

Sonnabend, 30.01.2010, 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
3 : 7 (1:2 0:3 2:2)
0:1 (05:03) Vait (Havlik, Pesek), 1:1 (06:12) Pietsch (Masche), 1:2 (06:41) Lehnigk (Kruminsch, Wiecki)
1:3 (28:44) Lehnigk (Kruminsch, Wiecki), 1:4 (30:44) Wiecki (Kruminsch, Lehnigk), 1:5 (37:41) Hähnel (Rösler, Kohl)
2:5 (42:15) Kuch (Kruggel, Masche) PP1, 2:6 (47:19) Kruminsch (Klante), 3:6 (49:45) Patrzek (Leers, Aicher), 3:7 (51:51) Rösler (Hähnel, Kohl)
FASS: 10 + 10 (Kuch) - 4/2/14
EHCJ: 6 - 2/0/6
FASS Berlin unterlag am Samstagabend beim Heimspiel gegen die Jonsdorfer Falken mit 3:7 (1:2,0:3,2:2). Dank der Verstärkung von sechs Förderlizenz-Spielern auf Seiten der Gäste hatten die Berliner keine Chance auf einen Sieg. Zumal sie ohne „Verstärkung“ auskommen mussten und auch noch mit Jörn Kugler und Benjamin Hüfner zwei Verteidiger fehlten. Also hieß es für sie von Beginn an gut zu verteidigen, um die wenigen Chancen, die man bekommt, zu nutzen.
Anfang des ersten Drittels sah es auch noch ganz gut aus, auch wenn Jonsdorf sofort die Initiative übernahm, aber oft aus Überheblichkeit ihre Chancen nicht nutzten. Doch nach gut fünf Minuten brach dann der Bann. Mit einem Schlagschuß von der blauen Linie durch Pavel Vait gingen die Falken in Führung. FASS-Goalie Christian Krüger hatte den verdeckten Schuß zu spät gesehen und konnte nicht mehr reagieren. Doch die Führung währte nur gut eine Minute. Im gegnerischen Drittel konnte Masche dem Verteidiger die Scheibe abluchsen und passte schnell auf den freistehenden Jari Pietsch, der alleine auf Jonsdorf Keeper Rostislav Kosarek zulief und ihn zum 1:1-Ausgleich überwinden konnte. Seine Freude war immens, nicht nur dass er sich als Torschütze feiern lassen durfte, er wurde nämlich ebenso wie Benjamin Hüfner (der heute leider fehlte) für das U19 5-Nationenturnier in Schweden Mitte Februar nominiert. Herzlichen Glückwunsch!!!
Aber während die Berliner noch jubelten, gingen die Gäste nur 29 Sekunden später durch ihre Förderlizenzspieler-Reihe (FL) mit einer klassischen Kombination wieder in Führung. FASS versuchte zwar den Rückstand schnellstmöglich wieder zu egalisieren, aber die Jonsdorfer Verteidigung stand jetzt sicher, während sie versuchten das Spiel früh zu entscheiden. Doch Goalie Krüger ließ sein Team noch hoffen, indem er mit vielen guten Paraden das Spiel offen hielt.
Das zweite Drittel knüpfte nahtlos an das erste an. Jonsdorf druckvoll und spielbestimmend, FASS besann sich auf das Kontern. So dauerte es bis zur 29. Minute, bis die Gäste ihre Führung ausbauen konnten. Markus Lehnigk mit einem Schuß ins kurze Eck ließ Krüger nicht gut aussehen. Und genau zwei Minuten später war es Jakub Wiecki, der ihn auch noch zum 1:4 tunnelte. Jetzt wurde die FASS-Abwehr ein ums andere Mal fast schwindlig gespielt, sodass man schon die Sorge hatte, dass es eine Blamage werden könnte. Aber Jonsdorf legte durch Mario Hähnel in der 38. Minute nur noch einen Treffer nach, der denn auch den 1:5-Zwischenstand vor dem letzten Drittel markierte.
Zu Beginn dieses Abschnitts schalteten die Gäste dann einen Gang zurück und so hatten Aicher, Patrzek und Pietsch innerhalb kurzer Zeit große Chancen, die sie aber alle nicht nutzen konnten. Erst ein Überzahl-Spiel musste „helfen“, damit die Berliner wieder jubeln konnten. Mit einem Schlagschuß, der noch abgefälscht wurde, sorgte Daniel Kuch zum 2:5. Jonsdorf ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und war danach auch immer wieder gefährlich im Berliner Drittel „unterwegs“. Es dauerte aber bis zur 48. Minute als Arturs Kruminsch wieder für den 4-Tore-Abstand sorgte. Zwei Minuten später ließ Fabio Patrzek bei den Hausherren noch einmal etwas Hoffnung aufkommen, als er mit einem geschlenzten Schuß das 3:6 erzielte. Aber Jonsdorf war sich seiner Sache so sicher, dass sie ihrem zweiten Goalie Handrick ab der 52. Minute auch noch etwas Eiszeit gaben. Und kurze Zeit später war der 4-Tore-Abstand auch wieder hergestellt, als die FASS-Abwehr zu weit nach vorne aufrückte und zwei Jonsdorfer auf Krüger zuliefen und Rösler dann eiskalt einnetzte.
Durch die Niederlage rutscht FASS auf Platz 6 und die Falken ziehen an den Berlinern vorbei.

Mit einer souveränen Leistung holen die Falken mit einem 7:3 Sieg gegen Fass Berlin drei Punkte beim ersten Spiel am Doppelwochenende. Bereits im ersten Drittel setzten die Falken die Gastgeber massiv unter Druck. In der fünften Spielminute gelang den Falken der Führungstreffer, den die Gastgeber aber bereits 69 Sekunden später egalisieren konnten. Davon ließen sich die Jonsdorfer Cracks nicht beeindrucken und spielten sofort konzentriert weiter. Eine schöne Kombination führte nur 29 Sekunden später zur erneuten Führung für den EHC. Unzählige vergebene Chancen waren der Grund, dass sich die Überlegenheit der Falken auf dem Eis nicht im Pausenergebnis wiederspiegelte.
Im zweiten Spielabschnitt beherrschten die Jonsdorfer regelrecht das Eis, doch es dauerte bis zur 29. Minute, ehe die Führung auf 3:1 und zwei Minute später sogar auf 4:1 ausgebaut werden konnte. Der dritten Sturmreihe gelang nach einem sehr schönen Doppelpass das fünfte Falkentor, nachdem zuvor dreimal das Metall für die Fässer rettete.
Im letzten Drittel erwischten die Gastgeber den etwas besseren Start, sie spielten zunächst aggressiver und konnten im Powerplay auf 2:5 verkürzen. Anschließend ging es munter hin und her und nachdem die Falken einen weiteren Treffer markierten, gelang den Berlinern in der 50. Minute ihr drittes Tor. Trainer Jaroslav Stastny gab in den verbleibenden zehn Spielminuten Nachwuchstorhüter Robert Handrick die Möglichkeit, sich wie bereits im Heimspiel gegen Leipzig zu beweisen. Den Jonsdorfern blieb es vorbehalten, den letzten Treffer im Spiel zum 3:7 Endstand in einer sehr fair geführten Partie zu markieren.
Bei einer ähnlichen Leistung im morgigen Spiel gegen den ECC Preußen aus Berlin sollten durchaus drei Punkte im Bereich des Möglichen liegen.
Quelle:
Jonsdorfer Falken