

Sonnabend, 29.11.2009, 09.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
2 : 3 n. P. (0:1 2:1 0:0 - 0:1)
0:1 (13:44) Bartusch
0:2 (20:54) Klimek (Klamereck, Petereit), 1:2 (29:27) Fritz (Höhne) UZ1, 2:2 (30:21) Schindler (ehem. Steckling) UZ1
2:3 (60:00) Bartusch GWS
FASS: 12 - 2/2/8
SGOE: 14 - 6/4/4
FASS Knaben holen nur einen Punkt gegen die Spielgemeinschaft von OSC und ESCB
Die Partie gegen die Spielgemeinschaft OSC/ESC Berlin war erst wenige Minuten alt, und schon hatten die FASSler mehrere hochkarätige Chancen vergeben. FASS zeigte schnelles Spiel mit Zug zum Tor. Fast schien es so als wollten die Trainingsweltmeister vom Wedding nun auch einmal in einem Punktspiel ihre Leistung abrufen. Nachdem die ersten Wechsel keinen zählbaren Erfolg gebracht hatten, verließ die Kufenhelden aber wieder einmal das Selbstvertrauen. Einzelaktionen und wenig durchdachte Pässe ließen dem Gegner immer mehr Raum. Tatsächlich lagen die FASSler dann ab der 13. Minute in Rückstand. Und gleich nach der ersten Drittelpause gab es wieder eine unübersichtliche Situation vor dem eigene Tor - und den 0:2 Rückstand.
FASS gelang es während des gesamten Spiels kaum einmal, mit 5 gegen 5 oder in Überzahl ein druckvolles Eishockey zu spielen. Zu viele Spieler schienen die bekannten Laufwege vergessen zu haben, so dass immer wieder Lücken in den Spielzügen entstanden und die Spieler sich gegenseitig den Raum nahmen. Kein Zufall war es deswegen, dass beide FASS-Tore in Unterzahl erzielt wurden. Den durch die Strafen entstandenen Platz auf der Eisfläche nutzen Patrick Fritz und Julius Schindler zu zwei schnellen Toren Mitte des zweiten Drittels. Mit einem Torwartwechsel stabilisierte die Spielgemeinschaft ihre Defensive jedoch wieder. Die FASS-Stürmer kamen zwar in der Folgezeit immer wieder zum Abschluss, aber zielten fast ausschließlich auf die Fanghandseite der Torhüterin der SG OSC/ESCB. Viel Aufwand also von FASS, viel Einsatz, aber wenig Abgeklärtheit. Und die Spielgemeinschaft hatte sich offensichtlich vorgenommen, an diesem Tag nicht zu verlieren. Einige Male musste Benedikt Stöckl, der ab der 30. Minute das FASS-Tor für Björn Nickel hütete, Kopf und Kragen riskieren, um seinen Kasten sauber zu halten.
Wenig durchdachtes Eishockey, aber viel Spannung gab es im Erika-Hess-Stadion also zu sehen. FASS raubte sich mit einer unnötigen Strafzeit in der vorletzten Spielminute die Chancen für einen Sieg. Das Penaltyschiessen kostete dann viele Nerven bei den Spielern und Zuschauern. Julius Schindler traf zweimal, aber das reichte nicht zum Gewinn des zweiten Punktes. Schließlich machte Jan Bartusch für die Spielgemeinschaft das entscheidende Tor. Danach hielt es nur ein Teil der FASS-Spieler für nötig, dem Gegner zu gratulieren - manchen war es offensichtlich wichtiger, gleich in die Kabine zu kommen.
Die Spielgemeinschaft lief heute wegen eines Trauerfalls in der Mannschaft mit einer schwarzen Armbinde auf. Zusammen kämpfen und siegen, aber auch einander beistehen, wenn der Puck in die falsche Richtung fliegt, das ist der Sinn einer Sportart wie Eishockey. Großer und verdienter Jubel nach dem letzten Treffer bei der SG OSC/ESCB. FASS hat spätestens beim Rückspiel in zwei Wochen die Chance, die Spielgemeinschaft in der Tabelle wieder zu überholen.
FASS spielte mit Björn Nickel/Benedikt Stöckl; Felix Meintz, Max George (A); Dan Engelmann, Björn Bögner; Sonja Wyrwas, Helen George; Norman Schumann, Julius Schindler, Christopher Groß (C); Patrick Fritz (A), Florian Winkler, Jonas Küller; Moritz Gerlach, Tom Höttl.
EG/29. November 2009
Patrick Fritz war einige Zeit nach dem Spiel schon wieder guter Dinge.
Warum habt Ihr heute verloren?
Uns hat heute das Glück gefehlt. Ich finde gut, dass wir uns nach dem 0:2 Rückstand noch einmal zurückgekämpft haben.
Aber nur am fehlenden Glück kann es doch nicht gelegen haben.
Na, wir haben einfach zu viele Chancen ausgelassen. Die Torhüterinnen vom Gegner waren auch wirklich gut.
Wie geht es jetzt weiter?
Natürlich mit hartem Training. Wir müssen unbedingt auch unsere Kondition verbessern.
EG/29. November 2009