

Freitag, 22.01.2010, 20.00 Uhr, Erfurt
5 : 1 (0:0 4:0 1:1)
1:0 (21:46) Donnelly (Nickel, Manske) PP1, 2:0 (22:34) Vavroch (Otte, Marak), 3:0 (38:48) Marak (Dimitrovici, Otte), 4:0 (39:03) Hopp (Donnelly, Neumann)
4:1 (55:26) Kruggel (Hüfner) PP2, 5:1 (58:05) Hofmann (Vavroch, Marak) PP1
BDE: 17 + 1ß (Weise) + 1ß (O. Kämmerer) + SpD (Donnelly)
FASS: 24 + 10 (Kugler) + 10 (Leers)
Es dauerte lange, bis sich am gestrigen Abend die Gemüter nach dem Regionalligaspiel der Black Dragons Erfurt gegen FASS Berlin beruhigten. Trotz des am Ende deutlichen 5:1 Erfolges der Gastgeber richtete sich der Unmut beider Mannschaften zu Recht auf eine Person, Hauptschiedsrichterin Diana Pencun.
Von der ersten Minute an ohne klare Linie und Souveränität auftretend, sorgte sie mit überflüssigen Strafen einerseits, auf der anderen Seite aber auch dem Übersehen klarer Fouls für jede Menge Aufregung in der Erfurter Kartoffelhalle. So entwickelte sich ein anfangs eher ruhiges Spiel am Ende zu einem Strafzeitenfestival, bei dem Erfurt mit 57 Minuten gegen FASS mit 44 Minuten leicht vorn lag. Warum sie zum Beispiel Jörn Kugler eine 10-Minutenstrafe verpasste, als er sich nach einem übersehenem Abseits als Assistent an sie wandte, weiß wahrscheinlich nur sie selbst.
Eishockey wurde nebenbei auch gespielt und da gelang es FASS im ersten Drittel recht gut, mit den favorisierten Drachen mitzuhalten. Selbst eine 3:5 Unterzahl konnte gegen harmlos agierende Erfurter locker überstanden werden. Auch im Angriff konnten Patrzek und Leers einige Akzente setzen und scheiterten nur knapp am guten Drachen-Torwart Kai Fischer. Aber auch Sebastian Albrecht konnte sich mehrfach gegen die agilen Erfurter Stürmer um Spielertrainer Marak und seinen tschechischen Landsmann Vavroch auszeichnen. So blieb es bis zum Drittelende bei einem leistungsgerechten 0:0. 1 Sekunde vor der Pausensirene musste allerdings Benjamin Hüfner noch für 2 Minuten auf die Strafbank, was sich in der Folge als verhängnisvoll erweisen sollte. Auf der anderen Seite hatten sich gleich 2 Erfurter eine 10-Minutenstrafe wegen Meckerns und unsportlichem Verhalten eingefangen.
Mit Beginn des zweiten Drittels kamen die Erfurter Spieler mit deutlich mehr Biss aus der Kabine und versuchten, ihre Überzahl in einen Erfolg umzumünzen. Ausgerechnet der bisher beste Berliner, Goalie Albrecht, half ihnen unfreiwillig dabei, als er einen eher harmlosen Donelly-Schuss passieren ließ (22.). Nur 48 Sekunden später nutzte Robert Vavroch die nächste Erfurter Chance und erhöhte auf 2:0. FASS konnte sich von diesem Doppelschlag nicht erholen, war in der Folge immer mehr darum bemüht, Tore zu verhindern und kam nur zu wenigen eigenen Chancen. Diese wurden aber sämtlich von Kai Fischer entschärft. Und so, wie das Drittel anfing, endete es auch - mit einem Doppelschlag von Erfurt. Marak und Hopp erzielten innerhalb von 15 Sekunden die Tore 3 und 4 für die Black Dragons und sorgten für die Vorentscheidung. Als ob das nicht schon reichte, ließ sich Leers noch zu einem Stockcheck hinreißen und kassierte eine 2-Minutenstrafe, die er noch mit der Schiedsrichterin diskutieren wollte. Folgerichtig kam der Griff an die Hüften und damit noch eine zehnminütige Denkpause dazu.
Das letzte Drittel war von vielen offenen und versteckten Fouls geprägt, die zum Teil zu leichten Verletzungen und Blessuren bei Spielern auf beiden Seiten führten. Vieles davon wurde von den Schiedsrichtern übersehen, dafür wurden dann Strafen für eher harmlose Vergehen gepfiffen. Jetzt wurde auch Spieler der Gastgeber reihenweise auf die Strafbank geschickt und FASS kam zu einer doppelten Überzahl. Kurz bevor diese zu Ende ging, blieb Labuhn nach einem Zusammenprall mit Donelly auf dem Eis liegen. Die Schiedsrichterin entschied nach Beratung mit ihren Linsmen auf Stockschlag mit Verletzungsfolge und schickte Donelly zum Duschen... Labuhn konnte anschließend weiter spielen und FASS gelang in der 56.Minute in doppelter Überzahl der Ehrentreffer zum 4:1 durch Kruggel. Genau 100 Sekunden später stellte allerdings Erfurts Hofmann den alten Abstand nach einem schönen Blueliner wieder her.
Insgesamt ein verdienter Sieg der Black Dragons, die nach verschlafenem ersten Drittel zeigten, dass sie im Moment zu Recht auf dem ersten Platz hinter den beiden Oberligateams aus Leipzig und Halle liegen. Eine äußerst mäßige Schiedsrichterleistung hinterlässt jedoch leider einen etwas faden Nachgeschmack.
Quelle: Axel Hirsch für Radio Eiskalt

Im Punktspiel gegen die Akademiker von FASS Berlin setzten sich die Black Dragons gestern in einem eher mäßigen Spiel am Ende dennoch verdient mit 5:1 (0:0, 4:0, 1:1) durch. Beide Teams hatten zunächst mit der sehr kleinlichen und zum Teil auch undurchsichtigen Strafenverteilung der Hauptschiedsrichterin Diana Pencun zu kämpfen. So kamen am Ende einer eigentlich zunächst recht fairen Partie immerhin 101 Strafminuten zusammen.
Schon das erste Drittel, welches mit 15 Minuten Verzögerung begann, stand ganz im Zeichen der Hauptschiedsrichterin. Diese hatte bis zur ersten Pause bereits 3 Disziplinarstrafen verteilt. Ein geregelter Spielfluss kam so kaum einmal zu Stande, selbst eine 5 gegen 3 Powerplaysituation konnten die Erfurter nicht zu einem Treffer nutzen. Auch die Gäste konnten keine der wenigen sich bietenden Chancen nutzen und so blieb es leistungsgerecht bei einem 0:0 nach den ersten 20 Minuten.
Das Mitteldrittel startete mit einem erneuten Powerplay für die Gastgeber und dieses sollte für die Gäste diesmal nicht folgenlos bleiben. Knapp 90 Sekunden waren gespielt, als der Puck doch noch im von Albrecht gehüteten Tor der Akademiker einschlug. Enrico Manske und Andy Nickel hatten Tim Donelly bedient und dieser war per Blueliner zur Führung erfolgreich. Dieser Gegentreffer schien die Gäste in einen wahren Schockzustand zu versetzen. So konnte Robert Vavroch nur 45 Sekunden später das 2:0 erzielen. Im weiteren Verlauf des Mittelabschnittes entwickelte sich nun fast ein Spiel in eine Richtung, in die des FASS-Gehäuses. Doch weitere Treffer wollten zunächst nicht gelingen, obwohl beide Teams zu Chancen kamen. Diese wurden jedoch von den Goalies zunichte gemacht. Kurz vor Drittelende sollten dann doch noch weitere Treffer gelingen. Und auch diesmal sollte es ein Doppelschlag werden. Zunächst wurde Spielertrainer Zbynek Marak von Max Dimitrovici und Oliver Otte schön freigespielt. Dieser hatte dann keine Mühe mehr, zum 3:0 zu vollstrecken. Nur 15 Sekunden später war es dann Konstantin Hopp, der mit dem 4:0 für eine Vorentscheidung im Spiel sorgen konnte. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die 2. Pause.
Im letzten Spielabschnitt nahmen die Gastgeber zunächst das Tempo etwas aus dem Spiel und verwalteten die deutliche Führung geschickt. Erst als die Hauptschiedsrichterin in den letzten 5 Spielminuten wieder kräftig Strafen verteilte, kam noch mal etwas Pfeffer in eine eigentlich bereits entschiedene Partie. In einer unübersichtlichen Situation endschied die Hauptschiedsrichterin zur Überraschung aller auf 5 + Spieldauer für Tim Donelly, dies verschaffte den Gästen eine 5 gegen 3 Powerplaysituation, da Dimitrovici und auch Manske noch auf der Strafbank saßen. Dieses Powerplay konnte Kruggel zum Ehrentreffer nutzen. Die Gastgeber stellten allerdings nur knapp 3 Minuten später durch Sebastian Hofmann den alten Abstand wieder her. Mit diesem Stand ging dieses Spiel dann auch zu Ende.
Die Erfurter konnten mit diesem Sieg den 3. Tabellenplatz verteidigen und bleiben weiterhin 2 Punkte vor Verfolger Tornados Niesky, die das Derby gegen Jonsdorf für sich entscheiden konnten.
Quelle: Black Dragons Erfurt