

Sonnabend, 20.02.2010, ab 13.15 Uhr, Dresden
FASS - SG Schönheide/Chemnitz 1b 3 : 4 n. P.
Tore für FASS: Domenik Jurowski, Dan Engelmann, Andrey Renner
Dresdener Eislöwen 1b - FASS 7 : 3
Tore für FASS: Jonas Küller (2), Andrey Renner
ESV Halle - FASS 11 : 3
Tore für FASS: Andrey Renner (2), Jonas Küller
ESV Halle - Dresdener Eislöwen 1b 2 : 4
Dresdener Eislöwen 1b - SG Schönheide/Chemnitz 1b 3 : 2 n. P.
ESV Halle - SG Schönheide/Chemnitz 1b 4 : 5
Pech in der letzten Spielminute, aber es geht weiter aufwärts
Im Turniermodus traten die FASS Kleinschüler gegen die drei führenden Teams der Tabelle der Meldeklasse 2 in der Ostdeutschen Meisterschaft an. Das war genau der richtige Prüfstein für den erkennbaren Aufwärtstrend der Mannschaft. In der Dresdner Eishalle erkämpften die Berliner immerhin einen Punkt. Fast noch wichtiger war das deutliche Bemühen der Mannschaft, den Puck auch einmal durch die eigenen Reihen laufen zu lassen. Passspiel statt Alleingängen - das sieht besser aus und lässt für die Zukunft einiges erwarten.
Im ersten Spiel ging es gegen den Gastgeber ESC Dresden 1b. Am Anfang der Saison hatte FASS gegen diesen Gegner noch mit 0:6 und 0:7 verloren. Inzwischen haben sich die Kräfte verschoben. FASS konnte das Spiel offen gestalten und lag zur Pause etwas unglücklich mit 2:3 im Rückstand. Trainer Andrej Timofeev hatte für dieses Spiel drei Reihen aufgeboten und tatsächlich konnten die FASS-Spieler das Tempo während des ganzen Spiels hochhalten. Einige Unkonzentriertheiten zu Beginn der zweiten Hälfte verursachten dann aber unnötige Gegentore. Am Ende stand ein 3:7 auf der Anzeigentafel, und alle mussten das Gefühl haben: hier wäre mehr drin gewesen. Gefeiert werden konnte auf Seiten der Berliner Luca Nicolas Scheibler, der in den letzen Spielminuten für Stammtorwart Thaddäus Scheer zwischen die Pfosten kam und seine ersten Pflichtspielminuten souverän absolvierte.
Im zweiten Spiel mussten die Berliner dann gegen den ESV Halle antreten. Halle ist Tabellenführer und hatte die unerfahrene FASS-Mannschaft im Oktober noch mit 19:1 vom Eis gewischt. So war die Verwunderung groß beim FASS-Anhang, als die Berliner das Spiel zunächst offen gestalten konnten und zur Pause nur 1:3 zurücklagen. Trainer Timofeev hatte jetzt auf vier Reihen umgestellt. Das brachte den Berlinern noch mehr Schwung, aber auch noch mehr Unsicherheiten aufs Eis. Schöne Spielzüge und einfache Fehler wechselten sich ab. Am Ende gab es eine deutliche 3:11 Niederlage, aber auch eine lebendige FASS-Mannschaft, die nie aufsteckte und immer auch versuchte, nach vorn zu spielen.
Auch im letzten Spiel gegen die Spielgemeinschaft Schönheide/Chemnitz 1b trat FASS mit vier Reihen an. Die meisten Teams der Meldeklasse treten mit kaum drei vollständigen Reihen an. FASS setzt also auf eine breite Basis, was sich im Laufe der kommenden Jahre noch auszahlen könnte. Natürlich entsteht durch die hohe Zahl der Spieler im Team für die noch nicht so leistungsstarken Kinder auch ein besonderer Druck, sich in dieser Wettkampfsituation zu bewähren. Das muss für alle Spieler auch ein besonderer Anreiz sein, im Training immer wieder zu beweisen, dass man einen Platz in diesem Team verdient hat.
Alle vier Reihen hatten jedenfalls heute einen Anteil daran, dass FASS in der ersten Hälfte gegen die Spielgemeinschaft Schönheide/Chemnitz die bisher beste Saisonleistung zeigte. Der Gegner wurde gut vom eigenen Tor weggehalten, und vorne trafen Dan Erik Engelmann, Dominik Jurowski und Andrej Renner nach teilweise schönen Angriffsaktionen. In der zweiten Hälfte war dann nicht nur beim FASS-Anhang die höchste Nervositätsstufe erreicht, sondern auch auf dem Eis erschienen viele Spieler dem eigenen Erfolg nicht zu trauen. Ergebnis war ein Dauerbeschuss des Berliner Kastens. Tormann Thaddäus Scheer aber hatte seine beste Leistung heute für dieses Spiel aufgehoben. Insgesamt 27 Schüsse der Ostdeutschen konnte Thaddäus abwehren. Im letzten Wechsel schickte der Gegner fünf Feldspieler auf das Eis. Da fehlte es den vier FASS-Feldspielern an der letzten Konsequenz im Zweikampf, und zwanzig Sekunden vor Ende der Spielzeit musste die Mannschaft den bitteren Ausgleichstreffer hinnehmen. Hängende Köpfe und wenig Zusammenhalt beim Penaltyschiessen zeigten, dass das Team auch noch lernen muss, mit unglücklichen Situationen umzugehen.
Coach Timofeev war nach dem Turnier natürlich mit seinem Team zufrieden. "Das Passen hat heute schon viel besser funktioniert. Leider waren beim ersten Spiel noch nicht alle ganz konzentriert. Besonders gut hat mit gefallen, dass wir heute auch im dritten Spiel noch die volle Leistung zeigen konnten. Wir haben mit Kraft und auch mit Lockerheit gespielt."
Am kommenden Wochenende darf die Mannschaft schon wieder aufs Eis. Dann stehen Spiele gegen Erfurt, die Spielgemeinschaft OSC/ESCB und wieder gegen Halle an. So, wie sich das FASS Kleinschülerteam zurzeit präsentiert, kann man sich aus Berliner Sicht auf diese Spiele freuen.
FASS trat heute an mit: Thaddäus Scheer (T), Luca Nicolas Scheibler (T); Ilya Muskins, Max Jurke, Lars Kornmüller, Anna Ulrich Dan Erik Engelmann; Theodor Mathea, Vincent Voß, Nils Larsen, Jonas Küller, Tobias Kohnert; Sarah Wyrwas, Helen George (C), Felix Meintz (A), Nick Streitle; Nils-Olaf Meißner, Marvin Schulz (A), Dominik Jurowski, Andrej Renner
EG/20.02.10
Nach dem Spiel hatte Theodor Matthea noch Zeit, um einige Fragen zu beantworten.
Wie war es heute aus deiner Sicht?
Ganz gut, aber eigentlich finde ich das normal für uns.
Und bist Du mit Dir selbst zufrieden?
Nein, ich habe nicht gut verteidigt. Und sowieso spiele ich gerne Stürmer. Als Verteidiger hat man so viel Verantwortung. Ein Fehler - und schon gibt’s ein Gegentor.
Ich habe Dich aber als einen der besten Verteidiger bei FASS heute gesehen.
Ich war auf dem Eis, als das 3:3 von Schönheide/Chemnitz gegen uns fiel. Also bin ich daran Schuld.
Aber da waren doch noch andere FASS-Spieler, die auch auf dem Eis waren.
Das stimmt, aber ich suche erst einmal die Fehler bei mir selber und überlege, was ich im nächsten Spiel besser machen möchte.
Was willst Du zum Spiel deiner Kollegen sagen?
Wie gesagt, ich finde es normal, dass wir ganz gut spielen. Das müssen wir von uns einfach erwarten. Mir ist aufgefallen, dass Felix und Dan heute gut mit nach hinten gekommen sind, in der Verteidigung geholfen haben und dann gute Pässe gespielt haben. Thaddäus ist gut im Tor und Luca hat seine Sache für sein erstes Spiel auch gut gemacht. Und unser Kapitän, na ja, die ist immer ganz in Ordnung.
EG/20.02.10