

Sonnabend, 12.12.2009, 14.30 Uhr, Eisstadion Neukölln
7 : 4 (2:0 3:3 3:1)
SGOE:
FASS:
FASS Knaben verlieren in Neukölln gegen die Spielgemeinschaft von OSC und ESCB
Eine ansehnliche Zuschauerkulisse hatte sich am Sonnabendnachmittag im Eisstadion Neukölln versammelt. Freunde, Eltern und auch ehemalige Trainer und Spieler der Mannschaft waren gespannt darauf, was die FASS Knaben in dieser Saison auf das Eis zaubern. Frosttemperaturen, der erste Schnee und dazu ein spannendes Eishockeyspiel - alles schien darauf hinzudeuten, dass der Winter nun endlich seine schönen Seiten zeigt. Nach nervösem Beginn, vielen Fehlpässen und unnötigen Alleingängen kamen die Weddinger dann auch tatsächlich besser ins Spiel. Nach 30 Minuten hatte FASS den 0:2 Rückstand ausgeglichen und schien das Spiel in den Griff zu bekommen.
Trainer Pascal Kube bot heute 16 Feldspieler auf und damit eine Reihe mehr als die Spielgemeinschaft OSC/ESCB. Eigentlich hätte dies für Konditionsvorteile auf Seiten der Weddinger sorgen sollen. Doch das Gegenteil war der Fall. In der zweiten Hälfte des Spiels bekam FASS eine Reihe unnötiger Gegentore, und am Ende kassierte die Mannschaft eine deutliche 4:7 Niederlage. Lange Gesichter und ein wenig Ratlosigkeit unter den FASS-Fans waren die Folge. Der schöne Wintertag endete mit kalten Füßen beim Weddinger Anhang.
Die erste Reihe von FASS beherrschte während des ganzen Spiels ihre Gegner. Drei eigene Tore ohne einen Gegentreffer standen am Ende als Bilanz dieser Reihe. Die starting five zeigten ein paar schöne Spielzüge. Oft erschien das Passspiel aber auch in dieser Reihe noch etwas zufällig, so dass viele Chancen eher heraus gekämpft als heraus gespielt wurden.
Zwischen dieser ersten Formation und den anderen beiden Reihen bei FASS klaffte ein großes Leistungsloch. Insbesondere die zweite Reihe hatte viel Eiszeit. Sowohl die zweite als auch die dritte Reihe spielte zu weit weg vom Gegner und kaum aufeinander abgestimmt, so dass die Spielgemeinschaft immer wieder frei zum Schuss kam. Der Torwartwechsel Mitte des Spiels verunsicherte die Weddinger noch zusätzlich. Wie so oft, wenn es nicht läuft beim Eishockey, leisteten sich manche Spieler auch noch unnötige Strafzeiten, die die eigene Mannschaft immer wieder zurückwarfen.
Die Spielgemeinschaft verunsicherte die FASSler durch ihre körperbetonte Spielweise, die von den Schiedsrichtern nicht beanstandet wurde, nutzte die FASS-Fehler konsequent und war damit verdienter Sieger. Schade, dass der gegenseitige Respekt, der noch beim Hinspiel im Wedding vor zwei Wochen geherrscht hatte, heute nicht mehr zu spüren war. Selbst auf den Zuschauertribünen war zu hören, wie ein FASS-Spieler von der Trainerbank der Spielgemeinschaft schon vor Spielbeginn beschimpft wurde.
Die FASS Knaben waren mit großem Schwung in die Saison gestartet. Jetzt ist Sand im Getriebe. Die Neuzugänge und die Kleinschüler, die bei den Knaben aushelfen und heute direkt von ihrer Weihnachtsfeier im Eisstadion Lankwitz zum Spiel nach Neukölln kamen, können wohl am wenigsten für diesen Abwärtstrend. Konsequentes Trainieren und eine Verbesserung der eigenen Leistung bei jedem einzelnen Spieler werden nötig sein, wenn die FASS Knaben in dieser Saison noch für positive Überraschungen sorgen wollen. Morgen gegen den Tabellenführer aus Halle werden die Weddinger wohl zumindest zeigen wollen, dass ihre Moral noch intakt ist.
FASS spielte mit Benedikt Stöckl/Björn Nickel; Max George, Christopher Groß (C); Felix Meintz, Björn Bögner; Sarah Wyrwas, Helen George; Patrick Fritz, Julius Schindler, Shaun Postelnik; Dan Engelmann, Norman Schumann, Florian Höhne; Jonas Küller, Tom Höttl, Anton Sonsalla, Sonja Wyrwas.
EG/12. Dezember 2009