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F.A.S.S. e.V. Berlin
Freier Akademischer Sportverein Siegmundshof
Regionalliga
Archiv 2009/10

FASS Berlin - ERV Chemnitz

Sonnabend, 17.10.2009, 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion

 

3 : 1 (0:0 2:0 1:1)

Tore

1:0 (33:56) Patrzek (Pietsch) PP1, 2:0 (39:24) Hüfner (Patrzek) UZ1

 

2:1 (43:08) Engler (Pilcsik, Seidl) PP1, 3:1 (47:02) Aicher (Masche, Harloff)

PIM

FASS: 24 + 10 (Pietsch) + SpD (Seelisch) + SpD (Pietsch) - 16/56/2

ERVC: 21 + SpD (Michel) - 6/31/4

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Fotos vom Spiel

Berichte

FASS ringt Chemnitz nieder

Gelungener Start in die Liga-Saison: Starke Akademiker behielten in einem harten Match die Oberhand und siegten verdient 3:1 (0:0, 2:0, 1:1) gegen die Wild Boys. Zwei weitere gesperrte Spieler fehlen ihnen am Sonntag in Jonsdorf.

 

Es passiert höchst selten, dass bis zur 34. Minute einfach kein Tor fallen will. Immer größer wird die Anspannung, auf welcher Seite es zuerst klingeln wird. Man denkt an die alte Spruchweisheit: Wer jetzt das erste Tor schießt, gewinnt das Spiel. Genau so war es auch bei FASS gegen Chemnitz. In der 34. Minute brach Fabio Patrzek mit einem beherzten Schlagschuss endlich den Bann. Der hervorragende Torhüter der Sachsen, Tim Schnelle, war zwar noch dran, aber die Wucht des Geschosses ließ den Puck über die Linie rutschen. Mit der Führung im Rücken spielte FASS danach befreit auf. Die Berliner waren bis zum Schluss Herr im Haus, Chemnitz erlahmten die Kräfte. Der Sieg hätte deutlicher ausfallen können. Ein gelungener Heimauftakt für die Rote Laterne der Vorsaison! Nach den vielen Niederlagen in der Vorbereitung und im Pokal war das sicherlich Balsam für die Seele der Mannschaft.

 

Im ersten Drittel waren die Gäste recht gefährlich, doch FASS-Torwart Sebastian Albrecht verhinderte mit guten Reflexen einen Rückstand. Ihm spendeten die Zuschauer wiederholt Szenenapplaus - die Zeit des Kopfschüttelns über die Leistungen der FASS-Keeper ist wohl vorbei, welch ein Glück. Chemnitz durchaus im Vorwärtsgang: Vor allem der pfeilschnelle tschechische Außenstürmer Michal Plichta machte den Berlinern ganz schön Ärger. Auf der anderen Seite fehlte noch die letzte Präzision. Es zischten zwar immer wieder scharfe Pässe vors Tor von Schnelle, aber kein FASS-Stürmer verwertete sie. Durchs Jari Pietschs Blitz-Disziplinarstrafe nach 44 Sekunden mussten die Reihen zunächst umgestellt werden - so verstärkte Patrzek auch die Doppelspitze der beiden Riesen Hecker und Leers. Hecker bot sich viel an und arbeitete eifrig für die Mannschaft. Jörn Kugler zeigte in Unterzahl ein tolles Solo. Nichtsdestotrotz ging es mit 0:0 in die Kabinen, weil kein Team entscheidende Vorteile gewann.

 

Ein gutes Spiel entwickelte sich im Mitteldrittel. Die Stürmer schossen besser, aber beide Torleute machten ihre Arbeit exzellent. Pietsch und Plichta wetteiferten miteinander, wer der größere Rastelli sei. Hecker mit zwei Riesenchancen, dann Dauerdruck der Wild Boys im Powerplay, Albrecht hält alles. Das Match jetzt auf des Messers Schneide. Wieder Getümmel vor Schnelle, kein Tor. In der 34. Minute entlud sich die riesige Anspannung in einer zünftigen Rauferei zwischen Julius Michel und Jan-Hendrik Seelisch, die den Berliner als knappen Punktsieger sah. Beide durften sich den Kabinenschlüssel zum Duschen holen. Danach rang FASS die Chemnitzer auch toremäßig nieder. Auf den erlösenden Treffer von Patrzek folgte eine Drangperiode, wobei Hecker sich nicht ganz zwischen Torschuss und Pass auf Kugler entscheiden konnte. Besser, nämlich allein machte es der andere Benjamin (Hüfner), dem kurz vor der Pause das entscheidende 2:0 gelang. Eine gute Vorarbeit leiste dabei Patrzek, der den Chemnitzer Verteidiger mit einem saftigen Check vom Puck trennte und sofort an Hüfner vorlegte.

 

Dass es für FASS noch mal brenzlig wurde, hatte indirekt mit der Spieldauer-Disziplinarstrafe für Pietsch zu tun. Er bekam sie wegen eines Stockschlags. Mindestens zwei Minuten zuvor sah man Plichta mit schmerzverzerrtem Gesicht herausfahren, er hielt sich die Hand. Aber hatte der Schiedsrichter ein Foul angezeigt? Das Spiel lief lange weiter, und auch die Chemnitzer kamen mit der Scheibe in Kontakt. Erst nachdem deren Trainer Manfred Wolf heftig protestiert hatte, wurde für alle überraschend die große Strafe ausgesprochen. Diese Strafe überstand FASS zwar noch unbeschadet. Die folgende gegen Harloff nutzten die Wild Boys dann zum Anschlusstreffer, als Engler den Puck im Nachschuss über die Linie wuchtete. Doch die Berliner gaben die richtige Antwort, als Masche und Harloff vier Minuten später ein überlegtes Powerplay aufzogen, das der plötzlich am linken Toreck aufkreuzende Kapitän Lucien Aicher vollendete.

 

FASS nun in einem fröhlichen Spielrausch, ein weiteres Tor durch Patrzek verhinderte der um Winzigkeiten zu früh kommende Schiedsrichterpfiff. Von Chemnitz kam nicht mehr viel Gegenwehr. Albrecht stand gegen einen Alleingang von Pilcsik in der 53. Minute ganz sicher, und damit war die Moral der Sachsen wohl gebrochen. Sie versuchten mit ein paar Schwalben, Strafzeiten zu schinden, aber darauf fiel der Schiedsrichter nicht herein. Die Akademiker zeigten weiterhin die planvolleren Aktionen. Besonders schlitzohrig war Verteidiger Thomas Leibrandt, der den Chemnitzer David Seidl mit ein bisschen Stock festklemmen so sehr reizte, dass dieser einen wilden Schwinger setzte, womit eine Bankstrafe gebucht war und die Schlussoffensive der Gäste abgeblasen werden musste. Das war ebenso schlau wie kaltblütig von Leibrandt, der gar nicht mehr boxen wollte. Die Berliner fuhren den hochverdienten Sieg sicher nach Hause.

 

FASS scheint die richtige Mischung aus Talent und Erfahrung zu haben. Die Mannschaft kann im Oktober zum Höhenflug ansetzen. Beim Auswärtsspiel in Jonsdorf fehlen allerdings Daniel Kuch (sitzt eine Sperre aus der Vorsaison ab) sowie die aktuellen Sünder Jari Pietsch und Jan-Hendrik Seelisch.

 

Sven Crefeld für Radio Eiskalt

Wild Boys mit Auftaktniederlage

Beim ersten Punktspiel der Saison 2009/10 mussten die Wild Boys bei FASS Berlin eine 1:3 (0:0,0:2,1:1) Niederlage hinnehmen. Ohne ihren Routinier Mike Losch, dafür aber wieder mit Tamas Pilcsik und dem in dieser Woche verpflichteten Michal Plichta erwischten die Chemnitzer sogar den besseren Start.

 

Trotz des Torlosen ersten Drittels, in dem es die Chemnitzer verpasst hatten das eine oder andere Tor zu erzielen, war den 21 Chemnitzer Fans unter den 202 Zuschauern nicht bange.

 

Im Mitteldrittel sollte sich schnell zeigen das die Berliner nun mehr tun wollen, was sich nicht immer auf das rein spielerische beschränken sollte. So verwickelte der Berliner Verteidiger Seelisch den Chemnitzer Julius Michel in eine Schlägerei, worauf beide frühzeitig unter Dusche geschickt wurden. Wenig später durfte Björn Schenkel die Strafbank aufsuchen und die Akademiker nutzen diese Überzahl zum 1:0 durch Patrzek. Immer wieder kleine versteckte Fouls der Berliner hinterließen bei den Chemnitzern ihre Spuren. Vor allem aber merkte man dem Team an, dass gerade in dieser Phase etwas die Cleverness fehlte. Selbst gute Chancen blieben ungenutzt. Gegen Ende des Drittels kam mit Pietsch der nächste Berliner in den Genuss alleine zu duschen. Nun hatten die Chemnitzer ganze fünf Minuten Zeit in Überzahl den Ausgleich zu erzielen. Doch zu allem Unheil konnten die Berliner in eben dieser Unterzahl auf 2:0 erhöhen. Allerdings hätte der Treffer gar nicht fallen dürfen. Chemnitzer war im Angriff und Patrzek konnte sich nur mit einem Foul behelfen, welches nicht geahndet wurde. Damit nicht genug, bereitete dann gerade dieser Spieler im Gegenzug das 2:0 durch Hüfner vor.

 

Noch bleiben den Wild Boys 20 Minuten um das Spiel zu drehen. Zwar konnte man die verbleibende Überzahl aus dem Mitteldrittel noch nicht nutzen, aber gleich bei der nächsten Strafe der Hauptstädter klingelte es im Kasten von Sebastian Albrecht. Dabei war es Roy Engler vorbehalten den ersten Saisontreffer der Chemnitzer zu erzielen. Nun keimte bei den Chemnitzern wieder Hoffnung auf. Man mühte sich redlich, aber vor dem Tor fehlte heute der letzte Kick. Vier Minuten nach dem Anschlusstreffer nutzen die Gastgeber erneut eine Überzahl um wieder mit zwei Toren in Führung zu gehen. Irgendwie schien nun auch der Glaube der Chemnitzer gebrochen und so brachten die Berliner die drei Punkte auf ihre Seite.

 

Quelle: ERV Chemnitz


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