Schüler
Archiv 2009/10

FASS Berlin - Eisbären Juniors

Sonntag, 16.01.2010, 13.00 Uhr, Paul-Heyse-Str.

 

6 : 7 (0:3 4:1 2:3)

Tore

0:1 (10:40) Hessler (Jahnke, Klotz), 0:2 (15:42) Kreusch PP1, 0:3 (15:15) Idschok (Rittner)

 

1:3 (26:08) Lüttcher (Gasde), 2:3 (32:38) Kaplan UZ2, 2:4 (35:45) Hessler (Klotz, Schiller) PP2, 3:4 (37:57) Lüttcher (Gasde, Paulick), 4:4 (39:25) Srinamueang (Kaplan)

 

4:5 (40:46) Klotz (Jahnke), 5:5 (46:13) Reiche (Levin), 5:6 (49:05) Noack (Kluge, Hendriks) PP1, 6:6 (52:02) Lüttcher, 6:7 (52:37) Jahnke

PIM

FASS: 26 - 4/10/12

EBJB: 12 - 6/4/2

Berichte

Déjà -vu

Als Déjà -vu-Erlebnis bezeichnet man ein psychologisches Phänomen, das sich in dem Gefühl äußert, eine neue Situation schon einmal erlebt, gesehen oder geträumt zu haben (Quelle:  Wikipedia).

 

Eine kurze Rückblende: 21. Februar 2009, 14.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion, ODM Schüler, FASS vs. Eisbären Juniors, Endergebnis 6:7 (2:3 2:2 2:2)

 

Also doch kein Déjà -vu, denn es war ja tatsächlich so. Zwar ein anderer Ort, eine andere Zeit, andere Drittelergebnisse und auch zwei andere Mannschaften, zum Teil wenigstens. Also war es nur die Wiederholung eines Ergebnisses in einem Spiel, wie es in der ODM mindestens zweimal in der jeweiligen Saison vorkommt. Und man war mal wieder dicht dran, aber leider nur dicht. Es war aber ein spannendes Spiel, wenn man das erste Drittel mal vergisst.

 

Denn da lief es so, wie es sich die Eisbären Juniors, die wie üblich mit einem Knaben-Team antraten, vor dem Spiel vielleicht auch vorgestellt hatten. Hinten wenig zugelassen und vorne die nötigen Tore geschossen. Und wenn doch was auf das Tor der Jungs aus Hohenschönhausen kam, wurde es die Beute von Jan Oltersdorf im Tor der Juniors. Bei FASS sah es dagegen ein wenig anders aus, denn Eric Meißner konnte sich über Arbeit nicht beklagen. Dass er beim 0:2 ein wenig unglücklich aussah, sei nur am Rande erwähnt und das weiß er wohl am besten selbst. Und um es auch vorweg zu nehmen: Es erfolgte zum Ende des ersten Drittels der Wechsel auf Nils Tiemann, dessen „Arbeitsnachmittag“ eher kurz ausfiel, da Eric zu Beginn des Mittelabschnitts wieder zwischen den Pfosten stand. Eine pädagogische Maßnahme, die ihre Wirkung nicht verfehlte, denn Eric hielt in den folgenden 40 Minuten alles, was zu halten war und ließ auch damit sein Team im Spiel. Dass seine Vorderleute in diesen 40 Minuten zwar sechs Tore schossen, leider aber nicht alle ihre Chancen nutzten, war eine Ursache für die Niederlage. Die Anzahl der eigenen Strafen, die von den Juniors dreimal in Tore umgemünzt wurden, taten neben dem ersten Drittel ihr Übriges.

 

Trotz der Führung der Eisbären deutete sich schon an, dass Tore für FASS fallen würden, nur war das Glück nicht auf der Seite der Schüler. Eine Szene kurz geschildert: Dustin Schulz läuft über außen um das Tor rum und versucht den Bauerntrick. Klappte nicht, da der Goalie die Lücke zu machte. Also, ganz einfach, Scheibe geholt, auf die andere Seite ... den Trick kannte der Torwart auch ... Lücke auch zu. Also der dritte Anlauf. Scheibe nehmen, wieder um das Tor rum und ... natürlich war da auch wieder die Lücke zu, somit 3:0 für den jungen Eisbären-Torwart. Aber irgendwie war das auch ein kleiner Weckruf, denn Chancen waren da.

 

Der erste Treffer für die Jungs und Mädels von Trainer Jörg Dymke fiel in der 27. Minute und wurde von den anwesenden Eisbäreneltern eher müde belächelt. Der Anschlusstreffer zum 2:3 ließ dieses Lächeln ein wenig gefrieren, denn er fiel für FASS in doppelter Unterzahl. Mark Kaplan hatte sich die Scheibe im eigenen Drittel geholt und durfte dann ungestört bis hinter die blaue Linie der Eisbären laufen, wo er abzog und damit Jan Oltersdorf ein wenig überraschte, denn die Scheibe fand ihren Weg zwischen Schulter und Latte ins Netz (33.). Das vierte Tor für die Juniors fiel dann drei Minuten später und da waren wieder alle der Meinung, dass es seinen geregelten Gang nimmt. Aber wie das mit den Meinungen so ist ... man hat sie und kann sich täuschen. Das 3:4 (38.) war dann eher in die Kategorie „kurios“ einzuordnen. Vanessa Gasde mit einem Heber von der blauen Linie, über den Torwart rüber, an die Latte und dann Paul Lüttcher auf den Schläger. Nun wurde es ein wenig unruhig, sowohl bei den Eltern als auch auf der Bank der Juniors, denn die Stimme von Juniors-Coach Hardy Gensel war doch deutlich zu vernehmen. Und als dann noch kurz vor der Pause der Ausgleich durch "Ta Esche" fiel, war der Jubel beim FASS-Anhang groß, bei den Fans der Eisbären Juniors sank die Stimmung merklich.

 

Kurz nach Beginn des letzten Abschnittes gingen die Juniors erneut in Führung, das 5:5 durch Dennis Reiche nach schönem Zuspiel von David Levin kam in der 47. Spielminute. Antwort der Eisbären war das 5:6 (50.), dem wiederum der Ausgleich folgte (53.). Es war wohl das schönste Tor des Tages, wenn auch mit freundlicher Unterstützung der auf dem Eis befindlichen Eisbären-Spieler. Paul Lüttcher holte sich die Scheibe in der Mitte des eigenen Drittels, besuchte dann seinen eigenen Torwart und zog danach von dort aus bis vor Jan Oltersdorf, dem er keine Chance ließ. Und wie es sich wohl an diesem Nachmittag gehörte, ließ die erneute Führung der Gäste nicht lange auf sich warten, ganze 35 Sekunden dauerte es. Es war auch der Schlusspunkt in diesem spannenden Spiel. Das ganze Anrennen in den verbleibenden siebeneinhalb Spielminuten brachte trotz guter Einschussmöglichkeiten nichts zählbares mehr. Es blieb schließlich dabei, da zwei Strafen, über die man durchaus geteilter Meinung sein kann, verhinderten, dass FASS den eigenen Torhüter rausnehmen konnte.

 

Als kleines Fazit zum Abschluss: Hätte man die Leistung, wobei insbesondere die Laufbereitschaft und der Einsatz gemeint ist, aus dem zweiten und dem letzten Drittel auch im ersten gebracht, wäre dieses Spiel nicht verloren gegangen. Aber das ist eine Meinung ... siehe oben.

 

red