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F.A.S.S. e.V. Berlin
Freier Akademischer Sportverein Siegmundshof
Regionalliga
Archiv 2009/10

Blue Lions Leipzig - FASS Berlin

Freitag, 19.02.2010, 20.00 Uhr, Alte Messe Eisarena/Leipzig

 

8 : 3 (1:1 3:2 4:0)

Tore

1:0 (05:01) Rohacik (Szygula), 1:1 (14:53) Pietsch (Kruggel, Harloff)* PP1

 

1:2 (26:37) Patrzek (Leers, Kuch), 2:2 (27:53) Eichelkraut (Schmid, Lehmann), 3:2 (28:16) J. Müller (Rohacik, Mikesz), 4:2 (29:45) Lehmann (Eichelkraut, Schmid), 4:3 (34:50) Hüfner (Patrzek, Schmidt)

 

5:3 (40:13) Bartell (L. Müller), 6:3 (53:55) Eichelkraut (Mikesz, Lehmann) UZ1, 7:3 (56:43) Schmid (Rohacik, Witting), 8:3 (57:40) L. Müller (Mikesz, Witting)

 

* lt. off. Sb

PIM

BLL: 16 - 2/8/6

FASS: 16 - 6/4/6

Berichte

Widerstand war am Ende zwecklos

Akademiker konnten trotz Leipziger Sturmlauf drittes Aufeinandertreffen lange offen gestalten

 

Eishockeyspiele haben die eigentümliche Angewohnheit, über 60 Minuten zu gehen. Diese Erfahrung mussten am Freitagabend die Spieler des F.A.S.S. beim insolventen Tabellenführer Blue Lions Leipzig machen. Dabei sah es zwischenzeitlich sehr gut aus für die Mannschaft aus dem Norden Berlins, führte man doch in der 27. Minute in der Messestadt durch Treffer von Jari Pietsch und Fabio Patrzek mit 2:1.

 

Begonnen hatte es zunächst wie erwartet. Die Lions, die mit ihrem letzten Aufgebot, und das waren immerhin noch dreizehn oberligaerprobte Spieler und zwei Torwarte, angetreten waren, sahen sich einer personell gleichstarken FASS-Mannschaft gegenüber. Ausgewogene Verhältnisse in dieser Hinsicht, der Spielverlauf gestaltete sich im ersten Drittel anders. Die Hausherren berannten das von Sebastian Albrecht gehütete Berliner Gehäuse, die Führung folgte in der sechsten Minute, Michal Rohacik der Schütze. Auch in der Folge konnte sich die Berliner Abwehr inklusive ihres Torhüters nicht über Arbeit beklagen, so sehr drängten die Lions auf eine frühzeitige Entscheidung. Weitere Treffer gegen die defensiv eingestellte Formation des F.A.S.S. blieben wohl zum Ärger der über 700 anwesenden Fans jedoch aus. Und da die Mannen von Chris Lee ihrem Konzept treu blieben und die Lions immer offensiver wurden, ergaben sich auch Lücken. Eine davon nutzten Rumid Masche und Jari Pietsch. Der älteste Berliner Stürmer erkämpfte sich im eigenen Drittel die Scheibe, Jari Pietsch nahm diese dankend auf, zog bis ins Drittel der Leipziger und konnte mit einem Rückhandschuss über die Schulter von Adam Ondraschek den zu diesem Zeitpunkt überraschenden Ausgleich erzielen (15.). Dabei blieb es dann auch in diesem Abschnitt, den die Leipziger zwar bestimmt hatten, aber auch zu nachlässig mit ihren Möglichkeiten umgegangen waren.

 

Das zweite Drittel begann wie das erste geendet hatte. Leipzig stürmte, FASS verteidigte und lauerte auf Kontermöglichkeiten. Die 27. Minute sollte dann die Hoffnung auf eine Überraschung verstärken. Sebastian Lehmann saß auf der Strafbank, als sich Christian-Alexander Leers auf der linken Seite durchsetzte und mustergültig auf den mitgelaufenen Fabio Patrzek passte. Der machte kurzen Prozess und hämmerte die Scheibe zur überraschenden Führung in die Maschen des Leipziger Gehäuses. Was danach folgte, lässt sich nur schwer erklären, denn innerhalb von 180 Sekunden wurde aus der Führung ein Zwei-Tore-Rückstand; Florian Eichelkraut (28.) Jens Müller (29.) und Sebastian Lehmann (30.) machten aus dem 1:2 ein 4:2. Insbesondere das 3:2 sorgte für Diskussionen, da Michal Rohacik solange bei Sebastian Albrecht nachstochern konnte, ohne dass ein Verteidiger eingriff, geschweige denn ein Pfiff ertönte. Die dann frei gewordene Scheibe musste von Jens Müller nur noch über die Linie bugsiert werden. Nach dem vierten Tor für die Lions fingen sich die Berliner wieder, der Anschlusstreffer von Benjamin Hüfner bei doppelter Überzahl gab erneute Hoffnung. Von der blauen Linie in Richtung Tor tanzte er mit einer Drehung um die eigene Achse einen Verteidiger aus und ließ dem Leipziger Goalie mit seinem Handgelenkschuss keine Chance (35.). Bei diesem Stand endete das zweite Drittel, in dem sich die Akademiker effektiv gegen den Tabellenführer gewehrt hatten, aber Unkonzentriertheiten kein besseres Zwischenergebnis zuließen.

 

Die letzten 20 Minuten begannen dann aber alles andere als gut. Beim ersten Bully im FASS-Drittel nach elf Sekunden sprang die Scheibe genau auf den Schläger von Daniel Bartell, der sofort abzog und an Sebastian Albrecht, dem die Sicht verdeckt war, vorbei zum 5:3 traf. Danach machten die Gastgeber das, was der Mannschaft von FASS bis dahin gelungen war. Hinten gut stehen und auf Konter lauern. Gegen die nun aufgerückte Mannschaft des FASS waren die Treffer 6, 7 und 8 die Folge eines ungewöhnlichen Abends, bei dem das Team von FASS an die kollektive Auszeit im zweiten Drittel noch lange denken wird. Erneut gut gespielt und gekämpft, teuer verkauft und wieder mit leeren Händen nach Hause; dieses Fazit kennt man beim Tabellensiebenten in letzter Zeit nur zu gut.

 

Chris Lee nach dem Spiel: „Es war ein schnelles Spiel und es ist schwer, mit so einer professionellen Mannschaft das Tempo mitzugehen. Die Mannschaft hat wieder gut gekämpft, aber leider wurden wir dafür erneut nicht belohnt.“

FASS(T) wäre es schief gegangen - 8:3 gegen FASS

Über den Kampf (streckenweise) ins Spiel gefunden. Es war ein zähes Spiel, dass die Blue Lions am Freitagabend zu guter Letzt deutlicher gewannen, als es der Spielverlauf zeigte. 8:3 vor 723 Zuschauern stand auf der Anzeigetafel in der Alten Messe Eisarena nach 60 Minuten. Die Gäste von FASS Berlin hatten dem Löwenrudel einen guten Kampf geboten, die Hausherren taten sich aber auch schwer, ins Spiel zu kommen.

 

Fünf Minuten waren gespielt, als Dennis Szygula einen Abpraller des Berliner Goalies hoch im Tor unterbrachte und damit den torreichen Abend eröffnete. Das 1:1 gelang den Hauptstädtern aus einer Kontersituation, in der Berlins Jari Pietsch das Gehäuse hörbar zu Hilfe nahm. Soviel zum ersten Drittel...

 

Paukenschlag in der 27. Minute! Patrzek war in Überzahl von der linken Seite des Tores bedient worden und hatte nur wenig Probleme, die Führung für die Gäste zu erzielen. Der Stachel saß, das Rudel schüttelte die Lähmung aus dem Fell und war in Person von Florian Eichelkraut nur eine Minute später erneut erfolgreich. 23 Sekunden später zeichnete Kapitän Jens Müller für die Führung der Hausherren verantwortlich, nachdem ihn ein Pass von der blauen Linie direkt vor dem Tor der Gäste fand. Sebastian Lehmann beanspruchte dann das Glück für die Hausherren, sein Treffer war der zweite an diesem Abend unter Mithilfe des Torgehäuses. Bei 5 gegen 3 zeigte FASS ein weiteres Mal seine Überzahlstärke. Benjamin Hüfner war zum 4:3 erfolgreich.

 

Den zweiten Pausentee schien dann aber das Löwenrudel besser vertragen zu haben. Daniel Bartell war ein dankbarer Abnehmer der Vorarbeit von Lars Müller, als beide Teams nur vier Spieler auf dem Eis hatten. Zweiundfünfzig Minuten und einundfünfzig Sekunden standen auf der Spieluhr und Daniel Bartell gönnte sich gerade eine Verschnaufpause in der Kühlbox, da sorgte Florian Eichelkraut mit einem Short-Hander für Jubel in der Alten Messe Eisarena. Die Vorlagen zum 6:3 kamen von Christopher Kasten und Sebastian Lehmann. Damit war der Beutezug des Rudels aber noch nicht beendet. Michal Rohacik stand an der blauen Linie und spielte einen scharfen Pass in Richtung Tor. Patrick Schmid fand dort seine Position, hielt die Kelle rein und konnte ebenfalls über einen Treffer jubeln. Den Schlusspunkt setzten, unter Mithilfe von Christopher Kasten, Jiri Mikesz und Lars Müller. Die #81 zog, mit dem Puck am Schläger, Goalie Albrecht auf die linke Seite des Tores. Der mitgelaufene Stürmerkollege mir der Rückennummer 91 musste die Scheibe nur noch auf der frei gewordenen rechten Seite über die Torlinie schieben. Endstand damit 8:3.

 

Quelle: Blue Lions Leipzig

Dank 4:0 im letzten Drittel: Lions gewinnen deutlich gegen FASS

Die Blue Lions Leipzig bleiben ungeschlagen. Der Eishockey-Regionalligist tat sich am Freitagabend gegen FASS Berlin zwar zwei Drittel lang sehr schwer, gewann dann aber doch deutlich mit 8:3 (1:1, 3:2, 4:0). Vor 723 Zuschauern machte Lars Müller das Tor des Abends. Sein Treffer zum 8:3 war das 200. Lions-Tor der Saison. Die Fans feierten ihr Team denn auch entsprechend ausgelassen.

 

Zuvor hatte es allerdings wenig Anlass zur Freude gegeben. Die Lions fanden nur sehr schwer in die Partie und kamen trotz Bemühens nicht in Tritt. Die Gäste aus Berlin versuchten, das Spiel der Hausherren früh zu stören und hatten Erfolg. Doch obwohl es nach dem ersten Drittel Unentschieden und nach dem zweiten lediglich 4:3 stand - echte Spannung wollte nicht aufkommen. Denn im zweiten Abschnitt, als die Löwen innerhalb von zwei Minuten drei Mal trafen, hatten die Gastgeber bereits gezeigt, was passiert, wenn sie den Schalter umlegen.

 

Die etwas farblose Leistung der Lions war auch der Tatsache geschuldet, dass sie in dieser Woche kaum auf dem Eis trainieren konnten. Grund: Der Eishobel war kaputt. Ersatz konnte nicht schnell genug beschafft werden. "Wir sind in dieser Sache Kaveh Hakim-Elahi zu großem Dank verpflichtet", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter der Lions-Betreiber-GmbH Hans-Jürgen Paul. Der Besitzer der Eisanlage in der Alte Messe Eisarena besorgte einen neuen Hobel aus Grimma. "Der wird am Montag hier ankommen, und zwar für einen sehr günstigen Preis. Für das Spiel gegen Berlin und das Wochenende haben wir uns in Crimmitschau ein Gerät ausgeliehen."

 

Eine Niederlage erlitt Paul dagegen am Donnerstagabend. Bei einem Treffen von Mannschaft und Sponsoren wollte der Anwalt noch einmal um finanzielle Unterstützung für die ordentliche Beendigung der Saison werben. Vergebens. "Es gab keinerlei Reaktion. Auch auf meine Frage, ob denn einer von denen, die stets nur kritisieren, künftig Verantwortung übernehmen will, gab es keine Antworten."

 

Quelle: Antje Henselin-Rudolph für die LVZ-Online


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