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F.A.S.S. e.V. Berlin
Freier Akademischer Sportverein Siegmundshof
Landesliga
Archiv 2009/10

FASS Berlin - SCC

Sonnabend, 31.10.2009, 19.00 Uhr, Paul-Heyse-Str.

 

5 : 4 (3:2 1:2 1:0)

Tore

1:0 (0:20) Marowski (Leffelsender), 2:0 (3:16) Leffelsender (Marowski), 2:1 (6:57) Schulz (Steffenhagen) PP1, 2:2 (8:23) Isokeit (Kohrt) PP1, 3:2 (9:39) Kindt (Connolly)

 

3:3 (27:13) Jurcok, 4:3 (35:12) Marowski (Ristow), 4:4 (38:55) Hans (Schulz)

 

5:4 (45:21) Leffelsender

PIM

FASS: 28 + 10 (Müller) - 10/4/24

SCC: 18 + 10 (Plack) - 2/6/20

Berichte

Platztausch nach Spitzenspiel

Zweiter Sieg im zweiten Spiel - FASS 1c erobert nach 5:4 Sieg über den SCC den ersten Tabellenplatz

 

Bereits am zweiten Spieltag der Landesliga kam es in der Paul-Heyse-Straße zur Wiederauflage des Finales der letzten Saison. Sowohl FASS als auch der SCC konnten am ersten Spieltag ihre Spitzenstellung in der Liga mit zweistelligen Erfolgen untermauern. Der SCC zeigte sich dabei gegen die harmlosen Bären ein wenig treffsicherer und konnte dank einer um ein Tor besseren Tordifferenz gleich wieder die Reihenfolge herstellen, mit der die letzte Saison endete.

 

Zum Anfang der neuen Saison stellt sich nun für beide Mannschaften mehr denn je die Frage, wie der Verlust von einigen wichtigen Spielern kompensiert werden kann. Während der SCC die Topscorer Windler und Wilson ersetzen muss, fehlen bei FASS im Vergleich zur Vorsaison eben gleich 6 Spieler (Steffen, Kraft, Kloster, Ritter, Voigt, Müller), die zusammen immerhin für 71 Scorerpunkte verantwortlich zeichneten.

 

Der Anfang des Spiels schien darauf zunächst eine klare Antwort zu geben. Der SCC spielte die ersten 5 Minuten offensiv völlig harmlos und hinten meistens konfus. Als Ergebnis dieses kollektiven Tiefschlafs stand es nach Toren von Leffelsender und Marowski bereits nach gut drei Minuten 2:0 für die Akademiker. Der SCC machte zu diesem Zeitpunkt nicht den Eindruck, als wenn er auch nur ansatzweise daran glaubte, dieses Spiel gewinnen zu können. Allerdings änderte sich das schnell. Zwei aufeinander folgende Überzahlspiele konnten die Charlottenburger erfolgreich abschließen und bei FASS fragte man sich, wohin die vorher gezeigte Dominanz verschwunden war. Bei gleicher Spielerzahl waren die Akademiker zwar leicht überlegen, konnten allerdings selten genug Zug zum Tor entwickeln und handelten sich darüber hinaus auch deutlich zu viele Strafen ein. Wenn der Puck dann doch einmal gefährlich aufs SCC-Tor kam, war der hervorragend aufgelegte Eugen Nickel im Gehäuse des SCC meistens zur Stelle. Einzig als Wolf Kindt nach schönem Anspiel von Walter Connolly im Slot zum Schuss kam, war er machtlos. Mit 3:2 ging es zur ersten Drittelpause in die Kabine.

 

Im zweiten Abschnitt zeigte sich der SCC deutlich konzentrierter. Zwar hielt sich der Druck auf den von Fabian Theil sicher gehüteten Kasten der Akademiker in Grenzen, aber wenn die Charlottenburger zum Abschluss kamen, wurde es meist gefährlich. Auf der Gegenseite taten sich aber auch immer wieder gute Chancen für FASS auf. Zum Torerfolg kam aber der SCC, der durch Paul Jurcok zunächst den Ausgleich erzielen konnte. Kurz darauf die Antwort von FASS, Jules Marowski brachte die Akademiker mit seinem zweiten Tor des Spiels wieder in Führung. Den Schlusspunkt unter das Mitteldrittel setzte dann aber Joachim Hans mit dem abermaligen Ausgleich.

 

Das letzte Drittel musste also die Entscheidung bringen. Der Beginn des Drittels lief auch noch zivilisiert an, bis Marco Leffelsender durch einen sehenswerten Schuss ins rechte obere Eck die 5:4 Führung für FASS erzielte. Nun wurde es unruhig. Leider gelang es den Schiedsrichtern, die zu diesem Spiel wohl leider nicht ihren besten Tag erwischt hatten, nicht, beruhigend auf das Spielgeschehen einzuwirken. Obwohl das Spiel zu keiner Zeit unfair geführt wurde, sprachen sie eine Unmenge von Strafen aus, die zum Teil leider nur wenig nachvollziehbar waren. Besonders FASS konnte sich nicht auf das Schiedsrichtergespann einstellen und kassierte in den letzten elf Spielminuten insgesamt acht Strafen, während es den SCC nur sechsmal erwischte, wobei jeweils eine 10-Minuten-Strafe dabei war. Besonders bitter für den SCC war es, in der letzten Spielphase auf Mario Plack verzichten zu müssen, der zuvor mit einem Pfostentreffer noch die beste Ausgleichschance hatte. Seine nachvollziehbare Enttäuschung über das Schiedsrichtergespann äußerte er allerdings etwas unsachlich. In der letzten Spielminute nahm der SCC dann noch seinen Torhüter vom Eis, gleichzeitig musste FASS mit drei Feldspielern auskommen. Doch die Charlottenburger brachten keine geordneten Aktionen mehr zustande. Im Gegenteil, sie hätten beinahe noch ein Gegentor hinnehmen müssen, jedoch wurde Walter Connolly am Lauf auf das leere Tor gehindert. Der Schiedsrichter setzte seinem nicht nachzuvollziehenden Stil hierbei noch einmal die Krone auf, als er kurz den Arm hob, dann aber nach einigen Sekunden wieder sinken ließ.

 

Wolf-Dietrich Kindt


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