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F.A.S.S. e.V. Berlin
Freier Akademischer Sportverein Siegmundshof
Regionalliga
Archiv 2009/10

ECC Preussen - FASS Berlin

Sonntag, 24.01.2010, 14.00 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion

 

1 : 2 (1:0 0:2 0:0)

Tore

1:0 (16:16) Leciejewski (Hurbanek, Seemann)

 

1:1 (26:25) Pietsch (Kugler, Masche), 1:2 (30:05) Leers (Patrzek, Hüfner)

PIM

ECC: 12 - 2/10/0

FASS: 16 - 4/4/8

Berichte

Akademiker im Prestigeduell erfolgreich

In souveräner Manier gewannen die Akademiker das dritte Berliner Lokalderby in der Regionalliga Ost beim ECC Preussen Juniors mit 2:1 (0:1, 2:0, 0:0) und führen damit nun auch im direkten Vergleich mit 2:1.

 

Im ersten Drittel bestimmten die Akademiker bereits von der ersten Minute das Spielgeschehen. ECC-Goalie Björn Leonhardt stand unter Dauerbeschuss. Die Weddinger machten alles richtig, trafen aber nur die Latte und den Pfosten oder scheiterten am starken Leonhardt. Aber wer vorne nicht trifft, wird dann hinten bestraft. Einen schönen Gegenangriff der Charlottenburger verwertete in der 17. Spielminute Ex-FASSler Stefan Leciejewski zur überraschenden Führung für den ECC.

 

Im zweiten Drittel agierten die Stürmer der Akademiker genauer. Erst schlenzte Jari Pietsch in der 27. Minute über den am Boden liegenden Leonhardt zum 1:1 Ausgleich ein, dann gewann Christian Leers in der 31. Min an der Bande ein Laufduell gegen den herausstürmenden ECC Goalie und schob die Scheibe ins verwaiste Gehäuse. Das war trotz weiterer Torchancen auf beiden Seiten auch alles an Toren im zweiten Drittel.

 

Im letzten Drittel entwickelte sich dann ein offenes Spiel zwischen beiden Teams und FASS-Goalie Sebastian Albrecht konnte sich ebenso wie Björn Leonhardt wiederholt auszeichnen. Weitre Tore fielen aber nicht mehr. Auch die Herausnahme vom ECC-Goalie half dem Team von ECC-Coach Heiko Awizus nicht mehr. Eine weitere Torchance wusste die sicher stehende FASS-Verteidigung zu verhindern. Zwei Versuche eines Empty-Net-Goals scheiterten leider. „Diese Spiele muss man gewinnen, um oben dabei zu bleiben“, sagte FASS-Coach Chris Lee, wohl wissend, dass sein Team nach der Niederlagenserie einige unnötige Punktverluste wieder aufholen muss.

 

Gerald Hagen

FASS gewinnt Derby Nummer 3

Zwar konnte der ECC in Führung gehen, doch im Mitteldrittel drehten die Akademiker das Spiel zu ihren Gunsten. Die Matchwinner beim 1:2 (1:0, 0:2, 0:0) für FASS waren Torwart Albrecht und zwei 19-jährige Stürmer.

 

Ungefähr auf Augenhöhe sind die beiden Berliner Regio-Teams nun angelangt: Drei Spiele, 9:9 Tore, allerdings bei zwei Siegen von FASS. Dass die Akademiker beim Auswärtsspiel im Erika-Hess-Stadion am Ende verdient gewannen, lag in ihrer besseren Geschlossenheit begründet. Schon im ersten Drittel waren sie bis zum Gegentor die aktivere Mannschaft mit einem Plus bei den Torchancen. In der zweiten Minute hätte sich Steve Roubicek ins Goldene Buch der Derby-Geschichte eintragen können, aber ihm flatterten vor Björn Leonhardts Kasten die Nerven. Der ECC kam in der achten Minute durch Christopher Scholz zur ersten guten Gelegenheit, doch Sebastian Albrecht hielt stark und dies nicht zum letzten Mal. Fabio Patrzek antwortete mit einem listigen Schuss, der Leonhardt fast überrascht hätte. Anschließend ging Christian-Alexander Leers wie ein großer Schlagbohrer allein durch, versuchte den Keeper links zu umspielen, aber dieser konnte knapp parieren, wobei er die Kelle verlor. Brenzlig…

 

Philip Labuhn hätte in Minute 12 bei einer 3-auf-1-Situation die Führung für FASS machen müssen. Als umgekehrt der ECC eine Überzahl zugesprochen bekam, gelang es der Paradereihe um Kapitän Kay Hurbanek, nach 75 Sekunden Powerplay das 1:0 zu erzielen. Stefan Leciejewski traf aus sehr spitzem Winkel. Einen Assistpunkt holte sich Jugendspieler Jaro Seemann, der seine steile Karriere fortsetzt und neben Nils Watzke der Verteidiger des Vertrauens geworden ist. Souverän, aufmerksam und mit verblüffend geringer Fehlerquote agierte der 16-Jährige zur Freude des ECC-Anhangs, der die anderen Spieler der famosen Jugend-Truppe auf den Tribünen begrüßen durfte. Nach dem Tor übernahmen die Preussen bis Drittelende das Kommando, sie brachten FASS gehörig ins Schwimmen. Eine Chance vergab übrigens in günstiger Schussposition Mittelstürmer (!) André Berger, der ganz offensichtlich nach langer Verletzung noch nicht wieder auf der Höhe ist.

 

Im zweiten Drittel schlug FASS zurück. Schon Jörn Kugler war eigentlich dran, als er sich in der 25. Minute perfekt durchfummelte, aber dann zu eigensinnig den Abschluss suchte, statt auf den kurzen Pfosten zum Mitspieler zu passen. Die Übersicht behielt dagegen Jari Pietsch: Er fand im Powerplay die Lücke im Gewühl vor Leonhardt und schlenzte zum Ausgleich ein. Genau zur Mitte des Spiels fiel bereits der Siegtreffer für FASS: Ein kollektiver Aussetzer der Preussen erlaubte Leers einen Solosprint ins gegnerische Drittel, wo ein herrenloser Puck auf Gesellschaft wartete. Torwart Leonhardt, von seiner Abwehr verlassen, entschied sich für Herauslaufen, war aber einen Schritt später am Tatort als der FASS-Stürmer, der das Spielgerät unter dem unglücklichen Keeper einschieben konnte. Nach dem 1:2 hätte FASS bei einer doppelten Überzahl nachlegen können, aber Kapitän Lucien Aicher traf das rechte Toreck nur am Metall. Jetzt häuften sich die Strafzeiten, die der gute Schiedsrichter Felix Winnekens gerecht und vertretbar zu geben hatte. Die Partie war wohltuend fair, ohne böse Szenen.

 

Je länger das Spiel dauerte, desto mehr trat das Handicap des ECC hervor: Während FASS zwei torgefährliche Reihen hatte und eine dritte, die entschlossen auch gegen Hurbanek und Co. fightete, haben die Preussen derzeit nicht die nötige Tiefe im Kader. Aleksanders Fadejews wurde als Verteidiger gebraucht (Marc Niedermeyer drückte nur die Bank), so fehlte im zweiten Sturm die Durchschlagskraft. Immer wieder brachte Trainer Heiko Awizus seinen ersten Block, im häufigen Überzahlspiel verstärkt durch Fadejews. Glasklare Wechselintervalle wurden dabei übergangen, das hieß doppelte Arbeit für die wenigen Leistungsträger. Aber richtig ist auch, dass Rick Giermann, Holger Mix und Christopher Scholz nicht genügend Chancen gegen eine keineswegs immer sattelfeste Akademiker-Defensive herausspielten. Die selten gebrachte dritte Reihe des ECC mit Paul Konietzky, Nico Jentzsch und André Berger war in diesem Zusammenhang praktisch unsichtbar.

 

Anders FASS-Stürmer Philip Labuhn, der in der 45. Minute wieder eine Hundertprozentige auf dem Schläger hatte, aber den Knockout für seinen Ex-Klub verpasste. Der ECC drückte im Schlussdrittel zwar, aber die große Gefahr wollte nicht mehr entstehen. Fünf Überzahlspiele inklusive der letzten zwei Minuten ohne Torhüter brachten nicht den Ausgleich. Dies, obwohl FASS sich immer noch recht offensiv zeigte und hinten Lücken ließ. Rick Giermann nutzte das in der 52. Minute, um allein durchzubrechen, aber er konnte den exzellent stehenden Keeper Albrecht nicht ausspielen. Fadejews hatte Pech mit einem Pfostentreffer in der 57. Minute, auch Jan Schertz in der 59. Minute fand keine Lücke. Dank einer kompakten Mannschaftsleistung siegte FASS in einem umkämpften Derby, obwohl die in Tölz beschäftigten DNL-Spieler der Eisbären dieses Mal fehlten. Doch auch die etwas älteren Cracks Albrecht, Pietsch und Leers erwiesen sich allesamt als Trumpfkarten, ja Matchwinner.

 

Mit zwölf Punkten Vorsprung dürfte FASS im Rennen um die Stadtmeisterschaft nicht mehr einzuholen sein. Der ECC wird wohl Platz 8 als Endhaltestelle in dieser Saison betrachten müssen. Immerhin, den Respekt von Gegner und Fans verdiente sich die ehemalige Meistertruppe, die immer noch auf Jochen Molling verzichten musste. Und dann gibt es ja auch ein letztes Derby am 7. März. Es steht 9:9…

 

Sven Crefeld für Radio Eiskalt

Preussen weiter ohne Sieg

In einer mäßigen Partie unterlagen die Preussen im Heimspiel gegen FASS Berlin mit 1:2.

 

Das Spiel begann auf beiden Seiten sehr nervös, ging es doch darum, die Führungsposition der Regionalliga in Berlin zu beweisen. Die Preussen hatten im ersten Drittel mehr Spielanteile und wurden in der 17. Minute durch einen Treffer von Stefan Leciejewski auch belohnt.

 

Das war es dann auch schon für die Hausherren an diesem Tage, FASS kam besser ins Spiel und Jari Pietsch konnte in der 27. Minute ausgleichen. Das Glück stand dann in der 31. Minute auf der Seite von FASS, Preussentorhüter Björn Leonhardt brachte bei einem Ausflug die Scheibe nicht unter Kontrolle und Stürmer Christian Leers konnte zur Führung für die Akademiker in das leere Tor einschießen. Mit diesem Glückstreffer waren dann aber auch die Akademiker am Ende. Es gab zwar noch Möglichkeiten auf beiden Seiten, doch die Konter von Watzke und Giermann und ein Pfostenschuss von Fadejews vier Minuten vor Spielende brachten keine Änderung mehr.

 

Quelle: K. W. Riemer für den ECC


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