
Freitag, 12.02.2010, 19.30 Uhr, Erika-Hess-Eisstadion
3 : 6 (0:1 2:2 1:3)
0:1 (00:20) Krehl (Jun, Jenka)
0:2 (29:05) Müller (Weiss, Jun), 0:3 (33:08) Jenka (Krehl, Jun), 1:3 (36:45) Leibrandt (Labuhn, Harloff) PP2, 2:3 (39:29) Kuch (Leers)
2:4 (48:13) Jenka (Weiss, Vojcak), 3:4 (54:29) Aicher (Seelisch), 3:5 (58:18) Jun (Weiss, Jenka), 3:6 (59:21) Krehl (Jenka, Vojcak) ENG
FASS: 14 - 6/2/6
EHVS: 10 - 4/6/0
Mit 3:6 (0:1,2:2,1:3) verlor FASS Berlin gegen den EHV Schönheide sein (nachgeholtes) Heimspiel im „Ausweichquartier“ Wellblechpalast, da das heimische Erika-Hess-Eisstadion zuviel Schnee auf dem Dach hatte und das Bezirksamt die Halle kurzerhand sperrte. Aber egal wo man heute gespielt hätte, die Gäste wären wohl überall als Sieger vom Eis gegangen; zu überlegen spielten und agierten sie. Einzig FASS-Goalie Krüger war es zu verdanken, dass die Berliner lange Zeit das Spiel offen halten konnten.
Wie bereits letzte Woche beim Spiel in Schönheide war noch nicht einmal eine Minute gespielt, da lagen die Akademiker schon hinten. Der erste Angriff der Gäste über Jun konnte Krehl nach 20 Sekunden erfolgreich abschließen. Danach nahmen die Schönheider zwar etwas Tempo raus, aber FASS hatte so seine liebe Müh, ihre Angriffe gefährlich zu gestalten. Es dauerte schon gut 10 Minuten bis Schönheides Goalie Modes bei einem Schuß von Masche sich auszeichnen konnte. Kurz vor Drittelende war für FASS der Ausgleich nahe, als gleich 3 Berliner auf Modes zukamen, aber keiner konnte die Scheibe im Tor versenken. Die Wölfe waren das spielbestimmende Team und die Führung war allerdings von der Höhe her schmeichelhaft.
Zu Beginn des 2. Drittels das gleiche Spiel. Schönheide mit vielen Chancen, die sie aber auch etwas leichtfertig vergaben. Erst in der 30. Spielminute konnten sie wieder jubeln, als Müller von der blauen Linie abzog und sein Schlagschuß im Netz zappelte. Krüger hatte keine Chance. Nur 3 Minuten später schraubte Jenka das Ergebnis auf 3:0 hoch, nach einem Bullygewinn bekam er den Pass von Krehl. Kurz darauf wurde es dann auf der Schönheider Strafbank etwas eng, als sich auf einmal gleich drei Spieler dort aufhalten durften. Diese doppelte Überzahl konnten jetzt die Berliner endlich nutzen und Leibrandt verkürzte mit einem Schlagschuß zum 1:3. Als dann kurz vor der Pause auch noch Kuch nach schöner Kombination mit Leers den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielte, keimte noch einmal etwas Hoffnung auf, dass man das Spiel vielleicht doch noch drehen könnte.
Im letzten Drittel merkte man FASS aber an, dass einige (wichtige) Spieler fehlten. Die letzte Konsequenz fehlte irgendwie. Und so konnte Schönheide sein Spiel „runterspielen“. In der 50. Minute konnte Jenka die Führung wieder erhöhen. FASS war gerade wieder komplett, aber der Angriff der Wölfe im Berliner Drittel lief noch und die Berliner bekamen die Scheibe nicht raus. Aicher konnte zwar 5 Minuten später nach einem schnellen Konter auf 3:4 verkürzen, aber Schönheide war diesmal einfach zu stark, um dieses Spiel herzugeben. So nutzen sie in der 59. Minute ein Überzahlspiel konsequent durch Jun zur 5:3-Führung aus. Danach nahm FASS-Trainer Lee noch Krüger zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, aber im Spielaufbau vertändelten sie die Scheibe und Krehl versenkte die Scheibe zum 6:3-Endstand ins leere Tor.
Damit bleibt FASS in der Tabelle auf Platz 7, Schönheide klettert auf Rang 5.
Der EHV Schönheide 09 und dessen Fans feiern ein perfektes Sechs-Punkte-Wochenende. Nach dem überzeugenden 6:3 (1:0, 2:2, 3:1)- Auswärtssieg am Freitag bei FASS Berlin, legten die Wölfe keine 24 Stunden später nach und besiegten am Samstag vor 500 Zuschauern im Schönheider Wolfsbau trotz zwischenzeitlichem 0:2- Rückstand auch die Black Dragons aus Erfurt deutlich mit 10:5 (2:2, 5:1, 3:2).
Das Nachholspiel am Freitag in Berlin hatten sich die Wölfe im Vorfeld sicher etwas schwieriger vorgestellt. Doch der altehrwürdige Wellblechpalast im Sportforum Berlin, indem die Partie aufgrund der Sperrung des Erika-Hess-Eisstadions ausgetragen werden mußte, schien nicht nur früher den Eisbären, sondern auch dem EHV 09 Glück zu bringen. Bereits nach 20 Sekunden gingen die Wölfe durch Matthias Krehl mit 1:0 in Führung. In der Folge versäumte es der EHV 09 aber, die von Beginn an deutliche Überlegenheit in weitere Tore umzumünzen. Chancen gab es in Hülle und Fülle, doch entweder scheiterten die Wölfe an Latte und Pfosten oder am guten FASS- Goalie Christian Krüger, welcher sein Team im ersten Drittel vor einem höheren Rückstand bewahrte.
Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild. Die Wölfe waren weiter das klar bessere Team und erspielten sich Chance um Chance. Durch zwei Tore von Christian Müller (30.) und Miroslav Jenka (34.) wurden sie auch endlich für ihre Bemühungen belohnt und bauten die Führung auf 3:0 aus. Eigentlich hätte der Vorsprung beruhigende Wirkung haben sollen, doch FASS Berlin hielt nun etwas energischer dagegen und zwang die Wölfe zu Strafzeiten. In doppelter Überzahl gelang den Akademikern durch Thomas Leibrandt das 3:1 (37.) und durch eine Unachtsamkeit in der ansonsten sicheren EHV-Abwehr verkürzten die Berliner weiter und kamen kurz vor Ende des zweiten Drittels durch Daniel Kuch zum schmeichelhaften 3:2- Anschlusstreffer.
Auch im Schlussdrittel änderte sich am Spielverlauf nicht viel. Die Wölfe zeigten 60 Minuten lang eine konzentrierte Leistung und waren den Hausherren spielerisch überlegen. Dennoch blieb die Partie zumindest vom Ergebnis her weiter spannend, da der EHV 09 fahrlässig mit seinen Torchancen umging. Erst in der 50. Spielminute konnten die Wölfe erneut jubeln, als Miroslav Jenka auf Zuspiel von Pavel Weiss und Martin Vojcak auf 4:2 erhöhte. Im letzten Drittel hatte EHV- Schlussmann Sebastian Modes kaum einen Schuss zu halten und wurde in der 55. Minute kalt erwischt, als die Akademiker einen der wenigen Angriffe nutzten und durch Lucien Aicher das 4:3 erzielten. Doch die Wölfe ließen sich auch durch diesen Gegentreffer nicht aus der Ruhe bringen und nutzten im Endspurt ein Powerplay durch Daniel Jun zum 5:3 (59.). Matthias Krehl machte den verdienten Auswärtssieg letztendlich perfekt und traf 39 Sekunden vor dem Ende per Empty-Net-Goal zum 6:3- Endstand.
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Quelle:
EHV Schönheide 09, wo ihr auch die gesamte Pressemitteilung lesen könnt.