Regionalliga
Archiv 2009/10

Black Dragons Erfurt - FASS Berlin

Sonntag, 14.02.2010, 16.30 Uhr, Erfurt

 

5 : 1 (1:0 0:1 4:0)

Tore

1:0 (08:12) Otte (Marak, Vavroch) PP1

 

1:1 (34:12) Schmidt (Leibrandt) PP2

 

2:1 (46:14) Dimitrovici (Weise, Donnelly), 3:1 (49:26) Brink (Weise, Donnelly), 4:1 (54:33) O. Otte, 5:1 (55:04) Weise (Dimitrovici, Donnelly) UZ1

PIM

BDE: 17 + 10 (Weise) + SpD (Schmidt) - 14/29/4

FASS: 12 - 2/8/2

Berichte

Minikader verkauft sich gut

Obwohl der Kader der Regionalligamannschaft, trotz des Abgangs von Benjamin Hecker und des Ausstiegs von Martin Prüßing, auf dem Papier recht groß ist, war die personelle Situation an diesem Wochenende alles andere als glänzend. Benjamin Hüfner und Jari Pietsch waren mit der U20-Auswahl des DEB in Schweden, viele der lizenzierten DNL-Spieler bei den U17 und U18-Auswahlmannschaften; die in Berlin verbliebenen spielten in Riessersee für die DNL der Eisbären. Zudem fielen Fabio Patrzek (Schulterverletzung aus dem Schönheide-Spiel), Daniel Kruggel (krank) und Marcel Heinze (laufende Prüfungen) aus. So standen im Heimspiel am Freitag gegen Schönheide gerade mal 13 Feldspieler zur Verfügung, Schönheide konnte ebenso viele Spieler aufbieten.

 

Schlechte Voraussetzungen, wurden doch in den bisherigen Spielen gegen die Erzgebirgler die Punkte dadurch eingefahren, dass die Mannschaft mit drei starken Reihen über die gesamte Spielzeit ein hohes Tempo gehen konnte, wenn man von dem ersten Drittel am 06.02. in Schönheide mal absieht.

 

Und das Spiel begann wie die vorherigen Spiele auch. Schönheide ging früh (nach 20 Sekunden) 1:0 in Führung. Ein Rückstand, dem die Akademiker schlussendlich über die ganze Spielzeit hinterher laufen sollten. Nach 34 Minuten führten die Erzgebirgler gar mit 3:0, was das Team mit Kampfgeist bis zum Ende des zweiten Drittels auf ein 2:3 verkürzte Auch vom einem erneuten Zwei-Tore-Abstand (49.) ließ sich die Mannschaft nicht von ihrer Aufholjagd abbringen, Kapitän Lucien Aicher erzielte mit einem schönen Treffer das 3:4 (55.). Das Anrennen hatte erst in der 59. Minute ihr Ende, als eine umstrittene Strafe gegen Christian-Alexander Leers alle Hoffnungen zerschlug. Die Wölfe ließen sich nicht zweimal bitten und erzielten das 3:5. Das 3:6 in der 60. Spielminute kann man nur noch als Ergebnisverschönerung für die Wölfe bezeichnen, denn zu dem Zeitpunkt war das von dem hervorragend aufgelegten Christian Krüger gehütete Tor zu Gunsten eines weiteren Feldspielers bereits leer.

 

F.A.S.S. Berlin: Krüger, Albrecht; Seelisch, Leibrandt; Kuch, Kugler; Masche, Aicher, Leers; Roubicek, Labuhn , Harloff; Balko, Schmidt, Winkler;

 

Am Sonntag fehlten dann arbeitsbedingt auch noch Daniel Kuch, Steve Roubicek und Patrick Balko. Zudem fiel Jörn Kugler wegen einer am Freitag erlittenen Knieverletzung kurzfristig aus, Thomas Leibrandt und Christian Leers fuhren angeschlagen mit. Damit wenigstens zehn Feldspieler in der Anfangsformation standen, kam Michael Reinhardt aus der Sachsenligamannschaft zu seinem ersten Regionalligaspiel.

 

Und das „Häuflein der 12 Aufrechten“ lieferte den Erfurtern zwei Drittel einen bravourösen Kampf. Gestützt auf einen bärenstarken Sebastian Albrecht wurden die Vorgaben von Trainer Chris Lee fast zu 100 Prozent umgesetzt: Aus einer verstärkten Abwehr über Konter zum Erfolg kommen. Nach den ersten zwanzig Minuten führten die Black Dragons auch nur mit 1:0; ein Abpraller von Sebastian Albrechts Maske ermöglichte Oliver Otte den Führungstreffer. Das zweite Drittel verlief ausgeglichen und fair, hart wurde es nur in der 34. Minute. Ein Check von hinten an der Bande von Robert Schmidt an Phillipp Labuhn wurde vom unauffällig leitenden Hauptschiedsrichter Kühnel folgerichtig mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe geahndet. Die folgende Überzahl brachte, nachdem noch ein weiterer Erfurter auf die Strafbank musste, das zu diesem Zeitpunkt auch verdiente 1:1 durch Jan Schmidt. Und mit etwas Glück hätten Lucien Aicher und Tim Harloff zum Ende des Mittelabschnitts sogar die Führung erzielen können. Es blieb aber beim 1:1. Im letzten Drittel drückten zwar die Erfurter auf eine Entscheidung, aber erst ein Fehlpass in der neutralen Zone leitete in der 47. Spielminute das Ende aller Bemühungen ein. Maximilian Dimitrovici, war der glückliche Schütze, der keine Schwierigkeiten hatte, einen Abpraller vom Pfosten ins Tor zu schieben. Danach schwanden bei den Akademikern die Kräfte, womit die Erfurter nun den Raum hatten, um die Tore zum letztendlich verdienten Sieg zu erzielen.

 

Fazit: Aufgrund der Rahmenbedingungen, dem Einsatzwillen und der Leidenschaft mit der die Mannschaft aufgetreten ist, eine der stärksten Leistungen in dieser Saison.

 

F.A.S.S. Berlin: Albrecht, Krüger; Seelisch, Winkler; Leibrandt, Schmidt; Masche, Aicher, Leers; Reinhardt,M.; Labuhn, Harloff

 

Peter Wagenfeldt

FASS hält mit Minimalkader das Spiel lange offen

Was wäre, wenn FASS am Abend mit mehr als 10 Feldspielern in Erfurt angetreten wäre, fragten sich viele der Zuschauer am Abend nach dem Spiel der Black Dragons gegen die Akademiker aus dem Wedding. Lange Zeit konnten die Berliner das Spiel offen halten und erst nach deutlichem Kräfteabbau im letzten Drittel konnten die Gastgeber die Partie doch für sich entscheiden. Am Ende siegten die Black Dragons noch deutlich 5:1 (1:0;0:1;4:0).

 

Erfurt begann die Partie mit viel Schwung und setzte sich erst einmal im Drittel der Gäste fest. Ein Schuss nach dem anderen ging in Richtung des Tores von Sebastian Albrecht, aber dieser konnte sich zunächst als sicherer Rückhalt seines Teams beweisen. FASS spielte in dieser Phase extrem defensiv, Kräfte sparen war angesagt. Erfurt wirkte etwas einfallslos vor dem Tor und es bedurfte der kräftigen Mithilfe des nicht immer sicher wirkenden Schiedsrichters Kühnel, der einen Maskentreffer von Albrecht großzügig übersah. Von da aus sprang der Puck ins Tor und zum Erstaunen aller entschied der Schiri auf Tor. Oliver Otte war es, der damit den 100. Saisontreffer der Black Dragons markierte (9.) Danach weitere Angriffe der Gastgeber, mehr als zweimal Aluminium sprang aber nicht hinaus.

 

Mit Beginn des 2. Drittels entschlossen sich die Akademiker, ihr Glück auch einmal im Angriff zu versuchen. Das sah gar nicht schlecht aus, aber auch Kai Fischer im Gehäuse der Drachen, zeigte, dass er ein Guter ist. Erfurt in diesem Drittel deutlich zurückhaltender und nur noch selten mit druckvollem Angriffsspiel. Immerhin musste erneut zweimal der Pfosten für Sebastian Albrecht retten. In der 34. Minute hatte Erfurts Robert Schmidt einen Totalblackout, als er völlig überflüssig einen Berliner von hinten gegen die Bande nagelte. Glück für ihn, dass es dafür „nur“ eine Spieldauerstrafe gab. Da bereits ein Erfurter auf der Bank saß, hatte FASS nun doppelte Überzahl und konnte diese Gelegenheit zum verdienten Ausgleich durch Jan Schmidt nutzen (35.). In der Folge versuchten die Gäste sogar die Führung zu erzielen, scheiterten aber ihrerseits immer wieder an Fischer.

 

Das letzte Drittel wurde dann wieder von den Erfurtern bestimmt. Konsequent mit 3 Reihen spielend war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann sie ihre Konditionsvorteile in Tore umsetzen konnten. Zunächst hielt FASS noch tapfer dagegen, aber als Weise in der 47. Minute energisch durchzog und die Scheibe gegen den Pfosten hämmerte, war es Dimitrovici, der den Abpraller an Albrecht vorbei einnetzen konnte. Damit war der Widerstand von FASS gebrochen, Brink, Otte und Weise erzielten im weiteren Verlauf die Tore zum Endstand. Sicherlich am Ende etwas bitter, doch noch so deutlich zu verlieren, aber in Anbetracht der personellen Situation mit 12 fehlenden Spielern war eigentlich ein solches Ergebnis zu erwarten. Kompliment an die Akademiker, die sich so lange wie möglich gegen keineswegs überzeugende Black Dragons behauptet haben. Am Ende ein glanzloser Arbeitssieg der Erfurter, die sich damit halbwegs für die Schlappe vom Vortag in Schönheide rehabilitieren konnten.

 

 Axel Hirsch für Radio Eiskalt

Drachen gelingt Befreiungsschlag - 5:1 Erfolg gegen FASS Berlin

Nach zuletzt 3 Niederlagen in Folge konnten die Black Dragons am Sonntagabend mit einem letztlich auch in der Höhe verdienten 5:1-Erfolg (1:0, 0:1, 4:0) gegen die Akademiker in die Erfolgsspur zurückkehren. Damit konnten die Drachen nur 24 Stunden nach der deutlichen Pleite in Schönheide für Wiedergutmachung sorgen.

 

Das Spiel startete dann auch mit Erfurter Angriffen, die sofort Akzente setzen wollten. Doch zunächst scheiterten die Angriffbemühungen meist in der dichtgestaffelten Abwehr der Gäste. Diese setzten zunächst voll auf Defensive, was aber vor allem der Tatsache geschuldet war, dass den Akademikern lediglich 10 Feldspieler zur Verfügung standen, da hieß es natürlich zunächst Kräfte sparen. Die Gastgeber hatten bis zur 8. Minute ihre größte Chance durch Spielertrainer Zbynek Marak, der zunächst am Pfosten scheiterte. In der 9. Spielminute war es dann doch soweit und die Drachen konnten in Führung gehen. Allerdings hatten die Gastgeber bei diesem Treffer etwas Glück, denn Hauptschiedsrichter Kühnel übersah in dieser Situation einen Maskentreffer bei FASS-Goalie Sebastian Albrecht, den zurück prallenden Puck schob dann Oliver Otte ins Gästetor zur verdienten Führung für die Gastber. Dieser Treffer war gleichzeitig der 100. Saisontreffer der Black Dragons. Im weiteren Verlauf des Anfangsdrittels versuchten die Drachen nun diese Führung auszubauen, doch mit Glück Geschick und Metall verhinderten die Gäste einen höheren Rückstand.

 

Im Mittelabschnitt schraubten auch die Gastgeber das Tempo etwas zurück, man setzte zu diesem Zeitpunkt wohl darauf, dass den Gästen irgendwann die Kräfte ausgehen würden. So kamen auch die Akademiker zu Chancen, diese wurden zunächst allerdings von Kai Fischer im Drachentor vereitelt. Erst als die Erfurter eine vollkommen unnötige, aber berechtigte, Spieldauerstrafe für Robert Schmidt kassierten und sich dadurch in einer 3 gegen 5 Unterzahl wiederfanden konnte auch Fischer nichts mehr ausrichten. Leibrandt hatte von der blauen Linie abgezogen und Jan Schmidt hatte den Schläger in den Schuß gehalten, der so abgefälscht unhaltbar im Drachentor einschlug. Die Antwort der Gastgeber ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Doch zum wiederholten Mal scheiterte Vavroch am Metallgestänge des Tores der Akademiker. Da etwas später auch Enrico Manske nur den Pfosten traf blieb es nach 40 Minuten beim 1:1.

 

Im letzten Spieldrittel kam es für die Gäste wie erwartet, die Kräfte schwanden den Berlinern zusehends. Und so kam es wie es kommen musste, zunächst war es Marcel Weise, der sich auf dem Weg zum Torerfolg machte, doch wie schon so häufig in diesem Spiel hatte der Pfosten etwas gegen einen Torerfolg. Den zurückprallenden Puck versenkte dann aber Max Dimitrovici doch noch im Gehäuse der Gäste zur erneuten Drachenführung. Diesmal versäumten es die Gastgeber jedoch nicht nachzulegen und so war nur 3 min nach dem 2:1 diesmal Florian Brink zur Stelle und erhöhte auf 3:1. Mit diesem Treffer war dann der Wiederstand der Gäste aus Berlin endgültig gebrochen. Nach weiteren Treffern von Oliver Otte, der einen schönen Sololauf über die gesamte Eisfläche mit dem 4:1 krönen konnte, und Marcel Weise, dem ein Shorthander gelang, stellten die Erfurter letztlich den Endstand von 5:1 her. Diesen 4 Tore Vorsprung brachten die Gastgeber nun über die Zeit und sicherten sich so 3 wichtige Punkte im Kampf um Platz 3 in der Tabelle.

 

Quelle:  Black Dragons Erfurt