

Sonnabend, 27.02.2010, ab 12.30 Uhr, Halle
ESV Halle - FASS 9 : 0 (3:0)
Young Dragons Erfurt 1b - FASS 0 : 1 (0:1) - Tor für FASS: Jonas Küller
Young Dragons Erfurt 1b - ESV Halle 0 : 17 (0:9)
Außerhalb der Wertung:
ESV Halle - SG OSC/ESC 07 5 : 1 (2:0)
Young Dragons Erfurt 1b - SG OSC/ESC 07 2 : 1 n. P. (0:0 1:1)
SG OSC/ESC 07 - FASS 2 : 3 (0:1) - Tore für FASS: Andrej Renner, Ilja Muskina, Dominik Jurowski
Ilya Muskins und Luca Scheibler werden von ihren Kollegen gefeiert – Jonas Küller und Andrej Renner sammeln auch diesmal Scorerpunkte
Die FASS-Kleinschüler mussten am Samstag in Halle antreten und trafen dort auf die Gastgeber vom ESC Halle und auf die Young Dragons Erfurt (1b). Als Testspielpartner war außerdem die Spielgemeinschaft von OSC und ESCB aus Berlin angereist. Am Ende des Turniers freuten sich die Hallenser über den Gewinn der Ostdeutschen Meisterschaft (Meldeklasse 2). Mit zwei Siegen heute sicherten sie sich einen uneinholbaren Punktvorsprung.
Feiern konnten am Ende auch die FASS-Spieler und ihre Fans. Die Auswärtsfahrt hatte unter ungünstigen Umständen begonnen, denn einige der besten Spieler der vergangenen Wochen konnten wegen Krankheit nicht dabei sein. FASS Coach Andrej Timofeev musste auf drei Reihen umstellen und einige Spieler in ungewohnten Positionen einsetzen. Die ersten Minuten gegen den ESC Halle zeigten die Berliner trotzdem einige ihrer neu gewonnen Qualitäten: gute Raumaufteilung, sicheres Abspiel und Bereitschaft zum Zweikampf. Nachdem das Team aber die ersten beiden Gegentore bekommen hatte, schien die Spieler der Einsatzwille oder vielleicht auch der Mut zu verlassen. Mit wenig Gegenwehr verlor FASS noch deutlich mit 0:9 (0:3).
Gegen die Young Dragons Erfurt, den Tabellenletzten, sollten für FASS dann drei Punkte her, aber wegen der heute fehlenden Spieler war der Optimismus bei den Berlinern nicht besonders groß. Gegen die wenig torgefährlichen Erfurter merkten die FASSler aber schnell, dass bei konsequentem Devensivverhalten auch mit weniger erfahrenen Spielern in den eigenen Reihen ein Erfolg erzielt werden kann. Jonas Küller gab mit dem 1:0 seinen Kollegen noch zusätzlich Motivation. Unterstützt wurde er im Sturm der ersten Reihe heute von Nils Larsen, der durch sein konsequentes Forechecking immer wieder für Unruhe beim Gegner sorgte.
In der zweiten Hälfte dieses Spiels zeigte FASS dann aber zu wenig Initiative und ließ noch einige Chancen des Gegners zu. Fast schien es so, als ob die Berliner von einem lähmenden Mittagstief ergriffen waren. Nur dank der abgeklärten Torwartleistung von Thaddäus Scheer konnte FASS tatsächlich die erwünschten drei Punkte mitnehmen. Das 1:0 (1:0) sicherte Thaddäus mal wieder einen Shut-out, aber zeigte den FASS-Stürmern auch die Folgen ihrer vielen Alleingänge. Ohne Passspiel keine Kombinationen, ohne Kombinationen kein Spielfluss.
Das letzte Spiel des Tages gegen die Spielgemeinschaft OSC/ESCB begann FASS in fast gemütlichem Tempo, da es ja keine Punkte mehr zu vergeben gab. Ein unglückliches Eigentor und auch der nervöse und lautstarke Anhang der Spielgemeinschaft weckten dann aber doch den Ehrgeiz der FASSler, die den 0:1 Pausenrückstand noch in einen 3:2 Sieg drehen konnten. Nachdem Ilya Muskins mit seinem ersten Treffer für FASS den 1:1 Ausgleich hergestellt hatte, benötigte FASS eine Anzahl an Großchancen, bevor die zweite Reihe mit Andrej Renner und Dominik Jurowski für den FASS-Sieg sorgte. Lars Kornmüller überzeugte mit ruhigem Aufbauspiel aus der für ihn ungewohnten Verteidigerposition. Luca Scheibler, heute in seinem zweiten Punktspiel, sicherte nach seiner Einwechslung zur Halbzeit den Sieg mit einer engagierten Torwartleistung. Wichtiger als das Ergebnis waren aber die Ansätze eines Spielaufbaus, die in diesem Spiel zu sehen waren.
Die Mannschaft hat am kommenden Wochenende eine Spielpause. Fast ist das bedauerlich, denn die FASS Kleinschüler machen zurzeit deutliche Fortschritte. Trainer Timofeev wird es sicher gelingen, auch im Training weiter eine hohe Spannung zu erzeugen. Die Siege des heutigen Tages sollten den Spielern für ihre Trainingsarbeit zusätzlichen Antrieb geben.
FASS trat an mit: Thaddäus Scheer (T), Luca Nicolas Scheibler (T); Sarah Wyrwas (A), Helen George (C), Jonas Küller, Nils Larsen, Ilya Muskins; Nils-Olaf Meißner, Marvin Schulz (A), Dominik Jurowski, Andrej Renner; Theodor Mathea, Lars Kornmüller, Vincent Voß, Nick Streitle.
EG/27. Februar 2010
Vor der Rückkehr nach Berlin hatten Ilya Muskins und Luca Scheibler noch Gelegenheit, einige Fragen zu beantworten.
Ilya, ich glaube, das war heute Dein erstes Tor für FASS?
Ja, das stimmt. Ich spiele ja sonst meist Verteidiger. Da kann man nicht so viele Tore schießen.
Kannst Du beschreiben, wie Du den Treffer gemacht hast?
Jonas hat einen großen Anteil an dem Tor. Er hat geschossen, und der Abpraller vom Torwart lag dann auf dem Eis. Ich habe flach zwischen die Beine des Torwarts geschossen - Tor.
Du hast am schnellsten reagiert.
Ja, ich habe gar nicht überlegen müssen, sondern wusste sofort, wie ich das Tor machen kann.
Und nach deinem Tor?
Dann haben mir alle Spieler von FASS gratuliert und gesagt, wie gut es ist, dass ich das Tor gemacht habe. Ich habe sogar gehört, wie unser Torwart von der anderen Seite des Feldes gejubelt hat, nachdem ich das Tor gemacht habe. Das war toll.
Macht es Dir eigentlich sonst auch Spaß in der Mannschaft?
Ja, auf jeden Fall. Ich spiele lieber Stürmer als Verteidiger. Das hat mir also heute gefallen. Aber ich spiele auch gerne mit Nils Meißner zusammen in der Verteidigung. Er ist ein guter Mitspieler als Verteidiger.
Seit wann spielst Du schon Eishockey?
Seit drei Jahren. Ich habe bei einem anderen Verein angefangen und bin dann zu FASS gekommen.
Und was stört Dich?
Nicht viel. Ich finde es nur blöd, dass immer noch ab und zu geschubst wird beim Training oder so etwas. Es ist gut, dass die Trainer auf so etwas achten und dann auch etwas dagegen tun.
Nun zu Dir, Luca. Wie war es heute nach Deinem ersten Sieg?
Sehr gut. Ich war mir erst gar nicht sicher, ob wir wirklich gewonnen haben oder ob es unentschieden stand. Dann sind nach der Schlusssirene alle auf mich zugefahren und haben mich umarmt. Erst da war ich sicher, dass wir gewonnen haben.
Wie hast Du Dich dann gefühlt?
Na ja, ich weiß, wie es ist, zu gewinnen, denn ich habe ja früher Fußball gespielt. Da haben wir fast immer gewonnen. Aber es war schon toll, als alle auf mich zu kamen.
Wolltest Du eigentlich heute spielen oder hast Du gehofft, dass es noch ein paar Wochen dauert, bis Du zum Einsatz kommst?
Nein, ich war bereit. Als ich dann ins Tor ging, haben mir meine Mannschaftskameraden auch Glück gewünscht. Da wusste ich, dass sie hinter mir stehen. Das war gut für mich.
Du hast ja ein paar sehr mutige Paraden gezeigt. Hast Du keine Angst?
Nein, natürlich nicht. Ich war ja auch schon beim Fußball im Tor. Beim Eishockey macht es aber noch mehr Spaß. Da hat man mehr zu tun und es geht schneller.
Du hast ja erst in dieser Saison mit dem Eishockey angefangen. Was sind Deine starken Seiten, und was kannst Du noch nicht so gut?
Also, bei flachen Schüssen fühle ich mich schon ganz gut. Über die Sachen, die ich noch nicht so gut kann, rede ich lieber mit meinen Trainern.
Wie sind Deine Pläne?
In dieser Saison möchte ich noch so viel wie möglich lernen und in der nächsten Saison können Thaddäus und ich dann vielleicht ein gutes Torwartteam sein. Eishockey spielen macht einfach sehr viel Spaß.
Hast Du eigentlich heute während des Spiels auch schon Anweisungen an Deine Vorderleute gegeben oder mit ihnen geschimpft? Auf der Tribüne war davon nichts zu hören.
Nein, das überlasse ich zurzeit lieber noch Thaddäus. Der hat da mehr Übung. Das werde ich später aber bestimmt auch machen.
EGEG/27. Februar 2010