Regionalliga
Archiv 2009/10

FASS Berlin - ELV Niesky

Sonntag, 29.11.2009, 14.00 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion

 

5 : 2 (1:1 2:1 2:0)

Tore

1:0 (05:03) Hecker (Leers, Pietsch) PP1, 1:1 (17:45) Noack (Brill, Schwabe) PP1

 

1:2 (31:46) Schwabe (Noack, Wimmer), 2:2 (37:30) Aicher (Harloff, Kugler) PP1, 3:2 (39:27) Hecker (Leers, Hüfner) PP2

 

4:2 (49:16) Labuhn (Hecker, Leers), 5:2 (52:06) Hecker (Leers) PP1

PIM

FASS: 6 - 2/2/2

ELVN: 21 + SpD (Greulich) + 10 (Leyva) + 10 (Wimmer) - 6/27/28

Berichte

Platz 4 zum ersten Advent

Einen 5:2 (1:1, 2:1, 2:0) Arbeitssieg verbuchten die Akademiker am Sonntag in der heimischen Erika-Hess Eishalle gegen den ELV Niesky. Doch das Spiel startete anders als gewünscht. Zwar konnte man die Lausitzer schnell unter Druck setzen und zahlreiche Torchancen erspielen, diese aber nicht zum Erfolg nutzen. Die Nieskyer waren in dieser Phase des Spiels effektiver, zeigten aggressives Körperspiel und zwangen die Akademiker dadurch in die Defensive. Nach sechs Minuten war es aber Benjamin Hecker, der eine vorangegangene Kombination von Christian Leers und Jari Pietsch zum 1:0 für die Hausherren vollendete Die Gäste zeigten sich jedoch nur kurz geschockt und nahmen den Kampf an. Es entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, die beim jeweiligen Goalie allerdings nicht für viel Gefahr sorgten. Der Ausgleich durch Marco Noack zum 1:1 in der 18. Minute fiel dann auch eher überraschend, es war ein Treffer der Marke „reingestochert“.

 

Im zweiten Drittel übernahmen die Akademiker zuerst das Kommando und Torfrau Ivonne Schröder hatte alle Hände voll zu tun, um ihr Team vor einem Rückstand zu bewahren. Trotzdem konnte Niesky in der 32. Spielminute in Führung gehen. Im Powerplay fiel ein Abpraller von Goalie Christian Krüger Jens Schwabe auf den Schläger und der hatte keine Schwierigkeiten, zur zu diesem Zeitpunkt glücklichen Führung zu vollenden. Niesky setzte nun nach und warf alles nach vorne. Der Angriffswirbel wurde aber durch eigene Strafzeiten jäh gestoppt. Nieskys Spielgestalter Sebastian Greulich musste in der 36. Minute nach einem überharten Bandencheck in den Rücken von Philip Labuhn mit einer Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen. Die Lausitzer kassierten dann in der folgenden fünfminütigen Unterzahl gleich zwei Treffer. Erst konnte Kapitän Lucien Aicher (38.) ausgleichen und Benjamin Hecker (40.) erzielte dann das mittlerweile auch verdiente 3:2.

 

In der letzten Drittelpause stellte FASS-Coach Chris Lee seine Jungs darauf ein, konzentrierter zu spielen und sich nicht weiter provozieren zu lassen. Die Ansage zeigte ihren gewünschten Erfolg. Phillip Labuhn (50.) und Benjamin Hecker mit seinem dritten Treffer (53.) sorgten für eine komfortable 5:2-Führung. Die Lausitzer versuchten daraufhin zwar noch alles, um das Ergebnis zu drehen, verzettelten sich aber immer wieder in überharten Aktionen und unnützen Diskussion mit dem Schiedsrichter. 28 Strafminuten waren dadurch die eher traurige Ausbeute für das Team von Spielertrainer Jens Schwabe. Es blieb schließlich beim 5:2 und dadurch konnten die Akademiker ihr Punktekonto auf 14 erhöhen. Die Ergebnisse aus Schönheide und Erfurt taten an diesem Spieltag, an dem bis auf Leipzig alle Mannschaften antraten, ihr Übriges dazu, dass sich das Team wieder auf den vierten Tabellenplatz verbessern konnte. Eishockeynationalspieler Marcel Müller (Kölner Haie), der sich unter den Besuchern befand, sprach nach der Partie von einem attraktiven Regionalligaspiel mit einem verdienten Sieger.

 

F.A.S.S. Berlin: Tor: Krüger, Albrecht; Verteidigung: Geiseler, Balko, Kugler, Kruggel, Hüfner, Leibrandt, Seelisch, Winkler; Sturm: Heinze, Roubicek, Pietsch, Aicher, Leers, Masche, Harloff, Labuhn, Hecker

 

Gerald Hagen

Akademiker kämpfen Niesky nieder

In einem kampfbetonten Spiel siegte FASS Berlin gegen wieder einmal sehr unsauber spielende Tornados aus Niesky mit 5:2 (1:1/2:1/2:0).

 

Die Gastgeber begannen sehr druckvoll. In den ersten Minuten hatten die Weddinger einige Torchancen und in der sechsten Minute gelang es dann Benjamin Hecker Nieskys Torfrau Ivonne Schröder zum 1:0 zu überwinden. In der Folge bestimmten dann unsaubere Aktionen das Spiel, Schiedsrichter Marcel Metzkow ließ das Ganze jedoch laufen, statt einige Strafen zu verteilen. So kam FASS am Ende mit sechs Minuten davon. Die Gäste hingegen kassierten 61 Minuten und waren damit mehr als nur gut bedient. Ständig wurde nachgeschlagen oder reklamiert. Hier muss der junge Schiedsrichter noch einiges lernen. Zwei Minuten vor der Pause nutzte Marco Noack ein Überzahlspiel zum 1:1 Ausgleich.

 

Im Mittelabschnitt verflachte das Spiel. Bis auf weiterhin viele unsaubere Aktionen der Gäste passierte in den ersten zehn Minuten nicht viel. Das zweite Powerplay nutzte Jens Schwabe zur Führung für die Gäste. Alle Versuche der Berliner Abwehr, den Puck in dieser Situation aus der Gefahrenzone zu schießen, schlugen fehl. Danach übernahmen die Weddinger wieder das Kommando und Niesky schwächte sich weiter. Sebastian Greulich kassierte für einen Check von hinten gegen Phillip Labuhn eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Lucien Aicher (38.) und Benjamin Hecker (39.) nutzten in der Zeit die Überzahl, um die Berliner mit 3:2 in Führung zu bringen. Beide Tore waren schön herausgespielt.

 

Auch im letzten Drittel änderte sich am Spielverlauf nicht viel. Die Lausitzer spielten weiter sehr körperbetont, die Weddinger ließen sich nicht provozieren. Lohn war das 4:2 durch Phillip Labuhn zehn Minuten vor dem Ende. Als Benjamin Hecker dann auch noch nach schönem Zuspiel von Christian-Alexander Leers auf 5:2 erhöhte, war das Spiel entschieden (52.). Nun brannten bei einigen Gästespielern alle Sicherungen durch. Vitezlav Jankovych versuchte, Rumid Masche durch Stockschläge und Stockstiche zu provozieren, was jedoch nicht ganz funktionierte, da sich der Berliner nicht provozieren ließ und zurück hielt. Zwar bekamen sich beide doch noch in die Haare und mussten auf die Strafbank, Nieskys Spieler durfte allerdings gleich für 2 + 2 Minuten pausieren. Daniel Wimmer und Marcel Leyva kassierten im Zusammenhang mit dieser Aktion durch unnötiges Reklamieren obendrauf auch noch 10 Minuten Disziplinarstrafe, wobei Leyva damit noch gut bedient war, denn er schubste einen Linienrichter zur Seite. Von anderen Schiedsrichtern wird in einer solchen Situation durchaus eine Matchstrafe erteilt, bei FASS kann man davon ein Lied singen.

 

So blieb es beim verdienten 5:2 Sieg der Weddinger. Die Akademiker spielten diszipliniert und zeigten auch einige gute Spielzüge. Die Nieskyer sollten sich überlegen, ob eine solche Spielweise Sinn macht. Diesmal hatten die Lausitzer Glück, dass sie nicht mehr Strafzeiten kassierten.

 

 Norbert Stramm für Radio Eiskalt

Nieskyer Tornados erleiden einen Rückschlag

Am Sonntag in Berlin waren dann Punkte eingeplant. Die Tornados kamen zwar schwer ins Spiel, drehten aber das 0:1 durch zwei Überzahltore und führten so nach 32 Minuten. Dann aber kam der Schiedsrichter ins Spiel: Tornado-Trainer Jens Schwabe wörtlich: "So etwas habe ich noch nicht erlebt." Als Sebastian Greulich die angegriffene Torfrau wie im Eishockey üblich schützen wollte und einen Gegenspieler rempelte, fiel dieser theatralisch, konnte zwar im nächsten Wechsel schon wieder auflaufen, aber "Greule" sah eine Fünf-plus-Spieldauerstrafe statt der üblichen maximal zwei Minuten. In Unterzahl bekamen die Nieskyer den Ausgleich, der Schieri schickte den nächsten Tornado vom Eis, die Berliner erzielten im 5:3 das dritte Tor. Schwabe: "Das hat uns von der Rolle gebracht." Die Berliner zogen im Schlussdrittel auf 5:2 davon, bevor der Schiedsrichter erneut eingriff: "Die beiden Kapitäne Leyva und Wimmer bekamen Zehn-Minuten-"Meckerstrafen", obwohl sie eigentlich protestieren dürfen."

 

Quelle:  ELV-Fanseite