Regionalliga
Archiv 2009/10

Blue Lions Leipzig - FASS Berlin

Freitag, 04.12.2009, 20.00 Uhr, Alte Messe Eisarena/Leipzig

 

6 : 1 (1:0 2:1 3:0)

Tore

1:0 (05:13) Schmid (Szygula, L. Müller)

 

2:0 (25:32) Potac (Czajka, Henk), 3:0 (28:31) Potac (Hoffmann, Czajka), 3:1 (39:54) Boiarchinov (Kugler, Harloff) PP1

 

4:1 (44:38) Czajka (Hoffmann, Münster), 5:1 (50:13) Schmid (Potac, Szygula), 6:1 (51:58) Lehmann (Potac, Czajka)

PIM

BLL: 20 - 6/4/10

FASS: 10 - 2/4/4

Berichte

Die Löwen ein wenig geärgert

Zuerst ging es am Freitagabend nach Leipzig zum Spiel gegen den Tabellenführer, die Blue Lions, wo Chris Lee durch den Einsatz mehrerer Förderlizenzspieler noch auf 14 + 2 zurückgreifen konnte. Es entwickelte sich, auch zur Überraschung der erfolgsverwöhnten Leipziger Zuschauer, zunächst eine abwechslungsreiche und umkämpfte Partie, in der der Ex-Oberligist erst im Schlussabschnitt seine individuelle Stärke gegen das junge FASS-Team (Altersdurchschnitt 20,2 Jahre) ausspielen und dann doch noch „standesgemäß“ mit 6:1 (1:0 2:1 3:0) den Sieg einfahren konnte. Die Trainer bewerteten die Partie auch in der gleichen Richtung: „FASS Berlin hat sich seit unserem letzten Spiel stark verbessert," gestand Löwenbändiger Zdenek Travnicek im Anschluss bei der Pressekonferenz. „Das hat mich schon etwas überrascht ..." „Am Ende ist das 6:1 aus meiner Sicht ein faires Ergebnis. Wir haben zwar zwei Drittel gut mitgespielt, aber schon die Zahl der Chancen zeigt, dass Leipzig verdient gewonnen hat," gratulierte Gästetrainer Chris Lee in seinem Fazit.

 

F.A.S.S. Berlin: Krüger, ab 16. Min Albrecht; Verteidigung: Haase, Kugler, Kruggel, Hüfner, Leibrandt, Seelisch, Sturm: Ludwig, Boiarchinov, Pietsch, Prüßing, Schlenker, Leers, Harloff, Hecker

 

Gerald Hagen

"Doppelte" Punkte gegen FASS

Der 6:1 Sieg, den die Blue Lions am Freitag Abend gegen den Ligakonkurrenten aus der Bundeshauptstadt einfahren konnten, bedeutete gewissermaßen doppelte Punkte. Vor 854 Zuschauern fuhr das Löwenrudel durch die sechs geschossenen Tore 3000 Euro für die UNICEF-Aktion „Endspurt für UNICEF mit Erdgas" ein. In den extra per Antrag verlängerten Drittelpausen legten sich Nachwuchsspieler und Vertreter der Fanclubs gegen Adam Ondraschek und einen Nachwuchs-Goalie zusätzlich ins Zeug und konnten die Endsumme so nochmals erhöhen.

 

Das Spiel zweier aus verschiedenen Gründen unterbesetzter Mannschaften benötigte eine Weile, um Fahrt aufzunehmen. Das Löwenrudel musste ohne Markus Witting (Schnittwunde an der Hand), Christopher Kasten, Vasily Sharapa (beide Fieber), Andreas Felsch, Florian Eichelkraut und Semen Glusanok auskommen, während bei den Berliner einige Spieler aus beruflichen Gründen nicht mit angereist waren.

 

So wusste Lars Müller notgedrungen als offensiver Verteidiger (oder war er doch mehr defensiver Stürmer?) zu überzeugen. Patrick Schmid ließ sein Team und die Alte Messe Eisarena nach 5:13 zum ersten Mal jubeln, als er die Assists von Dennis Szygula und Lars Müller zur 1:0 Führung verwertete. Nachfolgend in diesem Drittel ein Wechsel der Berliner Goalies - Christian Krüger musste das Eis mit Verdacht auf Muskelriss verlassen und wurde von Sebastian Albrecht ersetzt.

 

Ähnlichkeiten zwischen den ersten beiden Spielabschnitten gab es vor allem bei der Spielzeit in der der erste Treffer fiel. Sebastian Lehman münzte nach fünf Minuten einen Abpraller von Jiri Mikesz in die 2:0 Führung um. War Josef Potac bei diesem Treffer der zweite Vorlagengeber so erzielte er drei Minuten später das 3:0 selbst. Patrick Czajka hatte hinter dem Berliner Tor einen Pass gespielt den die Nummer 7 in den Maschen unter brachte. Der Überzahltreffer des Berliner Boiarchinow kurz vor der Drittelpause brachte den sonst fehlerlosen Jan Münster ein weiteres Mal um einen Shutout.

 

In der 45. Minute beteiligte sich dann auch die Nummer 18 am Torreigen. Lars Hoffmann und Jan Münster spielten die entscheidenden Pässe, Czajka überwand am Ende den geschlagenen Berliner Goalie. Bei seinem zweiten Treffer zum 5:1 bewies Patrick Schmid vor allem Kaltschnäuzigkeit. Hinter dem Tor schoss er Keeper Albrecht eiskalt von hinten an, so dass die Scheibe ins Tor abprallte. Den 6:1 Endstand erzielte mit Sebastian Lehmann der zweite Doppel-Torschütze des Abends. Aus dem Gewühl vor der rechten Seite des Tores hebelte er den Puck über die Linie.

 

„Berlin hat sich seit unserem letzten Spiel stark verbessert," gestand Löwenbändiger Zdenek Travnicek im Anschluss bei der Pressekonferenz. „Das hat mich schon etwas überrascht..." „Am Ende ist das 6:1 aus meiner Sicht ein faires Ergebnis. Wir haben zwar zwei Drittel gut mitgespielt, aber schon die Zahl der Chancen zeigt, dass Leipzig verdient gewonnen hat," gratulierte Gästetrainer Chris Lee in seinem Fazit. (...)

 

 Blie Lions Leipzig