
Sonntag, 06.12.2009, 13.00 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
13 : 0 (2:0 5:0 6:0)
1:0 (02:19) Martmer (Wiesnet, Odrich), 2:0 (11:39) Marquardt PP2
3:0 (24:37) Rennert (Winter, Marquardt), 4:0 (30:38) Creutzburg PP2, 5:0 (36:13) Rennert (Winter) UZ1, 6:0 (36:43) Winter (C. Feßer, Marquardt), 7:0 (38:58) Rennert (Kiss, C. Feßer)
8:0 (41:38) Rennert (Odrich, Ader), 9:0 (42:05) Marquardt (Odrich), 10:0 (47:57) Wiesnet, 11:0 (53:29) Winter (Ader, Kiss) PP1, 12:0 (55:25) Wiesnet PP1, 13:0 (59:21) Wiesnet
YSBH: 10 + 10 (Wiesnet) - 4/14/2
FASS: 22 + 10 (Schindler) - 6/6/20
Keine Punkte vom Nikolaus für die FASS Knaben
Die meisten FASS Knaben nennen nicht als erstes die Schule, wenn sie nach Ihrem Lieblingsort gefragt werden. Am Montagmorgen dieser Woche kann das aber anders sein. Etwas Alltag wird den Spielern gut tun - keine Fragen mehr zu Fehlpässen, Gegentoren und fehlender Übersicht. Nach der Lehrstunde, die die FASS Knaben am Sonntag in Erfurt auf dem Eis bekamen, kann selbst der Deutschunterricht nicht unangenehmer sein. FASS verlor in Erfurt bei den Young Dragons deutlich 13:0 (2:0, 5:0, 6:0).
Dabei hatte das Spiel mit einer ausgesprochen starken Leistung vieler Berliner Spieler begonnen. Das erste Spieldrittel zeigte kämpferisches Eishockey, mit vielen Schüssen auf das FASS-Gehäuse, aber auch vielen Chancen der ersten FASS-Reihe. Die Torhüter auf beiden Seiten machten einen sehr sicheren Eindruck. im Sturm von FASS feierte Shaun Postelnik ein dynamisches Debut im Weddinger Trikot. Die Jungs vom Sportgymnasium Erfurt zeigten ihre Schnelligkeit und Passsicherheit, aber FASS konnte mit viel Engagement gut dagegenhalten.
Das zweite Tor gegen FASS in der 12. Minute fiel beim Spiel drei gegen fünf, und eine ähnliche Situation führte zum 0:4 in der 31. Minute. Die Strafenverteilung der Schiedsrichter war zwar nicht immer ganz nachvollziehbar, aber in den meisten Fällen führten Nachlässigkeiten im Abwehrverhalten und Unkonzentriertheiten bei FASS zu unnötigen und deutlichen Regelwidrigkeiten. Das noch fehlende taktische Verständnis innerhalb der neu zusammengesetzten Reihen musste oft durch weite Laufwege ausgeglichen werden. Nach dem 0:4 war es wohl dann auch um die Zuversicht der Berliner geschehen - ab diesem Zeitpunkt gab es kaum noch sinnvolle Zuspiele und wenig Gegenwehr im Mitteldrittel. Die Kraft ließ nach und wohl auch die Hoffnung auf ein eigenes Tor.
Beide Mannschaften wechselten Mitte des zweiten Drittels die Torhüter. Das verhalf der FASS-Defensive aber nicht zu mehr Stabilität. Außerdem machte sich jetzt wohl bemerkbar, dass die Mannschaft viele Ausfälle zu verkraften hatte und nur mit 11+2 Spielern angereist war. Manche FASS-Akteure waren deutlich überfordert mit dem Tempo des Spiels.
Das erste Drittel hatte auch Trainer Pascal Kube gefallen: "Am Beginn des Spiels waren wir richtig gut. Aus dem Rest des Spieles müssen wir die richtigen Lehren ziehen". Das wird auch nötig sein, denn schon am nächsten Wochenende stehen mit den Partien gegen die SG OSC/ESCB und ESV Halle für die Knaben zwei weitere Bewährungsproben auf dem Programm. Bestimmt möchten die FASSler danach Grund zum Feiern haben. Dazu sollten die Spieler aber konzentrierter und mit mehr Übersicht in die Spiele gehen. Außerdem hoffen die FASSler sicherlich auf die Rückkehr einiger ausgefallener Spieler. Dann wird es auch am Montagmorgen leichter, in die Schule zu gehen und dort von den Erlebnissen des Wochenendes zu berichten.
FASS spielte mit Benedikt Stöckl/Björn Nickel; Björn Bögner (A), Christopher Groß (C); Helen George, Max George; Patrick Fritz (A), Julius Schindler, Shaun Postelnik; Jonas Küller, Norman Schumann, Sonja Wyrwas, Tom Höttl.
EG/6. Dezember 2009