
Sonnabend, 02.01.2010, 15.00 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
6 : 10 (1:6 1:2 4:2)
1:0 (0:54) Gröner PP1, 1:1 (4:54) Windler (Grundmann), 1:2 (8:36) Petters, 1:3 (9:05) Dietz PP1, 1:4 (14:10) Strzelecki (Steinbach, Pohland) PP2, 1:5 (17:12) Petters (Grundmann) UZ1, 1:6 (19:27) d’Heureuse (Wilke) UZ1
2:6 (20:42) S. Reinhardt (Gröner), 2:7 (21:11) Pohland (Strzeleck, Steinbach), 2:8 (34:03) Stodiek (Gräber, Windler)
3:8 (43:28) Balko (Gröner, Dierksen) PP1, 3:9 (44:11) Petters (Windler), 4:9 (47:00) Kloster (Roubicek, Kraft), 5:9 (48:26) M. Reinhardt (Frege)
6:9 (52:00) S. Reinhardt (Dierksen, Balko) PP1, 6:10 (52:57) Grundmann (Petters, Jäckel)
Anm. d. Red.: Laut Aussage der Mannschaft erzielte den ersten Treffer Benjamin Dierksen, die Assists kamen von Till Gröner und Sebastian Reinhardt.
FASS: 18 - 6/6/6
ESCB: 36 + 10 (Petters) - 12/16/18
Keine Siegchance hatten die Akademiker beim 6:10 (1:6, 1:2, 4:2) im Derby gegen den ESC 07. Mit einem Feuerwerk im ersten Drittel sicherten die Schwarz-Weißen die Punkte, während FASS jetzt wohl die Play-Offs verspielt hat.
Die frühe (und einzige) Führung der Gastgeber hielt vier Minuten, dann staubte Harald Windler zum Ausgleich ab, nachdem Sebastian Grundmann den Pfosten getroffen hatte. Danach wurde sofort deutlich, wer an diesem Tag Herr im Haus sein würde. Schneller auf den Kufen und mit besseren Kombinationen, dominierten die Gäste das erste Drittel. Als durch Hinausstellungen mehr Platz war, schossen André Petters und Sven Dietz bei 4 gegen 4 weitere Tore. Auf der Gegenseite scheiterte Sebastian Reinhardt bei einem Unterzahlkonter an Sven Gall, der insgesamt gut auf dem Posten war. Marek Strzelecki machte in Überzahl das 4:1 für den Club. Doch damit nicht genug. Gleich zwei Unterzahltore ließ die im ersten Drittel indisponierte FASS-Abwehr sich einschenken. Erst verwertete Petters einen Steilpass von Grundmann, danach netzte Phillip d’Heureuse auf Vorlage von Dustin Wilke ein. Die unsortierten, langsamen Akademiker enttäuschten in dieser Phase auf ganzer Linie.
FASS-Torwart Benjamin Nitschke musste nach den sechs Toren, die zum Teil auch auf sein Konto gingen, seinen Platz räumen. Für ihn kam im zweiten Drittel Marco-Franz Eis. Und siehe da, FASS konnte schnell das zweite Tor erzielen. Endlich einmal eine gute Attacke: Till Gröner ging auf links durch und passte quer auf Sebastian Reinhardt, der Gall überwand. Doch der Club brauchte nur 29 Sekunden, um den alten Abstand wieder herzustellen. Als Eis einen Schlagschuss nach vorn, also genau vor den Schläger des einschussbereiten Mannes in Schwarz Nummer 7 fallen ließ, da stand es schon 2:7. Nach Pohlands Treffer kam FASS zwar etwas besser ins Spiel, war aktiver nach vorn. Aber eine doppelte Überzahl nach Petters’ 2+2+10-Strafe konnte das Team nicht nutzen. In Gegenteil, Windler hatte bei einem Lattentreffer die beste Chance in diesem Intervall. Der Club machte stets den Eindruck, nach Belieben einen Gang höher schalten zu können. Wenn doch mal ein Akademiker durchmarschierte, stand Sven Gall sicher, so auch wenige Sekunden vor der zweiten Sirene.
Einziges Manko der Gäste waren die vielen kleinen Strafzeiten, die für einiges Kopfschütteln über die Schiedsrichter und teils vernehmliche Proteste sorgten. Manchmal kleinlich, manchmal ohne Reaktion auf klare Fouls, machten die Herren Möhring und Meißner keinen sicheren Eindruck. FASS, das inzwischen durch den in letzter Minute aus dem Regio-Team nachgemeldeten Stürmer Steve Roubicek verstärkt wurde, konnte den Rückstand bis zur 52. Minute halbieren. Sollte da noch etwas passieren? Nein, denn nur sieben Sekunden Powerplay benötigte der Club, um den Schlusspunkt zum 6:10 zu setzen. Kapitän Grundmann besorgte das persönlich. Windler traf noch einmal Metall. So aber verteilten sich die zehn Tore für den ESC 07 auf neun verschiedene Schützen, Petters traf zwei Mal. Gegen diese Phalanx,die noch verstärkt wurde durch zwei aktive Junioren-Doppellizenzspieler des ECC, waren die wenigen Lichtblicke bei FASS (Sebastian Reinhardt, Patrick Balko) machtlos.
Jäckel, Windler und Petters waren die auffälligsten Akteure beim Sieger. Die Abwehrleistung im Schlussdrittel war kritikwürdig, gegen ein sturmschwaches Team wie FASS sollten nicht sechs Pucks ins eigene Netz gehen. Sei’s drum, der Sieg eröffnet dem Club nun beste Chancen auf Platz drei in der Sachsenliga. FASS hingegen dürfte den letzten Play-Off-Rang noch an die Dresden Devils verlieren, die ein üppiges und relativ leichtes Restprogramm haben. Angesichts der zuletzt gezeigten schlechten Leistungen der Akademiker ist der Gedanke an die Trostrunde wohl realistisch.