

Sonntag, 27.12.2009, 14.00 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
5 : 3 (2:1 2:2 1:0)
0:1 (06:39) Konietzky, 1:1 (10:04) Kugler (Hecker, Patrzek) PP2, 2:1 (10:31) Patrzek (Hecker) PP1
3:1 (27:32) Kruggel (Hecker, Leibrandt) PP1, 4:1 (33:27) Patrzek (Hecker), 4:2 (35:42) Neugebauer (Watzke) PP1, 4:3 (37:07) Leciejewski (Schertz, Hurbanek)
5:3 (40:31) Patrzek (Hecker)
FASS: 16 - 2/6/8
ECC: 19 + 10 (Giermann) + SpD (Fadejews) + SpD (Watzke) - 6/2/61

FASS gewinnt das Derby gegen Preussen − Awizus dennoch zufrieden
800 Zuschauer sahen ein zerfahrenes, aber „historisches“ Spiel im Wedding. Zwei Jahre mussten die Akademiker auf diesen Tag warten: Mit einem verdienten 5:3 konnten sie − nach neun Niederlagen in Folge − endlich den Lokalrivalen ECC besiegen. Was die Tabelle seit Wochen anzeigt, wurde nun im direkten Vergleich bestätigt: FASS hat derzeit die bessere Mannschaft. Zwar gingen die Preussen in Führung, doch mit einem Doppelschlag in der 11. Minute drehte FASS die Partie.
Im zweiten Drittel zogen die Akademiker zunächst auf 4:1 davon, bis der ECC zwingend stürmte und zwei Tore schoss. Das Derby nach Rückstand zu gewinnen wie beim 5:2 vor acht Wochen, gelang den Charlottenburgern nicht mehr. Bereits in der 41. Minute sorgte FASS-Torjäger Fabio Patrzek mit seinem dritten Treffer für den Endstand. Danach schwächte sich der dünn besetzte ECC durch drei große Strafen, so dass FASS den Vorsprung problemlos über die Zeit bringen konnte.
Überragend beim Sieger war neben Patrzek der Vorlagen-König Benjamin Hecker, der zu allen fünf Toren von FASS den ersten Assist lieferte. Gerade die gestandenen Akademiker (so auch Kugler, Leibrandt, Kuch, Aicher) blühen neben den eifrigen Förderlizenzspielern von den Eisbären auf. Die Talente aus Hohenschönhausen wiederum bringen hohes Tempo und frischen Spielwitz ein. Pietsch, Hüfner und Leers empfehlen sich für höhere Aufgaben (Dresden).
Fast jede Woche überrascht zudem ein anderer „Gitterspieler“ aus der DNL − im Derby war es Roberto Geiseler, der ins kalte Wasser geworfen wurde und sich bestens bewährte. Dass beim letztjährigen Schlusslicht der Liga der Erfolg zurückkehrt, ist außerdem der Goalie-Position zu verdanken. Im vergangenen Winter machte oft das Wort „Fliegenfänger“ die Runde. Jetzt aber überzeugt Ex-Eisbär Sebastian Albrecht durch konstant starke Leistungen − ebenso Christian Krüger zu Anfang der Saison, der nach einer Verletzung zurück ist und als Back-Up gegen die Preussen half.
Der ECC hat die vierte Niederlage in Folge erlitten und den Anschluss ans Mittelfeld der Liga verloren. Immerhin wurde nach langer Sturmflaute gegen FASS drei Mal ins Tor getroffen. Die Traumkombination der einstigen „Supertroika“ Schertz, Hurbanek und Leciejewski zum 3:4 erinnerte sogar an bessere Zeiten. Schertz hatte noch Pech bei zwei Metalltreffern. Das Rumpfaufgebot des amtierenden Meisters schlug sich achtbar. Für den erst 17-jährigen Torhüter Jan Kremer − Ersatz für Björn Leonhardt − war es schon die zweite bestandene Feuerprobe.
Preussen-Trainer Heiko Awizus fand das Ergebnis angesichts der Verletztenmisere „sehr ordentlich“ und wollte mit seinem Team nicht hadern: „Uns ging am Ende die Kraft aus, es waren leider wieder Undiszipliniertheiten dabei. So hatten wir nicht mehr genug Spieler, um weiter Druck zu machen, und die anderen waren kräftemäßig kaputt. Uns bleibt dieses Jahr nichts erspart, aber da müssen wir durch. Man sollte den ECC noch nicht abschreiben. Ich rufe nicht nach Verstärkungen, sondern will die jungen Spieler jetzt in Ruhe einbauen. Ende Januar kommen die Verletzten Berger und Molling zurück, vielleicht können wir in der Tabelle noch klettern.“
FASS-Trainer Chris Lee war rundum happy über den Derbysieg: „Die Jungs haben hart gekämpft, ich bin stolz auf sie. Langsam wissen meine Spieler, dass sie auf der Strafbank nicht gewinnen können. Benjamin Hecker ist ein ganz wichtiger Führungsspieler für uns, er redet viel mit den jungen Leuten, seine Erfahrung ist für uns sehr wertvoll. Obwohl er Torjäger ist, gibt er die Scheibe an den besser postierten Mann. Auch mit meinem Torwart bin ich äußerst zufrieden. FASS kann noch viel erreichen in dieser Saison.“
Mit freundlicher Genehmigung von: Sven Crefeld für die Printausgabe der Eishockey News v. 29.12.09
Auch am Sonntag reichte es für den ECC Preussen Juniors Berlin nicht zum Punktgewinn. Im Lokalderby gegen die Akademiker von FASS Berlin unterlagen sie mit 3:5 (1:2, 2:2, 0:1). FASS bot eine gute mannschaftliche Leistung, bei der jedoch zwei Akteure herausragten. Bei allen fünf Treffern der Akademiker leistete Benjamin Hecker die Vorarbeit und dreimal wurde dabei Fabio Patrzek als Torschütze gefeiert.
Das Spiel war ein typisches Lokalderby mit hohem kämpferischem Einsatz auf beiden Seiten. Es begann auch ganz nach Wunsch der Preussen, der druckvolle Beginn der Akademiker, insbesondere während der ersten Strafzeit für die Preussen, wurde gut gemeistert und Torhüter Jan Kremer erwies sich als guter Ersatz für den noch verletzten Björn Leonhardt. In der siebten Minute konnte Paul Konietzky die Preussen in Führung bringen. In der elften Minute schlugen die Akademiker zurück, in doppelter Überzahl erzielten sie durch Jörn Kugler den Ausgleich und noch ehe der Fünfer-Block der Preussen wieder komplett war, brachte Fabio Patrzek sein Team in Führung. Chancen gab es weiter auf beiden Seiten und ein Pfostenschuss der Preussen kurz vor Drittelende brachte nicht den Ausgleich.
Im zweiten Drittel agierten die Akademiker einfach cleverer, Benjamin Hecker bediente Daniel Kruggel und erneut Fabio Patrzek, die ihr Team dann mit 4:1 in Führung brachten. Der ECC reagierte mit zwei Treffern durch Patrick Neugebauer und Stefan Leciejewski und erzielten damit den Anschluss zum 4:3 und das Spiel war wieder völlig offen.
Im letzten Drittel war es nach 31 Sekunden erneut Fabio Patrzek, der die Führung der Akademiker auf 5:3 ausbauen konnte. Die Preussen verzettelten sich mit Strafzeiten und der bis dahin sehr aktive Aleksandrs Fadejevs wurde wieder mal zu aktiv und durfte mit fünf Minuten und einer Spieldauerdisziplinarstrafe unter die Dusche und wird beim nächsten Spiel fehlen. Fehlen wird ebenso Nils Watzke, der nach Spielende die Scheibe Richtung Schiedsrichter schoss und dafür ebenfalls eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt. Die Bemühungen der Preussen, das Blatt noch zu wenden, blieben ohne Erfolg. Die Akademiker verstanden es, den letztlich verdienten Sieg über die Zeit zu bringen.
Quelle:
Hockeyweb
Zwei Jahre lang konnten die Akademiker nicht gegen den ECC siegen, aber dieser Fluch ist nun mit dem verdienten 5:3 (2:1, 2:2, 1:0) gebannt. Fabio Patrzek und Benjamin Hecker waren die Matchwinner vor 800 Zuschauern.
Am Sieg der Akademiker gibt es nichts zu rütteln, da dem ECC nach einer kurzen Phase des Aufbäumens die Luft ausging. Unterm Strich ein Match mit viel Krampf und Kampf. Es gab nur wenige spielerische Höhepunkte, dafür eine Unmenge von Icings, Fehlpässen und mittelmäßigen Schüssen. Das Duo Patrzek/Hecker sorgte für die positiven Schlagzeilen, während ihr Widerpart Hurbanek/Schertz nicht entscheidend zustechen konnte. Dass der ECC nach den Strafen für Giermann, Fadejews und Watzke keine Chance mehr auf ein spätes Comeback hatte, versteht sich von selbst.
Mit Fadejews als Verteidiger neben Janke überraschte ECC-Trainer Heiko Awizus. Seit Wochen muss er in der Abwehr den sechsten Mann improvisieren. Im ersten Powerplay zeigte Fadejews seinen guten Schlagschuss. Dieses Überzahlspiel machte dem Preussen-Anhang Mut: Leciejewski hatte eine exzellente Chance, die Albrecht per Fußabwehr zunichte machte, und gegen den Nachschuss von Hurbanek machte der FASS-Keeper den Kasten zum Verzweifeln dicht. Das Signal der Platzhirsche hörte die kleine Herde, und so durfte bald der neuformierte dritte Block das 0:1 ausgelassen feiern. Konietzky hatte sich geschickt durchgeschlichen - er konnte Albrecht aus Nahdistanz einen Puck ins Netz setzen, der nicht unhaltbar aussah. Doch FASS schlug zurück, nur vier Minuten später stand es 2:1.
Erst Watzke, dann Fadejews hatten wegen Behinderung zur Kühlbox fahren müssen. Bei doppelter Überzahl erzielte Kugler aus linker Position den Ausgleich mit einem Schlagschuss, der ebenfalls nicht unhaltbar aussah. Vorlage: Hecker. Nur 27 Sekunden später wieder Jubel bei den "Roten" (der ECC heute in Weiß), nachdem Patrzek den Puck in zentraler Position annahm und nervenstark ins linke Toreck schob. Vorlage: Hecker... Um es vorwegzunehmen, Benjamin Hecker leistete zu allen fünf Toren seiner Mannschaft ein Assist. Eine famose Leistung des langen Stürmers, der selbst schon zwölf Tore in dieser Saison geschossen hat. Man sieht, wieviel Spaß er in der neu formierten Truppe von FASS hat.
Der ECC zeigte sich durch den Rückstand wenig beeindruckt und bemühte sich weiter, das Schusspech endlich abzuschütteln. Die Akademiker, vielleicht schon etwas übermütig im Gefühl der Überlegenheit, ließen dem Gegner viel Raum zum Kombinieren. Patrick Neugebauer, verbessert gegenüber den letzten Spielen, verzog knapp nach einem tollen Pass von Leciejewski. Auch Scholz und Zander vergaben ihre Chancen, Jan Schertz traf kurz vor der Sirene auf kluges Zuspiel von Watzke nur den linken Pfosten. Den Bruch im Offensivspiel brachte dann ein ärgerlich verschenktes Powerplay im zweiten Drittel, in dem jedes Tempo beim Aufbau fehlte (Schertz), so dass nur Ratlosigkeit entstand.
FASS machte es besser und nahm Kremer in Überzahl unter Feuer. Den Schuss von Leibrandt konnte der 17-Jährige noch mit dem Fuß parieren, aber von links zog Daniel Kruggel unwiderstehlich direkt ab. Tja, Kruggel! Der war beim ECC und hätte in der vergangenen Saison ins Meisterteam wachsen können. Aber man sah ihn dort nicht oft und Talente wollen gehegt werden - also suchte der robuste, bewegliche Defender neues Glück im Wedding. Einen wie Kruggel könnte Awizus heute sicher gut brauchen.
Ganz zu schweigen von Fabio Patrzek. Nach seiner Verletzungspause ist er jetzt voll zurück, um dem manchmal quälenden Regio-Eishockey ein paar Glanzlichter aufzusetzen. Wunderbar, wie er in Heckers scharfen Pass aus der Ecke zischte und das Hartgummi in die Maschen schickte. Nach dem 4:1 nahm Awizus eine Auszeit, danach der ECC im Vorwärtsgang. Erst traf Schertz die Latte, dann erzielte Neugebauer in der 36. Minute den Anschlusstreffer. Das Powerplay wurde geduldig ausgespielt, Watzke zog nicht von der blauen Linie ab, sondern gab weiter auf den Verteidigerkollegen, der links vor dem Tor wartete - eine überraschende Variante. Als in der 38. Minute Schertz, Hurbanek und Leciejewski entschlossen und mit Tempo ein feines Tor herausspielten, erinnerte das an bessere Zeiten des ECC.
Doch gleich zu Anfang des Schlussdrittels machte die Torfabrik Hecker/Patrzek die aufkeimende Hoffnung der ECC-Fans zunichte. Damit war alles gelaufen - den Preussen ging die Luft aus. Ohnehin nur mit drei Reihen angetreten, schwächten sie sich durch Strafen immer weiter: Giermann mit einem richtig dummen Check an der Bande, Fadejews mit einem überharten Einsatz in der neutralen Zone, der seinen fortdauernden Dissens mit deutschen Zebras offenbart, sowie Watzke, der nach einem Pfiff den Puck in Richtung Schiedsrichter geschossen haben soll. Eine Schlussoffensive vereitelte Werner mit einem stürmischen Stockcheck gegen Leibrandt. FASS schaukelte den Vorsprung souverän nach Hause.
Preussen-Trainer Heiko Awizus fand das Ergebnis "sehr ordentlich" angesichts der Verletztenmisere: "Uns ging am Ende die Kraft aus, es waren leider wieder Undiszipliniertheiten dabei. So hatten wir nicht mehr genug Spieler, um weiter Druck zu machen, und die anderen waren kräftemäßig kaputt. Uns bleibt dieses Jahr nichts erspart, aber da müssen wir durch. Man sollte den ECC noch nicht abschreiben. Ich rufe nicht nach Verstärkungen, sondern will die jungen Spieler jetzt in Ruhe einbauen. Ende Januar kommen die Verletzten Berger und Molling zurück, vielleicht können wir in der Tabelle noch klettern."
FASS-Trainer Chris Lee war rundum happy über den Derbysieg: "Die Jungs haben hart gekämpft, ich bin stolz auf sie. Langsam wissen meine Spieler, dass sie auf der Strafbank nicht gewinnen können. Benjamin Hecker ist ein ganz wichtiger Führungsspieler für uns, er redet viel mit den jungen Leuten, seine Erfahrung ist sehr wertvoll. Obwohl er Torjäger ist, gibt er die Scheibe an den besser postierten Mann. Auch mit meinem Torwart bin ich äußerst zufrieden."