

Freitag, 11.12.2009, 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
2 : 3 n. P. (0:0 2:2 0:0 - 0:1)
0:1 (21:05) Vait (Kohl) PP2, 0:2 (22:38) Melchior (Havlik) PP1, 1:2 (28:33) Schlenker (Leibrandt, Seelisch) PP1, 2:2 (28:18) Hecker (Leibrandt, Leers) PP2
2:3 (60:00) Hähnel (GWS)
FASS: 24 - 8/8/8
EHCJ: 24 - 4/6/14
Einen Punkt verschenkt hat FASS Berlin beim 2:3 (0:0/2:2/0:0) nach Penaltyschießen gegen die Jonsdorfer Falken und verpasste damit die Chance, den Abstand auf die Falken zu verkürzen.
Es dauerte bis ins zweite Drittel, ehe das Spiel Fahrt aufnahm. Im ersten Abschnitt plätscherte die Partie vor sich hin. Die größte Chance auf einen Treffer hatte Benjamin Hecker in der 10. Minute, er scheiterte aber mit einem Penalty am besten Gästespieler, Torhüter Rotislaw Kosarek. Auf der Gegenseite konnte auch FASS-Keeper Sebastian Albrecht einige gute Paraden zeigen. Insgesamt hatten aber beide Teams Mühe, ins Spiel zu finden.
Das änderte sich im zweiten Drittel. Die Gäste nutzten einige Strafzeiten der Gastgeber gnadenlos aus. Pavel Vait (22.) und Dennis Melchior (23.) konnten die Falken in Führung bringen, danach wachten dann die Berliner auf. Ebenfalls in Überzahl trafen Vincent Schlenker (529.) und Benjamin Hecker (39.). Beide Teams hatten einige weitere gute Tormöglichkeiten. Da aber beide Torhüter aufmerksam agierten, blieb es beim 2:2.
Turbulent wurde es im letzten Abschnitt. Beide Teams mussten einige Unterzahlspiele überstehen. Vier Minuten vor Schluss dann die große Chance für FASS, das Spiel zu gewinnen. Bis zum Spielende agierten die Berliner in Überzahl, aber ohne daraus Kapital zu schlagen. So blieb es beim Unentschieden und ein Penaltyschießen musste über den Sieger entscheiden. Hierbei hatten die Gäste die glücklicheren Schützen. Während für FASS nur Sebastian Uvira traf, konnten Dennis Melchior und Mario Hähnel für die Falken verwandeln. Der Zusatzpunkt ging damit an die Gäste, die damit ihren Vorsprung auf FASS auf sechs Punkte ausbauen konnten.
Die jungen Wilden waren an diesem Abend die besten Akteure der Akademiker. Alleine aber können sie eine Partie noch nicht entscheiden. Sie haben aber wieder einmal bewiesen, dass sie gute Verstärkungen für FASS sind.
Am Sonntag hat das Team von Trainer Chris Lee die nächste Gelegenheit, Punkte einzufahren. Dann tritt das Team bei den Wild Boys Chemnitz an. Hier müssen drei Punkte her, will man nicht den Anschluss an die Spitzengruppe verlieren.

Die Falken gewannen mit ihrer bisher schwächsten Saisonleistung trotzdem zwei Punkte bei Fass Berlin. Es war kein besonders schönes Eishockeyspiel, was sich den 110 Zuschauern im Erika-Hess-Stadion bot. Die Gastgeber zeigten sich erschreckend schwach, hatten sie doch bis auf zwei Spieler alle Mann zur Verfügung. Aber den Falken gelang es nicht, daraus Kapital zu schlagen. Sie waren zwar klar die bessere Mannschaft, brachten aber viel zu wenige Schüsse auf das Tor. Höhepunkt des ersten Drittels war ein vom recht kleinlich agierenden Schiedsrichter gegebener Penalty für Fass Berlin, den Kosarek vereitelte. So ging es mit einem 0:0 in die erste Pause.
Den Mittelabschnitt begannen die Falken mit doppelter Überzahl, da sich zu dem bereits auf der Berliner Strafbank befindlichen Patrzek noch Seelisch hinzugesellte. Und diese numerische Überlegenheit nutzten die Falken. Erst legt Mathias Kohl auf Pavel Vait ab, der das 0:1 markierte und eine reichliche Minute später traf der wieder genesene Denis Melchior auf Vorlage von Jan Havlik zum 0:2. „Jetzt geht’s los!“ sangen die mitgereisten Jonsdorfer Fans. Doch irgendwie weit gefehlt. Anstatt sofort nachzulegen und das Spiel klar zu machen, ließ man sich zunehmend von den jetzt aggressiver wirkenden Berlinern unter Druck setzen. Dies führte schließlich dazu, dass die „Fässer“ in der 29. Minute in Überzahl den Anschlusstreffer erzielen konnten. Zum Glück waren aber auch die Berliner nicht in der Lage, die leider etwas zu häufigen individuellen Fehlern der Falken für sich zu nutzen. Drei Jonsdorfer Konter in Folge jeweils 2 auf 1 scheiterten entweder am Egoismus des Stürmers oder an unpräzisen Pässen. Als sich dann den Berlinern in der 38. Minute eine doppelte Überzahl bot, da Rostislav Kosarek zwei Minuten wegen Beinstellens erhielt und kurz darauf David Wolters noch eine Strafe wegen Behinderung absitzen musste, war es nicht weiter verwunderlich, dass Hecker den Ausgleichstreffer zum 2:2 erzielen konnte.
Leider vermochten die Falken auch die sich im letzten Drittel bietenden Überzahlchancen nicht zu nutzen. Immer wieder gelang es den Berlinern, die Scheibe über die blaue Linie hinaus zu befördern. Die Jonsdorfer Cracks wirkten zu inaktiv und ließen sich von den in Unterzahl agierenden „Fässern“ sogar im eigenen Abwehrdrittel beschäftigen. Zum Ende der Partie gab es dann noch einige sehr fragwürdige Strafen, so dass sich die Falken fast drei Minuten in doppelter Unterzahl dem Schlusspfiff entgegen retten mussten. Das gelang dann auch ganz gut und so hatte man schon mal einen Punkt am Doppelwochenende in Berlin geholt. Der Sieger der Begegnung musste also im Penaltyschießen ermittelt werden. Als erster Schütze der Falken trat Denis Melchior an, der Albrecht mit etwas Glück überwinden konnte. Der zweite Berliner Schütze, Sebastian Uvira, netzte ein. Da die dritten Schützen beider Teams scheiterten, ging es im Tie-Break weiter. Diesmal mussten die Berliner beginnen. Nachdem Hecker, Uvira und Schlenker jeweils an „Kosa“ scheiterten und Jan Havlik und Michal Pešek ebenfalls nicht verwandeln konnten, lag die Verantwortung bei Mario Hähnel. Und unsere # 14 machte alles klar, ließ dem Berliner Schlussmann Albrecht keine Chance und brachte damit den Falken den Sieg.
Quelle:
Jonsdorfer Falken