

Sonnabend, 31.10.2009, 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
12 : 2 (4:1 2:0 6:1)
1:0 (02:53) Gust (Roubicek), 2:0 (03:08) S. Reinhardt, 2:1 (07:00) Güttler (Schubert), 3:1 (11:03) Gröner (S. Reinhardt, Gust), 4:1 (17:26) Roubicek (M. Reinhardt)
5:1 (24:25) Roubicek (Balko, M. Reinhardt), 6:1 (39:31) S. Reinhardt (Gröner)
7:1 (40:54) Kulczynski (Gröner, S. Reinhardt), 8:1 (51:54) Kloster (S. Reinhardt, Gröner) PP1, 8:2 (53:19) Wagner (Buder), 9:2 (55:30) Gust, 10:2 (55:48) Kloster (Ritter, Hala gen. Kahle), 11:2 (57:20) Gust (Roubicek, Balko) PP1, 12:2 (57:38) S. Reinhardt (Gröner, Gust)
FASS: 8 - 4/2/2
RWBM: 24 - 2/8/14
Um es vorweg zu nehmen: Bad Muskau war bei weitem nicht so unterlegen, wie es das Ergebnis ausdrückt. Gefälliger Spielaufbau, gute Rückwärtsbewegung und eine nicht unerhebliche Anzahl von Torchancen. Dass das Ergebnis aber so deutlich gegen die Kurstädter ausfiel, hatte mehrere Ursachen, zwei davon waren jedoch besonders auffällig. Zum einen hatte das Team des FASS mit Philipp Kulczynski einen Verteidiger in den eigenen Reihen, der, sobald er auf dem Eis war, für Ruhe im Spiel sorgte und zum anderen war da Benjamin Nitschke, der die zeitweisen Aussetzer seiner Vorderleute immer wieder ausbügelte, mehrfach Alleingänge der Gäste entschärfte und sich auch sonst als sicherer Rückhalt zeigte. An den beiden Gegentoren war er schuldlos.
Von der ersten Minute zeigte die Mannschaft, wie schon im Auftaktspiel, ihren Vorwärtsdrang und wurde nach knapp drei Minuten durch einen Doppelschlag von Tino Gust und Sebastian Reinhardt belohnt, wobei mal wieder bewiesen wurde, dass sich das Nachsetzen vor dem Tor lohnt. Der Anschlusstreffer der Bad Muskauer in der achten Minute zeigte dann auch, woran die Mannen von Trainer Alexander Paulick noch arbeiten müssen. In Unterzahl gelang es der Mannschaft trotz Puckbesitz nicht, die Scheibe aus dem eigenen Drittel zu befördern, sodass Martin Güttler in dem Moment, als die Strafzeit abgelaufen war, an die Scheibe kam und auch vollenden konnte. Die Antwort kam aber in der zwölften Minute, als Till Gröner den wohl schönsten Spielzug der gesamten Partie zum 3:1 vollendete. Vorangegangen war eine Staffette über Philipp Kulchzynski mit kurzem Zuspiel auf Tino Gust, der die Scheibe dann zu Sebastian Reinhardt auf der rechten Seite weiterleitete. Noch ein Pass und Till Gröner zeigte sich dann in der Mitte als dankbarer Abnehmer. Das 4:1 in der 18. Spielminute durch Steve Roubicek setzte dann den Schlusspunkt in diesem ersten Drittel.
Der Mittelabschnitt war dann eher von Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten geprägt, ein flüssiger Spielverlauf wollte sich nicht einstellen. Zu viele Abspielfehler ließen dies auch nicht zu und die Chancen, die sich beide Teams erarbeiteten, wurden auf der einen Seite durch „Benni“ Nitschke zunichte gemacht und auf der anderen bis auf zwei vergeben. Und diese nutzten erneut Sebastian Reinhardt und Steve Roubicek, um das Ergebnis auf 6:1 hochzuschrauben.
Das letzte Drittel begann dann nach 54 Sekunden mit einem Hammer. Und dieser Hammer kam von der blauen Linie im Drittel der Kurstädter. Nach einem Pass von Till Gröner zog Philipp Kulczynski ab und die Scheibe schlug unten rechts ein. Marcus Wolsch im Tor der Gäste hatte dabei nicht den Hauch einer Chance. Die Partie war nun endgültig gelaufen und bis zur 52. Minute war es eine Kopie des zweiten Abschnitts. Die Gastgeber konnten eine Strichliste über die vergebenen Chancen führen, die Gäste wollten oder konnten nicht mehr so richtig am Spiel teilnehmen. Ab der 52. Minute kam dann aber noch mal so richtig Fahrt in die Partie. Zunächst war es Alexander Kloster eben in dieser Minute, der in Überzahl das 8:1 erzielte, dann betrieben die Bad Muskauer durch Robert Wagner Ergebniskosmetik (54.) und dann besiegelten zwei Doppelschläge innerhalb von 18 Sekunden sowohl in der 56. Minute - durch Tino Gust sowie nochmals Alexander Kloster - als auch in der 58. - erneut Tino Gust/Überzahl und Sebastian Reinhardt - das zweistellige Schicksal der Gäste.
Als Fazit bleibt festzustellen, dass die „1b“ von FASS in der Sachsenliga angekommen ist. Der Vorwärtsdrang dieser Mannschaft ist kaum zu stoppen. Das Manko dieses Teams bleibt jedoch die Defensivarbeit. Man lässt viel zu viel Raum für Konter und im eigenen Drittel sowie vor dem eigenen Gehäuse fehlt die Konsequenz zum „Abräumen“. Stärkere Teams werden das in der Zukunft ausnutzen. Trotz allem einen gelungene Wiedergutmachung der Auftaktniederlage. Mal sehen, wie sich das Team am Sonntag beim ESC 07 Berlin schlägt. Die haben ihre Erfahrungen in der Sachsenliga schon gemacht. Mit Sicherheit wird es nicht einfacher, denn mehrere Spieler werden nicht dabei sein, da sie entweder verhindert sind oder bei der Regionalliga zum Einsatz kommen.
MPe, 011109