Junioren
Archiv 2008/09

Ice Dragons Herford - FASS Berlin

Sonntag, 05.04.2009, 17.45 Uhr, Hamm

 

7 : 2 (0:0 4:1 3:1)

Tore

1:0 (22:57) Güse (Bohle, Linnenbrügger), 2:0 (30:52) Preuße (Schäfer, Kiel) PP1, 2:1 (31:53) Heinze (Balko), 3:1 (36:12) Linnenbrügger (Lindt, Bohle), 4:1 (37:24) Schäfer (Becker, Güse)

 

5:1 (40:07) Klein (Schäfer) UZ2, 5:2 (40:23) Heinze (M. Reinhardt, Balko) PP2, 6:2 (49:50) Linnenbrügger (Klein, König), 7:2 (52:00) Lindt (König, Güse)

PIM

HEV: 19 + SpD (Bohle) - 0/31/8

FASS: 8 - 2/6/0

Berichte

Bundesliga – Herford ist dabei!

Es ist vollbracht! Gegen 20:00 Uhr rissen die Young Dragons, angefeuert von gut 300 mitgereisten Herforder Eishockeyfans, die Arme zum finalen Jubel in die Höhe! Mit einem zu keiner Zeit gefährdeten 7:2 Sieg stellten sie den größten Erfolg in der noch jungen Geschichte des Herforder EV sicher und konnten den Aufstieg in die Junioren Bundesliga feiern! Vorangegangen war eine äußerst faire Partie, in der die nur mit 10 Feldspielern angereisten Gäste aus Berlin ein Drittel lang mithalten konnten, aber nie eine Chance besaßen, das Spiel zu gewinnen.

 

Die Geschichte des ersten Drittels ist schnell erzählt, denn während Berlin versuchte, mit kämpferischem, aber jederzeit fairem Einsatz, ins Spiel zu kommen, taten die Young Dragons nicht mehr als nötig, um ihrem Goalie Max Feldmann einen möglichst beschäftigungsarmen Abend zu bescheren. Einzig das der Berliner Marcel Thiesler sich das Knie verdrehte und anschließend nicht mehr weiterspielen konnte, ist erwähnenswert. So ging es auch nach einem tempoarmen 1. Drittel beim Stand von 0:0 in die 1. Pause.

 

Im 2. Drittel versuchten die Young Dragons dann etwas mehr für das Spiel zu tun, und das brachte den gewünschten Erfolg. In der 30. Minute erkämpfte sich Jan-Niklas Linnenbrügger die Scheibe hinter dem gegnerischen Tor, gab sie weiter zu Nils Bohle und der sah den an der blauen Linie wartenden Florian Kiel. Der wiederum zog direkt ab, der Puck schlug das erste Mal im von Marco Eis hervorragend gehüteten Berliner Kasten ein. Einziger Schönheitsfehler: Der Schiedsrichter hatte die Nummer auf Kiels Trikot nicht richtig gesehen und schrieb den Treffer Sebastian Güse gut. Genau 55 Sekunden später hatten die Young Dragons wieder Grund zum jubeln. Herford war zwar in Überzahl, fuhr aber trotzdem einen Konter. Über Florian Kiel und André Schäfer kam der Puck zu Patrick Preuße, der marschierte auf und davon und lies Marco Eis keine Chance. Es stand 2:0. genau 61 Sekunden später dann der erste Berliner Treffer, als Marcel Heinze keine Mühe hatte, einen großartige Vorarbeit von Patrick Balko zum Anschlußtreffer zu verwerten. Doch die Young Dragons antworteten Prompt! In der 37. Minute kam die Scheibe über Nils Bohle und Alexander Lindt zu Jan-Niklas Linnenbrügger, der dem Torwart keine Chance lies. Und nur eine Minute später erhöhte André Schäfer, bedient von Sebastian Güse und Timo Becker, mit einem traumhaften Handgelenksschuß von der blauen Linie auf 4:1.

Dann kam die folgenschwerste Aktion der Partie. Beim Kampf um den Puck prallten Nils Bohle und der Berliner Sven Lautenschläger unglücklich zusammen, wobei sich Lautenschläger schwer verletzte. Auf Grund der Verletzung gaben die Schiedsrichter eine Spieldauerstrafe gegen Nils Bohle, der sich sofort bei Lautenschläger entschuldigte. An dieser Stelle wünschen wir Sven Lautenschläger gute Besserung! Da die Young Dragons anschließend noch einen Wechselfehler begingen, ging es mit einer 2-Mann Unterzahl in die erste Pause.

 

Direkt am Anschluß an die 2. Pause kam das Tor des Tages. Genau 7 Sekunden dauerte es, bis die Young Dragons in doppelter Unterzahl auf 5:1 erhöhten. Das Eröffnungsbully hatte Lucas Klein gewonnen, spielte die Scheibe zu André Schäfer, der den Puck zurück zu Lucas Klein spielte. Und der nutzte die gegnerischen Spieler als Slalomstangen und lies dem Berliner Goalie nicht den Hauch einer Chance. Doch schnelle Tore schiessen, das konnten auch die Berliner. 16 Sekunden später kam das 5:2. Immernoch in doppelter Überzahl, war es erneut Marcel Heinze, der eine gute Vorarbeit von Michael Reinhardt und Patrick Balko verwertete. Anschließend war viel Leerlauf in der Partie, man merkte, das Berlin, jetzt nur noch mit 8 Feldspielern, nicht mehr konnte, und die Young Dragons sich ihres Sieges sicher waren. So dauerte es bis zur 50. Minute, ehe wieder eine Scheibe den Weg ins Netz fand. Über Jonas König und Lucas Klein war die Scheibe zu Jan-Niklas Linnenbrügger gekommen, der eigentlich den mitlaufenden Lucas Klein bedienen wollte. Doch die Scheibe wurde abgeblockt, landete wieder an seinem Schläger und er vollendete selbst mit einem Schlenzer oben rechts in den Winkel. Den Schlußpunkt der Partie setzte dann Alexander Lindt in der 53. Minute. Freigespielt von Sebastian Güse und André Schäfer vollendete er aus kurzer Distanz zum 7:2 Endstand. Anschließend ließen die Young Dragons nichts mehr anbringen. Und nach Abpfiff hallte „Bundesliga – Herford ist dabei...“ durch die Eishalle in Hamm.

 

Quelle:  Ice Dragons Herford

 

Anm. d. Red.: Sven Lautenschläger erlitt im Spiel nach einem Zweikampf einen Nasenbeinbruch. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut, er konnte das Krankenhaus verlassen und mit der Mannschaft die Rückfahrt antreten. Gute Besserung Svenne ...