappte, war nun nur noch Kampf. Erst in der 27. Minute zum ersten mal Befreiung und Spielaufbau. Es beruhigte sich etwas. Aber dann wieder so einfache Fehler im eigenen Drittel ... 0: 4 in der 32 Minute. Die kurioseste Szene des Spiels aber kam in der 33. Minute: Gewühle vor dem FASS-Tor, Paul hat den Puck sicher unter sich begraben, das Spiel ist abgepfiffen. Die ECC Spieler fahren zu den Schiedsrichtern, diskutieren, gestikulieren – ich weiß ja nicht was dort für Worte fielen – aber auf einmal stand es 0 : 5! Gab es eine Einladung zum Essen? Kopfschütteln an der Bande.
Weitere Strafen auf beiden Seiten beeinflussten den Spielstand im zweiten Drittel nicht mehr.
Der Schlussabschnitt begann wieder mit viel Druck der Charlottenburger. Auch die seltsamen Pfiffe der Schiedsrichter gingen weiter. Diesmal auf beiden Seiten. Die Überzahlsituationen konnte aber nicht genutzt werden. Zur Mitte des letzten Drittels wurde FASS besser, wollte unbedingt den Ehrentreffer, aber die Verteidigung des ECC hatte bessere Argumente. Leider dann auch noch ihre Stürmer. Gegentreffer sechs bis acht bis zur 57. Minute. Aber FASS steckte nicht auf. Es wurde bis zur letzten Sekunde gekämpft. Den Schlusspunkt setzten am heutigen Tag wieder einmal die Schiedsrichter: Strafen über Strafen in den letzten Minuten, irgendwie hatte man das Gefühl, dass die beiden Herren mit Schüler-Hockey überfordert waren.
0 : 8 verloren im letzten Spiel, ein Fazit der Saison? Nicht an dieser Stelle. Es gibt ja noch die eine oder andere Trainingseinheit, da wird Zeit zum Gespräch sein.
Axel Schwenzer
Einen Tag vor dem schweren Auswärtsspiel in Erfurt trat die „Preussen – Star Force“ bei den Jungakademikern aus dem Wedding im Paul – Heyse – Eisstadion an.
Nach ziemlich deutlichen und zum Teil deftigen Niederlagen in den bisherigen Begegnungen dieser Saison (1:12 und 0:17 aus Sicht von FASS) hatte sich der FASS-Nachwuchs offensichtlich für das 3. Derby gegen die Preussen viel vorgenommen: Denn obwohl die Preussen das Geschehen auf dem Eis weitgehend bestimmten und den Gegner im eigenen Drittel einschnürten, hielt ein hervorragend aufgelegter Paul Schwenzer im Tor von FASS sein Team bis zur 9. Minute im Spiel. Erst dann nahm sich ausgerechnet ein ehemaliger Mannschaftskamerad im Preussentrikot ein Herz und überwand ihn mit einem platzierten Handgelenkschuss unter die Querlatte: 1:0 für die Preussen! Dabei blieb es dann bis zur ersten Drittelpause, da auch der Preussen-Schlussmann mit gutem Stellungsspiel und hervorragenden Reflexen einige hochkarätige Konterchancen von FASS zunichte machte und einem weiteren Treffer der Preussen wegen Torraumabseits die Anerkennung verweigert wurde.
Kurz nach Beginn des Mittelabschnitts schlug dann der Punk ein zweites Mal im FASS-Gehäuse ein. Dies brachte etwas mehr Sicherheit ins Spiel der Preussen, die durch die heftige Gegenwehr im ersten Drittel ein wenig überrascht schienen. Das FASS-Tor lag nun unter Dauerbeschuss und nur dem oben erwähnten Goalie, der krakengleich die Pucks aus der Luft fischte, war es zu verdanken, dass die Preussen in diesem Drittel nur noch 3 weitere Male einnetzen konnten.
Im Schlussabschnitt machten die Preussen dann dort weiter, wo sie aufgehört hatten, während FASS nun die Kraft und Konzentration vollends zu schwinden schien. Daraus resultierten dann (neben weiteren unzähligen Torchancen) 3 weitere Tore, die den 0:8 (0:1; 0:4; 0:3) Endstand aus Sicht der Heimmannschaft herstellten.
Ronald Kubail