



Sonntag, 26.09.2009, ab 13.00 Uhr, Erfurt
Dresdener Eislöwen 1b - FASS 5 : 1 (2:0 3:1)
Tore von FASS: 2:1 (15.) Voß
SG OSC/ESCB - FASS 3 : 1 (0:1 3:0)
Tore von FASS: 0:1 (6.) Meintz (Kohnert)
Young Dragons Erfurt 1b - Dresdener Eislöwen 1b 2 : 8
Young Dragons Erfurt 1b - FASS 0 : 3 (0:1 0:2)
Tore von FASS: 0:1 (12.) Küller, 0:2 (14.) Küller (So. Wyrwas), 0:3 (18). So. Wyrwas (Kornmüller)
Dresdener Eislöwen 1b - SG OSC/ESCB 1 : 0
Young Dragons Erfurt 1b - SG OSC/ESCB 2 : 3
Strafminuten: ohne
Die Ligenleitung der Ostdeutschen Meisterschaft hat festgelegt, dass in der Altersgruppe der Kleinschüler in dieser Saison die Spiele auf einem Kleinfeld stattfinden und in zwei Halbzeiten von je zwölf Minuten Dauer gespielt wird. Die Spieltage finden in Turnierform mit je drei Mannschaften statt. Alles also wie bei einem Bambini-Turnier, nur dass hier schon Jugendliche um Punkte kämpfen. Zusätzlich kommt es in dieser Saison ja noch zum "Einfrieren" der Jahrgänge, so dass einige Spieler noch viele Jahre werden warten müssen, bevor sie das erste Mal spüren, wie groß ein Eishockeyfeld ist. Für die Nachwuchsförderung ist das wohl nicht besonders sinnvoll, aber diese Regelung spart Eiszeiten, da ja zwei Partien gleichzeitg auf einer Eisfläche starten können.
Die voll besetzte FASS Kleinschülermannschaft wollte beim heutigen Spieltag in Erfurt mit vier Reihen antreten. Dieser Plan ging aber nicht auf, da ein Spieler kurzfristig nicht zur Verfügung stand. Ersatz konnte so schnell nicht mehr verständigt werden, also mussten die FASS Coaches auf drei Reihen umstellen mit jeweils einem Wechselspieler innerhalb der Reihen - eine schwierige Situation am Beginn einer Saison, in der neue Spieler in die Mannschaft eingebaut werden müssen.
In der Partie gegen einen der Ligafavoriten, ESC Dresden 1b, zeigten die Jungs und Mädchen von FASS aber gleich, dass sie den Tag hellwach beginnen wollten. Den Zuschauern wurde ein tolles Spiel geboten. Die Dresdner, vor allem mit Spielern des Jahrgangs 2000 angetreten, nutzen ihr gutes Stellungsspiel, um sich immer wieder Chancen zu erarbeiten und gingen mit zwei Toren in Führung. Als Vincent Voß in der 15. Minute das erste FASS-Tor des Tages zum 1:2 erzielte, lag aber eine Sensation in der Luft. Die Berliner ließen die Scheibe laufen und sogar das Aufbauspiel aus der Abwehr klappte einige Male wie im Training geübt. Die Sicherheit nach hinten aber fehlt der FASS-Mannschaft noch, so dass am Ende doch eine deutlich 1:5 Niederlage in den Spielbericht eingetragen wurde. Unverkennbar waren aber die Begeisterung und auch der Wille zum Zusammenspiel im FASS Team. Trotz der Abgänge in der Sommerpause und den vielen neuen Spielern konnte also an die spielerisch überzeugenden Leistungen des Endes der vergangenen Saison angeknüpft werden.
Auch der Gastgeber, EHC Thüringen 1b, war mit einer jungen Mannschaft angetreten. Es fiel den Nachwuchs-Akademikern im zweiten Spiel des Tages nicht schwer, eine deutliche Feldüberlegenheit herzustellen. Die Chancenausnutzung was aber lange Zeit mangelhaft. Gut, dass Jonas Küller, schon in der Vorsaison einer besten Scorer der Mannschaft, zweimal alleine vor dem Tor die nötige Ruhe behielt und den Puck unter die Latte hob. Das zweite Tor hatte Sonja Wyrwas mit einem schönen Pass vorbereitet, das dritte Tor erzielte sie dann selbst. Im "slot" vor dem Tor lauerte Sonja auf den Pass, den Lars Kornmüller dann tatsächlich auch spielte - 3:0 für FASS und großer Jubel.
Die Ligenleitung hat auch entschieden, dass in der Ostdeutschen Meisterschaft im Nachwuchs Spielgemeinschaften verschiedener Clubs antreten können. Dies ist sinnvoll, damit auch Sportler kleinerer Eishockeyvereine, die keine eigene Mannschaft stellen können, Wettkampfpraxis sammeln können. Gegen eine solche Spielgemeinschaft (OSC/ESCB 07) musste FASS im letzten Spiel antreten. Eine Halbzeit lang waren die FASSler deutlich feldüberlegen, führten aber nur 1:0 durch einen Weitschuss von Felix Meintz. FASS hatte zwar viele Chancen, aber der massige Torwart der Spielgemeinschaft, vor dem Spiel noch herzlich begrüßt von den ehemaligen Kollegen aus der FASS-Mannschaft, schien die Berliner Stürmer zu beeindrucken. In der zweiten Halbzeit ließ dann die Konzentration in allen Reihen von FASS erkennbar nach, und die im Reglement vorgeschriebenen Wechsel innerhalb der Reihen trugen noch zusätzlich zur Auflösung des systemtreuen Spiels bei. Die Quittung gab es dann auch bald: die FASS-Abwehr stand nicht mehr sicher, ein Spieler des Gegners konnte innerhalb von drei Minuten noch drei Tore erzielen, und die Spielgemeinschaft OSC/ESCB 07, die von FASS vor einer Woche noch sicher mit 5:1 geschlagen werden konnte, verließ das Eis als Sieger.
Licht und Schatten also bei FASS, und bestimmt ist noch viel Trainingsfleiß nötig, damit ein starkes Eishockeyteam heranwächst. Unverkennbar waren aber die Freude auf dem Eis und der Wille, als Mannschaft aufzutreten. Den FASS-Fans könnte also eine erfreuliche Kleinschüler-Saison bevorstehen. Mannschaftsleiter Ralph Tibursky jedenfalls lobte seine Cracks nach Spielschluss: "Das war ein guter Tag heute! Bedankt Euch vor allem bei Eurem Torwart Thaddäus, der Euch mit seinen Paraden immer wieder im Spiel gehalten hat."
FASS spielte mit Thaddäus Scheer (T); Sarah Wyrwas, Alexander Kompf, Dominik Jurowski, Dan Engelmann (A), Helen George (C); Nils-Olaf Meißner, Theodor Mathea, Jonas Küller (A), Sonja Wyrwas, Lars Kornmüller; Tobias Kohnert, Nick Streitle, Felix Meintz, Vincent Voß, Ilya Muskins.
EG/26. September 2009
Das Trainerteam der FASS-Kleinschüler besprach noch in Erfurt mit der Mannschaft die heutigen Spiele. Danach beantworteten sie für uns ein paar Fragen.
Seid Ihr mit Eurer Mannschaft zufrieden?
Trainer Andrei Timofeev: Ich muss sagen, dass mir heute das ganze Team wunderbar gefallen hat.
Und was war im letzten Spiel los?
Im letzten Spiel waren wir in den letzten zwölf Minuten leider unkonzentriert. Aber die Mannschaft will ja lernen, und in Zukunft wollen wir noch besseres Eishockey spielen. Wir haben auch gleich mit der Mannschaft darüber gesprochen. Wenn wir das 2:0 gemacht hätten, wäre das Spiel wohl anders ausgegangen. Die Spieler müssen aus so etwas lernen und sich bis zur letzten Minute konzentrieren. Aber insgesamt war ich wirklich sehr zufrieden.
Das ist ja ein großes Lob. Was hat Euch denn besonders gefallen?
Co-Trainer Michael Kaiser: Ich habe viele Lichtblicke gesehen. Vor allem hat mir gefallen, dass die Kinder teilweise schon den Kopf oben hatten beim Laufen und Passen, und so gezielt ein Spielaufbau möglich war.
Siehst Du schon, dass sich die Arbeit mit den Kindern lohnt?
Ja, teilweise haben sie schon umgesetzt, was wir Ihnen im Training gezeigt haben. Das ist natürlich für einen Trainer besonders schön.
EG/26. September 2009